Technische Daten
Maße und Gewicht (AM110)
| Außenmaße | 38 × 30,5 × 14,6 cm |
|---|---|
| Rechnerisches Außenvolumen | rund 17 Liter |
| Eigengewicht | 1,9 kg laut Lykus |
| Farbe | Schwarz |
| Modellnummer | DCP-AM110-BLK |
Material und Schutz
| Schale | Polypropylen, laut Lykus gegen Stöße und Druck |
|---|---|
| Schutzart | IP67, SGS-zertifiziert |
| Bedeutung IP67 | staubdicht, übersteht zeitweiliges Untertauchen |
| Innenleben | CNC-geschnittener EVA-Schaum, laut Lykus elastischer als herkömmliches EVA |
| Druckausgleichsventil | nennt Lykus nicht |
Fassungsvermögen
| Drohne | Potensic ATOM 2 |
|---|---|
| Fernsteuerung | RC PTD 1 mit Bildschirm |
| Akkus | bis zu 7 |
| Weiteres Zubehör | Ladestation, Ladegerät, Kabel, Filterbox, Propeller |
| Lieferumfang | nur Koffer, ohne Drohne und Zubehör |
Variante AM100
| Außenmaße | 36 × 26 × 14,4 cm |
|---|---|
| Eigengewicht | 1,7 kg |
| Passende Drohnen laut Lykus | ATOM 2, ATOM 3-Achsen, ATOM SE, ATOM LT |
| Fernsteuerung | in der Listung nicht genannt |
| Akkus | bis zu 7 |
Passende Drohne
| Modell | Potensic ATOM 2 |
|---|---|
| Maße gefaltet | 88 × 143 × 58 mm |
| Startgewicht | unter 249 g |
| Akku | 2.230 mAh bei 7,7 V |
Der Lykus Titan AM110 ist ein wasserdichter Hartschalenkoffer, dessen Schaumeinlage auf die Potensic ATOM 2 und ihre Fernsteuerung RC PTD 1 mit eigenem Bildschirm zugeschnitten ist. Er nimmt bis zu sieben Akkus sowie Ladestation, Netzteil und Kleinteile auf und ist nach IP67 gegen Staub und zeitweiliges Untertauchen geschützt. Lykus bietet daneben das kleinere AM100 an, das für mehrere ATOM-Modelle gedacht ist und keine PTD 1 nennt. Grundlage dieser Einordnung sind die Herstellerangaben von Lykus in den Amazon-Listungen beider Varianten und das Datenblatt der ATOM 2.
Stärken und Schwächen
Das spricht dafür
- IP67 mit SGS-Zertifikat: Der Koffer ist staubdicht und übersteht einen Sturz ins Wasser, das leistet keine Tasche
- Die Schaumeinlage ist auf ATOM 2 und RC PTD 1 zugeschnitten, beide Teile liegen fest in eigenen Fächern
- Sieben Akkuplätze decken rechnerisch über drei Stunden Flugzeit ab, mehr als jede Fly More Combo liefert
- Polypropylen ist schlagzäh und hält Druck von oben aus, der Koffer taugt auch als Sitz oder Ablage im Gelände
- Ladestation, Netzteil, Filterbox und Propeller haben einen festen Platz, die ganze Ausrüstung steckt in einem Behälter
Das spricht dagegen
- 1,9 kg Eigengewicht sind rund das Achtfache der Drohne, für Wanderungen ist das viel
- Mit 38 × 30,5 × 14,6 cm passt der Koffer nicht in die kleinen Handgepäckmaße vieler Billigflieger
- Rund ein Fünftel des Preises der ATOM 2 im Standard-Kit
- Lykus nennt kein Druckausgleichsventil, nach Flugreisen oder Höhenwechseln kann sich der Deckel schwer öffnen lassen
Zwei Koffer, eine Entscheidung vorab
Lykus bietet für die Potensic ATOM 2 zwei Varianten desselben Koffers an. Das AM100 ist kleiner und für vier ATOM-Modelle ausgewiesen. Das AM110 ist größer und ausdrücklich für die ATOM 2 mit der Fernsteuerung RC PTD 1 gebaut.
Der Unterschied hängt an der Fernsteuerung. Die RC PTD 1 hat einen eigenen Bildschirm und ist entsprechend größer als eine Fernsteuerung, in die das Smartphone geklemmt wird. Die PTD 1 liegt sowohl dem Standard-Kit als auch der Fly More Combo der ATOM 2 bei. Wer seine ATOM 2 in einem dieser Pakete gekauft hat, landet damit beim AM110.
Das AM100 nennt in der Listung gar keine Fernsteuerung. Es ist die günstigere Wahl für Piloten mit Smartphone-Fernsteuerung oder mehreren ATOM-Modellen, deren Drohnen sich den Koffer teilen.
IP67: was die Schale wirklich leistet
Lykus nennt für die Schale IP67 mit einem Zertifikat der Prüfgesellschaft SGS. Die Schutzart setzt sich aus zwei Ziffern zusammen. Die 6 steht für staubdicht, die 7 für Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen.
Praktisch heißt das: Der Koffer übersteht einen Wolkenbruch am Startplatz, eine Welle am Strand und einen Sturz vom Steg ins flache Wasser. Taschen mit Reißverschluss, auch die mit wasserabweisender Außenhaut, sind an genau dieser Stelle offen. Wer am Wasser, am Meer oder auf dem Boot fliegt, bekommt mit IP67 einen Schutz, den keine Tasche liefert.
Die Schale besteht aus Polypropylen, einem schlagzähen Kunststoff, der Stöße aufnimmt, ohne zu splittern. Er hält auch Druck von oben stand. Im Gelände dient der Koffer als Ablage für die Fernsteuerung, im Kofferraum verträgt er Gepäck obendrauf.
Innen: zugeschnittener Schaum für alles
Die Einlage ist CNC-geschnitten aus einer EVA-Variante, die laut Lykus elastischer ist als übliches EVA. Jedes Teil bekommt eine eigene Aussparung: Drohne, Fernsteuerung, Akkus, Ladestation, Netzteil, Kabel, Filterbox und Propeller.
Das hat zwei Vorteile. Erstens bewegt sich beim Tragen nichts, die Teile schlagen nicht gegeneinander. Zweitens fällt beim Packen sofort auf, wenn etwas fehlt. Eine leere Aussparung für den dritten Akku ist schwer zu übersehen.
Bei der Drohne selbst schützt der Schaum vor allem die Kameraeinheit. Die ATOM 2 stabilisiert ihre Kamera über einen mechanischen Gimbal auf drei Achsen, und dessen Lagerung verträgt seitlichen Druck schlecht. Im zugeschnittenen Fach liegt die gefaltete Drohne so, dass die Schale Druck von außen aufnimmt, bevor er den Gimbal erreicht.
Sieben Akkus: mehr als jede Combo
Lykus nennt Platz für bis zu sieben Akkus. Das ist mehr, als jede Kaufvariante der ATOM 2 mitbringt, und damit Raum für Nachkäufe.
Die Rechnung dazu: Potensic nennt 32 Minuten je Akku. Nach Abzug von Start, Landung, Wind und Reserve bleiben realistisch 21 bis 25 Minuten. Sieben Akkus ergeben damit rund zweieinhalb Stunden tatsächliche Flugzeit. Für einen Drehtag oder einen Urlaubstag an der Küste reicht das ohne Steckdose.
Jeder Akku liefert 2.230 mAh bei 7,7 V, also rund 17,2 Wh. Sieben davon kommen zusammen auf rund 120 Wh. Im Flugzeug zählt aber der einzelne Akku, und der liegt weit unter der 100-Wh-Grenze. Was dabei zu beachten ist, steht im Ratgeber zum Mitnehmen einer Drohne im Flugzeug.
Der Preis dafür: Gewicht und Packmaß
Der AM110 wiegt leer 1,9 kg und misst 38 × 30,5 × 14,6 cm. Das ist das Achtfache der Drohne und ein Volumen von rund 17 Litern.
Für Autofahrten, Reisen und Einsätze am Wasser ist das kein Problem. Für Wanderungen dagegen schon. Wer mit der ATOM 2 auf einen Gipfel will, trägt mit Koffer und voller Bestückung grob drei bis dreieinhalb Kilogramm. Eine leichte Tasche für Drohne, Fernsteuerung und zwei Akkus bringt dort deutlich weniger auf die Waage.
Beim Fliegen mit Handgepäck gilt dasselbe. Das übliche Maß von 55 × 40 × 23 cm fasst den Koffer problemlos, die kleinen kostenlosen Handgepäckstücke vieler Billigflieger nicht. Dann reist der Koffer im Aufgabegepäck und die Akkus in der Kabine. Wie ein Koffer für Drohnen grundsätzlich aufgebaut sein sollte, erklärt der Ratgeber zu Koffern für Drohnen. Wer lieber selbst baut, findet eine Anleitung zum Drohnenkoffer selber bauen.
Was Lykus offen lässt
Ein Punkt fehlt in den Herstellerangaben: ein Druckausgleichsventil. Wird ein dichter Koffer bei niedrigem Luftdruck geschlossen, etwa in der Flugzeugkabine oder im Gebirge, entsteht beim Rückweg ins Tal ein Unterdruck. Der Deckel sitzt dann fest. Viele Hersteller von Schutzkoffern bauen dafür ein Ventil ein, Lykus nennt keines. Ein langsames Öffnen an einer Verschlussseite löst das Problem, es kostet aber einen Moment Geduld.
Der zweite Punkt betrifft die Lagerung der Akkus. Ein dichter Koffer ist für den Transport ideal, für die Lagerung über Wochen weniger. Im seltenen Fehlerfall eines Akkus soll entstehendes Gas entweichen können. Zu Hause gehören die Akkus bei rund 50 % Ladestand in einen feuerfesten Beutel.
Alternativen im Vergleich
| Behälter | Bauart | Schutz gegen Wasser | Preis | Bewertung |
|---|---|---|---|---|
| Lykus Titan AM110 (ATOM 2) | Polypropylen-Koffer | IP67 | 81,99 € | 4,1 / 5 |
| JSVER Hartschalentasche (Mini 4 Pro) | EVA-Hartschale | keine Schutzklasse | ab 18,99 € | 4,0 / 5 |
| JSVER Hartschalentasche (Mini 4K) | EVA-Hartschale | keine Schutzklasse | ab 11,99 € | 4,0 / 5 |
| STARTRC Tragetasche (Mini 5 Pro) | Softtasche mit Schultergurt | regen- und spritzwasserfest | ab 28,99 € | 3,6 / 5 |
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Der Vergleich zeigt die Preisstufen. EVA-Hartschalentaschen kosten ein Viertel, schützen gegen Druck und Stöße und sind leicht. Einen echten Wasserschutz liefert erst der IP67-Koffer, und den bezahlst du mit Geld, Gewicht und Volumen. Bei der ATOM 2 kommt hinzu, dass die meisten Taschen für DJI-Modelle zugeschnitten sind und ihre Aussparungen nicht passen.
Fazit
Der Lykus Titan AM110 ist ein kompromisslos schützender Koffer für die ATOM 2. IP67, eine schlagzähe Schale und ein Schaum, der Drohne, RC PTD 1 und bis zu sieben Akkus fest aufnimmt, ergeben die robusteste Transportlösung für diese Drohne. Der Preis dafür sind 1,9 kg Eigengewicht und ein Packmaß, das auf Wanderungen stört.
Für dich passend, wenn du mit der ATOM 2 reist, am Wasser fliegst oder die komplette Ausrüstung mit mehreren Akkus im Auto transportierst. Dann schützt der Koffer eine Ausrüstung im Wert von mehreren hundert Euro gegen alles, was unterwegs passieren kann.
Eher nicht passend, wenn du mit leichtem Gepäck zu Fuß unterwegs bist oder nur einen oder zwei Akkus mitnimmst. Dann ist eine Tasche die leichtere und günstigere Wahl. Und wer keine RC PTD 1 besitzt, spart mit dem Lykus AM100* spürbar.
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Welcher Lykus-Koffer passt für die Potensic ATOM 2?
Für die ATOM 2 mit der Bildschirm-Fernsteuerung RC PTD 1 das AM110, das Lykus ausdrücklich für diese Kombination ausweist. Das kleinere AM100 nennt ATOM 2, ATOM 3-Achsen, SE und LT, aber keine Fernsteuerung. Es passt eher zu Piloten, die eine Smartphone-Fernsteuerung nutzen oder mehrere ATOM-Modelle besitzen.
Ist der Lykus Titan AM110 wasserdicht?
Ja, Lykus nennt die Schutzart IP67 mit SGS-Zertifikat. Die erste Ziffer 6 steht für staubdicht, die zweite Ziffer 7 für Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen. Der Koffer übersteht damit Regen, Spritzwasser und einen Sturz ins flache Wasser. Für Dauerbetrieb unter Wasser ist er nicht ausgelegt.
Wie viele Akkus passen in den Koffer?
Laut Lykus bis zu sieben. Bei 32 Minuten Herstellerangabe je Akku sind das rechnerisch über drei Stunden Flugzeit, realistisch mit Reserve rund zweieinhalb Stunden. Damit nimmt der Koffer mehr Akkus auf, als eine Fly More Combo der ATOM 2 mitbringt.
Darf ich den Koffer mit Akkus ins Flugzeug nehmen?
Die Akkus ja, als Handgepäck. Mit rund 17,2 Wh je Akku liegt die ATOM 2 weit unter der 100-Wh-Grenze. Der Koffer selbst misst 38 × 30,5 × 14,6 cm und passt in das übliche Handgepäckmaß von 55 × 40 × 23 cm, nicht aber in die kleinen kostenlosen Handgepäckstücke vieler Billigflieger. Im Zweifel reist der Koffer leer im Aufgabegepäck und die Akkus fliegen in der Kabine mit.
Wie schwer ist der Koffer mit kompletter Ausrüstung?
Der Koffer allein wiegt laut Lykus 1,9 kg. Dazu kommen die ATOM 2 mit knapp 250 g, die Fernsteuerung und die Akkus. Potensic weist das Akkugewicht nicht aus. Geschätzt mit rund 90 g je Akku, wie bei Akkus dieser Kapazität üblich, liegt der voll bestückte Koffer mit sieben Akkus und Ladestation grob bei drei bis dreieinhalb Kilogramm.
Was ist der Unterschied zwischen AM100 und AM110?
Das AM110 ist größer (38 × 30,5 × 14,6 cm, 1,9 kg) und für ATOM 2 mit RC PTD 1 zugeschnitten. Das AM100 misst 36 × 26 × 14,4 cm, wiegt 1,7 kg und nennt vier ATOM-Modelle, aber keine Fernsteuerung. Beide nehmen laut Lykus bis zu sieben Akkus auf und haben dieselbe IP67-Schale aus Polypropylen.
Lohnt sich ein Hartschalenkoffer für eine Drohne unter 250 g?
Wenn du viel reist, am Wasser fliegst oder die Drohne im Auto transportierst, ja. Eine Tasche schützt gegen Kratzer und leichte Stöße, ein IP67-Koffer zusätzlich gegen Druck, Nässe und Staub. Für den Spaziergang mit einem Akku ist er überdimensioniert, dann reicht eine Tasche.
Dürfen die Akkus dauerhaft im Koffer bleiben?
Für den Transport ja, für die Lagerung besser nicht. Lithium-Akkus altern langsamer bei rund 50 % Ladestand und kühler Umgebung. Ein dichter Koffer lässt im seltenen Fehlerfall zudem keine Gase entweichen. Zu Hause gehören die Akkus in einen feuerfesten Beutel.
Warum lässt sich ein dichter Koffer manchmal schwer öffnen?
Wegen des Luftdrucks. Wird ein IP67-Koffer bei niedrigem Druck geschlossen, etwa im Gebirge oder in der Flugzeugkabine, entsteht beim Rückweg ins Tal ein Unterdruck im Inneren. Viele Koffer haben dafür ein Druckausgleichsventil, Lykus nennt für das AM110 keines. Hilft nichts, öffnest du den Koffer langsam an einer Verschlussseite.