DJI Akku aktivieren: so endet der Ruhemodus

DJI Akku aktivieren: Neue Akkus kommen im Ruhemodus und erwachen beim ersten Laden. Wie das bei Mini, Neo, Air und Mavic geht und was hilft, wenn keine LED leuchtet.

Zubehör Veröffentlicht am 6 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • DJI Akku aktivieren heißt: einmal laden. DJI liefert alle Intelligent Flight Batteries im Ruhemodus aus, aktiviert ist der Akku, sobald der Ladevorgang beginnt.
  • Kein Knopf, keine App: Im Ruhemodus reagiert der Akku auf keinen Tastendruck, erst das Ladegerät weckt ihn.
  • Ladeweg: Bei Mini 3 Pro, Mini 4 Pro und Neo per USB-C an der Drohne, bei Modellen mit Ladehub über den Hub.
  • Temperatur: Die Akkus der Mini 4 Pro laden laut DJI nur zwischen 5 und 40 °C.
  • Zweiter Ruhemodus: Unter 10 % Ladung schläft ein ungenutzter Akku wieder ein, auch dann weckt ihn das Laden.

Warum DJI-Akkus schlafend ankommen

Lithium-Akkus gelten im Versand als Gefahrgut. Damit ein Akku auf dem Transportweg weder Strom abgibt noch versehentlich eingeschaltet wird, versetzt DJI alle Intelligent Flight Batteries vor der Auslieferung in den Ruhemodus (englisch Hibernation). Das steht wortgleich in den Handbüchern der Mini 3 Pro, der Mini 4 Pro und der Neo: Alle Akkus sind vor dem Versand aus Sicherheitsgründen im Ruhemodus.

Im Ruhemodus ist die Elektronik im Akku weitgehend abgeschaltet. Ein Druck auf die Taste bleibt ohne Reaktion, keine LED leuchtet, und eingesetzt in die Drohne lässt sich nichts einschalten. Wer das nicht weiß, hält den neuen Akku schnell für defekt. Tatsächlich wartet er nur auf den ersten Ladestrom.

So aktivierst du einen neuen Akku

Die Aktivierung ist ein einziger Schritt: anschließen und laden. Laut DJI ist der Akku aktiviert, sobald er mit dem Laden beginnt.

  1. Akku einsetzen. Bei Mini und Neo setzt du den Akku in die Drohne und lässt sie ausgeschaltet. Die Mini 4 Pro lädt laut Handbuch nicht, solange die Drohne eingeschaltet ist.
  2. Ladegerät anschließen. Ein USB-Ladegerät an den USB-C-Anschluss der Drohne stecken. Das Handbuch der Mini 4 Pro zeigt dafür ein Ladegerät mit Power Delivery und 30 W.
  3. Auf die LEDs achten. Beginnen die Akku-LEDs zu blinken, fließt Strom und die Aktivierung ist erledigt.
  4. Voll laden. Vor dem ersten Flug den Akku komplett laden. Bei der Mini 4 Pro ist er voll, wenn alle LEDs erloschen sind, bei der Mini 3 Pro, wenn alle LEDs dauerhaft leuchten.

Mit dem DJI 30W-Ladegerät dauert eine volle Ladung bei der Mini 4 Pro laut Handbuch rund 1 Stunde 10 Minuten, beim Plus-Akku mit 3.850 mAh etwa 1 Stunde 41 Minuten. Ladezeiten der anderen Modelle und welches Netzteil passt, stehen im Ratgeber DJI Akku laden.

Ladewege nach Modell

Das Prinzip ist bei allen DJI-Kameradrohnen gleich, nur der Anschluss unterscheidet sich:

ModellreiheAktivieren überHinweis
Mini 3, Mini 3 Pro, Mini 4 ProUSB-C an der Drohne oder LadehubDrohne muss aus sein
NeoUSB-C an der Neo oder LadehubAkku im Rumpf
Air- und Mavic-SerieLadehub mit NetzteilAkku einzeln einsetzen
Zusatzakkus aus Fly More Comboswie oben, jeden Akku einzelnjeder Akku schläft für sich

Wichtig bei Fly More Combos: Jeder Akku kommt im Ruhemodus. Im Zwei-Wege-Ladehub der Mini-Serie werden die Akkus nacheinander geladen, laut DJI vom höchsten zum niedrigsten Ladestand. Wer alle drei Akkus vor dem ersten Ausflug startklar haben will, plant die Ladezeit für alle drei ein.

Schematischer Verlauf des Ladestands eines DJI-Akkus über die Zeit. Ab Werk liegt der Akku im Ruhemodus. Das erste Laden aktiviert ihn und bringt ihn auf 100 Prozent. Bleibt er ungenutzt, entlädt er sich laut DJI bei der Mini 4 Pro nach drei Tagen auf 96 Prozent und nach neun Tagen auf 60 Prozent. Fällt die Ladung bei längerem Liegen unter 10 Prozent, schaltet der Akku erneut in den Ruhemodus. Ein weiteres Laden weckt ihn wieder. Hinweis: Beide Ruhemodi enden auf dieselbe Weise, mit dem Ladegerät.

Zweimal schläft ein DJI-Akku ein: ab Werk und nach langer Lagerung unter 10 %. Beide Male weckt ihn das Ladegerät.

Der zweite Ruhemodus: nach langer Lagerung

Der Ruhemodus ist auch eine Schutzfunktion im Alltag. Laut Handbuch der Mini 4 Pro geht ein Akku in den Ruhemodus, wenn er bei weniger als 10 % Ladung ungenutzt liegt. Bei der Mini 3 Pro nennt DJI zusätzlich eine Zellspannung unter 3,0 V als Auslöser. So verhindert die Elektronik, dass sich die Zellen weiter entladen und dauerhaft Schaden nehmen.

Der Weg zurück ist derselbe wie beim neuen Akku: anschließen und laden. Ein Akku, der lange leer lag, braucht dafür manchmal etwas Geduld. Er kann eine Viertelstunde und länger am Ladegerät hängen, bevor die erste LED reagiert. Was zu tun ist, wenn er danach immer noch stumm bleibt, beschreibt der Ratgeber DJI-Akku reparieren im Abschnitt zur Tiefentladung.

Wenn der Akku nicht aufwacht

Bleibt der Akku auch am Ladegerät dunkel oder lädt nicht, liegt das selten an der Aktivierung. Diese Punkte prüfst du in dieser Reihenfolge:

PrüfpunktWoran du es erkennstWas hilft
Drohne eingeschaltetLaden startet nichtDrohne ausschalten
TemperaturLED 4 blinkt zweimal pro Sekunde (zu kalt) oder dreimal (zu heiß)Akku auf 5 bis 40 °C bringen, ideal 22 bis 28 °C
Akku sitzt schiefLED 3 und 4 blinken gleichzeitigherausnehmen, neu einsetzen
Schutzschaltung ausgelöstLED 2 oder 3 blinkt in festem TaktLadegerät ab- und wieder anstecken
Akkuschadenalle vier LEDs blinken gleichzeitignicht weiter laden, Service

Die Codes stammen aus dem Handbuch der Mini 4 Pro, das Schema ist bei den übrigen Modellen ähnlich. Alle Blinkmuster mit ihrer Bedeutung sammelt der Ratgeber DJI-Akku blinkt.

Kälte ist der häufigste Fall. Ein Akku, der im Winter im Auto lag, lädt erst, wenn seine Zellen wärmer als 5 °C sind. Das Ladegerät setzt den Vorgang laut DJI von selbst fort, sobald die Temperatur stimmt, ein erneutes Anstecken ist dafür nicht nötig.

Aktiviert, aber die Drohne startet nicht: die Wartung

Manchmal ist der Akku aktiv und geladen, die Drohne hebt trotzdem nicht ab. Dahinter kann die Wartungsfunktion stecken. Laut DJI prüft der Akku selbst, ob die Spannungen seiner Zellen zu weit auseinanderliegen. Ist eine Wartung fällig, verweigert die Drohne den Start und DJI Fly zeigt einen Hinweis.

Die Wartung besteht aus zwei Schritten: den Akku voll laden und ihn danach 48 Stunden ruhen lassen. Funktioniert er nach zwei solchen Durchgängen weiterhin nicht, empfiehlt DJI den Support.

Ein zweiter Punkt nach dem Einsetzen eines neuen Akkus ist die Firmware. Sie sitzt im Akku selbst. Hat der neue Akku einen anderen Stand als die Drohne, bietet DJI Fly ein Update an. Das läuft für jeden Akku einzeln.

Nach der Aktivierung: richtig lagern

Ist der Akku einmal wach, kümmert er sich um seine Lagerung weitgehend selbst. Laut Handbuch der Mini 4 Pro entlädt er sich, um ein Aufblähen zu verhindern:

Ungenutzt seitLadestand laut DJI (Mini 4 Pro)
3 Tagen96 %
9 Tagen60 %

Dabei wird er leicht warm, das ist laut DJI normal. Für die längere Lagerung nennt DJI zwei Regeln: Den Akku mindestens alle drei Monate einmal voll laden und für den Transport auf 30 % oder weniger entladen. Wer beides beachtet, verhindert, dass der Akku unbemerkt unter 10 % fällt und wieder einschläft.

Fazit: einmal laden, dann ist er wach

Zeigt ein neuer DJI-Akku beim Auspacken keine Reaktion, schläft er. DJI liefert ihn im Ruhemodus, und das erste Laden aktiviert ihn. Bei Mini und Neo genügt ein USB-Ladegerät am USB-C der ausgeschalteten Drohne, bei Air und Mavic der Ladehub. Bleibt er dunkel, prüfst du Temperatur, Sitz und Ladegerät. Und wer ihn danach nicht monatelang leer liegen lässt, erlebt den Ruhemodus kein zweites Mal.

Häufige Fragen

Wie aktiviere ich einen neuen DJI-Akku?

Durch Laden. DJI liefert alle Intelligent Flight Batteries im Ruhemodus aus. Bei Mini 3 Pro, Mini 4 Pro und Neo steckst du dafür ein USB-Ladegerät an den USB-C-Anschluss der Drohne, bei Modellen mit Ladehub setzt du den Akku in den Hub. Laut DJI ist der Akku aktiviert, sobald der Ladevorgang beginnt.

Warum geht mein neuer DJI-Akku nicht an?

Weil er noch im Ruhemodus ist. Aus Sicherheitsgründen für den Transport schläft der Akku ab Werk und reagiert auf den Tastendruck nicht. Erst das Anschließen an ein Ladegerät weckt ihn. Danach zeigen die LEDs den Ladestand und der Akku lässt sich normal einschalten.

Muss ich den DJI-Akku in der App aktivieren?

Nein, der Akku braucht keine App. Aktiviert wird er allein durch das erste Laden. In DJI Fly aktivierst du nur die Drohne selbst vor dem ersten Flug. Setzt du später einen neuen Akku ein, kann die App ein Firmware-Update für diesen Akku anbieten.

Wie lange dauert das Aktivieren?

Die Aktivierung selbst geschieht in dem Moment, in dem der Strom fließt. Danach lohnt es sich, den Akku vor dem ersten Flug vollständig zu laden. Mit dem DJI 30W-Ladegerät dauert das bei der Mini 4 Pro laut Handbuch rund 1 Stunde 10 Minuten, beim großen Plus-Akku etwa 1 Stunde 41 Minuten.

Mein DJI-Akku lädt nicht, obwohl er angeschlossen ist. Was tun?

Prüfe zuerst die Temperatur: Die Akkus der Mini 4 Pro laden laut DJI nur zwischen 5 und 40 °C. Dann den Sitz in der Drohne, bei falschem Sitz blinken die LEDs 3 und 4 gleichzeitig. Bei einer Ladung in der Drohne muss diese ausgeschaltet sein. Blinken alle vier LEDs gleichzeitig, meldet der Akku einen Schaden.

Kann ein DJI-Akku später wieder in den Ruhemodus fallen?

Ja. Liegt der Akku bei weniger als 10 % Ladung ungenutzt, schaltet er laut DJI in den Ruhemodus, um eine Tiefentladung zu verhindern. Geweckt wird er wieder durch Laden. Ein Akku, der monatelang leer lag, braucht dafür manchmal 15 bis 30 Minuten am Ladegerät, bevor die erste LED aufleuchtet.

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