Das Wichtigste in Kürze
- DJI Mini 4K App: Die Mini 4K fliegt mit DJI Fly, laut Handbuch ab Android 7.0 und iOS 11.0. Auf Android kommt die App als APK von dji.com.
- Aktivierung: Vor dem ersten Flug aktivierst du die Drohne in DJI Fly. Dafür braucht das Handy Internet.
- Handy als Bildschirm: Es hängt per Kabel an der RC-N1 oder RC-N1C. Unter Android wählst du beim Einstecken „Nur Aufladen“.
- Ohne App-Verbindung begrenzt die Mini 4K Flughöhe und Entfernung auf 30 m und 50 m.
- Funktionsumfang: QuickShots, Panoramen, Belichtungsreihe und Digitalzoom sind an Bord. ActiveTrack, Hyperlapse und QuickTransfer fehlen.
Welche App braucht die DJI Mini 4K?
Die Mini 4K läuft ausschließlich mit DJI Fly. Das ist dieselbe App, mit der auch Mini 2, Mini 3, Mini 4 Pro und die übrigen aktuellen Kameradrohnen von DJI fliegen. Die ältere App DJI GO 4 kennt die Mini 4K nicht.
| Punkt | Angabe laut Handbuch |
|---|---|
| App | DJI Fly |
| Android | ab Version 7.0 |
| iOS | ab Version 11.0 |
| Fernsteuerung | DJI RC-N1 oder RC-N1C, beide ohne Bildschirm |
| Handygröße | bis 180 × 86 × 10 mm |
| Kabel im Karton | Lightning, Micro-USB, USB-C |
| Laufzeit der Fernsteuerung | RC-N1 bis 6 Stunden, RC-N1C bis 4 Stunden |
Auf dem iPhone installierst du DJI Fly aus dem App Store. Auf Android bekommt die App im Play Store keine Updates mehr, DJI stellt sie als APK-Datei auf der eigenen Webseite bereit. Wie die Installation abläuft und welche Stolperfallen es gibt, steht im Ratgeber zur DJI Fly App.
Weil die Fernsteuerung keinen eigenen Bildschirm hat, ist das Handy bei der Mini 4K immer Pflicht. Es zeigt das Livebild, die Karte und alle Warnungen. Laut Handbuch nutzt DJI Fly dabei Mobilfunkdaten, etwa für Karten und Flugzonen.
Einrichten Schritt für Schritt
Vom Karton bis zum ersten Start sind es acht Schritte. Die Reihenfolge folgt dem Handbuch.
- Akkus laden. DJI versendet die Akkus im Ruhezustand. Erst das Laden mit dem USB-Ladegerät weckt sie auf.
- Drohne vorbereiten. Propellerhalter und Gimbal-Schutz abnehmen, erst die vorderen, dann die hinteren Arme ausklappen.
- Fernsteuerung vorbereiten. Steuerknüppel aus dem Fach nehmen und einschrauben, Handyhalterung ausklappen.
- Handy anschließen. Das passende Kabel wählen und das Ende ohne Fernsteuerungs-Logo ins Handy stecken. Fragt Android nach der USB-Nutzung, tippst du auf „Nur Aufladen“, sonst kann die Verbindung scheitern.
- Einschalten. Bei Drohne und Fernsteuerung die Netztaste einmal kurz drücken und dann gedrückt halten.
- Aktivieren. DJI Fly öffnen und den Anweisungen folgen. Die Aktivierung braucht eine Internetverbindung.
- Firmware aktualisieren. Meldet die App ein Update, folgst du ihr. Das dauert laut DJI rund 10 Minuten, der Flugakku braucht mindestens 15 Prozent, die Fernsteuerung 20 Prozent.
- Einstellungen prüfen. Nach einem Update setzt die Drohne manche Werte wie Rückkehrhöhe und maximale Flugdistanz womöglich auf Werkseinstellung zurück. Notiere sie dir vorher.
Für Einsteiger hat DJI Fly unter Steuerung ein Flugtutorial für Anfänger eingebaut. DJI empfiehlt es ausdrücklich allen, die noch nie eine Drohne gesteuert haben.
Fernsteuerung und Drohne verbinden
Ab Werk sind Fernsteuerung und Mini 4K bereits gekoppelt. Neu koppeln musst du nur, wenn du eine andere Fernsteuerung nutzt oder die Verbindung nach einem Update verloren ist.
- Fernsteuerung und Drohne einschalten, DJI Fly starten.
- In der Kameraansicht die Einstellungen öffnen, dort Steuerung und Mit Fluggerät koppeln wählen. Die Fernsteuerung piept durchgehend.
- Die Netztaste der Drohne länger als vier Sekunden halten. Ein Piepton heißt bereit, zwei Pieptöne heißen gekoppelt.
Halte die Fernsteuerung dabei etwa 0,5 m von der Drohne entfernt. Koppelst du eine neue Fernsteuerung, trennt die Drohne die alte automatisch. Ohne Kopplung lässt sich übrigens auch keine Firmware aufspielen.
Die Kameraansicht im Überblick
Nach dem Verbinden landet DJI Fly in der Kameraansicht. Das Handbuch beschreibt dort 17 Elemente rund um das Livebild.

Akku, GPS und Einstellungen liegen in der oberen Leiste, Aufnahme und Wiedergabe am rechten Rand.
Die wichtigsten Anzeigen und was sie dir im Flug sagen:
| Element | Zeigt | Worauf du achtest |
|---|---|---|
| Flugmodus | N, S oder C | Für Aufnahmen C, also Cine |
| Statusleiste | Flugstatus und Warnungen | Antippen öffnet die Details zur Warnung |
| Akku | Ladestand und Restflugzeit, z. B. 24’26” | Restflugzeit gegen den Rückweg abwägen |
| GPS | Zahl der Satelliten | Erst starten, wenn der Startpunkt gespeichert ist |
| Telemetrie | D (Entfernung), H (Höhe), Tempo waagerecht und senkrecht | H gilt relativ zum Startpunkt |
| Karte | Position von Drohne, Fernsteuerung und Startpunkt | lässt sich vergrößern oder auf die Fluglage umschalten |
| microSD | Restzeit Video oder Zahl der Fotos | Vor dem Flug Platz prüfen |
Die Neigung der Kamera steuerst du mit dem Gimbal-Rädchen an der Fernsteuerung. Alternativ drückst du auf das Livebild, bis ein Kreis erscheint, und ziehst ihn nach oben oder unten.
Die wichtigsten Einstellungen vor dem ersten Flug
Alle Einstellungen liegen hinter dem Symbol mit den drei Punkten oben rechts. Das Handbuch gliedert sie in Sicherheit, Steuerung, Kamera, Übertragung und Info.
| Einstellung | Wo in DJI Fly | Empfehlung |
|---|---|---|
| Rückkehr-Flughöhe | Sicherheit, Rückkehrfunktion | über dem höchsten Hindernis im Fluggebiet |
| Startpunkt aktualisieren | Sicherheit, Rückkehrfunktion | nach jedem Standortwechsel |
| Max. Flughöhe | Sicherheit, Flugsicherheit | 120 m, die Grenze der offenen Kategorie |
| Max. Flugdistanz | Sicherheit, Flugsicherheit | so wählen, dass die Drohne in Sicht bleibt |
| Verhalten bei Signalverlust | Sicherheit, erweiterte Einstellungen | Rückkehr; zur Wahl stehen auch Sinkflug und Schweben |
| Propeller-Notstopp | Sicherheit, erweiterte Einstellungen | „Nur für Notfälle“ lassen |
| Kompass | Sicherheit, Sensoren | kalibrieren nach 30 Tagen Pause, 50 km Ortswechsel oder Warnung |
| Steuerknüppelmodus | Steuerung, Fernsteuerung | Modus 2, der Standard |
| Frei belegbare Taste | Steuerung, Fernsteuerung | Gimbal zentrieren oder Karte und Livebild tauschen |
| iOS-Gerät laden | Steuerung, Fernsteuerung | nach jedem Einschalten neu aktivieren |
| Gimbal aufwärts | Steuerung, Gimbal | erlaubt die Kamera bis 20 Grad nach oben |
| Histogramm, Gitter | Kamera, allgemeine Einstellungen | einschalten für die Bildkontrolle |
| Cache | Kamera, Cache-Einstellungen | Größe an den Handyspeicher anpassen |
Beim Propeller-Notstopp lohnt der Blick auf die Folgen. Bei „Jederzeit“ stoppt ein Steuerknüppel-Befehl die Motoren auch im Flug, und laut Handbuch stürzt die Drohne dann ab. „Nur für Notfälle“ stoppt sie dagegen nur bei Kollision, blockiertem Motor, Überschlag oder unkontrolliertem Steigen und Sinken.
Die Rückkehrhöhe gilt nur, wenn die Drohne tiefer fliegt. Ist sie beim Auslösen schon höher, kehrt sie in der aktuellen Höhe zurück. Bei Signalverlust fliegt die Mini 4K laut Handbuch nach 11 Sekunden erst 50 m auf ihrer Route zurück und dann gerade nach Hause.
Fotos und Videos aus der App laden
Die Mini 4K hat kein QuickTransfer. Ihre Aufnahmen holst du über die Fernsteuerung in die App. Drohne und Fernsteuerung bleiben dabei verbunden, die Motoren aus. In der Kameraansicht tippst du auf Wiedergabe und lädst die Dateien herunter. Ist die Drohne aus, klappt das laut Handbuch nicht.
Ohne eingelegte microSD-Karte nimmt die Mini 4K laut Handbuch nur Einzelfotos und Videos in 720p auf, die direkt auf dem Handy landen. Für alle Wege auf Handy und Rechner, samt Tempo und Kabel, gibt es den Ratgeber DJI Drohne Bilder übertragen.
Was DJI Fly bei der Mini 4K kann und was fehlt
Der Funktionsumfang hängt an der Drohne. Die Mini 4K ist DJIs Einstiegsmodell, und die App zeigt nur, was das Fluggerät beherrscht.
| Funktion | bei der Mini 4K |
|---|---|
| QuickShots | Dronie, Rocket, Kreisen, Helix, Boomerang |
| Panorama | Sphäre, 180°, Weitwinkel |
| Fotomodi | Einzelaufnahme, Belichtungsreihe (AEB), Intervall |
| Digitalzoom | bis 2× in 4K, 3× in 2,7K, 4× in Full HD |
| Belichtung | Automatik mit EV und AE-Sperre oder manuell mit ISO und Verschlusszeit |
| Livestreaming | über eine wählbare Plattform |
| Meine Drohne finden | ja, über die Karte |
| ActiveTrack, Hyperlapse, MasterShots | nicht vorhanden |
| QuickTransfer | nicht vorhanden |
Die Mini 4K baut technisch auf der Mini 2 SE auf, ihr Handbuch nennt an mehreren Stellen noch deren Namen. Bedienung und Menüs gleichen deshalb weitgehend denen von Mini 2 und Mini 2 SE. Eine Anleitung für die Mini 2 hilft dir also auch bei der Mini 4K. Der wichtigste Unterschied liegt beim Herunterladen, denn Mini 2 und Mini 3 beherrschen QuickTransfer. Die Mini 3 hat außerdem eine Kamera mit größerem 1/1,3-Zoll-Sensor, die App-Oberfläche ist dieselbe.
Wenn die App die Mini 4K nicht findet
Die meisten Verbindungsprobleme liegen zwischen Handy und Fernsteuerung.
| Symptom | Mögliche Ursache | Abhilfe |
|---|---|---|
| App reagiert nicht auf das Einstecken | falsches Kabelende im Handy | Ende ohne Fernsteuerungs-Logo ins Handy |
| Verbindungsfehler unter Android | USB-Modus falsch gewählt | bei der Abfrage „Nur Aufladen“ wählen |
| Fernsteuerung verbunden, Drohne nicht | Kopplung verloren | neu koppeln wie oben beschrieben |
| Update startet nicht | Akku zu leer oder nicht gekoppelt | Flugakku über 15 %, Fernsteuerung über 20 %, Kopplung prüfen |
| Livebild ruckelt | WLAN und Bluetooth am Handy aktiv | beides ausschalten, laut DJI stört es die Übertragung |
Den letzten Punkt übersehen viele. Das Handbuch rät ausdrücklich, WLAN und Bluetooth am Handy abzuschalten, solange die Mini 4K über die Fernsteuerung überträgt. Anrufe und SMS solltest du im Flug ebenfalls meiden, am einfachsten mit dem Nicht-stören-Modus.
Fazit: einmal sauber einrichten, dann fliegen
DJI Fly ist bei der Mini 4K schnell eingerichtet. Plane für den ersten Tag Internet, geladene Akkus und die zehn Minuten fürs Firmware-Update ein. Danach lohnt der Gang durch die Sicherheitseinstellungen mehr als jedes Kameramenü. Wer Rückkehrhöhe, Höhenlimit und das Verhalten bei Signalverlust einmal richtig setzt, fliegt entspannter. Welche Kniffe danach für bessere Aufnahmen sorgen, zeigen die Tipps und Tricks zur DJI Mini 4K.
Häufige Fragen
Welche App braucht man für die DJI Mini 4K?
Die DJI Fly App. Sie läuft laut Handbuch ab Android 7.0 und iOS 11.0. Auf dem iPhone kommt sie aus dem App Store, auf Android als APK-Datei von der DJI-Webseite. Dieselbe App steuert auch Mini 2, Mini 3 und die neueren DJI-Modelle, die ältere App DJI GO 4 unterstützt die Mini 4K nicht.
Kann man die DJI Mini 4K ohne App fliegen?
Nur stark eingeschränkt. Besteht im Flug keine Verbindung zur App, begrenzt die Mini 4K laut Handbuch die Flughöhe auf 30 m und die Entfernung auf 50 m. Die Fernsteuerung RC-N1 oder RC-N1C hat keinen eigenen Bildschirm, ohne Handy fehlt dir also auch das Kamerabild.
Brauche ich für die DJI Mini 4K Internet?
Für die Aktivierung vor dem ersten Flug und für Firmware-Updates ja. DJI empfiehlt außerdem, vor jedem Flug mit Internetverbindung die Karte des Fluggebiets zwischenzuspeichern, damit sie auch im Funkloch angezeigt wird. Laut Handbuch nutzt DJI Fly dafür Mobilfunkdaten.
Hat die DJI Mini 4K ActiveTrack in der App?
Nein. Das Handbuch nennt als intelligenten Flugmodus nur die QuickShots Dronie, Rocket, Kreisen, Helix und Boomerang. Diese fliegen ein festes Muster um ein markiertes Motiv. Einer Person folgen kann die Mini 4K nicht, dafür braucht es Modelle mit ActiveTrack wie die Mini 4 Pro oder die Flip.
Wie kopple ich die Fernsteuerung neu mit der DJI Mini 4K?
Fernsteuerung und Drohne einschalten, in der Kameraansicht von DJI Fly die Einstellungen öffnen und unter Steuerung „Mit Fluggerät koppeln“ wählen. Die Fernsteuerung piept dann durchgehend. Jetzt die Netztaste der Drohne länger als vier Sekunden halten. Zwei Pieptöne der Drohne melden die erfolgreiche Kopplung, der Abstand sollte dabei rund 0,5 m betragen.
Warum lädt mein iPhone nicht an der Fernsteuerung der Mini 4K?
Weil das Laden von iOS-Geräten ab Werk ausgeschaltet ist. Laut Handbuch aktivierst du es in DJI Fly unter Steuerung bei den Fernsteuerungs-Einstellungen, und zwar nach jedem Einschalten der Fernsteuerung erneut. Android-Geräte lädt die Fernsteuerung automatisch, mit bis zu 500 mA bei 5 V.
Welche Handys passen an die Fernsteuerung der Mini 4K?
Die Halterung nimmt laut Datenblatt Geräte bis 180 × 86 × 10 mm auf. Im Karton liegen drei Kabel mit Lightning-, Micro-USB- und USB-C-Stecker. Dicke Schutzhüllen bringen viele große Telefone über die 10 mm Tiefe, dann sitzt das Handy nicht mehr fest.