Das Wichtigste in Kürze
- DJI RC 2 Zubehör: Zum Fliegen fehlt der RC 2 nichts. Sinnvoll sind ein Displayschutz, eine Sonnenblende und eine Tasche. Die gängigen Teile stammen von Zubehöranbietern.
- Laden: USB-C mit bis zu 9 V/3 A, voll in rund 1,5 Stunden. Bei langer Pause laut DJI mindestens alle drei Monate nachladen.
- Sonnenblende: Die 700 Nits reichen an normalen Tagen, bei Schnee und Strand hilft eine Blende. Als 3-in-1-Klappe schützt sie beim Transport zugleich Display und Sticks.
- Sticks: abnehmbar, mit Fächern auf der Rückseite. Ersatz für „RC und RC 2“ passt, Klapp-Sticks bleiben dauerhaft montiert.
- Sparen: Handyhalter, Tablet-Halterungen und Antennen-Reflektoren. Letztere können die EU-Grenze der Sendeleistung überschreiten.
Was die RC 2 schon mitbringt
Die RC 2 ist eine Fernsteuerung mit eigenem Bildschirm, und vieles, was an einer RC-N3 erst dazukommt, steckt bei ihr im Gehäuse. Das DJI-Handbuch listet 18 Bedienelemente und Anschlüsse auf. Für die Zubehörfrage zählen diese:
| Bauteil | eingebaut laut DJI | Zubehör dazu |
|---|---|---|
| Display | 5,5 Zoll, 1920 × 1080, 700 Nits, Touch | Schutzglas oder Folie, Sonnenblende |
| Steuerknüppel | abnehmbar, zwei Fächer auf der Rückseite | Ersatz- oder Klapp-Sticks |
| Akku | 22,32 Wh (2 × 3.100 mAh, 3,6 V), bis 3 Stunden | USB-C-Netzteil, Powerbank |
| Speicher | 32 GB intern, microSD-Steckplatz | kleine microSD-Karte |
| Antennen | vier Antennen, zwei davon ausklappbar | keines |
| Funk | WLAN, Bluetooth 5.2, GPS, Galileo, BeiDou | keines |
| Befestigung | keine Öse im Handbuch genannt | Gurt mit Klemme |
Ein Smartphone, eine Handyhalterung und ein Kabel zum Telefon fallen damit weg. Die Fernsteuerung wiegt rund 420 g und misst ohne Sticks 168,4 × 132,5 × 46,2 mm. Diese Maße entscheiden später über die passende Tasche. Die übrigen Daten und die Einordnung gegen RC-N3 und RC Pro stehen in der Rezension der DJI RC 2.

Zubehör setzt an vier Stellen der RC 2 an. Display und Sticks profitieren am meisten, die Antennen bleiben unverändert.
Sonnenblende: wenn 700 Nits nicht reichen
Das Display der RC 2 erreicht laut DJI 700 Nits. Das genügt an normalen Sommertagen. Bei tief stehender Sonne im Rücken, auf Schnee oder am Strand spiegelt die Glasfläche, und Belichtung oder Bildausschnitt lassen sich schwer beurteilen. Eine Blende schattet das Display von oben und von den Seiten ab.
Im Handel gibt es zwei Bauformen:
- Offene Blende: drei Wände um das Display, leicht und schnell aufgesteckt. Sie hilft nur beim Fliegen.
- 3-in-1-Klappe: Die Blende lässt sich über Display und Sticks klappen und dient dann als Transportschutz. Die Sticks können dabei montiert bleiben. Beim Modell von STARTRC rastet die Klappe laut Hersteller stufenlos zwischen 0 und 180 Grad und hat Schraubpunkte für einen Gurt.
Sonnenblenden sind auf das Gehäuse zugeschnitten. Die gängigen Modelle werden ausdrücklich nur für die RC 2 angeboten, die erste DJI RC und die RC-N-Serie brauchen andere. Wer die RC 2 aus einer Combo der Mini 4 Pro, Mini 5 Pro, Air 3S oder Lito X1 besitzt, hat immer dieselbe Fernsteuerung und damit dieselbe Blende.
Displayschutz: Glas oder matte Folie
Ein Schutz für das Display ist das günstigste Zubehör und das mit dem klarsten Nutzen. Eine Fernsteuerung liegt im Gelände auf Steinen, in Taschen neben Akkus und in Jackentaschen. Ein Kratzer mitten im Livebild stört bei jedem Flug.
| Merkmal | Schutzglas | matte Folie |
|---|---|---|
| Material | gehärtetes Glas, oft Härte 9H | Kunststofffolie mit rauer Oberfläche |
| Bild | so klar wie ohne Schutz | Spiegelungen gedämpft, Bild etwas weicher |
| Schutz bei Stößen | höher, das Glas bricht zuerst | Kratzschutz |
Schutzglas behält die volle Schärfe des Full-HD-Displays. Das Glas von STARTRC haftet laut Hersteller elektrostatisch ohne Klebstoff und hat abgerundete 2,5D-Kanten. Matte Folie streut das einfallende Licht. Sie nimmt Spiegelungen die Härte und hilft damit in der Sonne, dafür wirkt das Bild leicht matter. Ein Beispiel ist die entspiegelnde Folie von BROTECT* im Zweierpack.
Da die erste DJI RC ebenfalls ein 5,5-Zoll-Display hat, werden viele Gläser und Folien für beide Fernsteuerungen gemeinsam angeboten. Wichtig beim Aufbringen ist ein staubfreies Display, die meisten Sets enthalten dafür Tücher und Staubaufkleber.
Sticks: verstauen, ersetzen, einklappen
Die Steuerknüppel der RC 2 sind abnehmbar. Laut Handbuch steckst du sie vor dem Flug aus den Fächern auf der Rückseite in die Halterungen und nach dem Flug zurück. Mit Sticks ist die Fernsteuerung 62,7 mm dick, ohne nur 46,2 mm. In engen Taschen macht das den Unterschied.
Drei Wege führen zu Ersatz oder mehr Komfort:
- Ersatz-Sticks: Geht einer verloren oder verbiegt sich das Gewinde, passen Nachbauten, die für RC und RC 2 angeboten werden. Für die erste RC Pro brauchst du laut Zubehöranbietern andere.
- Klapp-Sticks: Sie bleiben dauerhaft montiert und klappen zum Transport auf etwa die halbe Höhe ein. Das spart das Schrauben vor jedem Flug und schont laut Hersteller das Gewinde. Die Aluminium-Sticks von STARTRC passen laut Anbieter an RC, RC 2 und RC Pro 2.
- Stickschutz: Die 3-in-1-Sonnenblenden decken die Sticks beim Transport ab. Ein eigener Stickschutz ist dann überflüssig.
Umhängeband: Hände frei am Startplatz
Eine Öse für einen Gurt nennt das Handbuch nicht. Gurte von Zubehöranbietern halten deshalb über eine Klemme am Gehäuse oder an den Schraubpunkten einer Sonnenblende. Die Fernsteuerung hängt dann vor der Brust, und beide Hände sind frei.
Das hilft beim Akkuwechsel, beim Ausklappen der Drohne und bei Starts aus der Hand, etwa mit einer DJI Neo. Bei 420 g ist der Gurt eine Komfortfrage. Wer meist kurz und an festen Plätzen fliegt, kommt ohne aus.
Hülle und Tasche für den Transport
Eine Silikonhülle umschließt das Gehäuse und lässt Display, Tasten und Anschlüsse frei. Sie verbessert den Griff und fängt Stöße an den Kanten ab, laut Hersteller ohne Einfluss auf Steuerung und Funk. Ein Beispiel ist die Hülle von BRDRC*.
Für die Tasche geben die Maße der RC 2 den Rahmen vor. Ohne Sticks misst sie 168,4 × 132,5 × 46,2 mm. Eine formstabile Tasche wie die von SYACHI mit 20 × 17 × 8 cm nimmt die RC 2 oder eine RC-N3 auf und schützt sie in Rucksack oder Reisetasche. Wer Drohne, Akkus und Fernsteuerung in einem Behälter transportieren will, greift zu einem modellgenauen Koffer. Die Bauformen vergleicht der Ratgeber zu Koffern für Drohnen.
Laden und Strom unterwegs
Die RC 2 lädt über die USB-C-Buchse an der Unterkante. Laut Handbuch nimmt sie bis zu 9 V bei 3 A auf, das sind 27 W, und ist damit in 1,5 Stunden voll. Ein vorhandenes USB-C-Netzteil mit Power Delivery genügt, wenn es 9 V bei 3 A liefert. Schwächere Netzteile laden langsamer.
| Wert | laut DJI |
|---|---|
| Akku | 22,32 Wh, Lithium-Ionen (18650), 2 × 3.100 mAh bei 3,6 V |
| Laufzeit | bis 3 Stunden, gemessen bei 25 °C mit einer Air 3 |
| Ladeleistung | bis 9 V/3 A über USB-C |
| Ladezeit | ca. 1,5 Stunden |
| Ladetemperatur | 5 bis 40 °C |
| Betriebstemperatur | -10 bis 40 °C |
Drei Stunden Laufzeit decken drei Akkus einer Mini-Drohne mit Reserve ab, die zusammen auf rund 90 Minuten Flugzeit kommen. Für lange Tage lädt eine Powerbank mit USB-C die RC 2 in den Pausen nach. Liegt sie länger ungenutzt, lädst du sie laut DJI spätestens alle drei Monate nach, sonst entlädt sich der Akku zu tief.
Mit 22,32 Wh liegt der fest verbaute Akku weit unter der Grenze von 100 Wh, die Fluggesellschaften für Lithium-Akkus in Geräten im Handgepäck setzen. Die Fernsteuerung reist damit problemlos in der Kabine mit.
Speicherkarte: klein genügt
Zu den 32 GB internem Speicher kommt ein microSD-Steckplatz neben der USB-C-Buchse. DJI empfiehlt Karten mit UHS-I und Speed Grade 3 und nennt Beispiele zwischen 64 und 256 GB. Auf der Fernsteuerung landen Bildschirmaufnahmen und zwischengespeicherte Vorschauvideos. Die Fotos und Videos in voller Auflösung schreibt die Drohne auf ihre eigene Karte.
Eine kleine Karte reicht deshalb, mit den 32 GB internem Speicher kommst du auch ganz ohne aus. Sinnvoll ist sie, wenn du Flüge regelmäßig als Bildschirmvideo mitschneidest, etwa für Erklärvideos oder um Flugrouten später zu zeigen.
Was du dir sparen kannst
Einige Zubehörteile tauchen bei der Suche nach RC-2-Zubehör auf, passen aber nicht oder bringen nichts:
- Handy- und Tablet-Halterungen: Sie sind für die RC-N-Serie gedacht. Die RC 2 hat ein eigenes Display und keine Klemme für ein Telefon.
- Antennen-Reflektoren und Verstärker: Laut Handbuch sendet die RC 2 im CE-Modus mit unter 20 dBm bei 2,4 GHz und unter 14 dBm bei 5,8 GHz, gemessen als abgestrahlte Leistung (EIRP). Ein Reflektor bündelt die Leistung und hebt diesen Wert in eine Richtung an. Damit kann die EU-Grenze überschritten werden. Zudem musst du die Drohne in der offenen Kategorie durchgehend sehen, die Zusatzreichweite lässt sich legal kaum nutzen.
- Wechselakku: Der Akku ist fest verbaut. Eine Powerbank erfüllt denselben Zweck.
- Zubehör anderer Fernsteuerungen: Sticks der ersten RC Pro und Sonnenblenden der RC-N-Serie passen nicht.
Fazit: Display und Sticks schützen, Antennen in Ruhe lassen
Für die RC 2 lohnt sich zuerst ein Displayschutz, er kostet wenig und bewahrt das Livebild vor Kratzern. Wer oft bei Sonne, auf Schnee oder am Wasser fliegt, ergänzt eine Sonnenblende, am besten als Klappe, die beim Transport auch Display und Sticks schützt. Danach folgen Tasche und, für den Komfort, Klapp-Sticks oder ein Gurt. Ein passendes USB-C-Netzteil mit 9 V/3 A ist in vielen Haushalten schon vorhanden. An den Antennen bleibt alles, wie DJI es ausliefert.
Häufige Fragen
Welches Zubehör braucht die DJI RC 2?
Zum Fliegen keines, Display, Speicher, Akku und Fächer für die Sticks sind eingebaut. Sinnvoll sind ein Displayschutz gegen Kratzer, eine Sonnenblende für helle Tage und eine Tasche für den Transport. Ein USB-C-Netzteil mit 9 V und 3 A lädt sie in rund 1,5 Stunden, falls du noch keines besitzt.
Welches Ladegerät passt zur DJI RC 2?
Die RC 2 lädt über USB-C und nimmt laut DJI bis zu 9 V bei 3 A auf, also 27 W. Mit einem solchen Netzteil ist sie in etwa 1,5 Stunden voll. Ein schwächeres USB-C-Netzteil funktioniert ebenfalls, braucht aber länger. Geladen wird laut Handbuch zwischen 5 und 40 °C.
Passen Schutzfolien der DJI RC auch an die RC 2?
Bei Folien und Gläsern meistens ja. Beide Fernsteuerungen haben ein 5,5-Zoll-Display, viele Hersteller verkaufen ihren Displayschutz deshalb ausdrücklich für RC und RC 2 gemeinsam. Bei Sonnenblenden gilt das nicht, sie sind auf das Gehäuse zugeschnitten und werden meist nur für die RC 2 angeboten.
Wo verstaut man die Sticks der DJI RC 2?
In zwei Fächern auf der Rückseite der Fernsteuerung. Vor dem Flug schraubst du sie ein, danach wieder heraus. Ohne Sticks ist die RC 2 46,2 mm dick, mit Sticks 62,7 mm. Geht einer verloren, passen Nachbauten, die für RC und RC 2 angeboten werden, die Sticks der ersten RC Pro passen laut Zubehöranbietern nicht.
Hat die DJI RC 2 eine Öse für ein Umhängeband?
Das Handbuch führt keine. Gurte von Zubehöranbietern halten deshalb über eine Klemme am Gehäuse oder über die Schraubaufnahme mancher Sonnenblenden. Bei 420 g Gewicht entlastet ein Gurt vor allem beim Akkuwechsel und bei Starts aus der Hand, wenn du die Fernsteuerung kurz loslassen willst.
Welche microSD-Karte passt in die DJI RC 2?
DJI empfiehlt Karten mit UHS-I und Speed Grade 3 und nennt Modelle zwischen 64 und 256 GB. Die Karte nimmt Bildschirmaufnahmen und zwischengespeicherte Vorschauvideos auf, die Aufnahmen in voller Auflösung landen auf der Drohne. Zu den 32 GB internem Speicher genügt deshalb eine kleine Karte.
Bringt ein Antennen-Reflektor an der RC 2 mehr Reichweite?
Er bündelt die Abstrahlung und hebt damit die effektive Sendeleistung in eine Richtung. Genau diese Größe ist in der EU begrenzt, laut DJI-Handbuch arbeitet die RC 2 im CE-Modus schon mit unter 20 dBm bei 2,4 GHz und unter 14 dBm bei 5,8 GHz. Ein Reflektor kann die Grenze überschreiten, und die Pflicht zur Sichtverbindung lässt von der Zusatzreichweite in der offenen Kategorie ohnehin kaum etwas übrig.