DJI Drohne Zubehör: was zu welchem Modell passt

DJI Drohne Zubehör nach Baureihe: welche Akkus, Ladestationen, Propeller, ND-Filter und Fernsteuerungen mehrere Modelle teilen und welche nur an eines passen.

Zubehör Veröffentlicht am 9 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • DJI Drohne Zubehör: passt fast nur innerhalb einer Baureihe. Akkus teilen sich vier Familien, etwa Mini 3, Mini 3 Pro und Mini 4 Pro oder Air 3 und Air 3S.
  • Einzelgänger: Neo, Neo 2, Flip, Mini 5 Pro, Lito X1, Avata 2 und Mavic 4 Pro haben je einen eigenen Akku, Mini 5 Pro und Lito X1 trotz gleicher 19,52 Wh.
  • Ladestation folgt dem Akku: Wo der Akku passt, passt auch die Station. Die Station der Air-3-Serie lädt Akkus von Air 3 und Air 3S gemischt.
  • Fernsteuerung nach Übertragung: O4-Modelle fliegen mit RC-N3 und RC 2, ältere O2- und O3-Modelle mit RC-N1, DJI RC oder RC Pro.
  • ND-Filter fast immer modellgenau: Selbst Mavic 3 und Mavic 3 Pro brauchen verschiedene Sets.

Warum DJI-Zubehör selten über Baureihen passt

Bei DJI ändert sich der Akku fast mit jedem Modell. Gewicht, Form und Energie des Akkus bestimmen Flugzeit und Drohnenklasse, und beides stimmt DJI für jede Drohne neu ab. Mit ihm wechseln Ladestation und oft auch die Propeller, weil Motoren und Gewicht neu abgestimmt werden. Die Kamera bekommt ein neues Gehäuse, und damit passen die ND-Filter des Vorgängers nicht mehr.

Zwei Beispiele zeigen, wie konsequent das ist. Der Akku der Neo 2 passt nicht in die erste Neo, obwohl beide Drohnen fast gleich groß sind. Und Mini 5 Pro und Lito X1 haben exakt dieselbe Akkukapazität von 2.788 mAh, DJI gibt trotzdem keine Querverwendung frei.

Es gibt aber Ausnahmen. Innerhalb einer Baureihe führt DJI Akkus, Ladestationen und Propeller teilweise über mehrere Modelle weiter. Wer eine Mini 3 Pro hat und auf eine Mini 4 Pro umsteigt, nimmt Akkus, Ladestation und Propeller mit. Welche Familien es gibt, zeigen die folgenden Abschnitte. Welches Zubehör grundsätzlich zuerst kommt, ordnet der Ratgeber Zubehör für Drohnen markenübergreifend ein.

Akkus: vier Familien und viele Einzelgänger

Der Akku ist das wichtigste Zubehör, denn eine Ladung trägt je nach Modell zwischen 18 und 52 Minuten. Bei DJI teilen sich vier Familien einen gemeinsamen Akku:

AkkuEnergiepasst an
Mini-4K-Akku17,32 WhMini 4K, Mini 2, Mini 2 SE, Mini SE
Mini-3-Serie-Akku18,1 WhMini 3, Mini 3 Pro, Mini 4 Pro
Air-3S-Akku62,5 WhAir 3S, Air 3
Mavic-3-Serie-Akku77 WhMavic 3, 3 Cine, 3 Classic, 3 Pro, 3 Pro Cine
Neo10,5 Whnur Neo
Neo 211,5 Whnur Neo 2
Mini 5 Pro19,52 Wh, Akku Plus 33,51 Whnur Mini 5 Pro
Lito X119,52 Whnur Lito X1
Flip22,3 Whnur Flip
Avata 231,7 Whnur Avata 2, die Avata 360 hat einen eigenen
Mavic 4 Pro95,3 Whnur Mavic 4 Pro

Zwei Familien haben Feinheiten. Bei Air 3 und Air 3S passen die Akkus in beide Richtungen. Steckt ein Air-3-Akku in der Air 3S, unterstützt sie laut DJI QuickTransfer im ausgeschalteten Zustand nicht. Der ältere Akku wiegt außerdem rund 20 g mehr. Bei der Mini-3-Serie gibt es neben dem Standardakku einen Akku Plus. Er bringt mehr Flugzeit, hebt die Drohnen aber über 249 g, was die Einordnung in die Drohnenklasse ändert.

Balkendiagramm der Energie von elf DJI-Akkus von 10,5 bis 95,3 Wattstunden, aufsteigend sortiert, daneben die Drohnen, in die der jeweilige Akku passt. Hervorgehoben sind vier Familien: Mini-4K-Akku mit 17,32 Wh für Mini 4K, Mini 2, Mini 2 SE und Mini SE, Mini-3-Serie-Akku mit 18,1 Wh für Mini 3, Mini 3 Pro und Mini 4 Pro, Air-3S-Akku mit 62,5 Wh für Air 3S und Air 3, Mavic-3-Serie-Akku mit 77 Wh für fünf Mavic-3-Modelle. Einzelgänger mit eigenem Akku sind Neo mit 10,5 Wh, Neo 2 mit 11,5 Wh, Mini 5 Pro und Lito X1 mit je 19,52 Wh, Flip mit 22,3 Wh, Avata 2 mit 31,7 Wh und Mavic 4 Pro mit 95,3 Wh. Merksatz: Mini 5 Pro und Lito X1 haben gleich viel Energie und trotzdem verschiedene Akkus.

Vier Akkus passen an mehrere Drohnen, sieben nur an eine. Die Energie sagt nichts über die Kompatibilität.

Die Akkus der vier Familien stehen mit Ladezeiten und Flugzeitrechnung in eigenen Rezensionen:

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Ladestationen: die Station folgt dem Akku

Eine DJI-Ladestation nimmt mehrere Akkus auf und lädt sie nacheinander oder parallel. Sie passt immer genau dort, wo auch der Akku passt. Wer also eine Akkufamilie besitzt, nutzt die Station für alle Drohnen dieser Familie weiter.

Ladestationlädt Akkus vonBesonderheit
Mini-4K-LadestationMini 4K, Mini 2, Mini 2 SE, Mini SEdrei Akkus nacheinander, Powerbank
Mini-3-Serie-LadestationMini 3, Mini 3 Pro, Mini 4 Prolädt zusätzlich die Fernsteuerung
Air-3-Serie-LadestationAir 3, Air 3SAkkus beider Modelle gemischt, rund 60 Minuten je Akku am 100-W-Netzteil
Mini-5-Pro-Ladestationnur Mini 5 Proohne Netzteil, volle Leistung mit 65 W
Mavic-4-Pro-Ladestationnur Mavic 4 ProMavic-3-Akkus passen nicht
Neo-2-Ladestationnur Neo 2Akkus der ersten Neo passen nicht
Flip-Ladestationnur Fliplädt zwei Akkus parallel

Bei der Mini-3-Serie-Station sticht ein Detail heraus. Sie versorgt über einen Ausgang auch die Fernsteuerung mit, ein Netzteil reicht damit für die komplette Ausrüstung. Die neueren Stationen weisen diese Funktion nicht aus. Bei der Mini 5 Pro gehört kein Netzteil zur Station, für die volle Ladeleistung braucht sie ein USB-C-Netzteil mit 65 W.

Mehrere Stationen, etwa die der Mini 4K, der Mini-3-Serie, der Flip und der Air-3-Serie, arbeiten zudem als Powerbank. Wer unterwegs ein Smartphone oder eine Fernsteuerung nachladen will, nutzt die restliche Energie in den Drohnenakkus.

Propeller: Halterung und Größe entscheiden

Propeller sind Verschleißteile. Sie passen nur an Motoren mit derselben Halterung und Drehrichtung, und die Regelung jeder Drohne ist auf genau ihre Blätter abgestimmt. Über Baureihen hinweg teilt DJI Propeller deshalb selten:

Ein Satz Ersatzpropeller gehört zu jedem Ausflug. Ein Stoß gegen einen Ast oder eine harte Landung reicht, und ein beschädigtes Blatt bringt Unwucht und Vibrationen in den Antrieb.

ND-Filter: fast immer nur ein Modell

ND-Filter dunkeln das Bild ab, damit die Kamera bei Sonne mit längerer Belichtungszeit filmen kann. Sie werden direkt auf das Kameragehäuse gesteckt, und das ändert DJI bei fast jedem Modell.

Filtersetpasst anpasst nicht an
Mini-3-SerieMini 3, Mini 3 ProMini 4 Pro
Air 3Snur Air 3SAir 3
Mavic 3Mavic 3, Mavic 3 CineMavic 3 Classic, Mavic 3 Pro
Mavic 4 Pronur Mavic 4 ProMavic-3-Serie
Avata 2nur Avata 2erste Avata

Das Set der Mavic 4 Pro ist laut DJI zusätzlich mit geringerer Lichtreduktion für die Telekamera abgestimmt. Beim Avata-2-Set sorgt die abweichende Objektivaufnahme der ersten Avata dafür, dass ein falscher Filter bei Vibrationen wandern und in den Bildkreis ragen kann. Bei Filtern lohnt das Original besonders, weil es ohne Spiel auf dem beweglich aufgehängten Gimbal sitzt.

Fernsteuerungen: das Übertragungssystem entscheidet

Bei Fernsteuerungen zählt weder die Baureihe noch das Baujahr. Es zählt das Übertragungssystem, über das Drohne und Fernsteuerung funken. Die aktuelle Generation O4 ist mit den älteren Systemen O2, O3 und O3+ nicht kompatibel, auch wenn die Fernsteuerungen fast gleich aussehen.

FernsteuerungSystempasst zu (Auswahl laut DJI)
RC-N1O2, O3, O3+Mini 2, Mini 3, Mini 4K, Mini 3 Pro, Mavic 3
DJI RCO3Mini 3, Mini 3 Pro
RC ProO3+Mavic 3, Mavic 3 Cine, Air 2S
RC-N2O4Mini 4 Pro, Air 3, Lito X1
RC-N3O4Neo, Neo 2, Flip, Mini 4 Pro, Mini 5 Pro, Air 3, Air 3S
RC 2O4Neo, Neo 2, Flip, Mini 4 Pro, Mini 5 Pro, Air 3, Air 3S, Mavic 4 Pro, Lito X1
RC Motion 3O4, mit GogglesNeo, Neo 2, Avata 2, Avata 360, Mini 4 Pro, Air 3

Für Neo 2 gilt eine Besonderheit. Sie koppelt erst mit montiertem Sendeempfänger, ab Werk funkt sie nur per WLAN mit dem Smartphone. Bei der ersten Mavic 3 und der Air 2S ist die RC Pro im DJI-Datenblatt geführt, Händler nennen zusätzlich Mavic 3 Pro, Mavic 3 Classic und Mini 3 Pro.

Auch die Fernsteuerungen selbst haben Zubehör. Für die RC 2, die in den Combos von Mini 4 Pro, Mini 5 Pro, Air 3S und Mavic 4 Pro steckt, gibt es Sonnenblenden, Schutzgläser, Klapp-Sticks und Taschen, alles im Ratgeber DJI RC 2 Zubehör. Die RC Pro 2 aus der Creator Combo der Mavic 4 Pro hat ein 7-Zoll-Display und braucht eigene Folien und Blenden, ebenso die RC Plus 2 der Enterprise-Reihe. Bei den Sticks gibt es eine Überschneidung, einige Klapp-Sticks werden für RC, RC 2 und RC Pro 2 gemeinsam angeboten.

Was über alle Baureihen passt

Ein Teil des Zubehörs hängt an keinem Modell. Diese Dinge nimmst du beim Wechsel der Drohne mit:

Propellerschutz gehört dagegen zum Modell. Er wird an den Armen befestigt und zählt zum Startgewicht. Bei Drohnen knapp unter 250 g kann er die Einordnung in die Drohnenklasse kippen. Bei der Lito X1 erlaubt DJI ihn in der EU nur an der C1-Variante.

Original oder Zubehöranbieter?

Bei DJI-Zubehör hängt die Antwort am Teil. Die Grundlage sind die Herstellerangaben, denn Flugzeiten, Ladezeiten und Kompatibilität nennt DJI nur für das eigene Zubehör.

ZubehörEmpfehlungGrund
AkkuOriginalDie Drohne liest Zellspannung, Temperatur und Ladezustand aus und plant damit die Rückkehr
LadestationOriginalauf Ladeleistung und Akkuelektronik abgestimmt
PropellerOriginalProfil, Steigung und Auswuchtung passen zur Motorregelung
ND-FilterOriginalsitzt ohne Spiel auf dem Gimbal
Tasche, KofferbeidesMaße und Polsterung entscheiden
Displayschutz, SonnenblendeZubehöranbietermodellgenau erhältlich, ohne Eingriff in die Technik
Landepad, LiPo-TascheZubehöranbietermodellunabhängig

Beim Kauf des ersten Zubehörs lohnt ein Blick auf die Fly More Combos. Sie enthalten meist drei Akkus und die Ladestation, oft auch eine Tasche. Wer die Drohne schon einzeln gekauft hat, ergänzt die Teile einzeln.

Fazit: zuerst die Baureihe, dann das Zubehör

Bei DJI bestimmt die Baureihe, was passt. Wer eine Drohne aus einer der vier Akkufamilien fliegt, kann Akkus und Ladestation innerhalb der Familie weiterverwenden, alle anderen kaufen beim Modellwechsel neu. ND-Filter gelten fast immer nur für ein Modell, Fernsteuerungen für ein Übertragungssystem. Speicherkarten, Landepad, LiPo-Tasche und Netzteile gehen dagegen mit. Wer vor einem Umstieg steht, prüft zuerst die Akkufamilie. Sie entscheidet, wie viel vom vorhandenen Zubehör weiterfliegt.

Häufige Fragen

Welche DJI-Drohnen teilen sich einen Akku?

Es gibt vier Familien. Mini 4K, Mini 2, Mini 2 SE und Mini SE teilen einen Akku mit 17,32 Wh. Mini 3, Mini 3 Pro und Mini 4 Pro nutzen den Mini-3-Serie-Akku mit 18,1 Wh. Air 3 und Air 3S tauschen ihre Akkus untereinander. Die Mavic-3-Serie von der ersten Mavic 3 bis zur Mavic 3 Pro Cine fliegt mit demselben 77-Wh-Akku. Alle übrigen aktuellen Modelle haben einen eigenen.

Passt der Akku der Mini 4 Pro in die Mini 5 Pro?

Nein. Die Mini 5 Pro hat einen eigenen Akku mit 2.788 mAh und 19,52 Wh, dazu einen Akku Plus. Der Mini-3-Serie-Akku der Mini 4 Pro passt nicht, ebenso wenig die passende Ladestation. Wer von der Mini 4 Pro umsteigt, kauft Akkus und Ladestation neu.

Passen die Akkus der Lito X1 in die Mini 5 Pro?

Nein. Beide Akkus haben 2.788 mAh und 19,52 Wh, DJI gibt trotzdem keine Querverwendung frei. Die Bauform unterscheidet sich, jede Drohne braucht ihren eigenen Akku und ihre eigene Ladestation.

Welche DJI-Fernsteuerung passt zu meiner Drohne?

Das entscheidet das Übertragungssystem. Drohnen der aktuellen Generation wie Neo, Flip, Mini 4 Pro, Mini 5 Pro, Air 3, Air 3S und Mavic 4 Pro arbeiten mit der RC 2, die meisten auch mit der RC-N3, einige zusätzlich mit der RC-N2. Ältere Modelle mit O2 oder O3 wie Mini 2, Mini 3 und die Mavic-3-Serie brauchen eine RC-N1, eine DJI RC oder eine RC Pro. Ein Wechsel zwischen den Generationen ist nicht möglich.

Kann ich ND-Filter zwischen DJI-Drohnen tauschen?

Fast nie. ND-Filter sitzen direkt auf dem Kameragehäuse, und das ändert DJI mit jedem Modell. Selbst innerhalb der Mavic-3-Serie passt das Set der Mavic 3 nur an Mavic 3 und Mavic 3 Cine, für Classic und Pro ist ein anderes nötig. Eine Ausnahme ist die Mini-3-Serie, deren Filter an Mini 3 und Mini 3 Pro passen.

Lohnen sich Nachbau-Akkus für DJI-Drohnen?

DJI nennt Flugzeiten und Ladewerte ausschließlich für seine eigenen Intelligent Flight Batteries. Die Drohne liest über deren Elektronik Zellspannung, Temperatur und Ladezustand aus und plant damit die Rückkehr. Bei Akkus und Ladestationen spricht deshalb viel für das Original, bei Taschen, Displayschutz und Landepads sind Zubehöranbieter eine gute Wahl.

Welches Zubehör braucht man für eine DJI-Drohne zuerst?

Einen zweiten und dritten Akku, denn eine Akkuladung reicht je nach Modell für 18 bis 52 Minuten. Danach kommen eine Ladestation, die mehrere Akkus nacheinander lädt, und eine Tasche. ND-Filter lohnen sich für alle, die regelmäßig filmen. Fehlt eine Fernsteuerung, entscheidet das Übertragungssystem der Drohne über das passende Modell.

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