DJI Mini 3 Pro Zubehör: was passt und was sich lohnt

Drohnen-Zubehör für die DJI Mini 3 Pro: Akkus und Ladestation passen auch an Mini 3 und Mini 4 Pro, Fernsteuerung und ND-Filter nicht. Sechs Teile mit Rezension.

Zubehör Veröffentlicht am 5 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Drohnen-Zubehör für die DJI Mini 3 Pro mit dem größten Nutzen: zusätzliche Akkus und die Zwei-Wege-Ladestation.
  • Akku und Ladestation passen auch an Mini 3 und Mini 4 Pro, ein späterer Umstieg entwertet sie nicht.
  • Fernsteuerung bleibt O3: RC-N1, DJI RC und RC Pro. RC 2 und RC-N2 der Mini 4 Pro passen nicht.
  • ND-Filter und Taschen gibt es für die Mini-3-Serie gemeinsam, die Propeller im Format 6030 teilt sie mit der Mini 4 Pro.
  • Akku Plus hebt die Drohne über 249 g und kostet die C0-Klasse.

Was zur Mini 3 Pro passt, und was nicht

DJI hat die Mini 3 Pro 2022 vorgestellt. Seitdem sind Mini 3 und Mini 4 Pro dazugekommen, und ein Teil des Zubehörs wandert zwischen den Modellen. Für Besitzer ist das eine gute Nachricht, weil Akkus und Ladestation auch nach einem Umstieg weiter genutzt werden können. Bei Fernsteuerung, Filtern und Propellern trennen sich die Wege.

ZubehörMini 3 Proauch an Mini 3auch an Mini 4 Pro
Akku (2.453 mAh)jajaja
Zwei-Wege-Ladestationjajaja
Propeller 6030janein, eigenes Setja
ND-Filter der Mini-3-Seriejajanein
Fernsteuerung RC-N1, DJI RCjajanein
Tasche oder Koffer der Mini-3-Seriejajaje nach Modell
Schematische Draufsicht auf eine DJI Mini 3 Pro mit vier nummerierten Markern und einer Legende daneben. Marker 1 am Heck: Akku, passt auch an Mini 3 und Mini 4 Pro. Marker 2 an einem Propeller: Format 6030, passt auch an die Mini 4 Pro, nicht an die Mini 3. Marker 3 an der Kamera vorn: ND-Filter der Mini-3-Serie, passen auch an die Mini 3, nicht an die Mini 4 Pro. Marker 4 an der Fernsteuerung: O3 mit RC-N1, DJI RC oder RC Pro, RC 2 und RC-N2 der Mini 4 Pro passen nicht. Farblich hervorgehoben sind die Teile, die zur Mini 4 Pro mitwandern. Merksatz: Akku, Ladestation und Propeller gehen beim Umstieg auf die Mini 4 Pro mit, Fernsteuerung und Filter bleiben zurück.

Akku und Propeller teilt die Mini 3 Pro mit der Mini 4 Pro, Filter und Fernsteuerung mit der Mini 3.

Akkus: die wichtigste Ergänzung

Der Intelligent Flight Battery der Mini-3-Serie speichert 2.453 mAh bei 7,38 V, also 18,1 Wh, und wiegt 80,5 g. DJI nennt für die Mini 3 Pro bis zu 34 Minuten Flugzeit, gemessen bei konstant 21,6 km/h ohne Wind. Realistisch planbar sind 22 bis 26 Minuten, weil Start, Landung, Wind und eine Reserve von rund 20 Prozent Energie kosten.

Mit einem Akku ist ein Ausflug damit nach einer guten Viertelstunde Aufnahmezeit vorbei. Zwei weitere Akkus machen daraus eine Stunde, und genau deshalb steht der Zusatzakku ganz oben auf der Liste. Am 30-W-USB-C-Netzteil lädt ein Akku in der Drohne in rund 64 Minuten.

Der Standardakku hält die Mini 3 Pro unter 249 g und damit in der Klasse C0. Dort darf sie ohne Kompetenznachweis in den Unterkategorien A1 und A3 fliegen, die Registrierung als Betreiber ist wegen der Kamera trotzdem Pflicht.

Akku Plus: mehr Flugzeit, andere Regeln

Für die Mini 3 Pro gibt es einen größeren Akku Plus mit längerer Flugzeit. Er hebt das Startgewicht über 249 g. Damit verliert die Drohne die C0-Einstufung und gilt als Drohne ohne Klassenkennzeichnung über 250 g. In der EU bleibt dann nur die Unterkategorie A3, also Flüge mit mindestens 150 m Abstand zu Wohn-, Gewerbe- und Erholungsgebieten, und der kleine Kompetenznachweis A1/A3 wird Pflicht. In Deutschland ist der Akku Plus deshalb kaum im Handel. Für die meisten Piloten ist ein dritter Standardakku die bessere Wahl.

Die Zwei-Wege-Ladestation

Die Zwei-Wege-Ladestation der Mini-3-Serie nimmt drei Akkus auf und lädt sie nacheinander, mit dem DJI-Netzteil mit 30 W in rund drei Stunden. Über einen USB-Ausgang lädt sie auch die Fernsteuerung, was neuere DJI-Stationen nicht ausweisen, und mit eingelegten Akkus dient sie als Powerbank für Smartphone und Zubehör.

Mit 137 g und 98 × 59 × 38 mm ist sie zugleich ein Transportbehälter, der die Kontakte der Akkus schützt. Sie passt an Mini 3, Mini 3 Pro und Mini 4 Pro, wer später umsteigt, behält sie. Die Daten im Detail stehen in der Rezension der Zwei-Wege-Ladestation.

ND-Filter für Videos bei Sonne

Die Mini 3 Pro hat eine feste Blende von f/1,7. Bei Sonne zwingt sie die Kamera in sehr kurze Belichtungszeiten, Videos wirken dann abgehackt. ND-Filter dunkeln das Bild ab, sodass die Belichtungszeit zur Bildrate passt.

Das Freewell-Set All Day enthält sechs Filter: ND4, ND8, ND16, ND32, ND64 und ND1000. Damit deckt es zwei bis sechs Blendenstufen in Einzelschritten ab, dazu den ND1000 für Langzeitbelichtungen. Ein Filter wiegt 0,7 g, die Drohne bleibt unter 250 g. Das Set passt auf Mini 3 und Mini 3 Pro, laut Freewell nicht auf die Mini 4 Pro. DJI selbst bietet für die Mini 3 Pro ein Original-Set mit drei Filtern an.

Ersatzpropeller

Propeller sind Verschleißteile, eine Kerbe nach einer Bodenberührung reicht für einen Tausch. Die Mini 3 Pro nutzt das Format 6030, also 6,0 Zoll Durchmesser bei 3,0 Zoll Steigung, und teilt es mit der Mini 4 Pro. Die Mini 3 ohne Pro hat ein eigenes Set.

Die Master Airscrew Super Stealth sind eine Alternative zum Original. Der Hersteller nennt 2 dB weniger Lautstärke und liefert einen vollen Satz für alle vier Motoren mit acht Blättern und gesicherten Schrauben. In Rot oder Orange sind sie am Himmel besser zu sehen als dunkle Propeller.

Tasche oder Koffer

Für den Alltag genügt eine Hartschalentasche. Die JSVER-Tasche für die Mini-3-Serie hat eine EVA-Schale, misst 30 × 20 × 8,5 cm und nimmt Drohne, zwei Akkus und wahlweise die RC-N1 oder die DJI RC auf.

Wer mit Ladestation und mehreren Akkus reist oder die Drohne im Auto und am Wasser dabeihat, nimmt einen Koffer. Der Lykus-Koffer für die Mini-4-Pro-Reihe passt laut Hersteller auch für Mini 3 Pro und Mini 3, ist nach IP67 dicht und hat Platz für bis zu sieben Akkus. Er wiegt leer 1,7 kg und eignet sich eher für Auto und Flugreise als für die Wanderung.

Fernsteuerung: bei O3 bleiben

Die Mini 3 Pro überträgt Bild und Steuerung mit O3. Passend sind deshalb die RC-N1 mit Smartphone als Bildschirm, die DJI RC mit eigenem 5,5-Zoll-Bildschirm und laut Händlerlistung die RC Pro. Die Fernsteuerungen der Mini 4 Pro, RC 2 und RC-N2, arbeiten mit O4 und lassen sich nicht mit der Mini 3 Pro koppeln.

Wer eine Ersatz-Fernsteuerung sucht, findet die RC-N1 als Einzelteil. Sie passt zusätzlich zu Mini 2, Mini 3, Mini 4K, Air 2S und der Mavic-3-Serie, ist also auch für Besitzer mehrerer DJI-Drohnen interessant. Die Einordnung steht in der Rezension der DJI RC-N1.

Die sechs Zubehörteile mit Rezension

Diese Teile passen laut Hersteller zur Mini 3 Pro und sind auf unserer Seite nach Datenblatt und Ausstattung eingeordnet:

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Fazit: Akkus zuerst, Umstieg mitdenken

Für die Mini 3 Pro bringen zwei zusätzliche Akkus und die Zwei-Wege-Ladestation am meisten. Beide bleiben auch beim Wechsel auf eine Mini 4 Pro im Einsatz, das macht sie zur sicheren Investition. Bei ND-Filtern, Tasche und Fernsteuerung lohnt es, beim Kauf auf die Mini-3-Serie zu achten. Den Akku Plus lässt du besser weg, solange du in der C0-Klasse fliegen willst.

Häufige Fragen

Welches Zubehör braucht man für die DJI Mini 3 Pro?

Am meisten bringen zusätzliche Akkus und eine Ladestation, weil ein Akku realistisch 22 bis 26 Minuten trägt. Danach folgen ND-Filter für Videos bei Sonne, eine Tasche oder ein Koffer für den Transport und ein Satz Ersatzpropeller. Ein Landepad schützt Kamera und Sensoren bei Starts auf Sand oder Gras.

Passen die Akkus der Mini 4 Pro in die Mini 3 Pro?

Ja. DJI verwendet für Mini 3, Mini 3 Pro und Mini 4 Pro denselben Intelligent Flight Battery mit 2.453 mAh und 18,1 Wh. Auch die Zwei-Wege-Ladestation passt an alle drei Modelle. Beim Umstieg auf die Mini 4 Pro wandern Akkus und Ladestation also mit.

Passt die Fernsteuerung der Mini 4 Pro zur Mini 3 Pro?

Nein. Die Mini 3 Pro überträgt mit O3 und fliegt mit der RC-N1, der DJI RC und laut Händlerlistung der RC Pro. Die Mini 4 Pro nutzt O4 mit RC 2 oder RC-N2, diese Fernsteuerungen lassen sich mit der Mini 3 Pro nicht koppeln.

Welche ND-Filter passen auf die DJI Mini 3 Pro?

Filter für die Mini-3-Serie, die Mini 3 und Mini 3 Pro gemeinsam abdecken. Das Freewell-Set All Day enthält sechs Filter von ND4 bis ND1000 mit je 0,7 g. Auf die Mini 4 Pro passen diese Filter laut Freewell nicht, ihre Kameraeinheit ist anders geformt.

Lohnt sich der Akku Plus für die Mini 3 Pro?

Nur mit Kompetenznachweis und Platz zum Fliegen. Der Akku Plus verlängert die Flugzeit, hebt die Drohne aber über 249 g. Dann gilt sie nicht mehr als C0-Drohne, und es bleibt in der EU nur die Unterkategorie A3 mit 150 m Abstand zu Wohn-, Gewerbe- und Erholungsgebieten. In Deutschland wird er deshalb kaum angeboten.

Welche Propeller passen auf die DJI Mini 3 Pro?

Propeller im Format 6030, also 6,0 Zoll Durchmesser bei 3,0 Zoll Steigung. Die Mini 3 Pro teilt dieses Format mit der Mini 4 Pro. Die Propeller der Mini 3 ohne Pro sind ein eigenes Set und passen nicht.

Welche Tasche passt für Mini 3 Pro mit DJI RC?

Taschen für die Mini-3-Serie haben meist Einlagen für beide Fernsteuerungen. Die JSVER-Hartschalentasche nimmt die Drohne, zwei Akkus und wahlweise die RC-N1 oder die DJI RC auf. Wer mehr Akkus und die Ladestation mitnimmt, braucht einen größeren Koffer wie den Lykus für die Mini-3- und Mini-4-Pro-Reihe.

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