DJI Mini 3 SD-Karte: Welche passt und wie viel GB?

DJI Mini 3 SD-Karte: DJI verlangt UHS-I U3 und listet Karten von 32 bis 256 GB. Wie viel 4K bei 100 Mbit/s passt und was ohne Karte mit RC-N1 und DJI RC geht.

Zubehör Veröffentlicht am 6 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • DJI Mini 3 SD-Karte: microSD mit UHS-I U3. DJI empfiehlt unter anderem die SanDisk Extreme (32 bis 256 GB), die Kingston Canvas Go! Plus (64 und 256 GB) und die Samsung Pro Plus (256 GB).
  • Sinnvolle Größe: 128 GB fassen bei 100 Mbit/s rund 2 h 51 min und damit die drei Akkus der Fly More Combo.
  • Kein interner Speicher: Ohne Karte nimmt die Mini 3 mit der RC-N1 nur Fotos und 720p aufs Handy auf, mit der DJI RC gar nichts.
  • Dateisystem: FAT32 bis 32 GB, exFAT darüber.
  • Steckplatz: am Heck neben dem USB-C-Anschluss.

Welche SD-Karte braucht die Mini 3?

Die Mini 3 nimmt eine microSD-Karte auf. DJI verlangt im Handbuch die UHS-I Geschwindigkeitsklasse 3 und nennt im Anhang zehn empfohlene Karten für das Fluggerät:

SerieGrößen auf DJIs ListeKlassen
SanDisk Extreme32, 64, 128, 256 GBV30, A1 bis 64 GB, A2 ab 128 GB
SanDisk Extreme Pro32 GBV30, A1
Kingston Canvas Go! Plus64, 256 GBV30, A2
Kingston Canvas React Plus64, 128 GBV30, A1
Samsung Pro Plus256 GBV30, A2

Die größte Karte auf der Liste hat 256 GB. Kleinere als 32 GB nennt DJI nicht. Die Liste ist eine Empfehlung. Andere Karten mit U3 oder V30 funktionieren ebenfalls, bei den genannten Modellen hat DJI das Zusammenspiel mit der Drohne selbst geprüft.

Auffällig ist die Lücke bei der Kingston Canvas Go! Plus. Von ihr stehen nur 64 und 256 GB auf der Liste, die 128-GB-Fassung fehlt. Wer genau DJIs Empfehlung folgen will, nimmt bei 128 GB die SanDisk Extreme oder die Kingston Canvas React Plus.

Was U3 bei 100 Mbit/s bedeutet

Die Mini 3 filmt laut Datenblatt in 4K mit bis zu 30 Bildern/s und einer Bitrate von höchstens 100 Mbit/s im Format MP4 mit H.264. Das sind 12,5 MB/s, die während der Aufnahme dauerhaft auf die Karte fließen.

Die großen Zahlen auf der Verpackung, etwa „bis zu 190 MB/s“, beschreiben die Lesegeschwindigkeit. Sie bestimmt, wie schnell ein Kartenleser die Dateien auf den Rechner kopiert. Für die Aufnahme zählt die zugesicherte Mindestschreibrate, und die zeigen U3 und V30.

Wie viel GB braucht die Mini 3?

Gerechnet mit der Höchstbitrate von 100 Mbit/s und der Flugzeit von 38 Minuten je Akku laut DJI ergeben sich diese Werte:

KarteVideo bei 100 Mbit/svolle Akkuladungen
32 GBrund 43 min1,1
64 GB1 h 25 min2,2
128 GB2 h 51 min4,5
256 GB5 h 41 min9
Diagramm mit Batteriesymbolen, wie viele volle Akkuladungen der DJI Mini 3 bei 100 Mbit/s auf eine microSD-Karte passen: 32 GB rund 43 Minuten und 1,1 Akkuladungen, 64 GB 1 Stunde 25 Minuten und 2,2 Akkuladungen, 128 GB 2 Stunden 51 Minuten und 4,5 Akkuladungen, 256 GB 5 Stunden 41 Minuten und 9 Akkuladungen. Eine Markierung zeigt die drei Akkus der Fly More Combo, die erst ab 128 GB vollständig auf die Karte passen.

Ab 128 GB passt ein ganzer Flugtag mit den drei Akkus der Fly More Combo auf eine Karte.

Die Fly More Combo enthält drei Akkus und kommt damit auf 114 Minuten Flugzeit. Filmst du die ganze Zeit in 4K, entstehen rund 86 GB. Eine 128-GB-Karte nimmt das mit Reserve auf, 64 GB sind nach gut zwei Akkus voll. Mit einem einzelnen Akku reicht auch die 64-GB-Karte für ein Wochenende mit mehreren Flügen, wenn du zwischendurch auf das Handy oder den Rechner überträgst.

Wie viel noch auf die Karte passt, zeigt DJI Fly in der Kameraansicht als Zahl der restlichen Fotos bzw. als restliche Aufnahmezeit an.

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Ohne SD-Karte: was die Mini 3 dann noch aufnimmt

Die Mini 3 hat keinen internen Speicher. Was ohne Karte passiert, hängt an der Fernsteuerung.

Fernsteuerungohne Karte im Fluggerät
DJI RC-N1 mit Smartphoneeinzelne Fotos und 720p-Videos, gespeichert auf dem Smartphone
DJI RC mit Bildschirmkeine Fotos und keine Videos

Mit der DJI RC ist eine Karte im Fluggerät also Pflicht, bevor du startest. Mit der RC-N1 entsteht ohne Karte nur eine Notlösung in geringer Auflösung. Leg darum am besten eine Ersatzkarte in die Tasche.

FAT32 oder exFAT?

Die Mini 3 liest laut Datenblatt FAT32 für Karten bis 32 GB und exFAT für alles darüber. Neue Karten kommen in der Regel schon passend formatiert aus der Packung. Eine 32-GB-Karte ist als microSDHC mit FAT32 formatiert, ab 64 GB nutzen microSDXC-Karten exFAT.

Formatiert wird die Karte in DJI Fly. In den Kamera-Einstellungen findest du unter Speicherort die belegte Kapazität und den Befehl zum Formatieren. Das löscht alle Aufnahmen. Hast du sie vorher gesichert, ist eine frisch in der Drohne formatierte Karte der sauberste Start in einen Flugtag.

Wo der Steckplatz sitzt

Der microSD-Steckplatz sitzt am Heck der Mini 3, direkt neben dem USB-C-Anschluss. So zeigt es die Teileübersicht im Handbuch.

Laut DJI darf die Karte bei eingeschaltetem Fluggerät nicht entnommen werden, weil sie dabei Schaden nehmen kann. Schalte die Drohne vor dem Wechsel also immer aus. Für den Transfer muss sie dagegen laufen. Ist das Fluggerät ausgeschaltet, lassen sich laut Handbuch keine Dateien über DJI Fly übertragen.

Aufnahmen übertragen

Drei Wege bringen die Dateien von der Karte, mit sehr unterschiedlichem Tempo.

WegTempo laut DJIVideo einer Akkuladung (rund 28,5 GB)
QuickTransfer per WLAN, 5,8 GHzbis 25 MB/srund 19 min
QuickTransfer per WLAN, 2,4 GHzbis 6 MB/srund 79 min
über RC-N1 oder DJI RC5,5 MB/srund 86 min

Für QuickTransfer drückst du die Netztaste der eingeschalteten Drohne dreimal kurz hintereinander, die Status-LEDs blinken dann einmal blau. DJI Fly verbindet sich anschließend direkt per WLAN mit dem Fluggerät. Das volle Tempo gibt es nur, wenn das Smartphone 5,8 GHz unterstützt und keine Störquellen in der Nähe sind.

Am schnellsten bleibt der Kartenleser am Rechner. Hier zählt die Lesegeschwindigkeit der Karte, und die liegt bei den Karten auf DJIs Liste deutlich über den Werten der Funkverbindung.

Die zweite Karte in der DJI RC

Die Fernsteuerung DJI RC hat einen eigenen microSD-Steckplatz. Er nimmt Bildschirmaufnahmen und Screenshots auf, die Videos der Kamera landen weiterhin auf der Karte im Fluggerät. Für die DJI RC führt DJI eine eigene Liste mit Karten bis 512 GB, darunter SanDisk High Endurance und Lexar High Endurance. Was in welchen Steckplatz gehört, klärt der Ratgeber SD-Karte in die Drohne oder in die Fernsteuerung. Allgemeine Grundlagen zu Klassen und Größen für alle Modelle stehen im Ratgeber zur SD-Karte für die Drohne.

Fazit: 128 GB mit U3 von DJIs Liste

Für die Mini 3 ist eine 128-GB-Karte mit U3 oder V30 die passende Wahl. Sie fasst einen ganzen Flugtag mit drei Akkus und liegt auf DJIs Liste, etwa als SanDisk Extreme oder Kingston Canvas React Plus. Fliegst du mit der DJI RC, gehört die Karte vor dem ersten Start ins Fluggerät, weil ohne sie keine Aufnahme möglich ist. Wer selten mehr als einen Akku fliegt, kommt mit 64 GB aus. Die Einordnung der Drohne selbst steht in der Rezension der DJI Mini 3.

Häufige Fragen

Welche SD-Karte braucht die DJI Mini 3?

Eine microSD-Karte mit UHS-I Geschwindigkeitsklasse 3, kurz U3. DJI empfiehlt im Handbuch zehn Karten für das Fluggerät, darunter die SanDisk Extreme von 32 bis 256 GB, die Kingston Canvas Go! Plus mit 64 und 256 GB und die Samsung Pro Plus mit 256 GB. Alle tragen zusätzlich die Videoklasse V30.

Wie groß darf die SD-Karte in der Mini 3 sein?

Die Liste für das Fluggerät endet bei 256 GB. Größere Karten nennt DJI für die Mini 3 selbst nicht, nur für die Fernsteuerung DJI RC stehen Karten bis 512 GB auf der Liste. Bei 100 Mbit/s fassen 256 GB rechnerisch 5 Stunden 41 Minuten Video.

Hat die DJI Mini 3 internen Speicher?

Nein, im Datenblatt steht beim internen Speicher kein Wert. Ohne Karte nimmt die Mini 3 mit der RC-N1 nur noch einzelne Fotos und 720p-Videos auf, die auf dem Smartphone landen. Mit der DJI RC sind ohne Karte im Fluggerät gar keine Aufnahmen möglich.

Wie viel GB sollte die SD-Karte für die Mini 3 haben?

128 GB passen für die meisten. Die drei Akkus der Fly More Combo ergeben laut DJI zusammen 114 Minuten Flugzeit, bei 100 Mbit/s sind das rund 86 GB Video. Eine 128-GB-Karte fasst rechnerisch 2 Stunden 51 Minuten. Wer nur mit einem Akku fliegt, kommt auch mit 64 GB aus.

Wo ist der SD-Kartenslot bei der DJI Mini 3?

Am Heck der Drohne, direkt neben dem USB-C-Anschluss. So zeigt es die Teileübersicht im Handbuch. Laut DJI darf die Karte bei eingeschaltetem Fluggerät nicht herausgenommen werden, sonst kann sie beschädigt werden.

Funktioniert eine 32-GB-Karte in der Mini 3?

Ja. Die SanDisk Extreme und die Extreme Pro mit 32 GB stehen sogar auf DJIs Liste. Karten bis 32 GB laufen mit FAT32, größere mit exFAT. Bei 100 Mbit/s reichen 32 GB rechnerisch für rund 43 Minuten Video, also etwas mehr als eine Akkuladung.

Wie schnell kommen die Videos der Mini 3 aufs Handy?

Per QuickTransfer über WLAN laut DJI mit bis zu 25 MB/s, wenn das Smartphone 5,8 GHz unterstützt, sonst mit bis zu 6 MB/s. Über die Fernsteuerung nennt DJI 5,5 MB/s. Das Video einer vollen Akkuladung mit rund 28,5 GB braucht damit 19 Minuten oder knapp anderthalb Stunden.

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