Das Wichtigste in Kürze
- DJI Mini 3 SD-Karte: microSD mit UHS-I U3. DJI empfiehlt unter anderem die SanDisk Extreme (32 bis 256 GB), die Kingston Canvas Go! Plus (64 und 256 GB) und die Samsung Pro Plus (256 GB).
- Sinnvolle Größe: 128 GB fassen bei 100 Mbit/s rund 2 h 51 min und damit die drei Akkus der Fly More Combo.
- Kein interner Speicher: Ohne Karte nimmt die Mini 3 mit der RC-N1 nur Fotos und 720p aufs Handy auf, mit der DJI RC gar nichts.
- Dateisystem: FAT32 bis 32 GB, exFAT darüber.
- Steckplatz: am Heck neben dem USB-C-Anschluss.
Welche SD-Karte braucht die Mini 3?
Die Mini 3 nimmt eine microSD-Karte auf. DJI verlangt im Handbuch die UHS-I Geschwindigkeitsklasse 3 und nennt im Anhang zehn empfohlene Karten für das Fluggerät:
| Serie | Größen auf DJIs Liste | Klassen |
|---|---|---|
| SanDisk Extreme | 32, 64, 128, 256 GB | V30, A1 bis 64 GB, A2 ab 128 GB |
| SanDisk Extreme Pro | 32 GB | V30, A1 |
| Kingston Canvas Go! Plus | 64, 256 GB | V30, A2 |
| Kingston Canvas React Plus | 64, 128 GB | V30, A1 |
| Samsung Pro Plus | 256 GB | V30, A2 |
Die größte Karte auf der Liste hat 256 GB. Kleinere als 32 GB nennt DJI nicht. Die Liste ist eine Empfehlung. Andere Karten mit U3 oder V30 funktionieren ebenfalls, bei den genannten Modellen hat DJI das Zusammenspiel mit der Drohne selbst geprüft.
Auffällig ist die Lücke bei der Kingston Canvas Go! Plus. Von ihr stehen nur 64 und 256 GB auf der Liste, die 128-GB-Fassung fehlt. Wer genau DJIs Empfehlung folgen will, nimmt bei 128 GB die SanDisk Extreme oder die Kingston Canvas React Plus.
Was U3 bei 100 Mbit/s bedeutet
Die Mini 3 filmt laut Datenblatt in 4K mit bis zu 30 Bildern/s und einer Bitrate von höchstens 100 Mbit/s im Format MP4 mit H.264. Das sind 12,5 MB/s, die während der Aufnahme dauerhaft auf die Karte fließen.
- U3 und V30 garantieren beide mindestens 30 MB/s beim fortlaufenden Schreiben. Das ist mehr als das Doppelte des Bedarfs.
- U1 und V10 sichern nur 10 MB/s zu. Das reicht für 100 Mbit/s nicht, die Aufnahme kann abbrechen.
- A1 und A2 betreffen den Zugriff auf viele kleine Dateien, etwa beim Blättern durch die Aufnahmen. Für das Video selbst spielen sie keine Rolle.
Die großen Zahlen auf der Verpackung, etwa „bis zu 190 MB/s“, beschreiben die Lesegeschwindigkeit. Sie bestimmt, wie schnell ein Kartenleser die Dateien auf den Rechner kopiert. Für die Aufnahme zählt die zugesicherte Mindestschreibrate, und die zeigen U3 und V30.
Wie viel GB braucht die Mini 3?
Gerechnet mit der Höchstbitrate von 100 Mbit/s und der Flugzeit von 38 Minuten je Akku laut DJI ergeben sich diese Werte:
| Karte | Video bei 100 Mbit/s | volle Akkuladungen |
|---|---|---|
| 32 GB | rund 43 min | 1,1 |
| 64 GB | 1 h 25 min | 2,2 |
| 128 GB | 2 h 51 min | 4,5 |
| 256 GB | 5 h 41 min | 9 |

Ab 128 GB passt ein ganzer Flugtag mit den drei Akkus der Fly More Combo auf eine Karte.
Die Fly More Combo enthält drei Akkus und kommt damit auf 114 Minuten Flugzeit. Filmst du die ganze Zeit in 4K, entstehen rund 86 GB. Eine 128-GB-Karte nimmt das mit Reserve auf, 64 GB sind nach gut zwei Akkus voll. Mit einem einzelnen Akku reicht auch die 64-GB-Karte für ein Wochenende mit mehreren Flügen, wenn du zwischendurch auf das Handy oder den Rechner überträgst.
Wie viel noch auf die Karte passt, zeigt DJI Fly in der Kameraansicht als Zahl der restlichen Fotos bzw. als restliche Aufnahmezeit an.
Ohne SD-Karte: was die Mini 3 dann noch aufnimmt
Die Mini 3 hat keinen internen Speicher. Was ohne Karte passiert, hängt an der Fernsteuerung.
| Fernsteuerung | ohne Karte im Fluggerät |
|---|---|
| DJI RC-N1 mit Smartphone | einzelne Fotos und 720p-Videos, gespeichert auf dem Smartphone |
| DJI RC mit Bildschirm | keine Fotos und keine Videos |
Mit der DJI RC ist eine Karte im Fluggerät also Pflicht, bevor du startest. Mit der RC-N1 entsteht ohne Karte nur eine Notlösung in geringer Auflösung. Leg darum am besten eine Ersatzkarte in die Tasche.
FAT32 oder exFAT?
Die Mini 3 liest laut Datenblatt FAT32 für Karten bis 32 GB und exFAT für alles darüber. Neue Karten kommen in der Regel schon passend formatiert aus der Packung. Eine 32-GB-Karte ist als microSDHC mit FAT32 formatiert, ab 64 GB nutzen microSDXC-Karten exFAT.
Formatiert wird die Karte in DJI Fly. In den Kamera-Einstellungen findest du unter Speicherort die belegte Kapazität und den Befehl zum Formatieren. Das löscht alle Aufnahmen. Hast du sie vorher gesichert, ist eine frisch in der Drohne formatierte Karte der sauberste Start in einen Flugtag.
Wo der Steckplatz sitzt
Der microSD-Steckplatz sitzt am Heck der Mini 3, direkt neben dem USB-C-Anschluss. So zeigt es die Teileübersicht im Handbuch.
Laut DJI darf die Karte bei eingeschaltetem Fluggerät nicht entnommen werden, weil sie dabei Schaden nehmen kann. Schalte die Drohne vor dem Wechsel also immer aus. Für den Transfer muss sie dagegen laufen. Ist das Fluggerät ausgeschaltet, lassen sich laut Handbuch keine Dateien über DJI Fly übertragen.
Aufnahmen übertragen
Drei Wege bringen die Dateien von der Karte, mit sehr unterschiedlichem Tempo.
| Weg | Tempo laut DJI | Video einer Akkuladung (rund 28,5 GB) |
|---|---|---|
| QuickTransfer per WLAN, 5,8 GHz | bis 25 MB/s | rund 19 min |
| QuickTransfer per WLAN, 2,4 GHz | bis 6 MB/s | rund 79 min |
| über RC-N1 oder DJI RC | 5,5 MB/s | rund 86 min |
Für QuickTransfer drückst du die Netztaste der eingeschalteten Drohne dreimal kurz hintereinander, die Status-LEDs blinken dann einmal blau. DJI Fly verbindet sich anschließend direkt per WLAN mit dem Fluggerät. Das volle Tempo gibt es nur, wenn das Smartphone 5,8 GHz unterstützt und keine Störquellen in der Nähe sind.
Am schnellsten bleibt der Kartenleser am Rechner. Hier zählt die Lesegeschwindigkeit der Karte, und die liegt bei den Karten auf DJIs Liste deutlich über den Werten der Funkverbindung.
Die zweite Karte in der DJI RC
Die Fernsteuerung DJI RC hat einen eigenen microSD-Steckplatz. Er nimmt Bildschirmaufnahmen und Screenshots auf, die Videos der Kamera landen weiterhin auf der Karte im Fluggerät. Für die DJI RC führt DJI eine eigene Liste mit Karten bis 512 GB, darunter SanDisk High Endurance und Lexar High Endurance. Was in welchen Steckplatz gehört, klärt der Ratgeber SD-Karte in die Drohne oder in die Fernsteuerung. Allgemeine Grundlagen zu Klassen und Größen für alle Modelle stehen im Ratgeber zur SD-Karte für die Drohne.
Fazit: 128 GB mit U3 von DJIs Liste
Für die Mini 3 ist eine 128-GB-Karte mit U3 oder V30 die passende Wahl. Sie fasst einen ganzen Flugtag mit drei Akkus und liegt auf DJIs Liste, etwa als SanDisk Extreme oder Kingston Canvas React Plus. Fliegst du mit der DJI RC, gehört die Karte vor dem ersten Start ins Fluggerät, weil ohne sie keine Aufnahme möglich ist. Wer selten mehr als einen Akku fliegt, kommt mit 64 GB aus. Die Einordnung der Drohne selbst steht in der Rezension der DJI Mini 3.
Häufige Fragen
Welche SD-Karte braucht die DJI Mini 3?
Eine microSD-Karte mit UHS-I Geschwindigkeitsklasse 3, kurz U3. DJI empfiehlt im Handbuch zehn Karten für das Fluggerät, darunter die SanDisk Extreme von 32 bis 256 GB, die Kingston Canvas Go! Plus mit 64 und 256 GB und die Samsung Pro Plus mit 256 GB. Alle tragen zusätzlich die Videoklasse V30.
Wie groß darf die SD-Karte in der Mini 3 sein?
Die Liste für das Fluggerät endet bei 256 GB. Größere Karten nennt DJI für die Mini 3 selbst nicht, nur für die Fernsteuerung DJI RC stehen Karten bis 512 GB auf der Liste. Bei 100 Mbit/s fassen 256 GB rechnerisch 5 Stunden 41 Minuten Video.
Hat die DJI Mini 3 internen Speicher?
Nein, im Datenblatt steht beim internen Speicher kein Wert. Ohne Karte nimmt die Mini 3 mit der RC-N1 nur noch einzelne Fotos und 720p-Videos auf, die auf dem Smartphone landen. Mit der DJI RC sind ohne Karte im Fluggerät gar keine Aufnahmen möglich.
Wie viel GB sollte die SD-Karte für die Mini 3 haben?
128 GB passen für die meisten. Die drei Akkus der Fly More Combo ergeben laut DJI zusammen 114 Minuten Flugzeit, bei 100 Mbit/s sind das rund 86 GB Video. Eine 128-GB-Karte fasst rechnerisch 2 Stunden 51 Minuten. Wer nur mit einem Akku fliegt, kommt auch mit 64 GB aus.
Wo ist der SD-Kartenslot bei der DJI Mini 3?
Am Heck der Drohne, direkt neben dem USB-C-Anschluss. So zeigt es die Teileübersicht im Handbuch. Laut DJI darf die Karte bei eingeschaltetem Fluggerät nicht herausgenommen werden, sonst kann sie beschädigt werden.
Funktioniert eine 32-GB-Karte in der Mini 3?
Ja. Die SanDisk Extreme und die Extreme Pro mit 32 GB stehen sogar auf DJIs Liste. Karten bis 32 GB laufen mit FAT32, größere mit exFAT. Bei 100 Mbit/s reichen 32 GB rechnerisch für rund 43 Minuten Video, also etwas mehr als eine Akkuladung.
Wie schnell kommen die Videos der Mini 3 aufs Handy?
Per QuickTransfer über WLAN laut DJI mit bis zu 25 MB/s, wenn das Smartphone 5,8 GHz unterstützt, sonst mit bis zu 6 MB/s. Über die Fernsteuerung nennt DJI 5,5 MB/s. Das Video einer vollen Akkuladung mit rund 28,5 GB braucht damit 19 Minuten oder knapp anderthalb Stunden.