Das Wichtigste in Kürze
- DJI Flip SD-Karte: microSDXC mit U3, V30 und A2. DJI empfiehlt die Kingston Canvas Go! Plus und die Lexar Professional 1066x mit 64 bis 512 GB.
- Interner Speicher: 2 GB. Bei 150 Mbit/s reicht das für knapp zwei Minuten 4K.
- Sinnvolle Größe: 128 GB fassen rechnerisch rund 1 h 54 min 4K, mehr als die drei Akkus der Fly More Combo hergeben.
- Steckplatz: am Heck neben dem USB-C-Anschluss. Das Video schreibt immer die Drohne, auch wenn die RC 2 einen eigenen Slot hat.
- Übertragung: QuickTransfer bis 30 MB/s, per USB-C oder Kartenleser ohne eingeschaltete Drohne.
Welche SD-Karte braucht die DJI Flip?
Die Flip nimmt eine microSD-Karte auf. DJI nennt im Datenblatt acht empfohlene Karten aus zwei Serien, alle mit der Kennzeichnung U3, A2 und V30 und alle als microSDXC:
| Serie | 64 GB | 128 GB | 256 GB | 512 GB |
|---|---|---|---|---|
| Kingston Canvas Go! Plus | ja | ja | ja | ja |
| Lexar Professional 1066x | ja | ja | ja | ja |
Das Dateisystem ist exFAT. Karten ab 64 GB kommen als microSDXC und damit in der Regel schon ab Werk mit exFAT. Kleinere Karten nennt DJI für die Flip gar nicht.
Die Liste ist eine Empfehlung. Karten anderer Hersteller laufen in der Flip, solange Geschwindigkeitsklasse und Dateisystem stimmen. Bei den gelisteten Modellen hat DJI das Zusammenspiel mit der Flip selbst geprüft.
Was U3, V30 und A2 für die Flip bedeuten
Für die Flip zählt vor allem die Mindest-Schreibrate, und die steckt in zwei der drei Kürzel auf der Karte.
- U3 steht für mindestens 30 MB/s dauerhafte Schreibrate.
- V30 ist die Videoklasse und garantiert dieselben 30 MB/s speziell für fortlaufende Videoaufnahme.
- A2 betrifft schnelle Zugriffe auf viele kleine Dateien. Beim Filmen spielt das eine kleine Rolle, beim Durchblättern der Aufnahmen in der App hilft es.
Die Flip filmt laut Datenblatt mit höchstens 150 Mbit/s, das sind 18,75 MB/s. Eine V30-Karte schreibt mindestens 30 MB/s und hat damit gut 60 Prozent Reserve. Eine Karte der Klasse U1 oder V10 garantiert nur 10 MB/s, also 80 Mbit/s. Für die volle Bitrate der Flip ist das zu wenig, die Aufnahme kann abbrechen oder ruckeln.
Der interne Speicher: 2 GB als Notreserve
Die Flip hat 2 GB fest eingebaut. Laut Handbuch speichert sie Fotos und Videos dort, wenn keine Karte steckt. Steckt eine Karte, landet das Material auf der Karte.
Für Videos ist das wenig. Bei 150 Mbit/s fließen in einer Minute 1,125 GB in den Speicher, nach knapp zwei Minuten 4K ist der interne Speicher voll. Für ein paar Fotos oder einen kurzen Clip, wenn die Karte zu Hause liegt, reicht er. Einen Flug mit 31 Minuten Akku deckt er nicht ab.
Die Zeiten in diesem Artikel gelten für die volle Bitrate. In Modi mit niedrigerer Bitrate filmt die Flip länger auf denselben Speicher, Werte je Modus nennt DJI allerdings nicht.
Welche Größe zur Flip passt
Mit 1,125 GB je Minute lässt sich jede Kartengröße in Aufnahmezeit umrechnen. Als Vergleich dient die Flugzeit von 31 Minuten je Akku laut DJI. Im echten Flug bleiben davon eher 20 bis 24 Minuten, die Rechnung zeigt also das Maximum.
| Speicher | Aufnahmezeit bei 150 Mbit/s | Akkuladungen Dauerfilm |
|---|---|---|
| 2 GB intern | knapp 2 min | weniger als eine |
| 64 GB | rund 57 min | 1,8 |
| 128 GB | rund 1 h 54 min | 3,7 |
| 256 GB | rund 3 h 48 min | 7,3 |
| 512 GB | rund 7 h 35 min | 14,7 |

Schon 128 GB fassen mehr 4K, als die drei Akkus der Fly More Combo in einem Flugtag aufnehmen können.
Daraus ergeben sich drei sinnvolle Größen:
- 64 GB für Gelegenheitsflüge mit einem Akku. Die Karte reicht für knapp zwei Akkuladungen Dauerfilm, danach muss das Material herunter.
- 128 GB für die meisten Piloten. Die Fly More Combo kommt mit drei Akkus auf 93 Minuten Flugzeit, das sind bei voller Bitrate rund 105 GB. Ein ganzer Flugtag passt also auf eine Karte.
- 256 GB für Reisen, auf denen du nicht jeden Abend sicherst. Damit kommen mehr als sieben Akkuladungen zusammen.
512 GB sind an der Flip selten nötig. Wer so viel Material auf einer Karte sammelt, verliert bei einem Defekt auch entsprechend viel. Zwei Karten mit 128 GB im Wechsel sind die robustere Lösung.
Die Kingston-Karten gehören zu der Serie, die DJI für die Flip nennt. Die Lexar Silver Plus steht nicht auf der Liste der Flip, DJI führt sie aber mit denselben Klassen V30 und A2 für neuere Modelle wie die Avata 360.
Wo der Kartenslot an der Flip sitzt
Der Steckplatz liegt am Heck. Das Handbuch zeigt dort in einer Reihe die Modustaste, den microSD-Kartensteckplatz und den USB-C-Anschluss. Darüber sitzen der Akku mit seinen Füllstand-LEDs, die Akkuverriegelung und die Ein/Aus-Taste.
Für den Umgang mit der Karte nennt DJI zwei Regeln:
- Nie während einer Aufnahme entnehmen. Das Handbuch warnt, dass die Karte dabei beschädigt werden kann.
- Steckplatz und Karte sauber halten. Staub und Sand im Slot stören den Kontakt.
Am sichersten wechselst du die Karte bei ausgeschalteter Drohne. Laut Handbuch speichert die Flip ihre Kameraparameter nur beim regulären Ausschalten, sonst können auch die letzten Aufnahmen leiden.
Bei der Flip mit RC 2 hat auch die Fernsteuerung einen microSD-Slot. Die Originalvideos schreibt trotzdem immer die Drohne, auf die Karte der RC 2 geht nur der Mitschnitt des Livebilds. Die wichtige Karte gehört also in den Rumpf der Flip.
Die Karte zählt zum Startgewicht
Die Flip liegt mit unter 249 g in der Klasse C0. DJI gibt dieses Gewicht im Datenblatt ausdrücklich inklusive Akku und einer microSD-Karte an. In der Liste des autorisierten Zubehörs im Handbuch steht die Karte mit rund 0,3 g.
Die Karte ist also schon eingerechnet, du musst nichts abziehen oder ausgleichen. Kamera, Flugzeiten und Pakete der Drohne stehen in der Rezension der DJI Flip.
Karte formatieren und Dateisystem
Die Flip erwartet exFAT. Eine neue Karte formatierst du am besten direkt in der Drohne über DJI Fly, in den Kameraeinstellungen unter dem Speicher-Symbol. So legt die Flip das Dateisystem genau so an, wie sie es erwartet. Formatieren löscht alle Aufnahmen auf der Karte, sichere sie vorher.
Warum das Formatieren am Rechner Probleme machen kann und in welchem Rhythmus sich ein frisches Format lohnt, erklärt der Ratgeber SD-Karte für die Drohne.
Aufnahmen von der Karte holen
Für den Weg vom Rumpf auf Handy oder Rechner nennt DJI vier Möglichkeiten. Wie lange sie dauern, hängt an der Datenrate:
| Weg | Tempo laut DJI | 1 Minute 4K (1,125 GB) |
|---|---|---|
| QuickTransfer, Wi-Fi 5 (5,8 GHz) | bis 30 MB/s | ab rund 40 Sekunden |
| QuickTransfer, 2,4 GHz | höchstens 6 MB/s | rund 3 Minuten |
| Download über die RC-N3 | bis 10 MB/s | knapp 2 Minuten |
| USB-C-Kabel am Rechner | keine Angabe | je nach Rechner |
| Kartenleser | je nach Leser | je nach Leser |
QuickTransfer verbindet die Flip per WLAN direkt mit dem Smartphone. Beim ersten Mal bestätigst du die Verbindung, indem du die Ein/Aus-Taste der Flip zwei Sekunden lang hältst. Das 2,4-GHz-Band nutzt die Flip laut Handbuch, wenn 5,8 GHz nicht erlaubt ist, das Handy es nicht kann oder die Umgebung stark gestört ist. Die Einzelheiten stehen im Ratgeber zu DJI QuickTransfer.
Per USB-C hängst du die Flip mit einem Datenkabel an den Rechner. Laut Handbuch muss sie dafür nicht eingeschaltet sein, du erreichst den internen Speicher und die Karte. Der Kartenleser ist bei großen Mengen der unkomplizierteste Weg, die Drohne bleibt dabei ganz aus dem Spiel.
Für einzelne Clips nach dem Flug reicht QuickTransfer. Den Ertrag eines Flugtags mit 100 GB holst du besser per Kartenleser, über 2,4 GHz würde das mehrere Stunden dauern.
Fehler, die Aufnahmen kosten
- Zu langsame Karte. Eine alte Karte mit U1 oder V10 aus Kamera oder Handy schafft die 150 Mbit/s der Flip nicht dauerhaft.
- Ohne Karte losfliegen. Die Flip startet trotzdem und filmt in den internen Speicher, nach knapp zwei Minuten ist Schluss.
- Gefälschte Karte. Solche Karten melden eine größere Kapazität, als sie haben, und verlieren Daten, sobald sie über ihren echten Speicher hinaus beschrieben werden. Ein Prüfprogramm wie H2testw deckt das vor dem ersten Flug am Rechner auf.
- Nur die RC 2 bestückt. Die Fernsteuerung speichert lediglich den Mitschnitt des Livebilds. Ohne Karte im Rumpf landen die Originale im internen Speicher der Flip.
- Eine einzige große Karte für alles. Fällt sie aus, ist der ganze Urlaub weg. Mit zwei Karten verteilst du das Risiko.
Fazit: eine 128er V30 in den Rumpf
Für die Flip reicht eine microSD mit U3, V30 und A2 und 128 GB. Sie fasst bei voller Bitrate mehr, als die drei Akkus der Fly More Combo an einem Tag hergeben, und kostet deutlich weniger als die großen Stufen. Formatiere sie einmal in der Drohne, lass eine zweite Karte als Reserve in der Tasche und nutze die 2 GB intern nur für den Notfall.
Häufige Fragen
Welche SD-Karte braucht die DJI Flip?
Eine microSDXC-Karte mit UHS-I und den Klassen U3, V30 und A2. DJI empfiehlt für die Flip namentlich die Kingston Canvas Go! Plus und die Lexar Professional 1066x, jeweils mit 64, 128, 256 oder 512 GB. Andere Karten derselben Klasse funktionieren ebenfalls, die Liste nennt die Modelle, die DJI selbst geprüft hat.
Hat die DJI Flip internen Speicher?
Ja, 2 GB. Laut Handbuch speichert die Flip Fotos und Videos dort, wenn keine Karte steckt. Bei der vollen Bitrate von 150 Mbit/s reicht das rechnerisch für knapp zwei Minuten 4K. Für einen normalen Flug brauchst du also eine microSD-Karte.
Wie viel GB sollte die SD-Karte für die DJI Flip haben?
Für die meisten Piloten sind 128 GB der passende Wert. Sie fassen bei 150 Mbit/s rechnerisch rund 1 Stunde 54 Minuten 4K und damit mehr als die drei Akkus der Fly More Combo zusammen, die laut DJI auf 93 Minuten Flugzeit kommen. 64 GB reichen für Gelegenheitsflüge mit einem Akku, 256 GB lohnen sich auf Reisen ohne Rechner.
Wo ist der SD-Kartenslot bei der DJI Flip?
Am Heck der Drohne. Das Handbuch zeigt dort nebeneinander die Modustaste, den microSD-Kartensteckplatz und den USB-C-Anschluss, darüber sitzen Akku, Akkuverriegelung und Ein/Aus-Taste. Die Karte wechselst du am besten bei ausgeschalteter Drohne.
Funktioniert eine 1-TB-Karte in der DJI Flip?
Das bestätigt DJI nicht. Die Empfehlungsliste der Flip endet bei 512 GB, Karten mit 1 TB führt DJI erst bei neueren Modellen wie der Mini 5 Pro und der Avata 360. Bei 150 Mbit/s fassen schon 512 GB rechnerisch über siebeneinhalb Stunden 4K, mehr braucht an der Flip kaum jemand.
Zählt die SD-Karte zum Gewicht der DJI Flip?
Ja. DJI gibt das Startgewicht von unter 249 g ausdrücklich mit Akku und eingesetzter microSD-Karte an. Die Karte selbst wiegt laut Zubehörliste im Handbuch rund 0,3 g und ändert an der Klasse C0 nichts.
Wie bekomme ich die Videos von der Flip-Karte auf das Handy?
Am schnellsten per QuickTransfer direkt von der Drohne. DJI nennt dafür bis zu 30 MB/s über Wi-Fi 5, weicht die Verbindung auf 2,4 GHz aus, sind es höchstens 6 MB/s. Über die RC-N3 laufen bis zu 10 MB/s. Für einen ganzen Flugtag ist der Kartenleser am Rechner der bequemere Weg.