Das Wichtigste in Kürze
- DJI Mini 5 Pro SD-Karte: microSDXC mit V30 und A2. DJI empfiehlt die Lexar Silver Plus (64 GB bis 1 TB) und die Kingston Canvas Go! Plus (64 bis 512 GB).
- Interner Speicher: 42 GB, bei 130 Mbit/s rechnerisch rund 43 Minuten 4K und damit mehr als eine Akkuladung.
- Sinnvolle Größe: 128 GB fassen rund 2 h 11 min und tragen die drei Akkus der Fly More Combo an einem Tag.
- Steckplatz: am Heck neben dem USB-C-Anschluss. Dateisystem ist exFAT.
- Übertragung: QuickTransfer per WLAN, über die Fernsteuerung bis 10 MB/s oder per Kartenleser.
Welche SD-Karte braucht die Mini 5 Pro?
Die Mini 5 Pro nimmt eine microSD-Karte auf. Im Datenblatt nennt DJI neun empfohlene Karten aus zwei Serien, alle als microSDXC mit den Klassen A2 und V30:
| Serie | 64 GB | 128 GB | 256 GB | 512 GB | 1 TB |
|---|---|---|---|---|---|
| Lexar Silver Plus | ja | ja | ja | ja | ja |
| Kingston Canvas Go! Plus | ja | ja | ja | ja | nein |
Neu gegenüber der Mini 4 Pro ist die Spalte ganz rechts. Für sie endete DJIs Liste noch bei 512 GB, bei der Mini 5 Pro steht mit der Lexar Silver Plus eine Terabyte-Karte darauf. Kleinere Karten als 64 GB nennt DJI für die Mini 5 Pro nicht.
Das Dateisystem ist exFAT. Karten ab 64 GB kommen als microSDXC in der Regel schon so formatiert aus der Packung.
Die Liste ist eine Empfehlung. Karten anderer Hersteller funktionieren, wenn Videoklasse und Dateisystem stimmen. Bei den genannten Modellen hat DJI das Zusammenspiel mit der Drohne selbst geprüft, bei allen anderen übernimmst du dieses Risiko.
Was V30 und A2 für die Mini 5 Pro bedeuten
Die Mini 5 Pro filmt laut Datenblatt mit höchstens 130 Mbit/s, in H.264 wie in H.265. Das sind 16,25 MB/s, die dauerhaft auf die Karte fließen müssen.
- V30 garantiert eine Schreibrate von mindestens 30 MB/s bei fortlaufender Videoaufnahme. Das ist knapp das Doppelte dessen, was die Drohne verlangt.
- A2 beschleunigt den Zugriff auf viele kleine Dateien. Beim Durchblättern der Aufnahmen in DJI Fly und bei Fotoserien hilft das, für das Video selbst ist V30 die wichtige Angabe.
Eine Karte mit V10 schreibt nur 10 MB/s sicher. Das reicht für die 130 Mbit/s nicht, die Aufnahme kann abbrechen. Alte Karten aus Kamera oder Handy sind darum eine typische Fehlerquelle.
Die Mini 4 Pro filmt mit bis zu 150 Mbit/s. Die Mini 5 Pro liegt trotz 1-Zoll-Sensor und 4K mit 120 Bildern/s etwas darunter und belegt deshalb pro Minute etwas weniger Speicher.
Zeitlupe: warum die Datei weniger zeigt
In der Dateiinfo einer Zeitlupe steht eine deutlich kleinere Bitrate als 130 Mbit/s. Laut Datenblatt zeichnet die Drohne 4K mit 120 Bildern/s mit voller Rate auf und legt die Datei mit 30 Bildern/s ab. Die Datei läuft dadurch viermal so lange wie die Aufnahme, ihre Bitrate liegt bei rund einem Viertel.
Für die Kartengröße ändert das nichts. Eine Minute Zeitlupe belegt genauso viel Speicher wie eine Minute normales 4K. Die folgenden Rechnungen gelten darum für alle Modi bei voller Bitrate.
42 GB intern: mehr als eine Notreserve
Die Mini 4 Pro hat 2 GB fest eingebaut, die Mini 5 Pro 42 GB. Laut Handbuch speichert sie dort, wenn keine Karte steckt.
Bei 130 Mbit/s fließen in einer Minute 0,975 GB in den Speicher. 42 GB reichen damit rechnerisch für rund 43 Minuten 4K. Das ist mehr als die 36 Minuten, die DJI als längste Flugzeit eines Standardakkus nennt. Ein voller Akku Dauerfilm passt also komplett in den internen Speicher. Das tatsächlich freie Volumen kann etwas kleiner sein, weil die Drohne selbst einen Teil belegt. Einen Wert dafür nennt DJI nicht.
Mit der Basisversion und ihrem einen Akku klappt ein einzelner Flug also auch ohne Karte. Spätestens ab dem zweiten Akku oder einem Tag mit der Fly More Combo brauchst du eine microSD.
Welche Kartengröße zur Mini 5 Pro passt
Mit 0,975 GB je Minute lässt sich jede Größe in Aufnahmezeit umrechnen. Als Maßstab dient ein Flugtag mit der Fly More Combo, die drei Akkus mitbringt. Das sind laut DJI 108 Minuten Flugzeit und bei voller Bitrate rund 105 GB.
| Speicher | Aufnahmezeit bei 130 Mbit/s | Flugtage mit 3 Akkus |
|---|---|---|
| 42 GB intern | rund 43 min | 0,4 |
| 64 GB | rund 1 h 6 min | 0,6 |
| 128 GB | rund 2 h 11 min | 1,2 |
| 256 GB | rund 4 h 23 min | 2,4 |
| 512 GB | rund 8 h 45 min | 4,9 |
| 1 TB | rund 17 h 6 min | 9,5 |

Ab 128 GB passt ein ganzer Flugtag mit drei Akkus auf eine Karte, ein Terabyte reicht für über neun solcher Tage.
Die Zeiten gelten für Dauerfilm in voller Bitrate. Im echten Flug nennt DJI eine typische Flugzeit von 21 Minuten je Akku bei 4K mit 60 Bildern/s, und niemand filmt jede Sekunde. Die Rechnung zeigt also das Maximum, in der Praxis reicht jede Karte länger.
Daraus ergeben sich drei sinnvolle Größen:
- 64 GB für die Basisversion mit einem Akku. Zusammen mit den 42 GB intern kommst du auf fast zwei Stunden.
- 128 GB für die Fly More Combo. Ein voller Flugtag mit drei Akkus passt auf eine Karte, abends sicherst du am Rechner.
- 256 GB für Reisen ohne Laptop. Damit kommen gut zwei Flugtage zusammen.
512 GB und 1 TB sind an der Mini 5 Pro möglich, die Drohne kann sie laut DJI verarbeiten. Sinnvoll sind sie für lange Reisen, auf denen du gar nicht sicherst. Fällt eine solche Karte aus, ist allerdings eine ganze Woche Material weg. Zwei Karten mit 128 GB im Wechsel verteilen das Risiko.
Alle drei Karten stammen aus den Serien, die DJI für die Mini 5 Pro nennt. Die Lexar Silver Plus ist dabei die einzige Serie mit einer Stufe bis 1 TB.
Wo der Kartenslot sitzt
Der Steckplatz liegt am Heck. Die Übersicht im Handbuch zeigt ihn dort zusammen mit dem USB-C-Anschluss, der Ein/Aus-Taste und den Akkustand-LEDs, direkt unter dem Akku.
Für den Umgang mit der Karte nennt das Handbuch drei Regeln:
- Nie während einer Aufnahme entnehmen. Die Karte kann dabei beschädigt werden.
- Slot und Karte sauber halten. Staub und Sand stören den Kontakt.
- Die Drohne regulär ausschalten. Sonst speichert die Mini 5 Pro ihre Kameraparameter nicht, und die letzten Aufnahmen können leiden.
Die DJI RC 2 hat laut Handbuch einen eigenen microSD-Steckplatz. Die Originalaufnahmen schreibt trotzdem die Drohne in ihren Rumpf. Was auf der Karte in der Fernsteuerung landet, erklärt der Ratgeber SD-Karte in die Drohne oder in die Fernsteuerung.
Die Karte und das Gewicht
Die C0-Version der Mini 5 Pro wiegt laut DJI 249,9 g mit einer Toleranz von ±4 g. Da zählt jedes Zehntelgramm. Die microSD-Karte steht im Handbuch mit rund 0,3 g in der Liste des zugelassenen Zubehörs, für die C0- und für die C1-Version. Sie ist also in der Startmasse schon berücksichtigt.
Wie sich die beiden Versionen bei Klasse und Akkus unterscheiden, steht in der Rezension der DJI Mini 5 Pro.
Formatieren und Dateisystem
Die Mini 5 Pro erwartet exFAT. Eine neue Karte formatierst du am besten in der Drohne über DJI Fly. Die Drohne legt das Dateisystem dann genau so an, wie sie es braucht. Formatieren löscht alle Aufnahmen, sichere sie vorher.
Warum das Formatieren am Rechner Probleme machen kann und in welchem Rhythmus sich ein frisches Format lohnt, steht im Ratgeber SD-Karte für die Drohne.
Aufnahmen von der Mini 5 Pro holen
Für den Weg auf Handy oder Rechner nennen Handbuch und Datenblatt diese Möglichkeiten:
| Weg | Tempo laut DJI | 1 Minute 4K (0,975 GB) |
|---|---|---|
| QuickTransfer, Wi-Fi 6 | bis 100 MB/s (Laborwert) | ab rund 10 Sekunden |
| QuickTransfer, 2,4 GHz | höchstens 6 MB/s | knapp 3 Minuten |
| Download über die Fernsteuerung (O4+) | bis 10 MB/s | rund 1,5 Minuten |
| USB-C am Rechner | keine Angabe | je nach Rechner |
| Kartenleser | je nach Leser | je nach Leser |
QuickTransfer verbindet die Mini 5 Pro per WLAN direkt mit dem Handy. Beim ersten Mal hältst du zur Bestätigung die Ein/Aus-Taste der Drohne gedrückt. Die 100 MB/s nennt DJI als Wert aus dem Labor mit wenig Störungen. Ist 5,8 GHz nicht erlaubt, kann das Handy es nicht oder ist die Umgebung gestört, fällt die Drohne auf 2,4 GHz mit höchstens 6 MB/s zurück. Praktisch ist der Ruhemodus. Ist er in DJI Fly aktiviert, klappt QuickTransfer laut Handbuch auch bei ausgeschalteter Drohne, bis sie 12 Stunden unbenutzt war.
Per USB-C liest der Rechner den internen Speicher und die Karte. Die Drohne muss dafür laut Handbuch nicht eingeschaltet sein. Der Kartenleser bleibt für einen ganzen Flugtag mit 100 GB der bequemste Weg.
Fehler, die Aufnahmen kosten
- Eine alte V10-Karte. Sie schafft die 130 Mbit/s nicht dauerhaft.
- Nur auf den internen Speicher verlassen. Nach rund 43 Minuten ist er voll, beim zweiten Akku filmt die Drohne nicht weiter.
- Gefälschte Karte. Sie meldet mehr Kapazität, als sie hat, und verliert Daten, sobald sie darüber hinaus beschrieben wird. Ein Prüfprogramm wie H2testw deckt das vor dem ersten Flug auf.
- Die Karte nur in die RC 2 stecken. Die Originale landen trotzdem im Rumpf, und ohne Karte dort füllt sich der interne Speicher.
- Akku ziehen statt ausschalten. Ohne reguläres Ausschalten können die letzten Aufnahmen beschädigt sein.
Fazit: eine 128er V30 und die 42 GB als Reserve
Für die Mini 5 Pro reicht eine microSD mit V30 und A2 und 128 GB. Sie trägt einen Flugtag mit der Fly More Combo, die 42 GB intern bleiben als Reserve für den Moment, in dem die Karte voll ist oder zu Hause liegt. Formatiere die Karte einmal in der Drohne und nimm eine zweite mit. Eine Terabyte-Karte lohnt sich erst, wenn du wochenlang ohne Rechner unterwegs bist.
Häufige Fragen
Welche SD-Karte braucht die DJI Mini 5 Pro?
Eine microSDXC-Karte mit den Klassen V30 und A2. DJI empfiehlt im Datenblatt die Lexar Silver Plus mit 64 GB bis 1 TB und die Kingston Canvas Go! Plus mit 64 bis 512 GB. Andere Karten mit derselben Videoklasse laufen ebenfalls, die Liste nennt die Modelle, die DJI selbst geprüft hat.
Wie groß darf die SD-Karte in der Mini 5 Pro sein?
DJI führt Karten bis 1 TB, genauer die Lexar Silver Plus mit 1 TB. Bei der Kingston Canvas Go! Plus endet die Liste bei 512 GB. Für die Mini 4 Pro nannte DJI noch höchstens 512 GB. Bei voller Bitrate fasst ein Terabyte rechnerisch rund 17 Stunden 4K.
Hat die DJI Mini 5 Pro internen Speicher?
Ja, 42 GB. Steckt keine Karte, speichert die Drohne Fotos und Videos laut Handbuch dort. Bei der höchsten Bitrate von 130 Mbit/s reicht das rechnerisch für rund 43 Minuten Video und damit für mehr als eine volle Akkuladung von 36 Minuten.
Wie viel GB sollte die SD-Karte für die Mini 5 Pro haben?
Für die Fly More Combo mit drei Akkus sind 128 GB der passende Wert. Drei Akkus ergeben laut DJI 108 Minuten Flugzeit, bei 130 Mbit/s sind das rund 105 GB. Eine 128-GB-Karte fasst rechnerisch 2 Stunden 11 Minuten. Mit der Basisversion und einem Akku reicht für einzelne Flüge sogar der interne Speicher.
Wo ist der SD-Kartenslot bei der DJI Mini 5 Pro?
Am Heck der Drohne. Die Übersicht im Handbuch zeigt den microSD-Kartensteckplatz dort zusammen mit dem USB-C-Anschluss, der Ein/Aus-Taste und den Akkustand-LEDs. Die Karte wechselst du am besten bei ausgeschalteter Drohne, während einer Aufnahme darf sie laut DJI nicht herausgenommen werden.
Füllt Zeitlupe die Karte der Mini 5 Pro schneller?
Nein. Auch 4K mit 120 Bildern/s nimmt die Mini 5 Pro mit höchstens 130 Mbit/s auf. Laut DJI wird die Zeitlupe als Datei mit 30 Bildern/s abgelegt, die Datei läuft also viermal so lange wie die Aufnahme und zeigt deshalb nur rund ein Viertel der Bitrate an. Pro Minute Aufnahme bleibt der Speicherbedarf gleich.
Zählt die SD-Karte zum Gewicht der Mini 5 Pro?
Ja. Die Karte steht im Handbuch in der Liste des zugelassenen Zubehörs mit rund 0,3 g, sowohl für die C0- als auch für die C1-Version. Die Startmasse von 249,9 g der C0-Version rechnet sie also schon ein, du musst nichts ausgleichen.