Technische Daten
Display und Bedienung
| Displaygröße | 5,5 Zoll |
|---|---|
| Auflösung | 1920 × 1080 Pixel |
| Helligkeit | 700 Nits |
| Bildwiederholrate | 60 fps |
| Touch | 10-Punkt-Multitouch |
| Tasten | zehn, dazu abnehmbare Steuerknüppel |
| Prozessor | Achtkern-Prozessor in 6-nm-Fertigung laut Händlerangabe |
Übertragung
| Übertragungssystem | DJI O4 |
|---|---|
| Max. Reichweite | bis 20 km, abhängig vom verbundenen Fluggerät |
| Antennen | vier Antennen, zwei Sender und vier Empfänger (2T4R) |
| Betriebsfrequenzen | 2,4000 bis 2,4835 GHz · 5,170 bis 5,250 GHz · 5,725 bis 5,850 GHz |
| WLAN | 802.11 a/b/g/n/ac/ax |
| Bluetooth | 5.2 |
| Satellitensysteme | GPS, BeiDou, Galileo |
Akku und Speicher
| Akku | 18650 Li-Ion, 6.200 mAh bei 3,6 V |
|---|---|
| Laufzeit | max. 3 Stunden laut Labormessung mit DJI Air 3 |
| Ladezeit | 1,5 Stunden mit einem 9-V/3-A-Netzteil |
| Interner Speicher | 32 GB |
| Speicherkarte | microSD-Steckplatz vorhanden |
Gehäuse
| Gewicht | ca. 420 g |
|---|---|
| Abmessungen ohne Steuerknüppel | 168,4 × 132,5 × 46,2 mm |
| Abmessungen mit Steuerknüppel | 168,4 × 132,5 × 62,7 mm |
| Betriebstemperatur | -10 bis 40 °C |
| Modellbezeichnung | RC 331 |
Die DJI RC 2 ist die Fernsteuerung mit eingebautem Bildschirm für die aktuelle DJI-Palette. Sie ersetzt die Kombination aus Fernsteuerung und eingeklemmtem Smartphone durch ein eigenständiges Gerät mit 5,5-Zoll-Display, 700 Nits Helligkeit und vier Antennen. Damit entfällt das Verkabeln vor dem Start, und das Livebild bleibt auch bei Sonne ablesbar. Diese Rezension ordnet sie anhand des DJI-Datenblatts, der Amazon-Listung und des Vergleichs mit den übrigen DJI-Fernsteuerungen ein.
Stärken und Schwächen
Das spricht dafür
- Das eingebaute 5,5-Zoll-Display macht das Smartphone überflüssig: Kein Kabel, keine Halterung, keine Anrufe im Livebild und kein leerer Handyakku nach dem Flug
- 700 Nits Helligkeit reichen aus, um das Bild an sonnigen Tagen im Freien zu beurteilen, günstige Fernsteuerungen ohne eigenes Display sind hier vom Smartphone abhängig
- Vier Antennen in 2T4R-Anordnung halten die Verbindung stabiler, wenn Bäume oder Gebäude zwischen Pilot und Drohne stehen
- Die Drohne ist nach dem Einschalten in wenigen Sekunden startbereit, weil das Koppeln mit dem Telefon entfällt
- Rund drei Stunden Laufzeit decken auch mit mehreren Akkuwechseln einen kompletten Flugtag ab
- 32 GB interner Speicher plus microSD nehmen Bildschirmaufnahmen und zwischengespeichertes Material auf
Das spricht dagegen
- 348,99 € sind für eine Fernsteuerung viel Geld, bei günstigen Drohnen entspricht das dem Preis des Fluggeräts
- Das Display ist ein LCD mit 700 Nits, bei direkter Sonne auf hellem Untergrund bleibt es damit hinter der RC Pro mit 1.000 Nits zurück
- Die Fernsteuerung arbeitet ausschließlich mit DJI-Drohnen der O4-Generation zusammen, mit FPV-Brillen und Bewegungssteuerungen ist sie nicht kombinierbar
- Der Akku ist fest verbaut, ein Wechselakku für lange Einsätze ist nicht vorgesehen
- Die Kompatibilitätsliste im DJI-Datenblatt weicht von der Amazon-Listung ab, vor dem Kauf lohnt der Blick auf das eigene Drohnenmodell
Was die RC 2 im DJI-System ist
DJI liefert seine Drohnen wahlweise mit zwei Arten von Fernsteuerung aus. Die eine, die RC-N3, ist ein Rahmen mit Sticks, in den du dein Smartphone klemmst und per Kabel verbindest. Die andere, die RC 2, hat einen eigenen Bildschirm und braucht kein Telefon.
Der Unterschied klingt nach Bequemlichkeit und wirkt sich stärker aus, als er sollte. Ohne Telefon entfallen Kabel, Halterung, Berechtigungsabfragen und die Frage, ob der Handyakku den Flug übersteht. Die Drohne ist nach dem Einschalten in Sekunden startklar.
Das Display: 5,5 Zoll mit 700 Nits
Der wichtigste Wert ist die Helligkeit. 700 Nits liegen über dem, was viele Smartphones im Freien dauerhaft leisten, und deutlich über dem eines normalen Tablets.
Praktisch entscheidet das darüber, ob du Belichtung und Bildausschnitt draußen beurteilen kannst. Bei bedecktem Himmel und im Schatten ist jedes Display ausreichend; bei Sonne über hellem Untergrund, also am Strand, auf Schnee oder auf hellem Beton, trennt sich die Spreu vom Weizen. Die 700 Nits reichen an normalen Sommertagen, an ihre Grenze kommen sie bei direkter Sonneneinstrahlung auf hellem Grund. Die RC Pro mit 1.000 Nits ist dort im Vorteil.
Die Auflösung von 1920 × 1080 Pixeln bei 5,5 Zoll ergibt eine hohe Pixeldichte, die 60-fps-Wiedergabe lässt Schwenks flüssig aussehen.
Vier Antennen und was sie bewirken
Die RC 2 arbeitet mit einer 2T4R-Anordnung: zwei Sendeantennen und vier Empfangsantennen, davon zwei im Gehäuse und zwei ausklappbar.
Mehr Empfangsantennen wirken vor allem auf die Stabilität der Verbindung, an der Reichweite ändern sie wenig. Funkwellen erreichen den Empfänger auf mehreren Wegen, direkt und über Reflexionen an Boden, Wänden und Bäumen. Diese Signale können sich gegenseitig auslöschen. Mit vier Empfangswegen findet die Fernsteuerung häufiger eine brauchbare Kombination, und die Bildübertragung bleibt stabil, wo sie sonst ruckeln würde.
In offener Landschaft merkst du davon wenig. Zwischen Häusern, im Wald und hinter Hügelkuppen macht es den Unterschied zwischen flüssigem Bild und Aussetzern.
Reichweite: 20 km und die Wirklichkeit
Die Amazon-Listung nennt 20 km, und das ist der Höchstwert des Übertragungssystems O4. Drei Einschränkungen gehören dazu.
Erstens hängt der Wert von der Drohne ab: Die Sendeleistung sitzt auf beiden Seiten der Verbindung, eine DJI Neo erreicht andere Werte als eine Mavic 4 Pro. Zweitens gelten die Spitzenwerte nach FCC-Norm; in der EU begrenzen die Vorschriften zur Sendeleistung die Reichweite auf niedrigere Werte. Drittens, und praktisch am wichtigsten: Die Drohnenverordnung verlangt durchgehende Sichtverbindung. Eine 250-Gramm-Drohne ist je nach Wetter ab 200 bis 400 m kaum noch als Fluggerät erkennbar.
Die 20 km sind damit als Reserve zu lesen. Sie sorgen dafür, dass die Verbindung auf den tatsächlich geflogenen Distanzen fehlerfrei bleibt.
Laufzeit, Ladezeit und Gewicht
Der Akku fasst 6.200 mAh bei 3,6 V und hält laut DJI bis zu drei Stunden. Die Messung erfolgte mit einer verbundenen DJI Air 3 unter Laborbedingungen; bei hoher Displayhelligkeit und Kälte fällt der Wert.
Drei Stunden reichen in der Praxis für einen kompletten Flugtag. Zum Vergleich: Drei Drohnenakkus einer Mini-Drohne ergeben zusammen rund 90 Minuten Flugzeit. Die Fernsteuerung ist also nicht der begrenzende Faktor. Geladen wird sie in 1,5 Stunden mit einem 9-V/3-A-Netzteil.
Mit 420 g wiegt die RC 2 rund 100 g mehr als die RC-N3 ohne Smartphone. Mit eingeklemmtem Telefon dreht sich das Verhältnis um.
Die drei DJI-Fernsteuerungen im Vergleich
| Modell | Display | Besonderheit | Typischer Einsatz |
|---|---|---|---|
| DJI RC-N3 | keins, Smartphone nötig | leichteste Lösung | Standard bei Basis-Sets |
| DJI RC 2 | 5,5 Zoll, 700 Nits | kein Telefon nötig | Alltag und Reise |
| DJI RC Pro | 5,5 Zoll, 1.000 Nits | hellstes Display | Profieinsatz bei Sonne |
Die RC 2 ist die mittlere Stufe und für die meisten Flüge die richtige. Die RC-N3 bleibt sinnvoll, wenn das Budget knapp ist oder die Fernsteuerung selten mitkommt. Die RC Pro lohnt sich, wenn du regelmäßig in Umgebungen mit extremem Umgebungslicht arbeitest.
Was die RC 2 nicht kann: Sie ersetzt keine FPV-Steuerung. Für Flüge mit FPV-Brille brauchst du die RC Motion 3 oder die DJI FPV Fernsteuerung 2; DJI weist für die Goggles N3 ausdrücklich aus, dass sie mit der RC 2 nicht zusammenarbeitet.
Für wen sich die RC 2 lohnt
Sie passt bei Drohnen ab der Klasse einer DJI Mini 4 Pro oder Air 3S, also überall dort, wo das Fluggerät selbst mehrere hundert Euro kostet. Der Gewinn liegt weniger in der Technik als in der Zeit: kein Kabel, kein Koppeln, keine Störung durch Benachrichtigungen, kein leerer Handyakku. Wer regelmäßig fliegt, merkt das bei jedem Start.
Weniger sinnvoll ist sie bei günstigen Drohnen. Bei einer DJI Neo für rund 137 € steht ein Fernsteuerungspreis von 348,99 € in keinem Verhältnis. Und wer ohnehin fast immer im Bereich weniger hundert Meter fliegt, gewinnt durch die vier Antennen wenig.
Fazit
Die DJI RC 2 ist für 348,99 € die naheliegende Fernsteuerung für die aktuelle DJI-Palette: 5,5 Zoll mit 700 Nits, O4-Übertragung, vier Antennen und drei Stunden Laufzeit ergeben ein Gerät, das den Start spürbar vereinfacht und das Livebild auch draußen lesbar hält.
Mit einer Gesamtwertung von 4,0 von 5 bleibt der Preis der Hauptkritikpunkt, dazu das Display, das bei extremem Umgebungslicht hinter der RC Pro zurückbleibt. Wer eine Drohne im mittleren oder oberen Preissegment fliegt, sollte sie gleich in der passenden Combo mitkaufen; günstiger als eine Nachrüstung ist das fast immer. Passende Sets gibt es unter anderem bei der DJI Air 3S Fly More Combo* und bei der Mavic 4 Pro*, die die RC 2 bereits im Lieferumfang hat.
Häufige Fragen
Mit welchen Drohnen ist die DJI RC 2 kompatibel?
Die Amazon-Listung nennt DJI Avata 360, Neo 2, Mini 5 Pro, Mavic 4 Pro, Air 3S, Air 3, Mini 4 Pro, Flip und Neo. Das DJI-Datenblatt führt einen älteren Stand mit Mini 4 Pro, Air 3, Air 3S und Neo. Da neue Modelle laufend per Firmware ergänzt werden, ist die Händlerliste hier der aktuellere Stand. Vor dem Kauf lohnt trotzdem der Blick auf die Produktseite der eigenen Drohne.
Was ist der Unterschied zwischen DJI RC 2 und RC-N3?
Die RC-N3 ist die Fernsteuerung ohne eigenen Bildschirm: Du klemmst dein Smartphone ein und verbindest es per Kabel, die DJI-Fly-App liefert das Livebild. Die RC 2 hat ein eigenes 5,5-Zoll-Display mit 700 Nits und braucht kein Telefon. Dafür kostet sie deutlich mehr und wiegt mit 420 g rund 100 g mehr als die RC-N3.
Wie weit reicht die DJI RC 2?
Der Höchstwert liegt bei 20 km über das Übertragungssystem O4, die tatsächliche Reichweite hängt jedoch vom Fluggerät ab: Eine DJI Neo erreicht andere Werte als eine Mavic 4 Pro. In der EU begrenzen zudem die Vorschriften zur Sendeleistung die Reichweite gegenüber den FCC-Werten. Praktisch entscheidend ist ohnehin die Sichtverbindung, die du zur Drohne durchgehend halten musst.
Kann man mit der DJI RC 2 eine FPV-Brille verwenden?
Nein. Die RC 2 ist eine Fernsteuerung mit eigenem Display und arbeitet nicht mit DJI-Brillen zusammen. DJI weist für die Goggles N3 ausdrücklich aus, dass sie mit der RC 2 nicht funktioniert. Für den Brillenflug brauchst du die RC Motion 3 oder die DJI FPV Fernsteuerung 2.
Wie lange hält der Akku der DJI RC 2?
DJI nennt maximal drei Stunden, gemessen unter Laborbedingungen in Verbindung mit einer DJI Air 3. Der Akku fasst 6.200 mAh bei 3,6 V und lädt mit einem 9-V/3-A-Netzteil in etwa 1,5 Stunden. In der Praxis reichen drei Stunden für einen kompletten Flugtag mit mehreren Drohnenakkus.
Ist das Display der DJI RC 2 bei Sonne ablesbar?
Mit 700 Nits ist es an normalen Sommertagen gut ablesbar, deutlich besser als viele Smartphones im Freien. Bei direkter Sonne über hellem Sand oder Schnee stößt es an seine Grenzen. Die DJI RC Pro erreicht 1.000 Nits und ist in solchen Situationen im Vorteil.
Braucht man für die DJI RC 2 ein Smartphone?
Für den Flug nicht. Die DJI-Fly-App ist auf der Fernsteuerung vorinstalliert, Karten, Livebild und Einstellungen laufen direkt darauf. Ein Smartphone brauchst du nur, wenn du Aufnahmen unterwegs teilen willst oder ein Firmware-Update über eine WLAN-Verbindung einspielst.
Hat die DJI RC 2 einen Speicherkartenslot?
Ja. Zu den 32 GB internem Speicher kommt ein microSD-Steckplatz. Genutzt wird der Speicher für zwischengespeicherte Aufnahmen und für Bildschirmmitschnitte des Livebilds. Das eigentliche Videomaterial in voller Auflösung bleibt auf der Drohne.
Lohnt sich die DJI RC 2 als Nachrüstung?
Bei Drohnen ab der Preisklasse einer Mini 4 Pro oder Air 3S ergibt sie Sinn: Sie spart bei jedem Start das Verkabeln, hält das Livebild bei Sonne lesbar und schont den Handyakku. Bei günstigen Drohnen wie der DJI Neo steht der Preis von 348,99 € dagegen in keinem Verhältnis zum Fluggerät.
Sind die Steuerknüppel der DJI RC 2 abnehmbar?
Ja. Die Steuerknüppel lassen sich abschrauben und im Gehäuse verstauen. Ohne Knüppel misst die Fernsteuerung 168,4 × 132,5 × 46,2 mm, mit Knüppeln 62,7 mm in der Höhe. Für den Transport in einer engen Tasche ist das ein spürbarer Unterschied.