Wer die Droniq App sucht, findet sie nicht mehr. Sie wurde abgeschaltet, durch Droniq Maps ersetzt und heißt inzwischen TraX. Weil gleichzeitig die alte DFS-Drohnen-App verschwunden ist, herrscht bei der Flugvorbereitung Verwirrung. Dieser Artikel klärt, welche App aktuell was leistet, was sie kostet und welche Karte im Zweifel rechtlich zählt.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Droniq App ist Geschichte: abgeschaltet im Dezember 2024, Nachfolger war Droniq Maps, seit 2026 heißt die App TraX.
- Anbieter ist die Droniq GmbH in Frankfurt, ein Gemeinschaftsunternehmen von Deutscher Flugsicherung und Deutscher Telekom.
- Die Kartenfunktion ist kostenlos, Abos gibt es nur für die Live-Luftlage (TraX Plus, Pro, Enterprise).
- Rechtlich verbindlich ist das amtliche Map Tool auf dipul.de, kommerzielle Apps sind Hilfsmittel.
- Für den Hobbyflug reichen zwei Werkzeuge: die amtliche Karte für die Zonen und eine Wetter-App für die Flugbedingungen.
Was aus der Droniq App geworden ist
Die App-Landschaft für Drohnenpiloten in Deutschland hat sich in wenigen Jahren mehrfach gedreht. Die Reihenfolge sortiert die Verwirrung auf:

Drei Namenswechsel in wenigen Jahren: Entscheidend bleibt, dass die amtliche Karte die rechtliche Referenz ist.
Die DFS DrohnenApp der Deutschen Flugsicherung war der erste verbreitete Helfer und wurde eingestellt. An ihre Stelle trat die Droniq App des Gemeinschaftsunternehmens Droniq, die im Dezember 2024 abgeschaltet und aus den Stores entfernt wurde. Nachfolger war Droniq Maps, das im Frühjahr 2026 in TraX umbenannt wurde.
Für dich heißt das ganz praktisch: Eine noch installierte alte Version liefert keine aktuellen Daten mehr und gehört vom Gerät. Die Luftraumstruktur ändert sich laufend, eine eingefrorene Karte ist schlimmer als gar keine.
Was TraX kann
Die Anwendung deckt die klassische Flugvorbereitung ab und ergänzt sie um Funktionen, die eher professionelle Nutzer betreffen.
| Funktion | Nutzen für den Hobbyflug |
|---|---|
| Karte der geografischen Gebiete | zeigt Kontrollzonen, Schutzgebiete und Sperrbereiche |
| Standortbezogene Prüfung | beantwortet die Frage, ob der Startplatz zulässig ist |
| Wetterdaten | Wind, Böen, Sicht und Bewölkung für den geplanten Zeitraum |
| NOTAM und Luftfahrtmeldungen | temporäre Einschränkungen, etwa bei Großveranstaltungen |
| Flugplanung und Dokumentation | Route und Flugdaten festhalten |
| Live-Luftlage (Abo) | Anzeige anderer Luftraumteilnehmer in der Umgebung |
| Anbindung Hook-on-Device | macht die eigene Drohne für andere sichtbar |
Für den typischen Wochenendflug sind die ersten vier Zeilen relevant. Die Live-Luftlage und das Hook-on-Device zielen auf Einsätze außerhalb der Sichtweite und auf die Spezielle Kategorie, also auf gewerbliche und behördliche Nutzer. Welche Pflichten dort zusätzlich gelten, steht im Ratgeber Drohne gewerblich nutzen.
Kosten: was kostenlos ist und was nicht
Die Preisstruktur ist zweigeteilt. Die Kartenansicht mit den geografischen Gebieten lässt sich kostenlos nutzen, ein Nutzerkonto genügt. Damit ist die Kernfrage jeder Flugvorbereitung abgedeckt: Darf ich hier starten?
Kostenpflichtig sind die Abos rund um die Luftlage-Darstellung:
- TraX Plus, monatlich abgerechnet, für ambitionierte Privatpiloten. Ein kostenloser Testmonat wird angeboten.
- TraX Pro, monatlich, ausgelegt auf professionelle Einsätze und Behörden.
- TraX Enterprise, als Jahresvariante für Organisationen mit mehreren Piloten.
Die konkreten Beträge ändern sich mit den Tarifrunden des Anbieters und stehen in der App beziehungsweise auf der Anbieterseite. Für die Frage nach der Zulässigkeit eines Startplatzes brauchst du keines dieser Abos.
Die amtliche Alternative: das Map Tool auf dipul.de
Rechtlich maßgeblich ist in Deutschland das Map Tool der Digitalen Plattform Unbemannte Luftfahrt, kurz DIPUL, betrieben im Auftrag des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr. Es zeigt die geografischen Gebiete nach § 21h LuftVO als einzeln zuschaltbare Ebenen:
- Kontrollzonen und Flugplatzumgebungen
- Naturschutzgebiete, Nationalparks und Natura-2000-Flächen
- Krankenhäuser, Industrieanlagen, Justizvollzugsanstalten
- Bundesfernstraßen, Bundeswasserstraßen und Bahnanlagen
- Militärische Bereiche und Verfassungsorgane
Das Werkzeug läuft im Browser, kostet nichts und braucht kein Konto. Es ist damit die verlässlichste Grundlage, wenn eine kommerzielle App etwas anderes anzeigt. Für Landschaftsschutzgebiete reicht auch DIPUL nicht, dort führt der Weg über das Geoportal des Bundeslands, siehe Ratgeber Drohne im Naturschutzgebiet.
Warum die Hersteller-App etwas anderes anzeigt
Ein Klassiker unter den Verwirrungen: Die DJI Fly App meldet grünes Licht, die amtliche Karte zeigt eine Zone. Oder umgekehrt. Der Grund liegt im System.
Hersteller pflegen eigene, weltweit vereinheitlichte Geo-Zonendaten, die dem Schutz des Geräts und der Haftung des Herstellers dienen. Sie orientieren sich an internationalen Luftfahrtdaten und bilden nationales Recht nur teilweise ab. Daraus folgen zwei typische Abweichungen:
- Die App warnt zu viel. Rund um Flugplätze und Anlagen sperren Hersteller großzügiger, als das deutsche Recht es verlangt.
- Die App warnt zu wenig. Naturschutzgebiete, Wohngrundstücke, Bahnanlagen und Landesregelungen tauchen dort oft gar nicht auf.
Die Freischaltung eines Gebiets in der Hersteller-App bleibt damit eine rein technische Freigabe des Fluggeräts und hat mit der rechtlichen Zulässigkeit nichts zu tun. Eine grüne Anzeige ersetzt den Blick auf die amtliche Karte also nie.
Welche Werkzeuge du wirklich brauchst
Für den Hobbyflug in der Offenen Kategorie reicht ein schlanker Werkzeugkasten:
| Zweck | Werkzeug |
|---|---|
| Zonen und Startplatz prüfen | Map Tool auf dipul.de, ergänzend TraX |
| Landschaftsschutz und Landesrecht | Geoportal des Bundeslands |
| Wetter in Flughöhe | spezialisierte Drohnen-Wetter-App |
| Temporäre Einschränkungen | NOTAM-Anzeige in TraX |
| Gerätefreigabe | Hersteller-App, etwa DJI Fly |
| Registrierung und e-ID | Portal des Luftfahrt-Bundesamts |
Beim Wetter lohnt eine spezialisierte App mehr als die Standard-Wettervorhersage, weil es auf Wind in Flughöhe, Böen, Sichtweite und den KP-Index ankommt. Der KP-Index beschreibt die geomagnetische Aktivität und beeinflusst die Kompasskalibrierung. Bei Niederschlag kommt die Frage der Gerätefeuchtigkeit dazu, dazu mehr im Ratgeber Drohne im Regen fliegen.
Häufige Probleme und ihre Ursachen
“Die App zeigt überall Verbot.” Meist sind zu viele Kartenebenen gleichzeitig aktiv. Hinweisbereiche, Modellflugplätze, Hindernisdaten und Schutzflächen überlagern sich zu einer roten Fläche. Ebenen einzeln zuschalten schafft Klarheit.
“Die App startet nicht mehr.” Bei der alten Droniq App ist das der Normalfall, sie wurde abgeschaltet. Der Umstieg auf die aktuelle Version ist der einzige Weg.
“Der Standort wird nicht gefunden.” Ohne Standortfreigabe und ohne Mobilfunkverbindung fehlt die Grundlage für die ortsbezogene Prüfung. Für den Fall unterwegs hilft es, den geplanten Startplatz vorab am Rechner zu prüfen und einen Screenshot mitzunehmen.
“Die Karte weicht von der Behördenauskunft ab.” Dann gilt die Behördenauskunft. Kartenanwendungen aktualisieren ihre Datenstände in Intervallen, kurzfristige Sperrungen erscheinen zuerst als NOTAM.
Fazit: eine amtliche Karte, eine App, eine Wettervorhersage
Die Droniq App ist verschwunden, ihr Nachfolger heißt TraX, und die Kernfunktion für den Hobbyflug bleibt kostenlos. Für die rechtliche Absicherung ist trotzdem das amtliche Map Tool auf dipul.de die erste Adresse, weil es die geografischen Gebiete nach deutschem Recht abbildet und im Streitfall die Referenz darstellt.
Der sinnvolle Ablauf vor dem Start dauert zwei Minuten: Zonen auf der amtlichen Karte prüfen, bei Schutzgebieten das Landesportal gegenchecken, Wind und Böen in Flughöhe ansehen und die Hersteller-App nur als technische Freigabe verstehen. Wer das zur Routine macht, braucht kein Abo, um sicher zu fliegen.
Häufige Fragen
Warum funktioniert die Droniq App nicht mehr?
Die ursprüngliche Droniq App wurde im Dezember 2024 abgeschaltet und aus den App-Stores entfernt. Wer sie noch installiert hat, bekommt keine aktuellen Luftraumdaten mehr, was die Anzeige unbrauchbar und im Zweifel gefährlich macht. Nachfolger war zunächst Droniq Maps, das im Frühjahr 2026 in TraX umbenannt wurde. Eine alte Installation gehört deshalb gelöscht.
Was ist der Nachfolger der Droniq App?
Auf die Droniq App folgte Droniq Maps, das seit 2026 unter dem Namen TraX läuft. Anbieter ist weiterhin die Droniq GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main, ein Gemeinschaftsunternehmen der Deutschen Flugsicherung und der Deutschen Telekom. Die Kernfunktionen blieben erhalten: Luftraumkarte, geografische Gebiete, Wetterdaten und Flugvorbereitung.
Was kostet die Droniq App beziehungsweise TraX?
Die Kartenansicht mit den geografischen Gebieten ist kostenlos nutzbar, dafür genügt ein Nutzerkonto. Kostenpflichtig sind die Abos rund um die Live-Luftlage, angeboten als TraX Plus für Privatpiloten, TraX Pro für professionelle und behördliche Einsätze sowie TraX Enterprise als Jahresvariante. Für die reine Frage, ob ein Startplatz zulässig ist, brauchst du kein Abo.
Gibt es Droniq auch für den PC?
Ja, die Kartenanwendung läuft im Browser und damit auf Windows, macOS und Linux ohne Installation. Für die Flugplanung am großen Bildschirm ist das die praktischere Variante, weil sich Routen und Gebiete besser überblicken lassen. Die mobile App bleibt für die Kontrolle direkt am Startplatz sinnvoll, weil sie den aktuellen Standort einbezieht.
Ist die Droniq-Karte rechtlich verbindlich?
Nein. Die amtliche Referenz für die geografischen Gebiete in Deutschland ist das Map Tool der Digitalen Plattform Unbemannte Luftfahrt auf dipul.de, betrieben im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums. Kommerzielle Apps bereiten dieselben Daten auf, können aber im Aktualisierungsstand abweichen. Bei Unstimmigkeiten gilt die amtliche Karte, ergänzt um die Verordnungen der Bundesländer.
Warum zeigt die App überall Flugverbot an?
Meist liegt es an aktivierten Kartenebenen, die reine Hinweisbereiche zeigen. Kontrollzonen, Naturschutzflächen, Modellflugplätze und Hindernisse werden häufig gleichzeitig eingeblendet und überlagern sich zu einer flächendeckend roten Karte. Wer die Ebenen einzeln zuschaltet, erkennt schnell, welcher Bereich tatsächlich betroffen ist und welche Bedingung dahintersteht.
Funktioniert Droniq auch in Österreich?
Die Datenbasis ist auf Deutschland ausgerichtet. Für Österreich ist die Karte der Austro Control maßgeblich, die eigene Gebiete und ein eigenes Registrierungssystem führt. Wer grenznah oder im Urlaub fliegt, braucht deshalb die App des jeweiligen Landes oder das nationale Portal. Die EU-Betriebsregeln sind einheitlich, die geografischen Gebiete legt jeder Staat selbst fest.
Was ist ein Hook-on-Device von Droniq?
Das Hook-on-Device ist ein Zusatzmodul, das an der Drohne montiert wird und deren Position über das Mobilfunknetz überträgt. Damit wird die Drohne für andere Luftraumteilnehmer sichtbar, was bei Flügen außerhalb der Sichtweite und in der Speziellen Kategorie eine Rolle spielt. Für den normalen Hobbyflug in der Offenen Kategorie ist das Gerät nicht erforderlich.