Das Wichtigste in Kürze
- HOVERAir X1 Pro Skiing ist ein eigener Skimodus für X1 PRO und PROMAX. Die Kamera folgt dir von hinten oder vorn, laut HOVERAir bis 42 km/h.
- Drei Stellschrauben: seitliche Empfindlichkeit, Umgebung Narrow oder Open und Smart Ascend, das bei mehreren Personen automatisch steigt.
- Kälte: Flug laut Datenblatt ab -10 °C. Der Thermo-Akku hält bis -20 °C, den Standardakku empfiehlt HOVERAir über 0 °C.
- Rückkehr: Nach drei Sekunden Stillstand fliegt die Kamera von selbst zu dir zurück.
- Piste: Viele Bergbahnen verbieten Drohnen per Hausrecht. Liftschlangen und Hütten bleiben luftrechtlich immer tabu.
Was der Skimodus der X1 PRO macht
HOVERAir hat den Skimodus im Dezember 2024 per Firmware für die X1 PRO und die X1 PROMAX freigeschaltet. Technisch ist er ein Folgemodus, dessen Verfolgung der Hersteller auf Skifahrer und Snowboarder abgestimmt hat. Gegenüber dem normalen Folgemodus nennt HOVERAir vier Unterschiede:
- Erkennung in der Hocke: Die Kamera hält dich auch in tiefer Position im Bild, etwa beim Carven oder in der Abfahrtshocke.
- Schnee und Steilhang: Die Verfolgung ist auf weiße Flächen ohne Kontrast und auf das Folgen entlang steiler Hänge abgestimmt.
- Rückkehr nach drei Sekunden: Bleibst du stehen, fliegt die Kamera nach drei Sekunden Stillstand zu dir zurück. Im normalen Folgemodus von hinten tut sie das nicht.
- Belichtung für Schnee: Die Kamera stimmt Belichtung und Farben auf helle Schneeflächen ab, damit der Schnee Struktur behält.
Seit dem Start hat der Modus mehrere Überarbeitungen bekommen. Laut den Release Notes von HOVERAir kam im November 2025 Smart Ascend dazu, im Januar 2026 die wählbare Folgeposition und die Umgebungseinstellung, im August 2026 eine überarbeitete Fassung von Smart Ascend. Wer eine ältere Firmware fliegt, sieht diese Optionen nicht.
Drei Einstellungen für die Abfahrt
Den Skimodus wählst du an den Tasten der Kamera oder in der X1-App, dort stellst du auch Höhe und Folgerichtung ein. Laut HOVERAir gibt es diese Optionen:
| Einstellung | Auswahl | Wofür |
|---|---|---|
| Folgeposition | hinten oder vorn | von hinten zeigt die Spur, von vorn das Gesicht und die Schwünge |
| Empfindlichkeit | hoch oder niedrig | hoch reagiert schnell auf seitliche Bewegungen, niedrig glättet sie |
| Umgebung | Narrow oder Open | Narrow für enge Linien, Open für weite Hänge mit ruhigerer Verfolgung und längerer Akkulaufzeit |
| Smart Ascend | automatisch | erkennt mehrere Personen und steigt, um Zusammenstöße zu vermeiden |
Die Empfindlichkeit betrifft allein die seitliche Bewegung. Auf einer breiten Piste mit langen Schwüngen sieht das Bild mit niedriger Empfindlichkeit ruhiger aus, weil die Kamera nicht jedem Schwung hinterherschwenkt. Im engen Gelände zwischen Bäumen hält eine hohe Einstellung dich besser im Bild.
Smart Ascend hilft dort, wo es auf der Piste eng wird. Erkennt die Kamera mehrere Personen, etwa in einer Gruppe oder an einer Engstelle, steigt sie laut HOVERAir automatisch, um Zusammenstöße zu vermeiden, und hält dich dabei mittig im Bild.

Der Skimodus wählt die Position, steigt bei mehreren Personen und kehrt nach drei Sekunden Stillstand zurück. Die Temperaturgrenzen zeigen, warum die erste X1 auf der Piste ausfällt.
Tempo und Wind auf der Piste
HOVERAir nennt für X1 PRO und PROMAX ein Verfolgungstempo von bis zu 42 km/h. In den Produktbeschreibungen steht zusätzlich, dass die Kamera kurzzeitig bis etwa 60 km/h mithält. Für den Wind gibt der Hersteller Stärke 5 an, das sind 10,7 m/s.
Im Skigebiet zählen beide Werte zusammen. Am Grat und in exponierten Hängen bläst es oft stärker als im Tal, und Gegenwind frisst einen Teil der Tempo-Reserve. Bei starkem Wind und dichtem Schneefall rät HOVERAir vom Start ab.
Fährst du der Kamera davon oder verdeckt Schneestaub die Sicht, verliert sie dich. Laut HOVERAir bleibt sie dann in der Luft stehen. Zurück holst du sie mit der X1-App in der manuellen Steuerung, laut Hersteller in einem Umkreis von rund 30 Metern, oder mit dem Beacon.
Zum Start empfiehlt HOVERAir genügend Platz, dann wartest du, bis das rote Licht an der Kamera leuchtet, und fährst langsam an. Sie startet aus der Hand oder per Sprachbefehl und landet in der Hand, mit Handschuhen musst du also nichts tippen.
Kälte: der Thermo-Akku und der Kälteschutz
Laut Datenblatt fliegen X1 PRO und PROMAX von -10 bis 45 °C, einschalten lassen sie sich ab -20 °C. Der begrenzende Teil ist der Akku.
- Thermo-Akku: laut HOVERAir bis -20 °C ausgelegt, mit derselben Flugzeit von bis zu 16 Minuten und demselben Akkumanagement wie der Standardakku.
- Standardakku: Auf der Wintersportseite empfiehlt HOVERAir ihn für Temperaturen über 0 °C.
Unter 0 °C soll laut HOVERAir ein voll geladener Thermo-Akku in die Kamera. Ist er beim Start zu kalt, schaltet das System von selbst den Kälteschutzmodus ein. Du wartest dann einige Minuten, bis das Schneeflocken-Symbol erscheint, und startest erst danach. So kühlt der Akku im Flug nicht weiter aus. Den Thermo-Akku* gibt es einzeln.
Für lange Skitage nennt HOVERAir das PowerCase. Es nimmt die Kamera auf, liefert bis zu 2,5 zusätzliche Ladungen und hält die Akkus warm. Zusammen mit dem Thermo-Akku empfiehlt der Hersteller es ausdrücklich für Wintersport. Wie sich die Akkuvarianten und das Zubehör unterscheiden, steht im Ratgeber zum Zubehör der HOVERAir X1 PRO und PROMAX.
Bei bis zu 16 Minuten je Akku planst du kurze Sequenzen. Für einen halben Skitag mit vielen Abfahrten sind zwei bis drei Thermo-Akkus sinnvoll, weil Kälte die nutzbare Energie zusätzlich drückt.
Schnee und Nässe
Wasserdicht sind X1 PRO und PROMAX nicht. HOVERAir beschreibt eine wasserabweisende Beschichtung der inneren Bauteile, mehr nicht. Im Skigebiet kommen Pulverschnee, Schmelzwasser und Feuchtigkeit zusammen. Laut HOVERAir kann eingedrungenes Wasser die Kamera beschädigen und die Garantie kosten.
Dagegen bietet der Hersteller Ski-Sticker an. Die abnehmbaren Aufkleber decken Öffnungen ab, durch die sonst Schnee ins Gehäuse gelangt. Über 15 °C sollen sie wieder herunter, sonst droht laut HOVERAir Überhitzung. Für Frühjahrsskitage mit Sonne auf der Terrasse heißt das, die Sticker nach der letzten Abfahrt abzuziehen.
Für den Flug über Schnee nennt HOVERAir die Funktion OmniTerrain. Mit ihr fliegen die Kameras laut Hersteller sicher über Schnee und Geländekanten. Fällt die Kamera trotzdem in den Schnee, entfernst du ihn sofort und lässt sie vollständig trocknen, bevor du sie wieder einschaltest.
Der Beacon auf der Piste
Der Beacon ist die Steuereinheit mit Display für X1 PRO und PROMAX. Am Arm oder Schultergurt getragen bringt er laut HOVERAir auf der Piste vier Vorteile:
- Livebild am Handgelenk, ohne das Handy aus der Jacke zu holen.
- HoverLink: Mit verbundenem Beacon verfolgt die Kamera dich weiter und genauer. Verliert sie dich, vibriert der Beacon.
- Rückholen und Notsteuerung: Ein langer Druck auf die Fn-Taste ruft die Kamera zu deiner Position, bei Wind oder Hindernissen steuerst du sie manuell in Sicherheit.
- Find My HOVER: Über einen QR-Code auf dem Display zeigt das Handy die Position der Kamera, wenn sie außer Sicht gelandet ist.
Wer einen Beacon hat, soll ihn laut HOVERAir beim Skifahren immer nutzen. Stürzt die Kamera in den Schnee, musst du laut Hersteller meist zu Fuß den Hang hinauf oder dieselbe Abfahrt noch einmal fahren. Mit der Warnung und der Ortung des Beacon findest du sie schneller.
HOVERAir bietet X1 PRO und PROMAX auf der Wintersportseite auch als Ski Bundle an, bei Amazon heißt das Paket Ski Kombo. Den genauen Inhalt nennt die jeweilige Händlerseite. Für die Piste zählen Thermo-Akku, Beacon und Ski-Sticker.
X1 PRO oder PROMAX für die Piste?
Beim Skimodus, beim Tempo und bei den Temperaturen sind beide gleich. Beide wiegen 192 g und fliegen in der Klasse C0. Den Unterschied macht die Kamera:
| Merkmal | X1 PRO | X1 PROMAX |
|---|---|---|
| Höchste Auflösung | 4K mit 60 Bildern/s | 8K mit 30 Bildern/s |
| Zeitlupe | nur Full HD | 4K mit 120 Bildern/s |
| Verfolgung | bis 42 km/h | bis 42 km/h |
| Flug bei Kälte | ab -10 °C | ab -10 °C |
Für Sprünge und schnelle Schwünge in Zeitlupe ist die PROMAX mit 4K bei 120 Bildern/s die stärkere Wahl. Wer Abfahrten für Social Media in normaler Geschwindigkeit filmt, kommt mit der X1 PRO aus. Sensor, Flugzeit und Pakete beider Modelle vergleicht die Rezension der HOVERAir X1 PRO.
Und die erste HOVERAir X1?
Die erste HOVERAir X1 hat keinen Skimodus. Sie folgt mit dem normalen Folgemodus, und zwei Werte aus ihrem Datenblatt sprechen gegen die Piste:
- Tempo: höchstens 7 m/s, das sind gut 25 km/h.
- Temperatur: Betrieb von 0 bis 40 °C. Bei Minusgraden ist sie außerhalb ihres freigegebenen Bereichs.
Für einen sonnigen Frühjahrstag mit Plusgraden und gemütlichen Schwüngen reicht die X1. Wer im Hochwinter filmen will, braucht X1 PRO oder PROMAX mit Thermo-Akku.
Was auf der Piste erlaubt ist
Mit 192 g und Kamera brauchst du für X1 PRO und PROMAX eine Registrierung als Betreiber und eine Haftpflicht, einen Kompetenznachweis in A1 nicht. Über einzelne Menschen darf eine C0-Drohne fliegen, über Menschenansammlungen nie. Liftschlangen, Hüttenterrassen, Talstationen und Rennen bleiben also tabu.
Dazu kommt das Hausrecht der Bergbahn. Viele Betreiber verbieten Drohnen auf ihrem Gelände über die Beförderungsbedingungen oder verlangen eine Zustimmung. Auch HOVERAir weist darauf hin, die Regeln des Skigebiets vor dem Start zu prüfen. Rettungshubschrauber haben immer Vorrang, dann landest du sofort.
Wie die 120-Meter-Grenze am Hang gemessen wird und wie unterschiedlich Bergbahnen das handhaben, erklärt der Ratgeber DJI ActiveTrack beim Skifahren. Die Regeln dort gelten für jede Drohne in der offenen Kategorie.
Fazit: Thermo-Akku, Beacon, ruhige Piste
Für die Piste ist die X1 PRO mit Skimodus gut gerüstet, wenn drei Dinge stimmen. Ein voll geladener Thermo-Akku ersetzt unter 0 °C den Standardakku, der Beacon holt die Kamera zurück und warnt dich, wenn sie dich verliert, und die Abfahrt liegt auf einer ruhigen Piste mit Erlaubnis der Bergbahn. Frühe Stunden und Nebenpisten liefern dann die besten Bilder.
Häufige Fragen
Hat die HOVERAir X1 PRO einen Skimodus?
Ja. HOVERAir hat den Skimodus im Dezember 2024 per Firmware für X1 PRO und PROMAX eingeführt. Er erkennt Skifahrer auch in der Hocke, ist auf Schnee und steile Hänge abgestimmt und holt die Kamera nach drei Sekunden Stillstand zu dir zurück. Seitdem kamen per Update Smart Ascend, eine wählbare Folgeposition und die Umgebungseinstellung dazu.
Wie schnell folgt die HOVERAir X1 PRO beim Skifahren?
Laut HOVERAir bis 42 km/h, kurzzeitig hält sie laut Produktbeschreibung bis etwa 60 km/h mit. Der Wind darf dabei laut Hersteller bis Stärke 5 wehen, also 10,7 m/s. Wer schneller fährt, verliert die Kamera. Sie bleibt dann laut HOVERAir in der Luft stehen, bis du sie per App oder Beacon zurückholst.
Welcher Akku ist für die HOVERAir X1 PRO beim Skifahren richtig?
Der Thermo-Akku. HOVERAir gibt ihn für Temperaturen bis -20 °C an, bei gleicher Flugzeit von bis zu 16 Minuten wie der Standardakku. Den Standardakku empfiehlt HOVERAir auf der Wintersportseite für Temperaturen über 0 °C. Unter 0 °C soll laut Hersteller ein voll geladener Thermo-Akku in die Kamera.
Ist die HOVERAir X1 PRO wasserdicht?
Nein. Laut HOVERAir sind die inneren Bauteile mit einer wasserabweisenden Beschichtung versehen, wasserdicht ist die Kamera trotzdem nicht. Für den Schnee bietet HOVERAir abnehmbare Ski-Sticker an, die Pulverschnee aus dem Gehäuse halten. Über 15 °C sollen sie wieder herunter, weil die Kamera sonst überhitzen kann.
Kann die erste HOVERAir X1 beim Skifahren folgen?
Nur eingeschränkt. Den Skimodus gibt es für X1 PRO und PROMAX, die erste X1 folgt mit dem normalen Folgemodus und fliegt laut Datenblatt höchstens 7 m/s, gut 25 km/h. Ihre Betriebstemperatur beginnt laut Datenblatt bei 0 °C. Für Skitage mit Minusgraden ist sie damit nicht ausgelegt.
Darf ich mit der HOVERAir X1 PRO im Skigebiet fliegen?
Luftrechtlich ja, mit Registrierung als Betreiber, Haftpflicht und ohne Überflug von Menschenansammlungen wie Liftschlangen oder Hüttenterrassen. Dazu kommt das Hausrecht der Bergbahn. Viele Betreiber untersagen Drohnen auf ihrem Gelände über die Beförderungsbedingungen oder verlangen eine Zustimmung. Eine Anfrage beim Liftbetreiber schafft Klarheit.
Was mache ich, wenn die HOVERAir X1 PRO in den Schnee fällt?
Schnee sofort entfernen und die Kamera vollständig trocknen lassen, bevor du sie wieder einschaltest. So steht es in den Hinweisen von HOVERAir zum Skimodus. Liegt sie außer Sicht, zeigt die X1-App unter Find Your Device die letzte bekannte Position, mit dem Beacon geht das über einen QR-Code.