Technische Daten
Aufbau und Maße
| Gewicht | ca. 150 g |
|---|---|
| Maße | 64,5 × 115,3 × 164,6 mm |
| Gimbals | Potentiometer-Gimbals |
| Kanäle | 8 |
| Steuermodus | Mode 1 oder Mode 2, ab Werk festgelegt |
| Farbvarianten | Hellgrau, Karminrot, Dunkelblau, Hellzyan, Limonengrün, Rosa |
| Betriebstemperatur | -10 °C bis 40 °C |
Anschluss und Stromversorgung
| Anschluss | USB Typ C, frontseitig |
|---|---|
| Stromversorgung | über das USB-Kabel, kein Akku verbaut |
| Stromaufnahme | 30 mA bei 5 V |
| Funkmodul | keines |
| Firmware | über den BetaFPV Configurator aktualisierbar |
Simulator-Unterstützung
| Joystick-Modus | VelociDrone, UNCRASHED, DRL, Liftoff, FPV Freerider und weitere Steam-Titel |
|---|---|
| Xbox-Modus | Aerofly RC 8, DJI Virtual Flight |
| Dongle-Modus | Phoenix RC 6.0 |
| Plattformen | PC, Tablet, Mobilgerät |
Lieferumfang
| Enthalten | Controller, USB-C-Kabel, Anleitung |
|---|---|
| Nicht enthalten | Simulator-Software, Halterung, Tasche |
Der BetaFPV LiteRadio 2 SIM ist eine Fernsteuerung ohne Funk. Er überträgt die Knüppelstellungen über USB an einen Rechner, ein Tablet oder ein Smartphone und dient ausschließlich dem Training am FPV-Simulator. Weil das Funkmodul entfällt, bleibt der Preis niedrig, und der Controller kommt ohne Akku aus. Drei Betriebsmodi decken die gängigen Simulatoren ab, von Steam-Titeln über den DJI-Simulator bis Phoenix RC. Grundlage der Einordnung sind das BetaFPV-Datenblatt und die Amazon-Listung.
Stärken und Schwächen
Das spricht dafür
- Ein vollwertiges Sender-Layout mit acht Kanälen trainiert die Bewegungen, die später an der echten Drohne gefragt sind
- Drei Betriebsmodi decken die gängigen Simulatoren ab, inklusive DJI Virtual Flight über den Xbox-Modus
- Ohne Akku gibt es nichts zu laden und nichts, das nach Jahren an Kapazität verliert
- 39,99 € entsprechen etwa dem Preis eines Simulators und sind damit ein niedriger Einstieg
- Wahl zwischen Mode 1 und Mode 2 sowie sechs Farbvarianten
Das spricht dagegen
- Ohne Funkmodul steuert er ausschließlich Simulatoren, für die erste echte Drohne braucht es einen zweiten Sender
- Potentiometer-Gimbals fühlen sich anders an als die Hall-Gimbals hochwertiger Sender, der Umstieg verlangt Umgewöhnung
- Der Steuermodus ist ab Werk festgelegt, ein Wechsel zwischen Mode 1 und Mode 2 ist nicht vorgesehen
- Ohne eigene Stromversorgung hängt der Controller immer am Kabel, kabelloser Betrieb ist nicht möglich
- Für 11,50 € mehr gibt es die LiteRadio 3, die zusätzlich ExpressLRS und einen Akku mitbringt
Ein Sender, der bewusst nicht sendet
Die meisten Fernsteuerungen im FPV-Bereich können beides: Sie steuern eine Drohne per Funk und arbeiten am Rechner als Joystick für den Simulator. Der LiteRadio 2 SIM lässt den ersten Teil weg. Kein Funkmodul, kein Modulschacht, keine Antenne. Übrig bleibt ein Gehäuse mit zwei Gimbals, acht Kanälen und einer USB-C-Buchse an der Stirnseite.
Das klingt nach einem Rückschritt und ist eine Preisentscheidung. Ohne Funkmodul und ohne Akku landet der Controller bei 39,99 €. Damit kostet er ungefähr so viel wie der Simulator, an dem er benutzt wird.
Warum die Bauform wichtiger ist als die Technik
Am FPV-Simulator kann man auch mit einem Xbox-Controller fliegen. Viele fangen so an, und viele müssen es später neu lernen.
Der Grund liegt in der Bewegung. Ein Gamepad-Stick hat einen Weg von wenigen Millimetern und wird mit der Daumenkuppe bedient. Ein Sender-Gimbal hat einen Weg von mehreren Zentimetern und wird mit dem ganzen Daumen geführt. Die Feinmotorik, die dabei entsteht, ist eine andere.
Der LiteRadio 2 SIM hat das Layout eines echten Senders: 164,6 mm hoch, 115,3 mm breit, 150 g schwer. Wer daran übt, überträgt das Muskelgedächtnis direkt auf einen Funksender.
Drei Modi für drei Softwarewelten
Simulatoren erwarten unterschiedliche Eingabegeräte. Der Controller deckt das über drei Betriebsmodi ab, umgeschaltet wird per Tastenkombination:
- Joystick-Modus: meldet sich als generischer USB-Joystick. Damit arbeiten VelociDrone, UNCRASHED, DRL, Liftoff, FPV Freerider und die meisten Steam-Titel.
- Xbox-Modus: meldet sich als Gamepad. Nötig für Aerofly RC 8 und DJI Virtual Flight, die keine generischen Joysticks akzeptieren.
- Dongle-Modus: für Phoenix RC 6.0, das eine eigene Schnittstelle erwartet.
Diese Aufteilung ist der praktische Kern des Geräts. Welcher Simulator sich für den Einstieg eignet, steht im Ratgeber zum FPV-Simulator.
Kein Akku, kein Problem
Der Controller zieht 30 mA bei 5 V aus dem USB-Anschluss. Das ist weniger, als eine LED-Taschenlampe verbraucht, und es hat zwei Folgen.
Positiv: Es gibt nichts zu laden. Kein Akku, der nach drei Jahren aufquillt, keine Zelle, die im Winter schlappmacht. Der Controller funktioniert in zehn Jahren genauso wie heute, solange der USB-Anschluss hält.
Negativ: Er hängt immer am Kabel. Für ein Gerät, das ohnehin vor dem Bildschirm benutzt wird, ist das kein echter Verlust.
Die Gimbals sind der Kompromiss
Wie bei allen Sendern dieser Preisklasse arbeiten die Gimbals mit Potentiometern. Ein Schleifkontakt läuft über eine Widerstandsbahn und meldet daraus die Knüppelstellung. Diese Bahn nutzt sich mit der Zeit ab, die Mittelstellung wandert.
Am Simulator ist das unkritisch. Ein Drift bedeutet dort Trimmarbeit und keinen Absturz mit Materialschaden. Wer später auf einen Sender mit Hall-Gimbals wechselt, etwa die RadioMaster T8L oder die Pocket, merkt einen Unterschied in der Rückstellkraft und in der Präzision um die Mitte. Nach ein paar Flügen ist er ausgeglichen.
Die Rechnung gegen die LiteRadio 3
Hier wird es interessant, denn BetaFPV hat im eigenen Programm einen direkten Konkurrenten.
| Merkmal | LiteRadio 2 SIM | LiteRadio 3 |
|---|---|---|
| Funkmodul | keines | ExpressLRS 2,4 GHz |
| Akku | keiner, USB-Betrieb | 2.000 mAh, 15 Stunden |
| Modulschacht | keiner | Nano-Bucht |
| Simulator | Joystick, Xbox, Dongle | Joystick, Xbox |
| Preis | 39,99 € | 51,49 € |
11,50 € trennen die beiden. Dafür bekommst du ein Funkmodul, einen Akku und einen Modulschacht. Wer sicher weiß, dass eine echte Drohne folgt, sollte diese 11,50 € ausgeben, weil der SIM-Controller sonst nach wenigen Wochen in der Schublade landet.
Umgekehrt gibt es einen klaren Fall für den SIM: wenn ein Funksender bereits vorhanden ist und ein zweiter Controller dauerhaft am Rechner bleiben soll. Dann spart man sich das ständige Umstecken.
Für wen sich der LiteRadio 2 SIM lohnt
Er passt in zwei Situationen. Erstens für alle, die vor dem Kauf einer Drohne herausfinden wollen, ob FPV-Fliegen ihnen liegt. 39,99 € sind ein überschaubarer Einsatz, und mit einem Simulator für rund 20 € ist der komplette Test unter 60 € erledigt.
Zweitens als fester zweiter Controller am Schreibtisch, wenn der eigentliche Sender in der Tasche bleibt.
Weniger passend ist er, sobald die Entscheidung für eine Drohne bereits gefallen ist. Dann führt der direkte Weg zur LiteRadio 3 oder zu einem Sender mit EdgeTX. Wie der Einstieg insgesamt abläuft, steht im Ratgeber FPV-Drohne fliegen, die Kostenaufstellung im Ratgeber Was kostet eine FPV-Drohne.
Fazit
Der BetaFPV LiteRadio 2 SIM ist ein Trainingsgerät mit klarem Zweck. Acht Kanäle, Sender-Layout, drei Betriebsmodi und USB-Versorgung ohne Akku ergeben für 39,99 € einen soliden Einstieg in den Simulator.
Mit 3,8 von 5 ziehen die Potentiometer-Gimbals und der fehlende Funk. Wer nur testen will, greift zum LiteRadio 2 SIM*. Wer schon weiß, dass eine Drohne folgt, legt 11,50 € drauf und nimmt die LiteRadio 3*.
Häufige Fragen
Kann man mit dem LiteRadio 2 SIM eine echte Drohne fliegen?
Nein. Der Controller hat kein Funkmodul und keinen Modulschacht, er überträgt ausschließlich über USB. Damit ist er auf Simulatoren beschränkt. Wer später eine echte Drohne fliegen will, braucht einen zweiten Sender oder greift direkt zur LiteRadio 3, die für 51,49 € zusätzlich ExpressLRS mitbringt.
Welche Simulatoren funktionieren mit dem LiteRadio 2 SIM?
Im Joystick-Modus VelociDrone, UNCRASHED, DRL, Liftoff, FPV Freerider und die meisten weiteren Steam-Titel. Im Xbox-Modus Aerofly RC 8 und DJI Virtual Flight, weil diese Programme ein Gamepad erwarten. Im Dongle-Modus Phoenix RC 6.0. Der Wechsel zwischen den Modi erfolgt über eine Tastenkombination.
Warum lohnt sich ein Sender-Controller statt eines Gamepads?
Weil die Bewegung zählt. Am Gamepad steuerst du mit dem Daumen auf kurzen Wegen, am Sender mit voller Knüppelbewegung. Wer am Gamepad übt und dann auf einen echten Sender wechselt, muss die Feinmotorik neu lernen. Der LiteRadio 2 SIM hat dieselbe Bauform wie ein Funksender, das Muskelgedächtnis überträgt sich direkt.
Wie viele Stunden sollte man am Simulator üben?
Als Richtwert gelten fünf bis zehn Stunden, bevor die erste echte Drohne startet. In dieser Zeit sitzen Armieren, Schweben, Kurvenflug und das Abfangen aus einer Schräglage. Jede weitere Stunde spart Propeller. Der Simulator ist der einzige Ort, an dem ein Absturz nichts kostet.
Braucht der LiteRadio 2 SIM einen Akku?
Nein, er zieht seinen Strom über das USB-Kabel und kommt mit 30 mA bei 5 V aus. Das hat zwei Folgen: Es gibt nichts zu laden, und es gibt keinen Akku, der nach Jahren an Kapazität verliert. Gleichzeitig hängt der Controller immer am Kabel, kabelloser Betrieb ist nicht vorgesehen.
LiteRadio 2 SIM oder LiteRadio 3?
Die LiteRadio 3 kostet 51,49 € statt 39,99 € und bringt für die Differenz internes ExpressLRS, einen 2.000-mAh-Akku und einen Nano-Modulschacht mit. Sie kann alles, was der SIM kann, und zusätzlich echte Drohnen steuern. Wenn feststeht, dass eine Drohne folgt, ist die LiteRadio 3 die klügere Wahl.
Was ist der Unterschied zwischen Mode 1 und Mode 2?
Die Belegung der Knüppel. In Mode 2 liegt Gas auf dem linken Knüppel, Nick und Roll auf dem rechten, das ist der Standard im FPV-Bereich. In Mode 1 sind Gas und Nick vertauscht. Der LiteRadio 2 SIM ist ab Werk auf einen Modus festgelegt, die Amazon-Version arbeitet in Mode 2. Ein nachträglicher Wechsel ist nicht vorgesehen.
Funktioniert der Controller auch am Tablet oder Smartphone?
BetaFPV nennt PC, Tablet und Mobilgeräte als Plattformen. Am Android-Gerät braucht es je nach Modell ein USB-OTG-Kabel, damit das Gerät den Controller als Eingabegerät erkennt. Am iPad hängt es vom jeweiligen Simulator ab, ob externe Controller unterstützt werden.
Wie präzise sind die Gimbals?
Es sind Potentiometer-Gimbals, also Schleifkontakte auf einer Widerstandsbahn. Für den Simulator ist das ausreichend, weil ein leichter Drift dort nur Trimmarbeit bedeutet und keinen Absturz. Hochwertige Sender nutzen Hall-Gimbals, die berührungslos messen und dauerhaft genau bleiben. Der Unterschied fällt beim Umstieg auf, ist aber nach wenigen Flügen ausgeglichen.