Technische Daten
Laden
| Akkuschächte | 3 |
|---|---|
| Ladezeit für drei Akkus | 68 Minuten |
| Ladeverfahren | gleichzeitig ab 45 W Netzteilleistung, darunter nacheinander |
| Eingang | 5 V / max. 5 A · 9 V / max. 5 A · 12 V / max. 5 A · 15 V / max. 4,33 A · 20 V / max. 3,25 A |
| Max. Eingangsleistung | rund 65 W |
| Anschluss | USB-C mit Power Delivery |
Powerbank-Funktion
| Ausgang | 5 V bei 2 A |
|---|---|
| Ausgangsleistung | 10 W |
| Voraussetzung | mindestens ein eingelegter Akku |
| Energievorrat | rund 34,5 Wh mit drei vollen Akkus |
Maße und Gewicht
| Abmessungen | ca. 127 × 83 × 25 mm |
|---|---|
| Gewicht leer | ca. 78 g |
| Gewicht mit drei Akkus | ca. 216 g |
Kompatibilität
| Passendes Modell | ausschließlich DJI Neo 2 |
|---|---|
| Akkudaten der Neo 2 | 1.606 mAh, 11,5 Wh je Akku |
| Markteinführung | November 2025 |
| Lieferumfang | Ladestation, ohne Akkus, Netzteil und Kabel |
Die DJI Neo 2 Zweiwege-Ladestation lädt drei Akkus der DJI Neo 2 gleichzeitig und dient zugleich als Transportbox und Powerbank. Der entscheidende Unterschied zur Ladestation der ersten Neo liegt im Ladeverhalten: Ab 45 W Netzteilleistung arbeitet sie parallel statt nacheinander und schafft alle drei Akkus in 68 Minuten. Der Ausgang für Fremdgeräte liefert 5 V bei 2 A, also 10 W, was für eine Notladung reicht. Grundlage dieser Einordnung sind die Datenblattangaben von DJI, die Amazon-Listung und die Rechnung gegen die Akkudaten der Neo 2.
Stärken und Schwächen
Das spricht dafür
- Drei Akkus in 68 Minuten gleichzeitig zu laden verkürzt die Pause gegenüber dem Laden in der Drohne erheblich
- Der Eingang akzeptiert bis zu 65 W über USB Power Delivery und arbeitet damit mit gängigen Notebook-Netzteilen zusammen
- Als Transportbox hält sie drei Akkus geordnet und schützt die Kontakte vor Kurzschluss in der Tasche
- Mit 78 g Leergewicht wiegt sie weniger als zwei Neo-2-Akkus und fällt im Rucksack kaum auf
- 34,99 € liegen deutlich unter dem Preis eines einzelnen Akkus, damit ist sie der günstigste sinnvolle Zukauf zur Neo 2
- Die Powerbank-Funktion rettet im Feld die Fernsteuerung oder das Smartphone, wenn dort der Strom ausgeht
Das spricht dagegen
- Der Ausgang liefert nur 5 V bei 2 A, also 10 W, damit lädt ein modernes Smartphone deutlich langsamer als an einem eigenen Netzteil
- Weder Netzteil noch USB-C-Kabel liegen bei, für das gleichzeitige Laden ist ein Netzteil über 45 W Voraussetzung
- Ohne ausreichend starkes Netzteil lädt die Station nacheinander, die 68 Minuten gelten dann nicht
- Sie passt ausschließlich zur DJI Neo 2, die Akkus der ersten Neo sind nicht kompatibel
- Eine Anzeige des Ladestands je Schacht weist DJI im Datenblatt nicht aus
Was diese Ladestation gegenüber der ersten Neo ändert
Die DJI Neo 2 fliegt laut Datenblatt 19 Minuten je Akku. Das ist wenig genug, dass die Ladeorganisation über den Umfang eines Flugtags entscheidet, und genau dort setzt die Zweiwege-Ladestation an.
Der Unterschied zur Vorgängergeneration steckt in einem Wort: gleichzeitig. Die Ladestation der ersten Neo arbeitet die eingelegten Akkus nacheinander ab. Die Neo-2-Station lädt alle drei parallel, sobald das Netzteil mehr als 45 W liefert, und braucht dafür 68 Minuten.
Rechnerisch entspricht das einer Ladeleistung von etwa 30 W an den Akkus, bei 34,5 Wh gespeicherter Energie plus Wandlungsverlusten. Der Vorteil im Alltag ist erheblich: Eine Mittagspause reicht, um von leer auf voll zu kommen.
Der Haken heißt Netzteil
Die 68 Minuten gelten nur unter einer Bedingung, und die steht im Datenblatt in einer Fußnote: über 45 W Netzteilleistung. Darunter schaltet die Station auf sequenzielles Laden um.
Der Eingang selbst ist großzügig ausgelegt:
| Spannung | Max. Strom | Leistung |
|---|---|---|
| 5 V | 5 A | 25 W |
| 9 V | 5 A | 45 W |
| 12 V | 5 A | 60 W |
| 15 V | 4,33 A | 65 W |
| 20 V | 3,25 A | 65 W |
Die Station nimmt also bis zu 65 W an. Praktisch heißt das: Ein modernes Notebook-Netzteil mit 60 bis 65 W und USB Power Delivery ist die richtige Wahl. Ein altes 18-W-Handynetzteil bringt sie auf den langsamen Pfad. Netzteil und Kabel liegen nicht bei, das ist bei DJI seit Jahren Standard und bleibt trotzdem ein Punkt für die Einkaufsliste. Worauf es bei der Auswahl ankommt, steht im Ratgeber zum Drohnen-Akku-Ladegerät.
Die Powerbank-Funktion und ihre Grenze
Der zweite Weg des Energieflusses gibt der Station ihren Namen. Mit mindestens einem eingelegten Akku liefert sie über USB Strom an andere Geräte. Der Ausgang steht bei 5 V und 2 A, also 10 W.
Diese Zahl ordnet die Funktion ein. Zehn Watt entsprechen dem Ladetempo eines Smartphone-Netzteils aus dem Jahr 2015. Ein Telefon mit rund 17 Wh Akku braucht daran etwa zweieinhalb Stunden und zieht dafür, mit Wandlungsverlusten gerechnet, gut zwei Drittel des Vorrats aus einem vollen Satz Drohnenakkus.
Als Notladung im Feld ist das trotzdem wertvoll. Wenn die Fernsteuerung oder das Smartphone kurz vor Schluss aufgibt, rettet die Station den Rest des Ausflugs. Als Ersatz für eine echte Powerbank taugt sie nicht, dafür ist der Ausgang zu schwach und der Vorrat zu klein.
Was drei Akkus an Flugzeit bedeuten
Die Rechnung ist einfach und für die Neo 2 aussagekräftig, weil diese Drohne in kurzen Sequenzen benutzt wird.
| Posten | Wert |
|---|---|
| Kapazität je Akku | 1.606 mAh |
| Energie je Akku | 11,5 Wh |
| Flugzeit je Akku laut DJI | 19 min, 17 min mit Propellerschutz |
| Drei Akkus, Herstellerangabe | rund 51 min |
| Drei Akkus, realistisch | rund 36 bis 42 min |
| Energie gesamt | 34,5 Wh |
Realistisch bleiben je Akku 12 bis 14 Minuten, weil Start, Positionswechsel und eine Reserve von rund 20 Prozent Ladung abgehen. Drei Akkus decken damit einen Nachmittag ab, und die Station bringt sie in gut einer Stunde wieder zurück. Weitere Faktoren stehen im Ratgeber zur Flugzeit von Drohnen.
Als Transportbox unterschätzt
Ein Punkt, der in den Datenblattzeilen untergeht: Die Station ist zugleich die sicherste Art, drei Akkus zu transportieren.
Lose Lithium-Akkus in einer Tasche sind ein Risiko, weil die Kontakte durch Metallgegenstände überbrückt werden können. In den Schächten der Ladestation sind sie mechanisch fixiert und die Kontakte verdeckt. Bei 78 g Leergewicht und 127 × 83 × 25 mm kostet das kaum Platz.
Für Flugreisen hat das einen zusätzlichen Vorteil: Die Vorschriften verlangen, dass Ersatzakkus im Handgepäck einzeln gegen Kurzschluss gesichert sind. Eine Ladestation erfüllt das ohne zusätzliche Beutel. Was sonst beim Transport gilt, steht unter Drohne im Flugzeug mitnehmen.
Die Preisrechnung
34,99 € klingen nach einem Zubehörpreis, und im Verhältnis zu den übrigen Ersatzteilen der Neo 2 ist es ein günstiger Posten.
| Zukauf | Preis |
|---|---|
| Zweiwege-Ladestation | 34,99 € |
| Einzelner Neo-2-Akku | ca. 38,90 € |
| Fly More Combo der Neo 2 | ca. 329,00 € statt 208,95 € für die Drohne allein |
Die Station kostet weniger als ein einzelner Akku. Wer die Neo 2 noch nicht besitzt, sollte allerdings zuerst die Fly More Combo rechnen: Sie enthält drei Akkus, den digitalen Sendeempfänger und die Ladestation für rund 120 € Aufpreis. Einzeln gekauft liegt dieses Paket deutlich höher.
Wer die Drohne bereits hat und Akkus nachkauft, holt die Station am besten gleich mit, weil sie die Ladepause auf ein Drittel verkürzt.
Für wen sich die Ladestation lohnt
Sie lohnt sich ab dem zweiten Akku. Mit einem einzelnen Akku bringt sie wenig, weil das Laden in der Drohne über USB-C denselben Zweck erfüllt. Ab zwei Akkus beginnt die Zeitersparnis, ab drei ist sie deutlich.
Sinnvoll ist sie außerdem für alle, die die Neo 2 auf Reisen mitnehmen. Die Kombination aus Transportschutz, geordneter Aufbewahrung und Notladung für das Smartphone passt genau zu einer Drohne, die als leichte Zweitkamera im Gepäck liegt.
Fazit
Die DJI Neo 2 Zweiwege-Ladestation macht in ihrer Kernaufgabe alles richtig: drei Akkus gleichzeitig in 68 Minuten, bis zu 65 W Eingangsleistung über USB Power Delivery und 78 g Leergewicht für 34,99 €. Der Schritt vom sequenziellen Laden der ersten Neo zum parallelen Laden ist der Fortschritt, der im Alltag zählt.
Mit 3,6 von 5 ziehen zwei Punkte: Der Powerbank-Ausgang liefert mit 10 W nur Notladetempo, und für das gleichzeitige Laden ist ein Netzteil über 45 W Voraussetzung, das nicht beiliegt. Wer eine DJI Neo 2* und mehr als einen Akku besitzt, findet in der Ladestation* für unter 35 € den sinnvollsten Zukauf im gesamten Zubehörprogramm.
Häufige Fragen
Wie lange lädt die DJI Neo 2 Zweiwege-Ladestation drei Akkus?
68 Minuten für alle drei gleichzeitig. Voraussetzung ist ein Netzteil mit mehr als 45 W Ausgangsleistung und USB Power Delivery. Bleibt das Netzteil darunter, lädt die Station die Akkus nacheinander, und die Gesamtzeit verlängert sich entsprechend.
Welches Netzteil braucht die Neo 2 Ladestation?
Ein USB-C-Netzteil mit Power Delivery und mehr als 45 W. Die Station akzeptiert 5 V, 9 V, 12 V, 15 V und 20 V mit bis zu 5 A und nimmt damit rund 65 W auf. Typische Notebook-Netzteile mit 60 bis 65 W passen. Netzteil und Kabel gehören nicht zum Lieferumfang.
Kann man mit der Ladestation ein Smartphone laden?
Ja, sobald mindestens ein Akku eingelegt ist. Der Ausgang liefert 5 V bei 2 A, also 10 W. Für eine Notladung unterwegs reicht das, für schnelles Laden nicht: Moderne Smartphones nehmen 20 bis 45 W auf. Ein Telefon mit rund 17 Wh Akku braucht an diesem Ausgang etwa zweieinhalb Stunden und zieht dafür einen großen Teil des Vorrats.
Passen die Akkus der ersten DJI Neo in die Neo 2 Ladestation?
Nein. DJI gibt die Station ausschließlich für die DJI Neo 2 frei. Die Akkus beider Generationen unterscheiden sich in Kapazität und Bauform: Die erste Neo nutzt 1.435 mAh mit 10,5 Wh, die Neo 2 kommt auf 1.606 mAh mit 11,5 Wh. Auch die alte Ladestation nimmt die neuen Akkus nicht auf.
Was heißt Zweiwege-Ladestation?
Der Begriff beschreibt die zwei Richtungen des Energieflusses. In der einen Richtung lädt die Station die eingelegten Akkus, in der anderen gibt sie deren Energie über den USB-Ausgang an andere Geräte ab. Praktisch ist sie damit Ladegerät, Transportbox und Powerbank in einem Gehäuse.
Wie viel Energie speichert die Ladestation mit drei Akkus?
Rund 34,5 Wh. Jeder Neo-2-Akku fasst 11,5 Wh, drei zusammen also 34,5 Wh. Das entspricht etwa zwei Ladungen eines durchschnittlichen Smartphones, wobei Wandlungsverluste am 5-Volt-Ausgang davon noch einen Teil abziehen.
Darf man die Ladestation mit Akkus im Flugzeug mitnehmen?
Ja, im Handgepäck. Lithium-Akkus sind im aufgegebenen Gepäck verboten. Mit drei Neo-2-Akkus kommt die Station auf rund 34,5 Wh und liegt damit weit unter der 100-Wh-Grenze, ab der Airlines eine Genehmigung verlangen. Die Akkus in der Station sind gegen Kurzschluss geschützt, was die Handhabung an der Kontrolle vereinfacht.
Lohnt sich die Ladestation gegenüber dem Laden in der Drohne?
Ab dem zweiten Akku ja. Lädst du in der Drohne, ist immer nur ein Akku dran und das Fluggerät blockiert. Die Station nimmt drei auf einmal und braucht dafür 68 Minuten. Mit 34,99 € kostet sie zudem weniger als ein einzelner Ersatzakku.
Zeigt die Ladestation den Ladestand an?
Eine getrennte Anzeige je Schacht führt DJI im Datenblatt nicht auf. Der Ladestand der einzelnen Akkus lässt sich über die DJI-Fly-App ablesen, sobald sie in der Drohne stecken. Für die Station selbst bleibt die Angabe offen.
Wie schwer ist die DJI Neo 2 Ladestation?
Leer rund 78 g bei Abmessungen von etwa 127 × 83 × 25 mm. Mit drei eingelegten Akkus zu je 46 g kommt sie auf rund 216 g. Damit wiegt sie weniger als die Drohne selbst und passt in jede Seitentasche eines Rucksacks.