RadioMaster Ranger Micro

Preisentwicklung

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Tiefstpreis im Zeitraum: 69,99 € (02.09.2026)

ExpressLRS-Sendemodul · RadioMaster

RadioMaster Ranger Micro (ExpressLRS-Sendemodul)

  • Rüstet jeden Sender mit JR-Micro-Schacht auf ExpressLRS um
  • Paketraten bis 500 Hz, im F-Modus bis 1000 Hz
  • Konfiguration wahlweise über WLAN oder Bluetooth
  • 50 g mit Antenne, das leichteste Modul der Ranger-Reihe
  • ESP32 als Hauptprozessor mit SX1281-Funkchip

Preise: Stand 18.09.2026, Amazon 08:21 Uhr, inkl. MwSt., ohne Gewähr

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Rezension der drohnen-guru.de-Redaktion · Veröffentlicht am 4. August 2026

Technische Daten

Funk

Protokoll ExpressLRS, vorinstalliert
Frequenzbereich 2.400 bis 2.480 MHz
Funkchip SX1281IMLTRT
Max. Paketrate 500 Hz, im F-Modus bis 1000 Hz
Min. Empfänger-Aktualisierungsrate 25 Hz
Regulatorischer Bereich ISM 2400
Sendeleistung weist RadioMaster im Datenblatt nicht aus

Elektronik

Hauptprozessor ESP32
Zusatzprozessor ESP8285 als ESP-Backpack
Eingangsspannung 6 V bis 16,8 V Gleichspannung
Stromanschluss XT30

Gehäuse und Montage

Maße mit T-Antenne 136 × 49 × 33 mm
Maße ohne Antenne 74 × 49 × 33 mm
Gewicht mit Antenne 50 g
Gewicht ohne Antenne 40,5 g
Modulschacht JR Micro
Antenne T-förmig, im Lieferumfang

Konfiguration

Verbindungswege WLAN und Bluetooth
Firmware-Update über die ExpressLRS-Konfigurationssoftware

Lieferumfang

Enthalten Ranger-Micro-Modul, T-Antenne

Das RadioMaster Ranger Micro ist ein externes Sendemodul, das einen vorhandenen Fernsteuersender um ExpressLRS erweitert. Es steckt in den JR-Micro-Modulschacht, bringt einen ESP32 mit SX1281-Funkchip mit und lässt sich über WLAN oder Bluetooth konfigurieren. Damit richtet es sich an Piloten, die einen guten Sender ohne ELRS besitzen und ihn behalten wollen. Diese Rezension ordnet es anhand der Herstellerdaten und der Amazon-Listung ein.

Stärken und Schwächen

Das spricht dafür

  • Rüstet einen vorhandenen Sender auf ExpressLRS um, statt einen kompletten Neukauf zu erzwingen
  • Paketraten bis 500 Hz decken auch anspruchsvolles Racing ab
  • Konfiguration über WLAN und Bluetooth, damit ohne Kabel möglich
  • Mit 50 g inklusive Antenne belastet es die Sender-Balance kaum
  • Der ESP-Backpack erlaubt drahtlose Anbindung an Brillen und Zubehör
  • Weiter Eingangsspannungsbereich von 6 bis 16,8 V passt zu 2S- bis 4S-Senderakkus

Das spricht dagegen

  • RadioMaster weist die maximale Sendeleistung im Datenblatt nicht aus, ein zentraler Wert fehlt damit
  • Nur für Sender mit JR-Micro-Schacht, ältere Sender mit Vollformat-Schacht brauchen einen Adapter
  • Mit rund 70 € kostet es fast so viel wie eine komplette T8L mit integriertem ELRS
  • Die T-Antenne verlängert das Modul auf 136 mm, was den Transport im Senderkoffer erschwert
  • Ohne externe Stromversorgung über XT30 bleibt die Leistung auf das begrenzt, was der Senderschacht liefert

Bewertung im Detail

Funkleistung 4,0
Verarbeitung und Bauform 4,0
Kompatibilität 3,5
Einrichtung und Software 4,0
Preis-Leistung 4,0

Gesamtwertung: 3,9 / 5

Ein Sendemodul zum Nachrüsten

ExpressLRS hat sich in wenigen Jahren als Standard in der FPV-Szene durchgesetzt. Wer heute eine Drohne kauft, bekommt fast immer einen ELRS-Empfänger. Piloten mit älteren Sendern stehen damit vor einer Entscheidung: neuer Sender oder Nachrüstung.

Das RadioMaster Ranger Micro ist die Nachrüstlösung. Es steckt in den JR-Micro-Modulschacht auf der Rückseite eines Senders und übernimmt die komplette Funkübertragung. Der Preis liegt bei rund 70 €.

Was ExpressLRS ausmacht

ExpressLRS ist ein offenes Funkprotokoll, entwickelt für minimale Latenz bei hoher Reichweite. Der praktische Vorteil liegt in zwei Punkten.

Kompatibilität: Ein ELRS-Sender bindet an jeden ELRS-Empfänger, unabhängig vom Hersteller. Eine BetaFPV-Drohne, ein selbstgebauter Freestyle-Kopter und ein Fertigmodell von einer dritten Marke funktionieren alle am selben Sender.

Anpassbarkeit: Die Paketrate lässt sich je nach Einsatz einstellen. Hohe Raten für kurze Verzögerung, niedrige Raten für maximale Reichweite. Diese Wahlmöglichkeit hatten frühere Systeme nicht.

Die Technik im Modul

Im Ranger Micro arbeitet ein ESP32 als Hauptprozessor mit einem SX1281-Funkchip, der im Bereich 2.400 bis 2.480 MHz sendet. Dazu kommt ein ESP8285 als sogenannter Backpack.

Der Backpack stellt eine drahtlose Verbindung zu anderem ExpressLRS-Zubehör her. Wechselst du am Sender das Modell, kann er eine kompatible Videobrille automatisch auf den passenden Kanal schalten. Das ist reiner Komfort und für den Betrieb entbehrlich.

Die Paketrate erreicht 500 Hz, im speziellen F-Modus bis 1000 Hz. 500 Hz bedeutet 500 Aktualisierungen der Steuerbefehle pro Sekunde, also eine Aktualisierung alle 2 Millisekunden. Für Racing ist das der übliche Wert, für Freestyle reichen 250 Hz.

Am anderen Ende der Skala steht die minimale Empfänger-Aktualisierungsrate von 25 Hz. Niedrige Raten verteilen die verfügbare Sendeenergie auf weniger Pakete, wodurch jedes einzelne stärker wird. Das erhöht die Reichweite deutlich und ist der Modus für Langstreckenflüge. Der Zusammenhang zwischen Datenrate und Reichweite ist ein grundlegendes Prinzip der Funktechnik, und ExpressLRS macht ihn direkt einstellbar. Mehr zum Thema unter Drohnen-Reichweite.

Die Lücke im Datenblatt

Ein Punkt gehört klar benannt: RadioMaster weist die maximale Sendeleistung des Ranger Micro nicht aus.

Das ist bei einem Sendemodul die zentrale Kenngröße, weil sie zusammen mit der Paketrate bestimmt, wie weit die Steuerverbindung trägt. Für eine belastbare Einordnung gegenüber anderen Modulen fehlt dieser Wert.

Praktisch relevant ist dabei ohnehin eine Einschränkung: In Europa ist die zulässige Sendeleistung im 2,4-GHz-ISM-Band gesetzlich begrenzt. Die Konfigurationssoftware muss entsprechend eingestellt werden, unabhängig davon, wozu das Modul technisch in der Lage wäre.

Der XT30-Anschluss für eine externe Stromversorgung mit 6 bis 16,8 V deutet darauf hin, dass das Modul für höhere Leistungen ausgelegt ist. Ein Senderschacht kann bei Volllast an seine Grenzen kommen, weshalb leistungsstarke Module eine separate Speisung anbieten.

Bauform und Montage

Mit 50 g inklusive Antenne und 40,5 g ohne gehört das Ranger Micro zu den leichten Modulen. Am Sender montiert bleibt die Balance nahezu unverändert, was bei schwereren Modulen durchaus ein Thema ist.

Die Maße betragen 74 × 49 × 33 mm ohne Antenne. Mit der beiliegenden T-Antenne wächst die Länge auf 136 mm, was den Transport im Senderkoffer erschwert. Viele Piloten schrauben die Antenne für den Transport ab.

Der JR-Micro-Schacht ist die Voraussetzung. Aktuelle Sender von RadioMaster, Jumper und ähnlichen Herstellern haben ihn. Ältere Geräte mit dem größeren JR-Vollformat-Schacht brauchen einen Adapterrahmen.

Konfiguration ohne Kabel

Eingerichtet wird das Modul über WLAN oder Bluetooth. Es baut ein eigenes Netzwerk auf, mit dem du dich per Rechner oder Smartphone verbindest, und stellt eine Konfigurationsoberfläche bereit.

Dort stellst du Paketrate, Sendeleistung, Bindungsphrase und Telemetrieoptionen ein. Die Bindungsphrase ist dabei praktisch: Statt jeden Empfänger einzeln zu binden, vergibst du eine Textphrase, die auf Sender- und Empfängerseite eingetragen wird. Alle Empfänger mit derselben Phrase binden automatisch.

Firmware-Updates laufen über die ExpressLRS-Konfigurationssoftware. Hier lauert der häufigste Stolperstein: Sender- und Empfängerseite müssen dieselbe Hauptversion nutzen. Ein Modul mit Version 3 bindet nicht an einen Empfänger mit Version 2. Das Update ist unkompliziert, muss aber gemacht werden.

Die entscheidende Preisfrage

Hier kommt die Rechnung, die vor dem Kauf steht. Das Ranger Micro kostet rund 70 €. Eine komplette RadioMaster T8L mit Hall-Gimbals und integriertem ExpressLRS liegt bei rund 72 €.

Wenn du noch keinen guten Sender besitzt, ist der Komplettsender damit die klar bessere Wahl. Für praktisch denselben Betrag bekommst du Gimbals, Gehäuse, Akkufach und Funkmodul statt nur das Funkmodul.

Das Ranger Micro rechnet sich in einer anderen Situation: Du hast bereits einen hochwertigen Sender mit großem Display, guten Gimbals und EdgeTX, der aber mit einem älteren Funkprotokoll arbeitet. Solche Geräte kosten 200 € und mehr, und sie wegen des Funkstandards zu ersetzen wäre unwirtschaftlich. Genau dafür ist ein Nachrüstmodul gedacht.

Alternativen im Vergleich

LösungArtELRSGimbalsPreis
RadioMaster Ranger MicroNachrüstmoduljaentfälltca. 70 €
RadioMaster T8LKomplettsenderintegriertX5 Hallca. 72 €
RadioMaster PocketKomplettsenderintegriertHallca. 145 €
RadioMaster TX15 MaxKomplettsenderintegriertAG02 CNC Hallca. 200 €

Die Tabelle macht die Entscheidung einfach. Das Ranger Micro ergibt Sinn als Ergänzung zu vorhandener Hardware. Als Einstieg in ExpressLRS ist ein Komplettsender der bessere Weg.

Für wen sich das Ranger Micro lohnt

Es passt, wenn du einen guten Sender ohne ExpressLRS besitzt und ihn weiterverwenden willst. Piloten mit hochwertigen EdgeTX-Sendern der älteren Generation sind die Zielgruppe. Die Paketraten bis 500 Hz decken jeden Einsatzzweck ab, und die drahtlose Konfiguration ist komfortabel gelöst.

Weniger passend ist es als Einstieg. Wer noch keinen Sender hat, bekommt für denselben Betrag ein vollständiges Gerät. Und wer ausschließlich Langstrecke fliegt, sollte die fehlende Angabe zur Sendeleistung vor dem Kauf klären.

Fazit

Das RadioMaster Ranger Micro macht seine Aufgabe gut: Es bringt ExpressLRS in Sender, die es noch nicht haben, ist leicht, drahtlos konfigurierbar und deckt mit bis zu 500 Hz jeden Einsatzzweck ab.

Mit 3,9 von 5 ist es ein solides Modul mit einem klaren Einsatzbereich. Die Abzüge gehen auf die fehlende Angabe zur Sendeleistung, die Beschränkung auf den JR-Micro-Schacht und den Preis, der nah an einem Komplettsender liegt. Wer das Ranger Micro* kauft, sollte einen Sender besitzen, der die Nachrüstung wert ist.

Häufige Fragen

Wofür brauche ich ein externes Sendemodul?

Wenn dein Sender kein ExpressLRS eingebaut hat, kannst du ihn damit nachrüsten, statt ein neues Gerät zu kaufen. Das lohnt sich vor allem bei hochwertigen Sendern mit guten Gimbals und großem Display, die noch mit älteren Protokollen wie FrSky oder Crossfire arbeiten. Das Modul steckt in den Modulschacht auf der Rückseite und übernimmt die Funkübertragung.

Passt das Ranger Micro in meinen Sender?

Es braucht einen JR-Micro-Modulschacht. Diesen Schacht haben die meisten aktuellen Sender von RadioMaster, Jumper und ähnlichen Herstellern. Ältere Sender mit dem größeren JR-Vollformat-Schacht benötigen einen Adapterrahmen, der einzeln erhältlich ist. Prüfe vor dem Kauf die Angabe zum Modulschacht in der Anleitung deines Senders.

Was bedeuten 500 Hz Paketrate?

Die Paketrate gibt an, wie oft pro Sekunde Steuerbefehle zum Empfänger gesendet werden. Bei 500 Hz sind das 500 Aktualisierungen je Sekunde, also alle 2 Millisekunden. Höhere Raten bedeuten kürzere Verzögerung zwischen Stickbewegung und Reaktion der Drohne, kosten aber Reichweite. Für Freestyle reichen 250 Hz, für Racing werden 500 Hz genutzt. Bei Langstreckenflügen wählt man dagegen 50 Hz oder weniger, weil das die Reichweite deutlich erhöht.

Was ist der F-1000-Hz-Modus?

Es handelt sich um einen speziellen Modus mit besonders hoher Paketrate von 1000 Hz. Er ist für Anwendungen gedacht, bei denen die kürzestmögliche Verzögerung zählt. Die Reichweite sinkt dabei erheblich, weil jedes einzelne Paket weniger Sendeenergie erhält. In der Praxis nutzen ihn nur wenige Piloten, meist im Renneinsatz auf kurzen Strecken.

Wie konfiguriere ich das Ranger Micro?

Über WLAN oder Bluetooth. Das Modul baut ein eigenes Netzwerk auf, mit dem du dich per Rechner oder Smartphone verbindest, und stellt dann eine Konfigurationsoberfläche bereit. Dort stellst du Paketrate, Sendeleistung, Bindungsphrase und Telemetrieoptionen ein. Firmware-Updates laufen über die ExpressLRS-Konfigurationssoftware.

Wie hoch ist die Sendeleistung?

RadioMaster weist diesen Wert im Datenblatt zum Ranger Micro nicht aus. Das ist die auffälligste Lücke in der Dokumentation, weil die Sendeleistung direkt bestimmt, wie weit die Steuerverbindung reicht. Beachte dabei, dass in Europa die zulässige Sendeleistung im 2,4-GHz-ISM-Band ohnehin gesetzlich begrenzt ist und die Konfigurationssoftware entsprechend eingestellt werden muss.

Was ist der ESP-Backpack?

Der zusätzliche ESP8285-Prozessor arbeitet als sogenannter Backpack und stellt eine drahtlose Verbindung zu anderem ExpressLRS-Zubehör her. Damit lassen sich zum Beispiel Videobrillen automatisch auf den passenden Kanal schalten, wenn du am Sender das Modell wechselst. Es ist eine Komfortfunktion, der Betrieb läuft auch ohne sie.

Ranger Micro oder gleich einen Sender mit eingebautem ELRS?

Eine ehrliche Rechnung: Das Modul kostet rund 70 €, eine komplette RadioMaster T8L mit integriertem ExpressLRS liegt bei rund 72 €. Wenn du noch keinen guten Sender besitzt, ist der Komplettsender die sinnvollere Wahl. Das Ranger Micro lohnt sich, wenn du bereits einen hochwertigen Sender mit Display und guten Gimbals hast, den du behalten willst.

Brauche ich die externe Stromversorgung über XT30?

Nicht zwingend. Das Modul wird normalerweise über den Modulschacht mit Strom versorgt. Der XT30-Anschluss erlaubt eine separate Speisung mit 6 bis 16,8 V, was bei Modulen mit hoher Sendeleistung sinnvoll ist, weil der Senderschacht bei Volllast an seine Grenzen kommt. Für den normalen Betrieb reicht die Versorgung über den Schacht.

Funktioniert das Modul mit jeder ExpressLRS-Drohne?

Ja, sofern die Firmware-Versionen zusammenpassen. ExpressLRS erwartet, dass Sender- und Empfängerseite dieselbe Hauptversion nutzen, etwa beide Version 3. Passt das nicht, bindet die Drohne nicht. Ein Firmware-Update über die ExpressLRS-Konfigurationssoftware löst das. Diese Versionsbindung ist der häufigste Stolperstein bei ExpressLRS.

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