RadioMaster TX15 Max

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Tiefstpreis im Zeitraum: 256,49 € (02.09.2026)

Fernsteuerung · RadioMaster

RadioMaster TX15 Max (Fernsteuerung)

  • AG02-Hall-Gimbals aus CNC-Aluminium mit verstellbarem Weg auf beiden Achsen
  • 3,5-Zoll-IPS-Touchscreen mit 480 × 320 Pixeln und 600 Nits Helligkeit
  • LR1121-Transceiver funkt ELRS wahlweise auf 2,4 GHz oder 900 MHz
  • STM32-H7-Prozessor mit EdgeTX, 4 GB interner Speicher plus microSD
  • Eingebauter Gyro steuert per TiltX und TiltY zusätzliche Funktionen

Preise: Stand 18.09.2026, Amazon 08:21 Uhr, inkl. MwSt., ohne Gewähr

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Rezension der drohnen-guru.de-Redaktion · Veröffentlicht am 2. August 2026

Technische Daten

Bedienung und Anzeige

Display 3,5-Zoll-IPS-Touchscreen, 480 × 320 Pixel
Helligkeit 600 Nits, auch bei Sonne ablesbar
Farbtiefe 262.000 Farben
Gimbals AG02 CNC-Hall-Gimbals, Weg auf beiden Achsen verstellbar
Beleuchtung RGB-LEDs um die Gimbals, über LUA-Skripte steuerbar
Sensorik eingebauter Gyro mit TiltX- und TiltY-Funktion

Technik

Prozessor STM32 H7
Firmware EdgeTX
Funkchip Semtech LR1121 Transceiver
Protokoll ExpressLRS (ELRS)
Frequenzbänder 2,4 GHz und 900 MHz
Max. Kanäle 16, abhängig vom eingesetzten Empfänger
Interner Speicher 4 GB Flash
Erweiterung microSD-Kartenschacht, JR-kompatibler Modulschacht

Gehäuse und Energie

Maße 178 × 168 × 81 mm
Gewicht 672 g ohne Akku
Stromversorgung 2S LiPo mit 7,4 V, Akkus nicht im Lieferumfang
Ladung über USB-C mit Balancer-Schaltung
Steuermodus Mode 2 ab Werk, per EdgeTX auf Mode 1 umstellbar

Die RadioMaster TX15 Max ist eine FPV-Fernsteuerung der oberen Mittelklasse. Sie kombiniert AG02-Hall-Gimbals aus CNC-Aluminium, einen 3,5-Zoll-Touchscreen mit 600 Nits und einen LR1121-Funkchip, der ExpressLRS auf 2,4 GHz und 900 MHz beherrscht. Als Firmware läuft EdgeTX auf einem STM32-H7-Prozessor. Diese Rezension ordnet sie anhand des RadioMaster-Datenblatts, der Amazon-Listung und des Abstands zu kompakteren Sendern ein.

Stärken und Schwächen

Das spricht dafür

  • Die AG02-Gimbals aus CNC-Aluminium gehören zum Besten, was in dieser Preisklasse verbaut wird, und lassen sich im Weg an den eigenen Daumen anpassen
  • Der 3,5-Zoll-Touchscreen mit 600 Nits bleibt auch im Sonnenlicht ablesbar, was bei monochromen LCDs anderer Sender ein echtes Problem ist
  • Der LR1121-Chip funkt sowohl auf 2,4 GHz als auch auf 900 MHz, damit deckt ein Sender beide ELRS-Welten ab
  • EdgeTX auf einem H7-Prozessor läuft flüssig und lässt sich per LUA-Skript weitgehend anpassen
  • 4 GB interner Speicher plus microSD nehmen Modellspeicher, Sounds und Skripte ohne Platznot auf
  • Der JR-kompatible Modulschacht hält den Sender offen für Crossfire, Tracer und andere Systeme

Das spricht dagegen

  • Akkus gehören nicht zum Lieferumfang, ein 2S-Pack kommt als Zusatzkosten dazu
  • Mit 672 g ohne Akku ist sie deutlich schwerer als kompakte Sender wie die RadioMaster Pocket
  • Das 900-MHz-Band unterliegt in Europa Beschränkungen bei Sendedauer und Leistung, ein Teil des Dualband-Vorteils bleibt hier ungenutzt
  • Der deutsche Straßenpreis von rund 270 € liegt spürbar über den Listenpreisen im Herkunftsmarkt
  • Für den Einstieg ins Hobby ist der Funktionsumfang mehr, als die ersten Monate erfordern

Bewertung im Detail

Gimbals und Verarbeitung 5,0
Display und Bedienung 5,0
Funkausstattung 5,0
Erweiterbarkeit 4,5
Preis-Leistung 4,0

Gesamtwertung: 4,7 / 5

Was die TX15 Max ausmacht

Eine FPV-Fernsteuerung ist das einzige Bauteil, das jeden Drohnenwechsel überlebt. Rahmen brechen, Motoren verschleißen, Videosysteme werden abgelöst. Der Sender bleibt, oft über Jahre. Entsprechend lohnt es sich, dort Qualität zu kaufen.

Die TX15 Max setzt genau darauf. Sie kombiniert AG02-Hall-Gimbals aus CNC-Aluminium, einen 3,5-Zoll-IPS-Touchscreen mit 600 Nits, einen STM32-H7-Prozessor und einen LR1121-Funkchip, der ExpressLRS sowohl auf 2,4 GHz als auch auf 900 MHz beherrscht.

Der Straßenpreis liegt bei rund 270 €.

Die Gimbals: das entscheidende Bauteil

An den Steuerknüppeln entscheidet sich, wie präzise eine Drohne fliegt. Billige Gimbals arbeiten mit Potentiometern, die verschleißen und mit der Zeit driften. Hall-Gimbals messen berührungslos über Magnetfelder und bleiben deshalb dauerhaft genau.

Die AG02 sind RadioMasters aktuelle Ausbaustufe. Sie bestehen aus CNC-gefrästem Aluminium, wiegen laut Hersteller rund 20 Prozent weniger als die Vorgänger und lassen sich im Weg auf beiden Achsen verstellen. Diese Verstellbarkeit ist der praktisch wichtigste Punkt: Piloten mit kurzen Daumen bevorzugen einen kleineren Ausschlag, wer viel Freestyle fliegt, will mehr Weg für feine Korrekturen.

Rund um die Gimbals sitzen RGB-LEDs, die sich über LUA-Skripte ansteuern lassen. Das ist Zierde, kann aber als Statusanzeige genutzt werden, etwa für Akkuwarnungen.

Das Display macht den Unterschied im Alltag

Viele FPV-Sender arbeiten mit monochromen LCDs von 128 × 64 Pixeln. Diese Anzeigen sind stromsparend und robust, machen die Einrichtung eines Modells aber zur Menü-Kletterei.

Die TX15 Max hat einen 3,5-Zoll-IPS-Touchscreen mit 480 × 320 Pixeln, 262.000 Farben und 600 Nits Helligkeit. Zwei Dinge folgen daraus. Erstens lassen sich Mischer, Schalterbelegungen und Telemetrie-Seiten direkt antippen statt über Tastenkombinationen anzusteuern. Zweitens bleibt die Anzeige bei Sonne ablesbar, was auf dem Feld über Nutzbarkeit entscheidet.

MerkmalTX15 MaxTypischer Kompaktsender
Display3,5” IPS-Touch, farbig128 × 64 monochrom
Helligkeit600 NitsHintergrundbeleuchtung
BedienungTouch plus TastenTasten und Scrollrad
Gewicht672 grund 290 g

Dualband-Funk: der eigentliche Neuwert

Der Semtech LR1121 ist der Grund, warum diese Fernsteuerung technisch aus der Reihe fällt. Übliche ELRS-Sender legen sich auf ein Frequenzband fest. Der LR1121 beherrscht beide.

2,4 GHz erlaubt hohe Wiederholraten von bis zu 1.000 Hz und damit extrem direkte Steuerung. Das Signal kommt allerdings schlechter durch Bäume und Mauern.

900 MHz trägt weiter und durchdringt Hindernisse besser, arbeitet dafür mit niedrigeren Wiederholraten. Im Langstrecken-Bereich ist es die übliche Wahl.

Für die Einordnung in Deutschland gehört ein Hinweis dazu: Das 900-MHz-Band unterliegt in Europa Auflagen bei Sendeleistung und Sendedauer. Ein Teil des Dualband-Vorteils bleibt hierzulande deshalb ungenutzt, und 2,4 GHz ist die übliche Betriebsart. Wer Wert auf europakonformen Betrieb legt, achtet beim Kauf auf eine Variante mit CE-Firmware.

EdgeTX auf einem H7-Prozessor

Die Firmware EdgeTX ist quelloffen und läuft auf nahezu allen aktuellen Sendern. Sie verwaltet Modellspeicher, Mischer, Schalterbelegungen, Telemetrie und Sprachausgabe.

Der STM32 H7 ist dabei deutlich leistungsfähiger als der F4-Prozessor kompakterer Sender. Praktisch merkt man das an flüssigen Menüs, schnellen Modellwechseln und daran, dass LUA-Skripte ohne Verzögerung laufen. Das gängigste Skript konfiguriert das ELRS-Modul direkt vom Sender aus, inklusive Sendeleistung und Paketrate.

4 GB interner Flash plus microSD-Kartenschacht nehmen Modelle, Sounds, Sprachpakete und Themes ohne Platznot auf. Der JR-kompatible Modulschacht hält den Sender für andere Funksysteme offen, etwa TBS Crossfire oder Tracer.

Was fehlt: der Akku

Die TX15 Max wird ohne Akku geliefert. Sie arbeitet mit einem 2S-LiPo-Pack (7,4 V), verbreitet sind Kapazitäten um 5.000 mAh. Geladen wird über USB-C, die Balancer-Schaltung ist eingebaut.

Rechne mit 20 bis 35 € Zusatzkosten. Zum Umgang mit diesen Akkus lohnt der Ratgeber zum LiPo-Akku richtig laden, weil dieselben Regeln gelten wie bei Flugakkus.

Alternativen im Vergleich

ModellDisplayGimbalsGewichtPreis
RadioMaster TX15 Max3,5” IPS-TouchAG02 CNC-Hall672 gca. 270 €
RadioMaster Pocket128 × 64 monoX5 Hall288 gca. 119 €
DJI RC 25,5” 700 Nitsfest verbaut420 gca. 349 €

Die RadioMaster Pocket kostet weniger als die Hälfte und wiegt 288 g. Sie nutzt dieselbe EdgeTX-Firmware und dasselbe ELRS-Protokoll, verzichtet aber auf Farbdisplay, Dualband und die hochwertigeren Gimbals. Für den Einstieg und für Reisen ist sie die pragmatische Wahl.

Die DJI RC 2 spielt in einer anderen Liga, weil sie ausschließlich mit DJI-Kameradrohnen funktioniert und kein offenes Funkprotokoll nutzt. Ein direkter Vergleich trägt nur beim Preis.

Für wen sich die TX15 Max lohnt

Sie passt, wenn FPV mehr als ein Versuch werden soll. Wer mehrere Drohnen fliegt, zwischen Whoop, Freestyle-Aufbau und Langstrecke wechselt und den Sender über Jahre behalten will, bekommt hier die Gimbals, das Display und die Funkausstattung, die das tragen. Passende Modelle dafür sind etwa der BetaFPV Meteor75 Pro für drinnen und der Pavo20 Pro II für Aufnahmeflüge.

Weniger passend ist sie für den ersten Kontakt mit dem Hobby. Der Funktionsumfang übersteigt, was in den ersten Monaten gebraucht wird, und 270 € sind viel Geld für eine offene Frage. Wie du klein anfängst, steht im Ratgeber zum FPV-Drohne fliegen, das risikofreie Üben im Beitrag zum FPV-Simulator.

Fazit

Die RadioMaster TX15 Max ist eine Fernsteuerung für Leute, die wissen, dass sie dabeibleiben. AG02-Gimbals, ein 3,5-Zoll-Touchscreen mit 600 Nits, ein H7-Prozessor und ein Dualband-Funkchip ergeben ein Gerät, das mehrere Drohnengenerationen begleitet.

Mit 4,7 von 5 ist sie technisch nahe am Optimum ihrer Klasse. Die Abzüge betreffen den fehlenden Akku, das Gewicht und den deutschen Preis von rund 270 €. Wer erst herausfinden will, ob FPV bleibt, startet mit der RadioMaster Pocket*. Wer die Entscheidung schon getroffen hat, kauft mit der TX15 Max* einmal und dann lange nicht wieder.

Häufige Fragen

Was bedeutet ELRS bei der RadioMaster TX15 Max?

ExpressLRS ist ein quelloffenes Funkprotokoll für die Verbindung zwischen Sender und Drohne. Es erreicht sehr hohe Wiederholraten bei geringer Latenz und gilt im FPV-Bereich als Standard. Die TX15 Max hat das Modul intern verbaut, du brauchst also kein zusätzliches Steckmodul. Passende Empfänger kosten meist zwischen 15 und 30 € pro Drohne.

Was unterscheidet 2,4 GHz von 900 MHz bei ELRS?

2,4 GHz erlaubt hohe Datenraten und damit sehr schnelle Steuersignale, kommt aber schlechter durch Hindernisse. 900 MHz durchdringt Vegetation und Bauwerke besser und trägt weiter, arbeitet dafür mit niedrigeren Wiederholraten. Die TX15 Max deckt über den LR1121-Chip beide Bänder ab. In Europa gelten für das 900-MHz-Band allerdings Auflagen bei Sendeleistung und Sendedauer, weshalb 2,4 GHz hierzulande die übliche Wahl bleibt.

Braucht man für die TX15 Max noch Akkus?

Ja, sie werden nicht mitgeliefert. Der Sender arbeitet mit einem 2S-LiPo-Pack mit 7,4 V, verbreitet sind Kapazitäten um 5.000 mAh. Geladen wird über USB-C, eine Balancer-Schaltung ist eingebaut. Rechne mit 20 bis 35 € Zusatzkosten für einen passenden Akku.

Was ist EdgeTX?

EdgeTX ist die quelloffene Firmware, die auf der TX15 Max und den meisten modernen Sendern läuft. Sie verwaltet Modellspeicher, Mischer, Schalterbelegungen, Telemetrie und Sprachausgaben. Ihre Stärke liegt in der Anpassbarkeit: Über LUA-Skripte lassen sich eigene Anzeigen und Funktionen einbinden, etwa das Konfigurieren des ELRS-Moduls direkt vom Sender aus.

Wozu dient der eingebaute Gyro der TX15 Max?

Der Lagesensor erlaubt es, Funktionen über eine Neigung des Senders auszulösen statt über einen Schalter. Über TiltX und TiltY lassen sich damit zum Beispiel eine Kameraneigung steuern, ein Schaltkanal auslösen oder Telemetrie-Ansagen abrufen. Das ist eine Komfortfunktion, die vor allem dann trägt, wenn alle Schalter bereits belegt sind.

Passt die TX15 Max zu einer DJI-FPV-Drohne?

Bei Selbstbauten mit DJI O4 Air Unit ja, dort übernimmt ELRS die Steuerung und DJI nur das Video. Bei fertigen DJI-Drohnen wie der Avata 2 funktioniert sie nicht, weil DJI dort ein geschlossenes Steuersystem mit eigener Fernsteuerung nutzt. Die TX15 Max richtet sich an Selbstbauten und an Fertigmodelle mit ELRS-Empfänger.

Wie viele Modelle kann die TX15 Max speichern?

Praktisch unbegrenzt viele. EdgeTX legt jedes Modell als eigene Datei ab, und mit 4 GB internem Flash plus microSD-Karte ist der Speicher kein begrenzender Faktor. Auch Sounds, Sprachpakete, Themes und LUA-Skripte finden dort Platz.

Ist die TX15 Max für Anfänger geeignet?

Bedienbar ja, notwendig nein. Der Touchscreen erleichtert die Einrichtung gegenüber monochromen Menüs deutlich. Der Funktionsumfang geht in den ersten Monaten allerdings weit über das hinaus, was gebraucht wird. Wer nur prüfen möchte, ob FPV das richtige Hobby ist, kommt mit einem kompakten Sender wie der RadioMaster Pocket für rund 119 € genauso weit.

Kann man die TX15 Max am Simulator nutzen?

Ja, über USB-C meldet sie sich als Joystick am Rechner an und funktioniert mit den gängigen FPV-Simulatoren. Das ist die empfohlene Art, die ersten Stunden zu verbringen: Du gewöhnst dich an dieselben Gimbals, die später an der Drohne hängen, ohne Material zu riskieren.

Was bedeutet Mode 2 bei der Fernsteuerung?

Mode 2 beschreibt die Belegung der beiden Steuerknüppel: links Gas und Gieren, rechts Nicken und Rollen. Das ist die in Europa und Nordamerika übliche Variante und ab Werk eingestellt. Über das EdgeTX-Menü lässt sich per Software auf Mode 1 wechseln, bei dem Gas und Nicken die Seiten tauschen.

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