BetaFPV Pavo20 Pro II

Cinewhoop · BetaFPV

BetaFPV Pavo20 Pro II (Cinewhoop)

  • Trägt wahlweise DJI O4, O4 Wide oder O4 Air Unit Pro, die Halterung liegt bei
  • Verstärkte Ducts aus PA12 überstehen Kontakt mit Wänden und Ästen
  • Verschraubte Dreiblatt-Propeller lösen sich auch bei harten Manövern nicht
  • Duale Spannungsversorgung liefert 9 V für die Air Unit und 5 V für Zubehör
  • Bis 10:30 Minuten Flugzeit in der 4S-Version mit 680-mAh-Akku

Preise: Stand 18.09.2026, Amazon 08:21 Uhr, inkl. MwSt., ohne Gewähr

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Rezension der drohnen-guru.de-Redaktion · Veröffentlicht am 2. August 2026

Was du zum Fliegen brauchst

Die rechtliche Einstufung nach EU-Drohnenverordnung, bezogen auf den privaten Flug in Deutschland.

Drohnenklasse Bausatz ohne C-Kennzeichnung Details im Ratgeber
Führerschein keiner nötig, Startgewicht bleibt unter 250 g Details im Ratgeber
Registrierung Pflicht, sobald eine Kamera mitfliegt Details im Ratgeber
Haftpflicht Pflicht in Deutschland Details im Ratgeber
Flug mit Brille Beobachter nötig, der die Drohne im Blick behält Details im Ratgeber

Technische Daten

Rahmen und Antrieb

Radstand 93,9 mm
Rahmenmaterial PA12 mit verstärkten Ducts
Gewicht PNP 72,6 g ohne Videosystem und Akku
Gewicht mit O4 Air Unit Pro 116,2 g
Motoren 3S LAVA 1104 mit 7.200 KV
Motoren 4S LAVA 1104 mit 5.500 KV
Propeller Gemfan D2.2 mit drei Blättern, verschraubt
Montage eingelassene Muttern, vier Schrauben für den kompletten Aufbau

Elektronik

Flugsteuerung 3S F4 AIO für 2S bis 3S mit 20 A
Flugsteuerung 4S Cube 3IN1 für 2S bis 4S mit 30 A, STM32G473 mit 168 MHz
Spannungsausgänge 9 V mit 2 A für das Videosystem, 5 V mit 3 A für Zubehör
Empfänger serielles ELRS auf 2,4 GHz oder DJI SBUS
Videosystem kompatibel mit DJI O4, O4 Wide und O4 Air Unit Pro
Halterung Bracket für O4 Air Unit Pro mit verstärkter Kameraseite

Energie und Flugzeit

Zellenzahl 3S oder 4S, je nach Variante
Akkuanschluss XT30
Akkufach 29 mm Breite, Höhe nicht begrenzt
Flugzeit 4S 8:30 min mit 580 mAh · 10:30 min mit 680 mAh
Flugzeit 3S 7:30 min mit 580 mAh · 9:00 min mit 680 mAh

Der BetaFPV Pavo20 Pro II ist ein Cinewhoop, also eine Drohne mit umschlossenen Propellern, die für Aufnahmeflüge nah an Objekten gebaut ist. Mit 93,9 mm Radstand und 3S- oder 4S-Antrieb trägt sie die DJI O4 Air Unit Pro, für die BetaFPV eine verstärkte Halterung mitliefert. Die auf Amazon gelistete PNP-Version bringt Rahmen, Antrieb und Flugsteuerung mit und überlässt Videosystem, Sender und Akku dem Käufer. Diese Rezension ordnet sie anhand der BetaFPV-Datenblätter und der Amazon-Listung ein.

Stärken und Schwächen

Das spricht dafür

  • Die Halterung für die O4 Air Unit Pro liegt bei und hat eine verstärkte Kameraseite, das schützt das teuerste Bauteil
  • Verschraubte Propeller statt aufgesteckter lösen sich auch bei harten Richtungswechseln nicht
  • Bis 10:30 Minuten in der 4S-Version sind für einen Cinewhoop ein sehr guter Wert
  • Die duale Spannungsversorgung mit 9 V und 5 V versorgt Videosystem und Zubehör ohne Zusatzplatine
  • Verstärkte Ducts aus PA12 überstehen den Kontakt mit Wänden und Ästen, der bei Nahflügen dazugehört
  • Mit 116,2 g inklusive O4 Pro bleibt der Aufbau samt Akku deutlich unter 250 g
  • Der Aufbau kommt mit vier Schrauben und eingelassenen Muttern aus, Reparaturen gehen schnell

Das spricht dagegen

  • PNP bedeutet: kein Videosystem, kein Sender, kein Akku im Lieferumfang
  • Die passende O4 Air Unit Pro kostet zusätzlich rund 239 €
  • Herstellerangabe und Amazon-Beschreibung nennen unterschiedliche Flugzeiten für die 3S-Version, 7:30 gegenüber 6:30 Minuten
  • Cinewhoops sind wegen der Ducts weniger effizient als offene Aufbauten gleicher Größe
  • Für die 4S-Variante braucht es die andere Flugsteuerung, ein späterer Wechsel der Zellenzahl ist nicht vorgesehen

Bewertung im Detail

Flugleistung 4,5
Eignung für digitales Video 5,0
Verarbeitung und Haltbarkeit 4,5
Lieferumfang 3,0
Preis-Leistung 4,5

Gesamtwertung: 4,3 / 5

Wofür ein Cinewhoop gebaut wird

Klassische FPV-Drohnen haben offen laufende Propeller. Das ist effizient und leicht, macht sie aber für Flüge nah an Menschen und Objekten ungeeignet.

Cinewhoops lösen das über umschlossene Propeller. Die Ducts kosten Effizienz und Gewicht, erlauben dafür Aufnahmen, die anders nicht entstehen können: Durchflüge durch Türrahmen, Fahrten entlang von Fassaden, Bewegungen durch Menschengruppen.

Der Pavo20 Pro II ist BetaFPVs aktuelle Ausbaustufe dieser Bauform. 93,9 mm Radstand, LAVA-1104-Motoren, ein Rahmen aus PA12 mit verstärkten Ducts und eine Auslegung auf die DJI O4 Air Unit Pro. Der Preis der PNP-Version liegt bei rund 140 €.

Die Halterung ist das eigentliche Argument

Beim Cinewhoop ist die Kamera das teuerste Bauteil. Eine O4 Air Unit Pro kostet rund 239 €, mehr als der Rahmen samt Antrieb.

BetaFPV liefert deshalb ein Bracket für die O4 Air Unit Pro mit, das an der Kameraseite verstärkt ist. Dazu kommen doppelte Befestigungslöcher, mit denen sich der Drehpunkt der Kamera optimieren lässt. Das klingt nach einem Detail, entscheidet aber darüber, ob ein Aufprall die Air Unit kostet oder nicht.

Kompatibel sind alle drei Varianten der Serie:

VideosystemSensorBildwinkelGewichtPreis
O4 Air Unit1/2 Zoll117,6°8,2 gca. 115 €
O4 Wide1/2 Zoll159°13,3 gca. 149 €
O4 Air Unit Pro1/1,3 Zoll155°32 gca. 239 €

Für Aufnahmeflüge ist die Pro-Version die passende Wahl. Ihr größerer Sensor und 4K bei 120 Bildern/s entsprechen dem Zweck der Plattform.

3S oder 4S: eine Entscheidung beim Kauf

BetaFPV bietet den Pavo20 Pro II in zwei Antriebsvarianten an, die sich in Motoren und Flugsteuerung unterscheiden.

VarianteMotorenFlugsteuerungFlugzeit 580 mAhFlugzeit 680 mAh
3SLAVA 1104, 7.200 KVF4 AIO, 20 A7:30 min9:00 min
4SLAVA 1104, 5.500 KVCube 3IN1, 30 A8:30 min10:30 min

Die 4S-Version ist die kräftigere Basis. Mehr Zellen bedeuten mehr Spannung, weshalb die Motoren mit niedrigerer KV-Zahl auskommen und effizienter arbeiten. Das zeigt sich direkt in der Flugzeit: 10:30 Minuten sind für einen Cinewhoop mit Air Unit ein sehr guter Wert.

Die auf Amazon gelistete Version ist die 3S-Variante mit der F4-Flugsteuerung. Sie ist die günstigere Basis und trägt die Air Unit ebenfalls, hat aber weniger Reserve.

Wichtig: Ein späterer Wechsel zwischen den Varianten ist nicht vorgesehen, weil unterschiedliche Flugsteuerungen verbaut sind. Die Entscheidung fällt beim Kauf.

Ein Hinweis zur Datenlage: Die Amazon-Beschreibung nennt für einen 3S-Akku mit 550 mAh bis zu 6:30 Minuten, während BetaFPV für 580 mAh 7:30 Minuten angibt. Die Abweichung erklärt sich aus der Kapazität und dem angenommenen Flugstil. Im Zweifel gilt die Herstellerangabe zur jeweils genannten Akkugröße.

Verarbeitung: für den Aufprall gebaut

Drei Details zeigen, dass die Plattform für den praktischen Betrieb entworfen wurde.

Verschraubte Propeller. Die Gemfan D2.2 werden verschraubt statt aufgesteckt. Bei einem Gerät, das nah an Personen fliegt, ist ein sich lösender Propeller ein reales Risiko. Der höhere Aufwand beim Wechsel ist dieser Sicherheit angemessen.

Verstärkte Ducts aus PA12. Das Material ist zäh statt spröde und bricht bei Kontakt nicht sofort. Bei Nahflügen gehören Berührungen mit Wänden und Ästen zum Betrieb.

Eingelassene Muttern. Der komplette Aufbau kommt mit vier Schrauben aus. Das verkürzt Reparaturen erheblich, was zählt, wenn nach einem Absturz auf dem Feld weitergeflogen werden soll.

Die Spannungsversorgung erspart eine Zusatzplatine

Die Flugsteuerung liefert zwei geregelte Spannungen: 9 V mit 2 A für die DJI-Air-Unit und 5 V mit 3 A für Zubehör wie LEDs, Buzzer oder zusätzliche Empfänger.

Ohne diese Ausgänge wäre eine separate Spannungswandler-Platine nötig, die Gewicht und Bauraum kostet. Bei einem Aufbau, der insgesamt unter 250 g bleiben soll, zählt jedes Gramm.

Als Empfänger stehen serielles ELRS auf 2,4 GHz oder DJI SBUS zur Wahl. Mit ELRS passt ein Sender wie die RadioMaster TX15 Max oder die kompaktere Pocket.

Das Gewicht bleibt im grünen Bereich

Ein Aufbau mit O4 Air Unit Pro ergibt folgende Rechnung:

BauteilGewicht
Pavo20 Pro II PNP72,6 g
O4 Air Unit Pro32 g (in 116,2 g enthalten)
4S-Akku mit 680 mAhca. 70 bis 80 g
Gesamtrund 190 g

Damit bleibt der fertige Aufbau unter 250 g. Ein Kompetenznachweis ist in A1 und A3 nicht erforderlich. Registrierung beim Luftfahrt-Bundesamt, Haftpflichtversicherung und beim Brillenflug ein Beobachter bleiben trotzdem Pflicht, weil eine Kamera mitfliegt. Details dazu stehen im Ratgeber zum Drohne registrieren.

Alternativen im Vergleich

ModellRadstandZellenFluggewichtPreis
BetaFPV Pavo20 Pro II93,9 mm3S/4Sca. 190 g mit O4 Proca. 140 €
BetaFPV Pavo Femto75 mm2Sca. 75 g mit O4ca. 110 €
BetaFPV Meteor75 Pro80,8 mm1Sca. 45 g mit O4ca. 115 €
DJI Avata 2fertigfest377 gca. 369 €

Der Pavo Femto ist die kleinere, leichtere Variante für engere Räume. Er trägt die Standard-Air-Unit, aber nicht die schwerere Pro-Version.

Die Avata 2 ist die fertige Alternative ohne Bastelaufwand. Sie kostet mehr, bringt aber Fluggerät, Sensorik und Software als abgestimmtes Paket mit. Dafür wiegt sie 377 g und fällt damit in eine Klasse mit Nachweispflicht.

Für wen sich der Pavo20 Pro II lohnt

Er passt, wenn du Aufnahmen machen willst und bereits Sender und DJI-Brille hast. Die Kombination aus Ducts, verschraubten Propellern und der verstärkten Kamerahalterung ist genau auf diesen Zweck gebaut.

Er passt auch, wenn du im Freien fliegst. Anders als die 1S-Whoops derselben Marke hat er genug Schub für leichten bis mäßigen Wind.

Weniger passend ist er als erstes Gerät. PNP bedeutet, dass außer Rahmen und Antrieb nichts dabei ist. Und wer nur fliegen und nicht schrauben will, ist mit einem fertigen Modell besser bedient.

Fazit

Der BetaFPV Pavo20 Pro II ist eine durchdachte Cinewhoop-Plattform. 93,9 mm Radstand, verstärkte PA12-Ducts, verschraubte Propeller, eine mitgelieferte Halterung für die O4 Air Unit Pro und bis zu 10:30 Minuten Flugzeit in der 4S-Version ergeben eine Basis, die für Aufnahmeflüge wenig offenlässt.

Mit 4,3 von 5 verliert er Punkte allein beim Lieferumfang: Ohne Videosystem, Sender und Akku ist er kein fertiges Produkt, und die passende O4 Air Unit Pro verdoppelt den Preis. Wer diese Teile hat, bekommt mit dem Pavo20 Pro II* für rund 140 € eine der solidesten Cinewhoop-Plattformen am Markt.

Häufige Fragen

Was ist ein Cinewhoop?

Ein Cinewhoop ist eine FPV-Drohne mit vollständig umschlossenen Propellern, die für Aufnahmeflüge gebaut ist. Die Ducts schützen Propeller und Umgebung und erlauben damit Flüge dicht an Menschen, Wänden und Objekten. Genau dort entstehen die Aufnahmen, für die diese Bauform gedacht ist: Durchflüge durch Türen, Fahrten entlang von Fassaden, Verfolgungen in engen Räumen.

Welches Videosystem passt zum Pavo20 Pro II?

Er ist für die DJI-O4-Familie ausgelegt und nimmt die O4 Air Unit, die O4 Wide und die O4 Air Unit Pro auf. Die Halterung für die Pro-Version liegt bei und hat eine verstärkte Kameraseite. Die Pro-Variante ist die naheliegende Wahl, weil ihr größerer 1/1,3-Zoll-Sensor und 4K bei 120 Bildern/s zum Aufnahmezweck passen. Sie kostet allerdings rund 239 € zusätzlich.

3S oder 4S: welche Variante ist die richtige?

Die 4S-Version mit 5.500-KV-Motoren und 30-A-Reglern liefert mehr Schub und fliegt mit 680-mAh-Akku bis zu 10:30 Minuten. Die 3S-Version mit 7.200 KV und 20 A ist günstiger, etwas sanfter und kommt auf 9:00 Minuten. Für Aufnahmeflüge mit der schweren O4 Pro ist 4S die bessere Basis. Ein späterer Wechsel ist nicht vorgesehen, weil beide Varianten unterschiedliche Flugsteuerungen nutzen.

Wie lange fliegt der Pavo20 Pro II?

BetaFPV nennt für die 4S-Version 8:30 Minuten mit 580 mAh und 10:30 Minuten mit 680 mAh, für die 3S-Version 7:30 beziehungsweise 9:00 Minuten. Die Amazon-Beschreibung gibt für einen 3S-Akku mit 550 mAh dagegen bis zu 6:30 Minuten an. Der Unterschied erklärt sich aus Akkugröße und Flugstil, im Zweifel gilt die Herstellerangabe zur jeweils genannten Kapazität.

Bleibt der Aufbau unter 250 Gramm?

Ja, mit deutlichem Abstand. Der Rahmen samt Antrieb und Elektronik wiegt 72,6 g, mit montierter O4 Air Unit Pro sind es 116,2 g. Ein 4S-Akku mit 680 mAh bringt je nach Typ rund 70 bis 80 g dazu. Der fertige Aufbau landet damit bei etwa 190 g und bleibt unter der Grenze, ab der ein Kompetenznachweis nötig würde.

Warum sind die Propeller verschraubt?

Aufgesteckte Propeller können sich bei starken Beschleunigungen und abrupten Richtungswechseln lösen. Bei einem Cinewhoop, der nah an Personen fliegt, wäre das ein echtes Risiko. Die Gemfan D2.2 werden deshalb verschraubt. Der Nachteil ist ein etwas höherer Aufwand beim Propellerwechsel, der Sicherheitsgewinn wiegt das auf.

Was bedeutet die duale Spannungsversorgung?

Die Flugsteuerung liefert zwei geregelte Spannungen: 9 V mit 2 A und 5 V mit 3 A. Die 9 V versorgen die DJI-Air-Unit, die 5 V stehen für Zubehör wie LEDs, Buzzer oder zusätzliche Empfänger bereit. Ohne diese Ausgänge bräuchte es eine separate Spannungswandler-Platine, die Gewicht und Bauraum kostet.

Was bedeutet PNP beim Pavo20 Pro II?

PNP steht für Plug and Play. Enthalten sind Rahmen, Motoren, Propeller, Flugsteuerung und Regler. Nicht enthalten sind Videosystem, Fernsteuerung, Empfänger je nach Variante, Akku und Ladegerät. Du ergänzt also die Bauteile, die du bereits besitzt, statt ein komplettes Startpaket zu kaufen.

Kann man den Pavo20 Pro II im Freien fliegen?

Ja, dafür ist er gebaut. Mit 3S- oder 4S-Antrieb und rund 190 g Fluggewicht hat er genug Reserve für leichten bis mäßigen Wind, anders als die 1S-Whoops derselben Marke. Bei stärkerem Wind wirken die Ducts allerdings als Angriffsfläche, was ihn anfälliger macht als offene Aufbauten gleicher Größe.

Braucht der Pavo20 Pro II einen Drohnenführerschein?

Nein, solange der fertige Aufbau unter 250 g bleibt, was hier der Fall ist. Ein Kompetenznachweis ist in den Unterkategorien A1 und A3 dann nicht erforderlich. Weil eine Kamera mitfliegt, sind Registrierung beim Luftfahrt-Bundesamt und Haftpflichtversicherung trotzdem Pflicht. Beim Flug mit Videobrille ist ein Beobachter vorgeschrieben.

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