DJI Fly App ältere Version: Downgrade und Versionsliste

DJI Fly App ältere Version installieren: was DJI anbietet, warum Android dafür deinstallieren muss, was auf dem iPhone geht und welche Version welche Drohne braucht.

Kameradrohnen Veröffentlicht am 6 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • DJI Fly App ältere Version: DJI bietet zum Download nur die aktuelle Version an. Die Versionsgeschichte steht in den Release Notes, ein offizielles Archiv gibt es nicht.
  • Android: Ein Downgrade geht nur über Deinstallieren und Neuinstallieren. Vorher die Fluglogs aus Android/data/dji.go.v5/files/FlightRecord sichern.
  • iPhone: Kein gezieltes Downgrade. Nur auf alten iOS-Versionen bietet der App Store die letzte kompatible Version an.
  • Untergrenze je Drohne: Jede Drohne braucht mindestens die Version, mit der sie unterstützt wurde, etwa 1.18.0 für die Mini 5 Pro oder 1.21.0 für die Lito X1.
  • Fremde APK-Portale: möglich, aber riskant. Nur Dateien mit DJIs Originalsignatur lassen sich später wieder regulär aktualisieren.

Bietet DJI ältere Versionen der Fly App an?

Nein. Auf der Downloadseite für DJI Fly im Download-Center von DJI steht jeweils die aktuelle APK für Android, für iPhone und iPad verweist DJI auf den App Store. Eine Liste älterer Installationsdateien zum Herunterladen führt DJI dort nicht.

Dafür veröffentlicht DJI die Versionsgeschichte. Sie steht in den Release Notes der Drohnen und der Fernsteuerungen mit Bildschirm. Jede Firmware nennt dort die passende Version der Fly App, die Release Notes der DJI RC 2 reichen lückenlos bis Juli 2023 zurück. Damit lässt sich genau sagen, welche Version wann kam und was sie brachte.

Versionsliste: was welche Fly-Version brachte

Die folgende Liste stammt aus den Release Notes der DJI RC 2. Das Datum ist das der Veröffentlichung für die Fernsteuerung. Die Versionen für Smartphones erscheinen in der Regel zeitgleich, dazwischen liefert DJI kleinere Fehlerbehebungen mit höheren Nummern nach.

VersionDatumNeu laut Release Notes
1.11.025.07.2023Download von Aufnahmen auf die microSD der Fernsteuerung
1.12.025.09.2023Unterstützung DJI Mini 4 Pro
1.12.330.10.2023120-m-Grenze der Mini 4 Pro in der EU korrigiert
1.12.824.01.2024größere Schrift, Bereich „Before You Fly“
1.13.011.04.2024Unterstützung DJI Goggles 3, App-Update unabhängig von der Firmware
1.14.005.09.2024Unterstützung DJI Neo
1.15.015.10.2024Unterstützung DJI Air 3S
1.16.014.01.2025Unterstützung DJI Flip
1.17.013.05.2025Unterstützung DJI Mavic 4 Pro, DJI Simulator
1.17.423.07.2025Bildschirmsperre auf der RC 2
1.18.017.09.2025Unterstützung DJI Mini 5 Pro
1.19.030.10.2025Unterstützung DJI Neo 2
1.19.410.12.2025Propellerschutz der Mini 5 Pro, Rückkehr bei niedrigem Akku verbessert
1.20.026.03.2026Unterstützung DJI Avata 360
1.21.023.04.2026Unterstützung DJI Lito 1 und DJI Lito X1

Zwei Dinge fallen auf. Neue Drohnen bringen fast immer eine neue Hauptversion mit sich, im Schnitt etwa alle drei Monate. Und manche Versionen beheben Fehler, die sicherheitsrelevant sind: Die 1.12.3 korrigierte eine 120-Meter-Grenze der Mini 4 Pro in der EU, die vorher nicht wirksam war.

Warum eine ältere Version selten die Lösung ist

Wer nach einer alten Version sucht, hat meist einen guten Grund: Nach einem Update stürzt die App ab, eine Funktion verhält sich anders, oder das Handy wird nicht mehr unterstützt. Ein Downgrade wirkt dann wie der schnellste Weg zurück. Drei Punkte sprechen dagegen.

Jede Drohne hat eine Untergrenze. Die App kennt nur die Drohnen, die bis zu ihrer Version eingeführt wurden. Die Mini 5 Pro kam laut Release Notes erst mit 1.18.0 dazu, ältere Versionen kennen sie nicht. Für die Lito X1 liegt die Grenze bei 1.21.0.

Firmware und App gehören zusammen. DJI schreibt in die Release Notes jeder Firmware, ab welcher App-Version die neuen Funktionen laufen. Bei der Mini 5 Pro heißt es zur Firmware vom 25.04.2026 wörtlich: „Added features require DJI Fly v1.21.0 or later.“ Mit einer älteren App fehlen genau diese Neuerungen.

Alte Versionen tragen alte Fehler. Das Beispiel der 1.12.3 zeigt es: Eine ältere App kann Fehler enthalten, die DJI längst behoben hat, im ungünstigen Fall bei Höhengrenzen oder der Rückkehrfunktion.

Zeitachse der DJI Fly Versionen von Juli 2023 bis April 2026 mit den Versionen 1.11.0 bis 1.21.0 als Punkte. An den Punkten stehen die Drohnen, deren Unterstützung mit der Version kam: Mini 4 Pro mit 1.12.0 im September 2023, Neo mit 1.14.0 im September 2024, Air 3S mit 1.15.0 im Oktober 2024, Flip mit 1.16.0 im Januar 2025, Mavic 4 Pro mit 1.17.0 im Mai 2025, Mini 5 Pro mit 1.18.0 im September 2025, Neo 2 mit 1.19.0 im Oktober 2025, Avata 360 mit 1.20.0 im März 2026, Lito 1 und Lito X1 mit 1.21.0 im April 2026. Als Beispiel ist für die Mini 5 Pro der nutzbare Bereich ab 1.18.0 blau hervorgehoben, alles davor ist grau als nicht verbindbar markiert. Hinweis: Wer zurückgeht, darf die Version der eigenen Drohne nicht unterschreiten.

Jede Drohne markiert eine Untergrenze. Ein Downgrade unter diese Version trennt die Verbindung zur eigenen Drohne.

Downgrade auf Android: so läuft es ab

Auf Android lässt sich eine ältere Version grundsätzlich installieren, weil DJI Fly dort ohnehin als APK-Datei außerhalb des Play Store kommt. Zwei Regeln des Systems bestimmen den Ablauf.

Erstens: Android installiert keine ältere Version über eine neuere. Der Versuch endet mit der Meldung, dass die App nicht installiert wurde. Die vorhandene App muss deshalb zuerst gelöscht werden. Dabei leert Android den app-eigenen Ordner, in dem DJI Fly die Flugaufzeichnungen ablegt: Android/data/dji.go.v5/files/FlightRecord. Wer die Logs behalten will, kopiert diesen Ordner vorher per USB auf einen Rechner.

Zweitens: Updates prüfen die Signatur. Jede echte DJI-Fly-Datei ist mit DJIs Schlüssel signiert. Android akzeptiert ein späteres Update nur, wenn die Signatur mit der installierten Version übereinstimmt. Eine veränderte Datei aus fremder Quelle verrät sich spätestens hier: Das nächste offizielle Update lässt sich nicht darüber installieren.

Der Ablauf in Kurzform:

  1. Fluglogs aus dem FlightRecord-Ordner sichern.
  2. DJI Fly deinstallieren.
  3. Die ältere APK installieren und die Installation aus dieser Quelle einmalig erlauben.
  4. Anmelden, Drohne verbinden und prüfen, ob die Verbindung steht.
  5. Automatische Update-Hinweise ernst nehmen, sobald DJI den Fehler behoben hat.

Stürzt die App nach einem Update ab, lohnt vor jedem Downgrade der übliche Weg über Cache, Speicher und Neuinstallation der aktuellen Version. Die Reihenfolge der Schritte steht im Ratgeber DJI Fly App öffnet nicht.

iPhone und iPad: kein gezieltes Downgrade

Auf Apple-Geräten gibt es keinen Weg, eine bestimmte ältere Version auszuwählen. Der App Store liefert die aktuelle Version, ältere stehen nicht zur Wahl.

Eine Ausnahme sorgt aber für Erleichterung bei älteren Geräten: Ist auf dem iPhone ein iOS installiert, das die aktuelle DJI Fly nicht mehr unterstützt, bietet der App Store die letzte kompatible Version an. Voraussetzung ist, dass du die App mit derselben Apple-ID schon einmal geladen hast. Diese Version läuft dann weiter, bekommt aber keine Updates mehr und unterstützt nur die Drohnen, die bis dahin eingeführt waren.

Ob dein iPhone überhaupt noch zu den unterstützten Geräten zählt, zeigt die Übersicht der kompatiblen Geräte für DJI Fly.

Fernsteuerungen mit Bildschirm

Auf DJI RC, RC 2, RC Pro und RC Pro 2 ist DJI Fly Teil des Systems. Lange kam die App dort ausschließlich mit der Firmware der Fernsteuerung. Mit der Firmware vom 11. April 2024 und DJI Fly 1.13.0 führte DJI für die RC 2 ein unabhängiges App-Update ein: Die App lässt sich seitdem aktualisieren, ohne gleichzeitig die Firmware der Fernsteuerung zu erneuern.

Einen Weg zurück auf eine ältere App-Version beschreibt DJI für die Fernsteuerungen mit Bildschirm nicht. Treten nach einem Update Fehler auf, sind Neustart, ein erneutes Update und im Zweifel der DJI-Support die vorgesehenen Schritte.

Fremde APK-Portale: worauf es ankommt

Ältere Versionen von DJI Fly gibt es auf verschiedenen Download-Portalen. Das ist der einzige Weg zu einer alten Android-Version, und er hat seinen Preis:

RisikoWarum es zählt
veränderte Dateieine App mit Zugriff auf Standort, Kamera und Speicher
fehlende UpdatesSicherheitslücken und bekannte Fehler bleiben
falsche Signaturspäteres offizielles Update scheitert
inkompatible Versionneue Drohne oder neue Firmware verbindet nicht

Wer diesen Weg trotzdem geht, achtet auf zwei Punkte: Die Datei sollte die Originalsignatur von DJI tragen, und die Version muss mindestens die Untergrenze der eigenen Drohne erreichen. Für den regulären Betrieb bleibt die aktuelle Version von dji.com die verlässliche Wahl.

Fazit: zurück nur mit Plan

Offiziell bietet DJI die aktuelle Version der Fly App zum Download an und dokumentiert die Versionsgeschichte in den Release Notes. Auf Android funktioniert ein Downgrade über Deinstallieren und Neuinstallieren, mit gesicherten Fluglogs und einer Datei mit DJIs Originalsignatur. Auf dem iPhone bleibt nur die letzte kompatible Version für alte iOS-Stände. In jedem Fall gilt die Untergrenze der eigenen Drohne aus der Versionsliste. Bei Abstürzen nach einem Update hilft meist schon eine saubere Neuinstallation der aktuellen Version.

Häufige Fragen

Wo bekomme ich eine ältere Version der DJI Fly App?

Bei DJI selbst nur die aktuelle. Die Downloadseite im DJI Download-Center bietet die jeweils neueste APK an, ein offizielles Archiv älterer Versionen gibt es dort nicht. Die Versionsgeschichte dokumentiert DJI in den Release Notes der Drohnen und Fernsteuerungen. Ältere Installationsdateien kursieren nur auf fremden APK-Portalen, mit allen Risiken einer Datei aus unbekannter Quelle.

Kann ich die DJI Fly App auf Android downgraden?

Technisch ja, aber nur über eine Neuinstallation. Android installiert keine ältere Version über eine neuere, die App muss zuerst gelöscht werden. Dabei verschwinden die lokal gespeicherten Fluglogs im Ordner Android/data/dji.go.v5/files/FlightRecord, deshalb vorher sichern. Zusätzlich muss die ältere Datei mit DJIs Originalschlüssel signiert sein.

Kann ich auf dem iPhone eine ältere DJI Fly Version installieren?

Gezielt nicht. Der App Store liefert die aktuelle Version. Einzige Ausnahme: Läuft auf einem älteren iPhone ein iOS, das die neue Version nicht mehr unterstützt, bietet der App Store die letzte kompatible Version an, sofern du die App mit derselben Apple-ID schon einmal geladen hast.

Welche DJI Fly Version brauche ich für meine Drohne?

Mindestens die Version, mit der DJI die Unterstützung eingeführt hat. Laut den Release Notes der DJI RC 2 kam die Mini 4 Pro mit 1.12.0, die Neo mit 1.14.0, die Air 3S mit 1.15.0, die Flip mit 1.16.0, die Mavic 4 Pro mit 1.17.0, die Mini 5 Pro mit 1.18.0, die Neo 2 mit 1.19.0, die Avata 360 mit 1.20.0 und Lito 1 sowie Lito X1 mit 1.21.0.

Was passiert, wenn App-Version und Firmware nicht zusammenpassen?

DJI schreibt in die Release Notes jeder Firmware, ab welcher App-Version die neuen Funktionen laufen, etwa „Added features require DJI Fly v1.21.0 or later“ bei der Mini 5 Pro. Mit einer älteren App fehlen diese Funktionen, die Drohne fliegt dann mit dem Funktionsumfang, den die alte App kennt.

Kann ich die Version der Fly App auf der DJI RC 2 zurücksetzen?

Auf Fernsteuerungen mit Bildschirm ist DJI Fly Teil des Systems. Seit der Firmware vom April 2024 mit DJI Fly 1.13.0 lässt sich die App dort laut DJI unabhängig von der Firmware der Fernsteuerung aktualisieren. Einen offiziellen Weg zurück auf eine ältere App-Version beschreibt DJI für die RC 2 nicht.

Wo sehe ich, welche DJI Fly Version installiert ist?

In der App unter Profil, Einstellungen, dort steht die Versionsnummer im Bereich mit den App-Informationen. Auf Android zeigt sie zusätzlich Einstellungen, Apps, DJI Fly, auf dem iPhone die App-Seite im App Store im Abschnitt Versionsverlauf.

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