Das Wichtigste in Kürze
- DJI Lito X1 mit RC 2: passt. DJI gibt für die Lito X1 genau drei Fernsteuerungen frei, die RC-N3, die RC 2 und die RC-N2.
- Zwei Combos mit RC 2: Die Fly More Combo (DJI RC 2) ist C0, die Fly More Combo Plus (DJI RC 2) ist die einzige C1-Variante und darf den Akku Plus tragen.
- Übertragung: Livebild bis 1080p/60 bei ca. 120 ms Latenz, identisch mit RC 2 und RC-N3. Reichweite bis 15 km (IC), 8 km nach CE-Standard.
- Vorhandene RC 2: einmal aktivieren, Firmware aktualisieren, in DJI Fly mit der Lito X1 neu koppeln.
- Nicht freigegeben: RC-N1, die erste DJI RC und die RC Pro stehen nicht in DJIs Liste.
Welche Fernsteuerungen passen zur Lito X1?
Die Antwort steht wörtlich in DJIs FAQ zur Lito X1. Auf die Frage nach kompatiblen Fernsteuerungen nennt DJI drei Modelle: DJI RC-N3, DJI RC 2 und DJI RC-N2. Für die kleinere Lito 1 gilt dieselbe Liste.
| Fernsteuerung | Bildschirm | Freigabe für Lito X1 | Reichweite laut DJI |
|---|---|---|---|
| DJI RC-N3 | keiner, Smartphone nötig | ja | bis 15 km (IC) |
| DJI RC 2 | 5,5 Zoll, 1080p, 700 Nits | ja | bis 15 km (IC) |
| DJI RC-N2 | keiner, Smartphone nötig | ja | keine Angabe |
| DJI RC-N1, DJI RC, RC Pro | je nach Modell | nicht gelistet | – |
Die Reichweitenangabe bezieht DJI ausdrücklich auf RC 2 und RC-N3. Für die RC-N2 fehlt ein Wert, sie ist also freigegeben, aber ohne zugesicherte Übertragungsleistung. Wer heute neu kauft, wählt deshalb zwischen RC-N3 und RC 2.
Ein Detail sorgt gelegentlich für Verwirrung. Auf der Produktseite der RC 2 stehen als unterstützte Fluggeräte nur Mini 4 Pro, Air 3, Air 3S und Neo, ergänzt um den Hinweis, dass weitere DJI-Fluggeräte folgen. Die Lito-Serie fehlt dort. Maßgeblich ist die Liste auf der Seite der Drohne, und die führt die RC 2 eindeutig.
RC 2 oder RC-N3: was der Bildschirm ändert
Die Übertragung zur Drohne ist bei beiden gleich. Das Datenblatt der Lito X1 nennt für beide Fernsteuerungen O4 als Übertragungssystem, ein Livebild bis 1080p bei 60 Bildern pro Sekunde, rund 120 ms Latenz und 10 MB/s beim Herunterladen von Aufnahmen. Der Unterschied liegt in der Bedienung.
| Merkmal | DJI RC 2 | DJI RC-N3 |
|---|---|---|
| Anzeige | eigener 5,5-Zoll-Bildschirm, 700 Nits | Smartphone in der Halterung |
| App | DJI Fly vorinstalliert | DJI Fly auf dem Smartphone |
| Gewicht | ca. 420 g | ca. 320 g |
| Laufzeit | bis 3 Stunden | ca. 3,5 Stunden ohne Handy-Laden |
| Speicher | 32 GB intern plus microSD | keiner |
| Frequenzen | 2,4 / 5,1 / 5,8 GHz | 2,4 / 5,1 / 5,8 GHz |
Die RC 2 spielt ihre Stärke vor allem am Startplatz aus. Einschalten, und das Bild steht, ohne Kabel, ohne Smartphone-Akku, ohne Anruf mitten im Flug. Die 700 Nits reichen für Sonnenlicht, das schaffen viele Mittelklasse-Handys nicht.
Die RC-N3 ist leichter und günstiger und zeigt das Bild auf einem Bildschirm, der oft größer ist. Wer ein aktuelles Smartphone mit hellem Display besitzt, verliert mit ihr wenig. Die Daten der RC 2 im Detail stehen in der Rezension der DJI RC 2.
Die Lito X1 mit RC 2 kaufen: zwei Combos, zwei Klassen
Ab Werk gibt es die Lito X1 in zwei Paketen mit RC 2. Sie sehen fast gleich aus, unterscheiden sich aber in der Zertifizierung der Drohne. DJI ordnet die Varianten so zu:
| Variante | Fernsteuerung | Klasse | Akku Plus oder Propellerschutz in der EU |
|---|---|---|---|
| Lito X1 (einzeln) | RC-N3 | C0 | nicht erlaubt |
| Combo mit zwei Akkus | RC-N3 | C0 | nicht erlaubt |
| Fly More Combo | RC-N3 | C0 | nicht erlaubt |
| Fly More Combo | RC 2 | C0 | nicht erlaubt |
| Fly More Combo Plus | RC 2 | C1 | erlaubt, aber nie beides zugleich |
Die Fly More Combo (DJI RC 2) ist die Wahl für alle, die unter 250 Gramm bleiben und ohne Kompetenznachweis fliegen wollen. Drohne, Akkus und Ladestation sind die der normalen Fly More Combo, nur die Fernsteuerung ist die RC 2.
Die Fly More Combo Plus (DJI RC 2) liegt laut Händlerlistungen mit drei Akkus Plus im Karton. Mit ihnen steigt das Startgewicht auf bis zu 340 g, die Drohne fliegt dann als C1. Damit wird der kleine Drohnenführerschein A1/A3 Pflicht. Wer den schon hat, bekommt deutlich mehr Flugzeit pro Akku. Wer ihn nicht machen will, nimmt die Fly More Combo und bleibt in C0. Alle Daten zur Drohne selbst stehen in der Rezension der DJI Lito X1.
Ein späterer Wechsel ist nicht vorgesehen. Die Klasse hängt an der zertifizierten Drohne aus dem jeweiligen Paket. Ein nachgekaufter Akku Plus macht aus einer C0-Drohne keine C1-Drohne, laut DJI ist er an den C0-Varianten in der EU nicht zulässig.
Eine vorhandene RC 2 mit der Lito X1 verbinden
Viele Interessenten besitzen bereits eine RC 2, etwa aus einer Combo der Mini 4 Pro, der Air 3 oder der Neo. Dann reicht die Lito X1 einzeln oder als Combo mit RC-N3, und die RC 2 übernimmt. Der Ablauf:
- Internet für die RC 2: Ist die Fernsteuerung neu, verlangt DJI eine einmalige Aktivierung über WLAN oder einen Handy-Hotspot.
- Firmware aktualisieren: RC 2 und Lito X1 auf den aktuellen Stand bringen. DJI pflegt für die RC 2 eigene Firmware-Stände, die zur Lito-Serie passen.
- Koppeln: In DJI Fly auf der RC 2 die Kopplung mit einem neuen Fluggerät starten, beide Geräte nah beieinander. An der Lito X1 die Ein-/Aus-Taste gedrückt halten, bis die Drohne piept und die Status-LEDs blinken.
- Drohne aktivieren: Danach führt DJI Fly durch die Aktivierung der Lito X1, falls sie noch nicht aktiviert ist.
- An das Konto binden: In der Geräteverwaltung von DJI Fly Drohne und Fernsteuerung an dein DJI-Konto binden.
Die einzelnen Schritte der Kopplung mit Signaltönen und LED-Zeichen beschreibt der Ratgeber DJI Fernsteuerung verbinden. Für die Lito X1 gilt derselbe Ablauf wie für die Mini- und Air-Serie.

Drei Fernsteuerungen sind freigegeben. Wer keine besitzt, entscheidet mit der Combo zugleich über die Drohnenklasse.
Eine RC 2 für mehrere Drohnen
Eine RC 2 kann nacheinander verschiedene Drohnen fliegen, sie ist aber immer nur mit einer gekoppelt. Wer zwischen Mini 4 Pro und Lito X1 wechselt, koppelt jedes Mal neu. Das dauert unter einer Minute, setzt aber voraus, dass du die jeweils andere Drohne gerade dabei hast.
Praktisch heißt das:
- Gemeinsam unterwegs: Fliegst du beide Drohnen am selben Tag, ist der Wechsel am Startplatz in wenigen Handgriffen erledigt.
- Getrennt genutzt: Teilen sich zwei Personen die Drohnen, kostet der ständige Wechsel Nerven. Eine zweite Fernsteuerung, etwa die günstigere RC-N3, ist dann die bequemere Lösung.
- Kontobindung beachten: DJI verknüpft Drohne und Fernsteuerung zusätzlich über das Konto. Ist die Fernsteuerung nicht an die Drohne gebunden, meldet die App das und erlaubt laut DJI nur eine begrenzte Zahl an Flügen. Beide Geräte gehören deshalb an dasselbe Konto.
Nach jedem Wechsel lohnt ein Blick auf die Sicherheitseinstellungen in DJI Fly, vor allem auf die Rückkehrhöhe. Sie hängt vom Fluggebiet ab und sollte für die Lito X1 genauso passen wie für die andere Drohne.
Reichweite: 15 km im Datenblatt, Sichtweite im Alltag
DJI nennt für die Lito X1 mit RC 2 oder RC-N3 bis zu 15 km Übertragungsreichweite. Die Fußnote dazu ist wichtig. Gemessen wurde nach IC-Standard (Kanada), im freien Gelände ohne Störungen und als einfacher Flug ohne Rückweg. Für den europäischen CE-Standard, der hier die Sendeleistung begrenzt, steht im Datenblatt 8 km.
Beide Werte beschreiben die Reserve der Funkstrecke. Rechtlich zählt in der offenen Kategorie die Sichtverbindung. Die Drohne muss durchgehend mit eigenen Augen zu sehen sein. Bei einer Drohne dieser Größe ist das nach wenigen hundert Metern vorbei. Die Reserve macht sich trotzdem bezahlt, denn hinter Bäumen, zwischen Häusern oder bei vielen WLAN-Netzen bleibt das Bild stabiler.
Für das stabilste Bild empfiehlt DJI, die Antennen der Fernsteuerung während des Flugs in Richtung des Fluggeräts auszurichten.
Was mit der RC-N2 anders ist
Die RC-N2 stammt aus der Generation vor der RC-N3 und ist in vielen älteren Combos der Mini- und Air-Serie enthalten. DJI gibt sie für die Lito X1 frei. Zwei Dinge sprechen trotzdem dafür, sie nur als Übergangslösung zu sehen:
- Keine Reichweitenzusage: Alle Reichweitenangaben zur Lito X1 beziehen sich auf RC 2 und RC-N3. Für die RC-N2 nennt DJI keinen Wert.
- Smartphone bleibt Pflicht: Wie bei der RC-N3 läuft das Bild über das Handy, mit allen Folgen für Akku, Helligkeit und Benachrichtigungen.
Wer eine RC-N2 im Schrank hat und die Lito X1 als Einzelgerät kauft, spart sich die neue Fernsteuerung und kann später immer noch umsteigen.
Fazit: Combo nach Klasse, Fernsteuerung nach Komfort
Die Lito X1 und die RC 2 arbeiten offiziell zusammen. Wer neu kauft, entscheidet zuerst über die Klasse. Die Fly More Combo mit RC 2 bleibt in C0 und kommt ohne Kompetenznachweis aus, die Plus-Variante bringt als C1 mehr Flugzeit und verlangt den A1/A3-Nachweis. Wer schon eine RC 2 besitzt, nimmt die Drohne ohne Bildschirm-Fernsteuerung, bringt die Firmware auf Stand und koppelt neu. Die RC-N2 reicht für den Anfang, die volle Übertragungsleistung sichert DJI nur mit RC 2 und RC-N3 zu.
Häufige Fragen
Ist die DJI RC 2 mit der Lito X1 kompatibel?
Ja. DJI nennt in den FAQ zur Lito X1 drei passende Fernsteuerungen: die DJI RC-N3, die DJI RC 2 und die DJI RC-N2. Das Datenblatt der Lito X1 führt die RC 2 zusätzlich bei den Übertragungswerten mit 10 MB/s Download-Geschwindigkeit. Die Produktseite der RC 2 selbst listet die Lito-Serie bislang nicht, verweist aber auf künftig unterstützte Fluggeräte.
Kann ich die RC 2 meiner Mini 4 Pro für die Lito X1 nutzen?
Ja, die RC 2 ist dieselbe Fernsteuerung, egal aus welcher Combo sie stammt. Sie muss mit der Lito X1 neu gekoppelt werden und sollte vorher auf aktuelle Firmware gebracht werden. Danach fliegt sie jeweils die Drohne, mit der sie zuletzt gekoppelt wurde. Für den Wechsel zurück zur Mini 4 Pro koppelst du erneut.
Welche Lito-X1-Combo mit RC 2 ist C0 und welche C1?
Die Fly More Combo mit DJI RC 2 enthält eine als C0 zertifizierte Drohne. Die Fly More Combo Plus mit DJI RC 2 ist laut DJI die einzige Variante mit C1-Zertifizierung. Nur deren Drohne darf in der EU den Akku Plus oder den Propellerschutz tragen, beides aber nie gleichzeitig. Für C1 brauchst du den Kompetenznachweis A1/A3.
Wie weit reicht die Lito X1 mit der RC 2?
DJI nennt bis zu 15 km mit der RC 2 oder der RC-N3, gemessen nach IC-Standard ohne Störungen auf einem Hinflug ohne Rückweg. Nach CE-Standard, der in Europa gilt, steht im Datenblatt ein Wert von 8 km. In der offenen Kategorie musst du die Drohne ohnehin durchgehend mit eigenen Augen sehen, praktisch endet der Flug deshalb nach wenigen hundert Metern.
Funktioniert die DJI RC (ohne 2) oder die RC-N1 mit der Lito X1?
DJI führt beide nicht in der Liste der kompatiblen Fernsteuerungen. Freigegeben sind ausschließlich RC-N3, RC 2 und RC-N2. Wer noch eine RC-N1 oder die erste DJI RC besitzt, braucht für die Lito X1 eine neue Fernsteuerung oder kauft die Drohne gleich als Combo mit Fernsteuerung.
Brauche ich mit der RC 2 noch ein Smartphone?
Zum Fliegen nicht. Auf der RC 2 ist DJI Fly vorinstalliert, das Livebild läuft auf ihrem 5,5-Zoll-Display. Für die Aktivierung braucht die RC 2 einmalig Internet, das bekommt sie über WLAN oder einen Handy-Hotspot. Das Smartphone dient danach nur noch zum Übertragen der Aufnahmen, wenn du das möchtest.