DJI RC 2 mit Avata 360: Kompatibilität, Funktionen, Kopplung

DJI RC 2 mit Avata 360: DJI gibt RC 2, RC-N2 und RC-N3 frei. Welche Funktionen nur mit Fernsteuerung laufen, was der Brille bleibt und wie du koppelst.

Zubehör Veröffentlicht am 6 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • DJI RC 2 mit Avata 360: passt. DJI nennt RC 2, RC-N2 und RC-N3 als Standard-Fernsteuerungen, die RC 2 liegt der Fly More Combo bei.
  • Nur mit Standard-Fernsteuerung: QuickShots und ActiveTrack 360° im FocusTrack-Modus.
  • Nur mit Brille und RC Motion 3: Kopfsteuerung, akrobatische Manöver, Livebild bis 1080p/100 und 4K im Format 4:3.
  • Livebild mit RC 2: bis 1080p/60 bei rund 130 ms Latenz, Reichweite 10 km nach CE.
  • Keine Mischung: RC 2 und Goggles N3 arbeiten an der Avata 360 nicht zusammen. Beim Wechsel koppelst du neu.

Welche Steuerungen passen zur Avata 360?

DJI teilt die Steuerungen der Avata 360 in zwei Gruppen. Die Standard-Fernsteuerungen funktionieren allein, die Steuerungen für den Brillenflug nur zusammen mit Goggles 3 oder Goggles N3.

SteuerungArtBild aufVoraussetzung
DJI RC 2Standard-Fernsteuerungeigenem 5,5-Zoll-Displaykeine
DJI RC-N3Standard-FernsteuerungSmartphonekeine
DJI RC-N2Standard-FernsteuerungSmartphonekeine
RC Motion 3BewegungssteuerungGoggles 3 oder N3gekoppelte Brille
FPV Fernsteuerung 3FPV-SteuerungGoggles 3 oder N3gekoppelte Brille
RC Pro 2, DJI RC, RC Pronicht gelistet––

Die RC 2 ist damit die einzige Steuerung der Avata 360 mit eigenem Bildschirm. Die größere RC Pro 2 fehlt in der Liste, obwohl sie wie die Avata 360 über O4 funkt. Ihre Freigaben enden bei Mavic 4 Pro, Mini 5 Pro, Mini 4 Pro, Air 3S und Air 3. Welche Bildschirm-Steuerung DJI für welche Drohne vorsieht, zeigt die Übersicht DJI Fernsteuerung mit Display.

Ein Zusatzmodul wie bei der Neo 2 braucht die Avata 360 nicht. Die Übertragung O4+ steckt fest im Rumpf, jede der drei Standard-Fernsteuerungen koppelt direkt.

Was mit der RC 2 geht und was der Brille bleibt

Welche Funktionen du an der Avata 360 nutzen kannst, hängt an der Steuerung. DJI nennt in den FAQ und im Datenblatt diese Unterschiede:

FunktionRC 2 (Standard-Fernsteuerung)Goggles N3 mit RC Motion 3
Livebild1080p bis 60 fps1080p bis 100 fps im Einzelobjektiv-Modus
QuickShotsjanein
ActiveTrack 360° (FocusTrack)janein
Kopfsteuerungneinja
Akrobatische Manöverneinja
4K im Format 4:3neinja
FPV-Flugim Einzelobjektiv-Modus, Bild neigt sich mitja
Sichtkontakthältst du selbstüber einen Beobachter

Mit der RC 2 nennt DJI eine Latenz von rund 130 ms bei 1080p/60. Das reicht für ruhige Kameraflüge und Verfolgungen, für schnelle Manöver zwischen Hindernissen ist der Brillenaufbau gedacht.

Die Hinderniserkennung bindet DJI an den Aufnahmemodus. Im 360°-Modus arbeitet sie rundum, im Einzelobjektiv-Modus nur nach vorn. Das gilt mit RC 2 genauso wie mit Brille.

Zwei gezeichnete Flugaufbauten nebeneinander. Links eine Person mit der DJI RC 2, sie sieht die Avata 360 selbst, Funkstrecke O4+ mit 1080p/60. Nur hier gibt es QuickShots und ActiveTrack 360°. Rechts eine Person mit Goggles N3 und RC Motion 3, daneben ein Beobachter mit Sichtlinie zur Drohne, Funkstrecke bis 1080p/100. Nur hier gibt es Kopfsteuerung, Akrobatik und 4K im 4:3-Format. Merksatz: Die Avata 360 ist immer mit genau einer Steuerung gekoppelt.

Mit der RC 2 fliegst du wie mit einer Kameradrohne und behältst die Drohne selbst im Blick, die Brille braucht einen Beobachter.

360°-Modus und Einzelobjektiv-Modus mit der RC 2

Die Avata 360 hat zwei Aufnahmearten, und beide laufen mit der RC 2.

Im 360°-Modus nehmen beide Objektive die ganze Kugel auf, bis 8K mit 60 Bildern. Nur hier gibt es FocusTrack, den virtuellen 360°-Gimbal und die Hinderniserkennung rundum. Den Bildausschnitt legst du später in der Bearbeitung fest. Für ruhige Kamerabewegungen nennt DJI eine Fernsteuerung mit eingebautem Bildschirm als passendes Werkzeug, und unter den freigegebenen Steuerungen der Avata 360 ist das die RC 2.

Im Einzelobjektiv-Modus filmt die Drohne klassisch bis 4K mit 60 Bildern. Laut DJI liefert er bei herkömmlichen Videos die bessere Bildqualität. Mit der RC 2 fliegst du darin aus der Ich-Perspektive, die Aufnahmen kippen mit der Fluglage mit und wirken dadurch dynamischer.

Die Geschwindigkeit wählst du am Schalter der RC 2:

ModusHöchstgeschwindigkeit laut DJI
Cine6 m/s
Normal12 m/s ab Werk, in den Einstellungen bis 16 m/s
Sport18 m/s

Reichweite und Livebild

Über O4+ nennt DJI für die Avata 360 bis 10 km nach CE-Standard, 20 km nach FCC. Das sind Werte ohne Hindernisse und Störungen. Für reale Umgebungen gibt DJI Spannen an:

Rechtlich zählt die Sichtverbindung. Die Avata 360 trägt die Klasse C1 und wiegt rund 455 g, in der offenen Kategorie fliegst du sie in Sichtweite. Die Reserve der Funkstrecke hält das Livebild stabil, wenn Bäume oder Häuser zwischen dir und der Drohne stehen.

Der Download der Aufnahmen über die Fernsteuerung läuft laut DJI mit bis zu 10 MB/s. Per WLAN direkt aufs Smartphone schafft die Drohne mit Wi-Fi 6 bis zu 100 MB/s, das ist für 8K-Material der deutlich schnellere Weg.

So koppelst du die RC 2 mit der Avata 360

Die Avata 360 ist immer mit genau einer Steuerung gekoppelt. Kommt die RC 2 nicht aus derselben Combo oder warst du zuletzt mit Brille unterwegs, koppelst du neu. Das Handbuch der RC 2 beschreibt den Ablauf für alle unterstützten Drohnen gleich:

  1. RC 2 aktivieren, falls sie neu ist. Dafür braucht sie einmalig Internet über WLAN und dein DJI-Konto.
  2. Firmware aktualisieren, an Drohne und Fernsteuerung, über DJI Fly.
  3. Beide Geräte einschalten und höchstens 0,5 m voneinander entfernt hinlegen.
  4. In DJI Fly auf der RC 2 in den Einstellungen den Bereich Steuerung öffnen und die erneute Kopplung mit dem Fluggerät starten. Die RC 2 piept und ihre Status-LED blinkt blau.
  5. An der Drohne die Ein/Aus-Taste gedrückt halten, laut Handbuch der RC 2 länger als vier Sekunden, bis die Drohne piept.
  6. Bestätigung abwarten: Die LED der RC 2 leuchtet grün, in DJI Fly erscheint das Livebild.

Laut Handbuch wählt die RC 2 beim Wechsel zwischen Drohnen selbst die passende Firmware. Eine RC 2 aus der Combo einer Mini 4 Pro oder Air 3S fliegt die Avata 360 darum nach der Kopplung ohne weitere Schritte. Die Daten der Fernsteuerung selbst stehen in der Rezension der DJI RC 2.

RC 2 oder Brille: welche Combo?

Zur Wahl stehen vor allem zwei Pakete. Die Fly More Combo bringt die RC 2 mit, die Motion Fly More Combo die Goggles N3 und die RC Motion 3. Beide enthalten mehrere Akkus.

PaketSteuerungBildPreis
Fly More Combo (DJI RC 2)RC 25,5-Zoll-Display795,99 €
Motion Fly More ComboRC Motion 3Goggles N3788,15 €

Die Entscheidung hängt an der Art, wie du fliegen willst:

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Wer die Motion Combo besitzt und QuickShots nachrüsten will, braucht keine RC 2. Die RC-N3 mit Smartphone öffnet dieselben Funktionen und kostet deutlich weniger. Alle übrigen Daten der Drohne stehen in der Rezension der DJI Avata 360.

Fazit: die RC 2 für Kameraflüge, die Brille für das Erlebnis

Die RC 2 passt an der Avata 360 ohne Umweg und bringt die Funktionen mit, die DJI an eine Standard-Fernsteuerung bindet. Für 360°-Material, Verfolgungen und Flüge ohne Beobachter ist sie die bequemste Wahl. Wer Kopfsteuerung und Akrobatik will, kommt an Goggles und RC Motion 3 nicht vorbei. Mit einer vorhandenen RC 2 und der Motion Combo hast du beide Welten und zahlst nur den Wechsel per Kopplung.

Häufige Fragen

Ist die DJI RC 2 mit der Avata 360 kompatibel?

Ja. DJI nennt in den FAQ der Avata 360 drei Standard-Fernsteuerungen: DJI RC 2, RC-N2 und RC-N3. Die RC 2 liegt außerdem der Fly More Combo bei. Ein Zusatzmodul wie bei der Neo 2 braucht die Avata 360 nicht, die O4+-Übertragung ist fest eingebaut.

Kann ich die RC 2 zusammen mit den Goggles N3 an der Avata 360 nutzen?

Nein. Die Brillen Goggles 3 und Goggles N3 koppeln an der Avata 360 laut DJI nur zusammen mit der RC Motion 3 oder der FPV Fernsteuerung 3. Mit der RC 2 siehst du das Livebild allein auf ihrem eigenen 5,5-Zoll-Display. Wechselst du zwischen beiden Aufbauten, koppelst du die Drohne jedes Mal neu.

Welche Funktionen gibt es an der Avata 360 nur mit der RC 2?

QuickShots und ActiveTrack 360° im FocusTrack-Modus gibt es laut DJI nur mit einer Standard-Fernsteuerung, also mit RC 2, RC-N2 oder RC-N3. Mit Brille und Bewegungssteuerung fallen beide weg. Unter den drei Standard-Fernsteuerungen ist die RC 2 die einzige mit eigenem Bildschirm.

Kann ich mit der RC 2 an der Avata 360 FPV fliegen?

Ja, im Einzelobjektiv-Modus. Laut DJI fliegst du dann auch mit der Standard-Fernsteuerung aus der Ich-Perspektive, die Aufnahmen neigen sich mit der Fluglage. Kopfsteuerung und akrobatische Manöver bleiben dem Aufbau aus Goggles und RC Motion 3 vorbehalten.

Wie weit fliegt die Avata 360 mit der RC 2?

DJI nennt für die O4+-Übertragung 10 km nach CE-Standard und 20 km nach FCC, gemessen ohne Hindernisse und Störungen. In der Stadt rechnet DJI mit etwa 1,5 bis 4 km. In der offenen Kategorie musst du die Drohne trotzdem durchgehend mit eigenen Augen sehen, das begrenzt die nutzbare Strecke auf wenige hundert Meter.

Brauche ich mit der RC 2 einen Beobachter?

Nein, solange du die Avata 360 selbst im Blick behältst. Mit der RC 2 schaust du abwechselnd auf Display und Drohne, das erfüllt die Pflicht zur Sichtverbindung. Beim Flug mit Brille übernimmt diese Pflicht in der offenen Kategorie ein Beobachter neben dir.

Lohnt sich die RC 2 für die Avata 360, wenn ich schon die Motion Combo habe?

Wenn du QuickShots, ActiveTrack 360° oder Flüge ohne Beobachter willst, ja. Die RC 2 öffnet genau die Funktionen, die der Brille fehlen. Besitzt du sie schon aus einer Combo der Mini 4 Pro, Mini 5 Pro oder Air 3S, kostet dich das nur eine neue Kopplung. Neu gekauft ist die RC-N3 mit Smartphone der günstigere Weg zu denselben Funktionen.

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