Das Wichtigste in Kürze
- DJI Avata 2 ActiveTrack: gibt es nicht. Handbuch und FAQ nennen keine Motivverfolgung, auch keine QuickShots.
- Head Tracking richtet die Drohne nach deinen Kopfbewegungen aus und verfolgt kein Motiv.
- Verfolgungen fliegst du selbst: Normalmodus bis 8 m/s, Sportmodus bis 16 m/s, manuell in der EU bis 19 m/s.
- Ohne Brille geht nichts: Die Avata 2 fliegt laut DJI nur mit Goggles, beim Brillenflug steht ein Beobachter neben dir.
- Wer Verfolgung will: Avata 360 mit RC 2 (ActiveTrack 360°) oder Neo 2 (ActiveTrack bis 12 m/s).
Hat die DJI Avata 2 ActiveTrack?
Nein. Im Handbuch der Avata 2 kommt ActiveTrack nicht vor, auch die FAQ von DJI nennt keine Motivverfolgung. Die Drohne folgt keinem Menschen, Fahrzeug oder Tier von selbst. Handbuch und FAQ nennen diese Funktionen:
| Funktion | Avata 2 | Hinweis laut DJI |
|---|---|---|
| ActiveTrack, Follow Me | nein | im Handbuch nicht vorhanden |
| QuickShots, MasterShots | nein | im Handbuch nicht vorhanden |
| Hinderniserkennung | nein | Sensoren nur zur Positionierung nach unten und hinten |
| Head Tracking | ja | Kopfbewegung steuert Ausrichtung und Kameraneigung |
| Easy ACRO | ja | Slide, 180°-Drift und Flip mit der RC Motion 3 |
| Manueller Modus | ja | nur mit FPV Fernsteuerung 2 oder 3 |
| Automatische Rückkehr | ja | intelligent, bei leerem Akku und bei Signalverlust |
Die Avata 2 ist damit eine Drohne zum Selbstfliegen. Ihre Assistenzfunktionen machen Kunstflug und Steuerung leichter, die Kameraführung bleibt bei dir. Wie ActiveTrack bei DJI-Kameradrohnen arbeitet und welche Modi es gibt, erklärt der Ratgeber ActiveTrack bei DJI.
Warum die Avata 2 nicht folgen kann
Zwei Eigenschaften der Avata 2 passen nicht zu einer automatischen Verfolgung.
Keine Hinderniserkennung. Laut FAQ hat die Avata 2 keine Hindernisvermeidung. Ihre Kameras unter und hinter dem Rumpf halten die Position, Bäume und Hauswände vor ihr erkennt sie nicht. Eine Drohne, die einem Motiv folgt, schaut dagegen ständig nach vorn und zur Seite.
Nur mit Brille. Die Avata 2 lässt sich laut DJI ausschließlich mit Goggles fliegen, gesteuert über RC Motion oder FPV Fernsteuerung. Eine Standard-Fernsteuerung mit Bildschirm, auf dem du ein Motiv antippst, gibt es für sie nicht.
Wie DJI die Verfolgung bei seinen FPV-Drohnen handhabt, zeigt die Avata 360. Sie bietet ActiveTrack 360°, aber nur mit einer Standard-Fernsteuerung wie der RC 2. Sobald Brille und RC Motion 3 gekoppelt sind, fällt die Funktion weg. Die Einzelheiten stehen im Ratgeber DJI RC 2 mit Avata 360.
Head Tracking: die Kopfsteuerung der Avata 2
Head Tracking klingt nach Verfolgung, meint aber deinen eigenen Kopf. Laut Handbuch steuerst du damit zwei Dinge:
- die Ausrichtung der Drohne: Drehst du den Kopf, dreht sich die Avata 2 mit.
- die Neigung der Kamera: Senkst oder hebst du den Blick, neigt sich der Gimbal.
Eingeschaltet wird Head Tracking im Livebild über das Schnellmenü der Brille. Danach kann die RC Motion 3 die Kameraneigung nicht mehr steuern, die Flugrichtung gibst du weiter durch Kippen der Steuerung vor. Nimmst du die Brille ab, ist Head Tracking nicht verfügbar.
Für Verfolgungen hilft die Funktion durchaus. Du hältst ein seitlich fahrendes Motiv im Bild, indem du einfach hinschaust, und steuerst den Flugweg mit der Hand. Easy ACRO lässt sich mit eingeschaltetem Head Tracking laut Handbuch nicht nutzen.

Bei der Avata 2 lenkt immer der Pilot, per Hand oder per Kopf. Ein Motiv erkennt die Drohne nicht selbst.
Verfolgungsaufnahmen mit der Avata 2 selbst fliegen
Die Avata 2 ist für Verfolgungen gut gebaut. Der Rundumschutz erlaubt geringe Abstände, und das Sichtfeld von 155 Grad hält auch ein schnell wechselndes Motiv im Bild. Entscheidend ist der passende Flugmodus. DJI nennt im Datenblatt diese Höchstgeschwindigkeiten:
| Modus | Höchsttempo laut DJI | entspricht | geeignet für |
|---|---|---|---|
| Normal | 8 m/s | rund 29 km/h | Läufer, Radfahrer bis etwa 25 km/h |
| Sport | 16 m/s | rund 58 km/h | Radfahrer bergab, Boote, langsame Autos |
| Manuell | 27 m/s, in der EU 19 m/s | rund 68 km/h in der EU | schnelle Motive, nur mit FPV Fernsteuerung |
Die Spalte „geeignet für“ leitet sich aus dem Tempo ab. Ein Radfahrer mit 25 km/h fährt knapp 7 m/s und liegt damit dicht am Limit des Normalmodus. Für Kurven und Überholmanöver braucht die Drohne Reserve, der Sportmodus ist dann die sicherere Wahl.
Für ruhige Aufnahmen empfiehlt DJI im Handbuch den Normalmodus. Drei weitere Punkte helfen bei Verfolgungen:
- Strecke vorher abfliegen. DJI rät zu Probeflügen, um Route und Bildausschnitt festzulegen. Ohne Hinderniserkennung ist das bei der Avata 2 besonders wichtig.
- Gleichmäßig Gas geben. Laut Handbuch entscheidet der Druck auf den Gashebel der RC Motion 3 über ruhige Bewegungen im Bild.
- Easy ACRO bleibt aus. Flips und Drifts laufen laut Handbuch nicht, solange die Drohne filmt.
Wer im manuellen Modus mitfliegen will, braucht die FPV Fernsteuerung 2 oder 3 und Übung im Simulator. Die RC Motion 3 unterstützt diesen Modus nicht.
Was bei Verfolgungsflügen rechtlich gilt
Beim Flug mit Brille siehst du die Drohne nicht selbst. In der offenen Kategorie steht darum ein Beobachter neben dir, der die Avata 2 durchgehend im Blick hat und dich warnt. Bei einer Verfolgung bewegt sich das Motiv, der Beobachter muss die ganze Strecke überblicken können.
Die Avata 2 trägt laut Handbuch die Klassenkennzeichnung C1. Sie darf damit in der Unterkategorie A1 fliegen, Menschenansammlungen bleiben tabu, und das Überfliegen unbeteiligter Personen vermeidest du. Die Person, die du verfolgst, ist beteiligt und sollte vorher zustimmen. Das schützt dich auch, wenn du das Video später veröffentlichst. Die Grundregeln für Brillenflüge stehen im Ratgeber FPV-Drohne fliegen.
Diese DJI-Drohnen folgen von selbst
Wer eine Drohne sucht, die einem Motiv eigenständig folgt und trotzdem FPV-Charakter hat, findet bei DJI drei Kandidaten:
| Drohne | Verfolgung | Voraussetzung | Hinderniserkennung |
|---|---|---|---|
| Avata 360 | ActiveTrack 360° im FocusTrack-Modus | Standard-Fernsteuerung wie RC 2, RC-N2 oder RC-N3 | rundum im 360°-Modus |
| Neo 2 | ActiveTrack bis 12 m/s | Start per App oder aus der Hand | rundum, vorn mit LiDAR |
| Neo | folgt in 2 bis 7 m Abstand | Start per App oder aus der Hand | keine, Sensoren nur zur Positionierung |
Die Avata 360 kommt der Avata 2 am nächsten. Sie hat den Rundumschutz, lässt sich mit Brille fliegen und filmt in 360 Grad. Für die Verfolgung wechselst du auf die RC 2, die in der Fly More Combo enthalten ist.
Die Neo 2 ist die kleine, günstigere Lösung für Selbstaufnahmen beim Radfahren oder Wandern. Mit Goggles N3 und RC Motion 3 fliegt auch sie aus der Ich-Perspektive.
Fazit
Die Avata 2 folgt niemandem von selbst. Sie ist eine Drohne für Piloten, die Verfolgungen selbst fliegen, mit dem Normalmodus für Läufer und Radfahrer, dem Sportmodus für schnellere Motive und dem manuellen Modus für Geübte. Head Tracking nimmt dir dabei die Kameraführung ab, solange du hinschaust. Wenn die Drohne das Motiv selbst halten soll, ist die Avata 360 mit RC 2 der nächste Verwandte und die Neo 2 der günstige Weg.
Häufige Fragen
Hat die DJI Avata 2 ActiveTrack?
Nein. Handbuch und FAQ der Avata 2 führen keine Motivverfolgung, auch keine QuickShots oder MasterShots. An Flugfunktionen nennt DJI Head Tracking, Easy ACRO, die drei Flugmodi Normal, Sport und Manuell sowie die automatische Rückkehr. Wer eine Verfolgung filmen will, fliegt sie selbst.
Kann die DJI Avata 2 mir automatisch folgen?
Nein. Die Avata 2 hat weder ActiveTrack noch eine Follow-Me-Funktion über das Smartphone. Sie lässt sich laut DJI auch nur mit Brille fliegen, eine Fernsteuerung mit Bildschirm, über die du ein Motiv markieren könntest, gibt es für sie nicht. Selbstständig folgen können die Avata 360 mit Standard-Fernsteuerung sowie die Neo und die Neo 2.
Was ist Head Tracking bei der Avata 2?
Mit Head Tracking steuerst du über Kopfbewegungen die Ausrichtung der Drohne und die Neigung der Kamera. Drehst du den Kopf nach links, dreht sich die Avata 2 mit. Die Funktion reagiert allein auf deinen Kopf. Laut Handbuch schaltest du sie im Schnellmenü der Brille ein, beim Absetzen der Brille ist sie nicht verfügbar.
Welche FPV-Drohne von DJI hat ActiveTrack?
Die Avata 360 bietet ActiveTrack 360° im FocusTrack-Modus, laut DJI aber nur mit einer Standard-Fernsteuerung wie der RC 2, RC-N2 oder RC-N3. Mit Brille und RC Motion 3 entfällt die Funktion. Die Neo 2 verfolgt Motive mit bis zu 12 m/s und erkennt Hindernisse rundum, die erste Neo folgt in 2 bis 7 m Abstand.
Wie schnell kann ich mit der Avata 2 ein Motiv verfolgen?
Laut Datenblatt fliegt die Avata 2 im Normalmodus bis 8 m/s, im Sportmodus bis 16 m/s und im manuellen Modus bis 27 m/s. In der EU begrenzt DJI den manuellen Modus auf 19 m/s, das sind rund 68 km/h. Ein Radfahrer mit 25 km/h ist im Normalmodus knapp, im Sportmodus bequem zu begleiten.
Brauche ich für Verfolgungsflüge mit der Avata 2 einen Beobachter?
Ja. Mit Brille siehst du die Drohne nicht selbst, in der offenen Kategorie muss darum ein Beobachter neben dir stehen, der sie durchgehend im Blick hat. Bei schnellen Verfolgungen hilft eine Absprache vorab, wohin die Strecke führt. Die gefilmte Person sollte einverstanden sein, das schützt dich auch beim späteren Veröffentlichen.