Das Wichtigste in Kürze
- DJI Fernsteuerung mit Display: Für Hobbydrohnen gibt es vier. DJI RC und RC Pro gehören zur älteren Generation, RC 2 und RC Pro 2 zur aktuellen mit O4-Übertragung.
- Keine Kopplung über die Generationen: Eine DJI RC findet keine Mini 4 Pro, eine RC 2 keine Mini 3.
- RC 2 als Standard: 5,5 Zoll, 700 Nits, 420 g. Sie passt zu Neo, Neo 2, Flip, Lito 1, Lito X1, Avata 360, Mini 4 Pro, Mini 5 Pro, Air 3, Air 3S und Mavic 4 Pro.
- RC Pro 2 für die Oberklasse: 7,02 Zoll, 1.600 Nits dauerhaft, 128 GB, HDMI, aber rund 750 g.
- Ohne Display-Option: Mini 4K, Mini 2 und Mini 2 SE fliegen nur mit RC-N1 bzw. RC-N1C und Smartphone.
Welche DJI-Fernsteuerungen haben ein Display?
DJI baut zwei Arten von Fernsteuerungen. Die Modelle der RC-N-Reihe (RC-N1, RC-N1C, RC-N2, RC-N3) haben keinen Bildschirm, in ihre Halterung klemmst du das Smartphone. Die Modelle ohne N im Namen bringen ein eigenes Display, einen eigenen Akku und die vorinstallierte App DJI Fly mit.
Im Hobbybereich sind es vier Geräte:
| Modell | Display | Helligkeit | Gewicht | Laufzeit | Speicher | Funk |
|---|---|---|---|---|---|---|
| DJI RC | 5,5 Zoll, 1920 × 1080 | 700 Nits | ca. 390 g | 4 h | microSD | O2 bis O3+, je nach Drohne |
| DJI RC Pro | 5,5 Zoll, 1920 × 1080 | 1.000 Nits | ca. 680 g | 3 h | 32 GB plus microSD | O3+ |
| DJI RC 2 | 5,5 Zoll, 1920 × 1080 | 700 Nits | ca. 420 g | 3 h | 32 GB plus microSD | O4 |
| DJI RC Pro 2 | 7,02 Zoll, 1920 × 1200 | 1.600 Nits dauerhaft, 2.000 in der Spitze | ca. 750 g | 4 h | 128 GB plus microSD | O4, O4+ |
Die Werte stammen aus den Datenblättern von DJI. Bei der RC 2 sind von den 32 GB laut DJI rund 21 GB nutzbar.
Daneben gibt es Bildschirm-Fernsteuerungen für die Enterprise-Reihe, etwa die RC Pro Enterprise der Mavic 3T und die RC Plus 2 der Matrice-Modelle. Sie gehören zu Profi-Drohnen und spielen für den Hobbyflug keine Rolle.
Die Funkgeneration entscheidet
Ob eine Fernsteuerung zu einer Drohne passt, hängt zuerst am Übertragungssystem. Die aktuelle Generation O4 koppelt nur mit O4-Fernsteuerungen. Die ältere Generation mit O2, O3 und O3+ bleibt unter sich. Gehäuse, Sticks und Bildschirm sehen bei DJI RC und RC 2 fast gleich aus. In ihnen stecken trotzdem zwei verschiedene Funkgenerationen.
Innerhalb der älteren Generation entscheidet zusätzlich die Freigabe je Modell. Die Mini 3 funkt über O2 und läuft mit der DJI RC. Die Mini 4K funkt ebenfalls über O2, für sie führt DJI dagegen keine Fernsteuerung mit Display.
| Drohne | Fernsteuerung mit Display |
|---|---|
| Mini 2, Mini 2 SE, Mini 4K | keine, nur RC-N1 bzw. RC-N1C mit Handy |
| Mini 3 | DJI RC |
| Mini 3 Pro | DJI RC, DJI RC Pro |
| Air 2S | DJI RC, DJI RC Pro |
| Mavic 3, 3 Classic, 3 Cine, 3 Pro | DJI RC, DJI RC Pro |
| Neo | DJI RC 2 |
| Neo 2 | DJI RC 2, nur mit Sendeempfänger |
| Flip | DJI RC 2 |
| Lito 1, Lito X1 | DJI RC 2 |
| Avata 360 | DJI RC 2 |
| Mini 4 Pro, Air 3, Air 3S | DJI RC 2, DJI RC Pro 2 |
| Mini 5 Pro | DJI RC 2, DJI RC Pro 2 |
| Mavic 4 Pro | DJI RC 2, DJI RC Pro 2 |
Grundlage sind die Datenblätter und FAQ der Drohnen und Fernsteuerungen sowie die Pakete, in denen DJI sie verkauft. Bei der RC Pro stammen Mini 3 Pro, Mavic 3 Classic und Mavic 3 Pro aus späteren Freigaben, im ursprünglichen Datenblatt fehlen sie.

Zwei Generationen ohne Übergang: Die RC 2 deckt die meisten aktuellen Drohnen ab, die RC Pro 2 nur die größeren Kameradrohnen.
DJI RC 2: die Standard-Wahl für aktuelle Drohnen
Die RC 2 ist die Bildschirm-Fernsteuerung, die DJI den meisten aktuellen Combos beilegt. Sie steckt in Paketen der Mini 4 Pro, Mini 5 Pro, Air 3S, Flip, Lito X1, Avata 360 und Mavic 4 Pro. Ihr Display misst 5,5 Zoll mit Full-HD-Auflösung und 700 Nits, der Akku hält laut DJI bis zu drei Stunden, gemessen mit der Air 3 bei 1080p/60. An einem Ladegerät mit 9 V und 3 A ist sie in rund anderthalb Stunden wieder voll.
Ihre Freigabeliste ist die längste der vier. Auf der Produktseite der RC 2 selbst stehen allerdings nur Mini 4 Pro, Air 3, Air 3S und Neo, ergänzt um den Hinweis auf künftige Fluggeräte. Die neueren Modelle von Flip bis Mavic 4 Pro führen die RC 2 auf ihren eigenen Seiten. Maßgeblich ist darum immer die Seite der Drohne.
Gegenüber der RC-N3 ohne Bildschirm wiegt die RC 2 rund 100 g mehr und kostet deutlich mehr, die RC 2 gibt es für 339,99 € (Amazon-Preis: Stand 07.11.2026, 15:50 MEZ · Details). Dafür entfallen Halterung, Kabel und App-Start vor jedem Flug. Alle Werte und die Bewertung stehen in der Rezension der DJI RC 2.
DJI RC Pro 2: großes Display für die Oberklasse
Die RC Pro 2 kam mit der Mavic 4 Pro und steckt in deren Creator Combo. Sie ist die größte Bildschirm-Fernsteuerung im Hobbybereich:
- Display: 7,02 Zoll mit 1920 × 1200 Pixeln, 1.600 Nits dauerhaft und bis zu 2.000 Nits in der Spitze, gemessen bei zehn Prozent mittlerer Bildhelligkeit.
- Speicher: 128 GB intern, erweiterbar per microSD mit UHS-I U3 oder schneller.
- Anschlüsse: ein HDMI-Ausgang für einen externen Monitor.
- Laufzeit: vier Stunden, Betrieb von -10 bis 40 °C.
- Gewicht: rund 750 g, fast doppelt so viel wie die RC 2.
Ihre Liste ist kürzer. DJI nennt Mavic 4 Pro, Mini 5 Pro, Mini 4 Pro, Air 3S und Air 3. Mit der Mavic 4 Pro funkt sie über O4+, bei den anderen Drohnen passt sie das Übertragungssystem laut DJI an. Neo, Neo 2, Flip, Lito und Avata 360 fehlen in der Liste.
Die RC Pro 2 lohnt sich, wenn das Display ein Arbeitswerkzeug ist. Bei praller Sonne bleibt das Bild mit 1.600 Nits besser lesbar, und über HDMI sieht ein Kunde oder Regisseur am zweiten Monitor mit. Für eine Mini, die selbst 249 g wiegt, sind drei Viertel Kilo in der Hand viel.
DJI RC und RC Pro: die Bildschirme der älteren Generation
Die erste DJI RC (Modell RM330) erschien 2022 mit der Mini 3 Pro. Sie hat 5,5 Zoll und 700 Nits, wiegt rund 390 g und läuft laut DJI vier Stunden. Einen internen Medienspeicher nennt DJI nicht, Mitschnitte landen auf einer microSD-Karte. Sie passt zu Mini 3, Mini 3 Pro, Air 2S und der Mavic-3-Familie.
Die DJI RC Pro zielt auf die Mavic 3. Ihr Display leuchtet mit 1.000 Nits, sie hat 32 GB Speicher, einen Mini-HDMI-Ausgang und wiegt rund 680 g. Mit drei Stunden Laufzeit hält sie kürzer als die DJI RC. Welche Drohnen sie laut DJI und Händlern unterstützt, steht in der Rezension der DJI RC Pro.
Für beide gilt dieselbe Grenze. Wer von einer Mini 3 Pro auf eine Mini 5 Pro oder von einer Mavic 3 auf eine Mavic 4 Pro umsteigt, braucht eine neue Fernsteuerung. Die alte koppelt mit keiner O4-Drohne.
Drohnen ohne Bildschirm-Fernsteuerung
Für einige DJI-Drohnen gibt es keine Fernsteuerung mit Display.
- Mini 4K, Mini 2 und Mini 2 SE funken über O2 und fliegen mit der RC-N1 bzw. RC-N1C. Das Smartphone ist hier immer der Bildschirm. Ein Upgrade auf eine DJI RC ist nicht vorgesehen.
- Avata 2 und die FPV-Sets der Neo-Reihe zeigen das Bild in der Brille. Die Steuerungen dazu, RC Motion 3 und FPV Fernsteuerung 3, haben selbst keinen Bildschirm.
- Neo 2 koppelt mit der RC 2 erst, wenn der Digitale Sendeempfänger am Heck sitzt. Ab Werk funkt sie nur per WLAN zum Smartphone.
Wer eine Mini 4K besitzt und ohne Handy fliegen will, muss also die Drohne wechseln. Die Lito 1 als Nachfolger in derselben Preisklasse koppelt laut DJI mit RC-N3, RC 2 und RC-N2.
Lohnt sich das Display gegenüber dem Smartphone?
Für viele Piloten ja. Die Vorteile zeigen sich beim Start und bei schwierigem Licht:
- Startklar ohne Aufbau: einschalten, Livebild erscheint. Halterung, Kabel und App-Start entfallen.
- Helligkeit: 700 Nits bei RC und RC 2, mehr bei den Pro-Modellen. Viele ältere Smartphones bleiben darunter.
- Kein Handy-Akku: Die Fernsteuerung zieht keinen Strom aus dem Telefon, Anrufe unterbrechen kein Livebild.
Dagegen stehen Gewicht und Preis. Die RC 2 wiegt rund 100 g mehr als die RC-N3, und das Handy-Display ist oft größer als 5,5 Zoll. Für Updates, Karten und die Aktivierung braucht die Fernsteuerung außerdem WLAN, unterwegs also einen Hotspot. Wie sich die Wege ohne Handy im Alltag unterscheiden, beschreibt der Ratgeber Drohne mit Kamera ohne Handy.
Eine Display-Fernsteuerung für mehrere Drohnen
Eine RC 2 kann nacheinander mehrere Drohnen fliegen. Gekoppelt ist sie immer mit genau einer, beim Wechsel koppelst du neu. Laut Handbuch wählt die RC 2 dabei selbst die passende Firmware für das gekoppelte Fluggerät.
Das macht sie zum gemeinsamen Steuergerät für eine Mini 4 Pro und eine zweite, kleinere Drohne wie Flip oder Neo. Die zweite Drohne kaufst du dann in einer Variante mit RC-N3 oder ohne Fernsteuerung, soweit DJI sie anbietet, und koppelst sie mit der vorhandenen RC 2.
Zwei Einschränkungen bleiben:
- Nur innerhalb einer Generation. Eine RC 2 und eine Mini 3 Pro kommen nicht zusammen, auch nicht über Umwege.
- Nicht jede O4-Drohne kennt jede O4-Fernsteuerung. Die RC Pro 2 fehlt zum Beispiel bei Neo, Flip und Avata 360.
Fazit: erst die Drohne, dann das Display
Die Frage nach der passenden Fernsteuerung beginnt bei der Drohne. Bei allen aktuellen Modellen von Neo bis Mavic 4 Pro ist die RC 2 die Antwort, die RC Pro 2 lohnt sich für Mavic 4 Pro, Mini 5 Pro und die Air-Reihe, wenn das helle 7-Zoll-Display gebraucht wird. Wer noch eine Mini 3 Pro oder Mavic 3 fliegt, bleibt bei DJI RC oder RC Pro. Und wer mit Mini 4K, Mini 2 oder Mini 2 SE ohne Handy fliegen möchte, kommt nur mit einer neueren Drohne dorthin.
Häufige Fragen
Welche DJI-Fernsteuerungen haben ein Display?
Für Hobbydrohnen sind es vier. Die DJI RC und die DJI RC Pro gehören zur älteren Generation um Mini 3 Pro und Mavic 3, die DJI RC 2 und die DJI RC Pro 2 zur aktuellen Generation mit O4-Übertragung. Dazu kommen Enterprise-Steuerungen wie die RC Pro Enterprise und die RC Plus 2 für Profi-Drohnen. RC-N1, RC-N2 und RC-N3 haben keinen Bildschirm, dort dient das Smartphone als Anzeige.
Gibt es für die DJI Mini 4K eine Fernsteuerung mit Display?
Nein. Die Mini 4K funkt über DJI O2 und fliegt mit der RC-N1C, an der das Smartphone als Bildschirm hängt. Die DJI RC mit eigenem Display gibt DJI für die Mini 4K nicht frei, ebenso wenig für Mini 2 und Mini 2 SE. Wer ohne Handy fliegen will, braucht eine andere Drohne, etwa die Lito 1 oder die Flip mit RC 2.
Passt die DJI RC zur Mini 4 Pro?
Nein. Die Mini 4 Pro funkt über O4 und koppelt nur mit Fernsteuerungen dieser Generation. Mit Display sind das die DJI RC 2 und die DJI RC Pro 2. Die erste DJI RC aus der Zeit der Mini 3 findet die Mini 4 Pro nicht, auch wenn beide Fernsteuerungen fast gleich aussehen.
Was ist der Unterschied zwischen DJI RC und DJI RC 2?
Vor allem die Funkgeneration. Die DJI RC funkt je nach Drohne über O2, O3 oder O3+ und passt zu Mini 3, Mini 3 Pro, Air 2S und der Mavic-3-Familie. Die RC 2 funkt über O4 und gehört zu Neo, Flip, Mini 4 Pro, Mini 5 Pro, Air 3 und neueren Modellen. Beide haben 5,5 Zoll und 700 Nits, die RC 2 bringt zusätzlich 32 GB internen Speicher mit und wiegt 420 statt 390 g.
Was ist der Unterschied zwischen DJI RC 2 und RC Pro 2?
Die RC Pro 2 hat ein 7,02-Zoll-Display mit 1.600 Nits Dauerhelligkeit, 128 GB Speicher, einen HDMI-Ausgang und vier Stunden Laufzeit. Dafür wiegt sie rund 750 g. Die RC 2 hat 5,5 Zoll und 700 Nits bei 420 g. Die RC Pro 2 passt zu Mavic 4 Pro, Mini 5 Pro, Mini 4 Pro, Air 3S und Air 3, Neo, Flip, Lito und Avata 360 fehlen in ihrer Liste.
Kann ich eine DJI RC 2 für mehrere Drohnen nutzen?
Ja, solange alle Drohnen die RC 2 unterstützen. Gekoppelt ist sie immer mit genau einer Drohne, beim Wechsel koppelst du neu. Laut Handbuch wählt die RC 2 dabei selbst die passende Firmware für das Fluggerät. Eine Mini 4 Pro und eine Flip lassen sich so abwechselnd mit derselben Fernsteuerung fliegen.
Braucht eine DJI-Fernsteuerung mit Display ein Handy?
Für den Flug nicht. DJI Fly ist auf RC 2, RC Pro 2 und den älteren Modellen vorinstalliert, das Livebild erscheint direkt auf dem eingebauten Bildschirm. Internet braucht die Fernsteuerung für die Aktivierung, Firmware-Updates und aktuelle Karten. Dafür verbindest du sie per WLAN, etwa mit dem Hotspot des Smartphones.