DJI Mini 3 Licht: Status-LEDs, Farben und Nachtflug

Die DJI Mini 3 hat zwei Status-LEDs an den vorderen Armen und kein Hilfslicht. Was die Farben zeigen, was nachts gilt und wie Mini 4K und Mini 5 Pro leuchten.

Kameradrohnen Veröffentlicht am 8 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • DJI Mini 3 Licht: Die Drohne hat zwei Status-LEDs an den Spitzen der vorderen Arme. Scheinwerfer und ein Hilfslicht an der Unterseite fehlen.
  • Farben: Im normalen Flug mit GNSS blinken die LEDs langsam grün. Gelb steht für Signalverlust oder den ATTI-Modus, Rot für schwachen Akku und Fehler.
  • Ausschalten: Das Handbuch nennt keinen Schalter für die Status-LEDs.
  • Dämmerung: Die Bodensensoren brauchen für präzises Schweben mehr als 15 Lux, unter 10 Lux arbeiten sie nicht zuverlässig.
  • Nachtflug: Vorgeschrieben ist ein grünes Blinklicht. Ein aufgesetztes Licht zählt laut DJI als Nutzlast, die Mini 3 gilt damit nicht mehr als C0.
  • Andere Minis: Die Mini 4K hat eine LED am Heck, Mini 4 Pro und Mini 5 Pro haben zusätzlich ein Hilfslicht unten.

Welche Lichter hat die DJI Mini 3?

Die DJI Mini 3 trägt zwei Status-LEDs. Sie sitzen an den Spitzen der beiden vorderen Arme und zeigen mit Farbe und Blinkmuster den Zustand des Flugreglers. Daran siehst du, ob die Drohne GNSS empfängt, ob sie gerade hochfährt oder ob ein Fehler vorliegt. Den Boden oder das Motiv leuchten die LEDs nicht aus.

Weitere Leuchten hat nur der Akku. Vier Akkustand-LEDs neben der Netztaste am Heck zeigen den Ladestand. Einen Scheinwerfer nach vorn hat die Mini 3 nicht, ebenso wenig ein Hilfslicht an der Unterseite, wie es DJI bei späteren Modellen für die Bodensensoren einbaut.

Die Mini 3 Pro ist an dieser Stelle gleich aufgebaut. Auch sie hat laut Handbuch zwei Status-LEDs an den vorderen Armen und kein Hilfslicht, dafür zusätzlich Sichtsensoren nach vorn und hinten.

LichtPositionAufgabe
2 Status-LEDsSpitzen der vorderen ArmeZustand von Flugregler, GNSS und Verbindung
4 Akkustand-LEDsam Akku neben der NetztasteLadestand und Akkufehler
Hilfslicht untennicht vorhanden–
Scheinwerfernicht vorhanden–

Was die Farben der Status-LEDs bedeuten

Langsames grünes Blinken ist der Normalfall. Die Mini 3 hat dann GNSS-Empfang und hält ihre Position über die Satelliten. Blinkt sie zweimal grün in regelmäßigen Abständen, übernehmen die Sichtsensoren an der Unterseite, weil das Satellitensignal fehlt. Gelb meldet den ATTI-Modus oder einen Abbruch der Fernsteuerung, Rot einen schwachen Akku oder einen Fehler.

Die vollständige Liste laut Handbuch der Mini 3:

AnzeigeBedeutung
langsam violettAufwärmphase
rot, grün und gelb im WechselHochfahren und Selbstdiagnose
langsam grünGNSS aktiv
zweimal grün in AbständenSichtsensoren unten aktiv
langsam gelbGNSS und Sichtsensoren aus, ATTI-Modus
langsam blauWechsel zwischen WLAN und Videoübertragung
zweimal blau in AbständenWLAN aktiv, wartet auf das Handy
dauerhaft blauper WLAN mit dem Handy verbunden
schnell blauDownload über WLAN mit hoher Geschwindigkeit
dauerhaft rot im WLAN-WechselWechsel auf WLAN fehlgeschlagen
langsam rot bei „Meine Drohne finden“Motoren piepen zur Suche
schnell gelbSignal der Fernsteuerung unterbrochen
langsam rotAkkustand niedrig
schnell rotAkkustand sehr niedrig
rot in regelmäßigen AbständenIMU-Fehler
dauerhaft rotkritischer Fehler
rot und gelb im WechselKompass kalibrieren

Die blauen Zustände gehören zu QuickTransfer. Drückst du am eingeschalteten Fluggerät dreimal schnell die Netztaste, wechselt die Mini 3 ins WLAN und überträgt Fotos und Videos mit bis zu 25 MB/s direkt aufs Handy. Die Fernsteuerung braucht es dafür nicht.

Kann man das Licht der Mini 3 ausschalten?

Laut Handbuch nicht. DJI beschreibt für die Mini 3 keine Einstellung, mit der sich die Status-LEDs in DJI Fly abschalten oder dimmen lassen. Sie leuchten, solange die Drohne eingeschaltet ist.

Abkleben ist keine gute Lösung. Ohne die LEDs fehlen dir vor dem Start die Hinweise auf GNSS-Empfang, Kompassfehler oder einen schwachen Akku. Bei Nacht zählt außerdem jede Lichtquelle, an der andere die Drohne erkennen. Für die Mini 5 Pro schreibt DJI ausdrücklich, die LED-Leuchten an den Armen nicht zu verdecken.

Kein Hilfslicht: was das in der Dämmerung bedeutet

Die Mini 3 bestimmt ihre Position über GNSS. Wird das Satellitensignal schwach, etwa unter einer Brücke, zwischen hohen Gebäuden oder in einer Halle, übernehmen die Sichtsensoren an der Unterseite. Sie vergleichen Bilder des Bodens und brauchen dafür Licht und eine Oberfläche mit Struktur.

Laut Handbuch schwebt die Mini 3 präzise zwischen 0,5 und 10 m Höhe über Oberflächen mit mehr als 20 % diffuser Reflexion und mehr als 15 Lux Beleuchtung. Über Flächen mit weniger als 10 Lux funktionieren die Sensoren nicht ordnungsgemäß. Zum Vergleich: Am Ende der bürgerlichen Dämmerung, wenn rechtlich die Nacht beginnt, liegen im Freien nur noch rund 3 Lux an.

Drei schematische Draufsichten: Mini 3 und Mini 3 Pro mit zwei grünen Status-LEDs an den vorderen Armspitzen und ohne Hilfslicht, Mini 4K mit einer Status-LED am Heck und ohne Hilfslicht, Mini 4 Pro und Mini 5 Pro mit zwei Status-LEDs vorn und einem Hilfslicht an der Unterseite. Darunter eine logarithmische Lux-Skala für die Bodensensoren der Mini 3: unter 10 Lux unzuverlässig, präzises Schweben ab 15 Lux, QuickShots ab 300 Lux, Dämmerungsende bei rund 3 Lux.

Die Mini 3 meldet mit zwei LEDs ihren Status. Ihre Bodensensoren brauchen mehr als 15 Lux, und dieser Wert fällt schon in der Dämmerung weg.

Fallen GNSS und Sichtsensoren beide aus, wechselt die Mini 3 in den ATTI-Modus. Sie hält dann ihre Position nicht mehr und bremst nicht von selbst, Wind treibt sie seitlich ab. Intelligente Flugmodi und die Rückkehrfunktion stehen in diesem Zustand nicht zur Verfügung. Draußen mit gutem Satellitenempfang merkst du davon wenig, denn dort hält GNSS die Drohne auch im Dunkeln.

Für die QuickShots verlangt DJI noch mehr Licht. Unter 300 Lux rät das Handbuch davon ab, die automatischen Flugfiguren zu nutzen. Beim Landen in der Dämmerung hilft eine beleuchtete Landefläche. Eine Stirnlampe oder ein Landepad mit Licht gibt den Sensoren unten auf den letzten Metern wieder Kontrast.

Reicht das Licht der Mini 3 für den Nachtflug?

Nachtflüge sind in der offenen Kategorie erlaubt. Die EU-Verordnung 2019/947 verlangt dafür ein eingeschaltetes grünes Blinklicht (UAS.OPEN.060). Die übrigen Regeln gelten weiter, von 120 m Höhe bis zum Sichtkontakt. Was zusätzlich zu beachten ist, steht im Ratgeber zum Nachtflug mit der Drohne.

Die Status-LEDs der Mini 3 blinken im Normalbetrieb grün. Eine Lichtstärke oder Sichtweite schreibt die Verordnung für die offene Kategorie nicht vor. DJI weist im Handbuch der Mini 3 Pro darauf hin, dass die Anforderungen an die Beleuchtung je nach Region verschieden sind, und nennt keine eigene Einstufung.

Praktisch sind die beiden LEDs klein und auf kurze Entfernung ausgelegt. Aus größerer Distanz sind sie schwer auszumachen, und bei einer Warnung wechseln sie auf Gelb oder Rot. Ein separates grünes Blinklicht oben auf dem Rumpf macht die Drohne zuverlässig sichtbar.

Zusatzlicht an der Mini 3: Gewicht und Klasse C0

Die Mini 3 wiegt mit Standardakku, Propellern und microSD-Karte laut DJI 248 g und erfüllt damit die Klasse C0. Die Erklärung zur Startmasse im Handbuch knüpft das an drei Bedingungen: keine Nutzlast außer dem gelisteten Zubehör, keine nicht autorisierten Ersatzteile und keine Änderungen am Fluggerät.

Ein aufgesetztes Blinklicht steht nicht auf dieser Liste. Mit Licht ist die Mini 3 deshalb keine C0-Drohne mehr, ganz gleich, wie wenig das Licht wiegt. Schon ein Modul mit 2 g bringt sie außerdem auf 250 g. Ab dieser Grenze fliegt sie in der Unterkategorie A3 mit 150 m Abstand zu Wohn-, Gewerbe-, Industrie- und Erholungsgebieten, und du brauchst den Kompetenznachweis A1/A3.

Mit dem Akku Plus liegt die Mini 3 laut DJI bei rund 290 g und ist ohnehin über der Grenze. Das Licht kostet dann nur noch etwas Flugzeit.

AufbauStartmasseKlasse
Standardakku, ohne Licht248 gC0
Standardakku, Licht mit 2 grund 250 gkeine C0, A3
Standardakku, Licht mit 8 grund 256 gkeine C0, A3
Akku Plusrund 290 gkeine C0, A3

Das Licht gehört oben auf den Rumpf. An der Unterseite sitzen Sicht- und Infrarotsensoren, die frei bleiben müssen. Kabel, Klettband und Halter dürfen außerdem nicht in den Propellerkreis ragen. Bauarten, Gewichte und Befestigungen vergleicht der Ratgeber zur Drohnen-Beleuchtung mit LED und Blitzlicht.

Mini 3, Mini 4K, Mini 4 Pro und Mini 5 Pro im Vergleich

DJI hat die Beleuchtung über die Mini-Generationen verändert. Die Zahl der Status-LEDs schwankt zwischen einer und zwei, ein Hilfslicht für die Bodensensoren kam mit der Mini 4 Pro.

ModellStatus-LEDsPositionHilfslicht unten
Mini 32Spitzen der vorderen Armenein
Mini 3 Pro2Spitzen der vorderen Armenein
Mini 4K1Heck, unter der Akkuklappenein
Mini 4 Pro2Spitzen der vorderen Armeja
Mini 5 Pro2Spitzen der vorderen Armeja

Mini 4K. Sie hat nur eine einzige Status-LED, und die sitzt hinten. Von vorn siehst du sie im Flug kaum. Die Farben folgen einem eigenen Schema: langsam grün für GPS, zweimal grün für die Sichtsensoren unten, schnell grün beim Abbremsen. Ein Hilfslicht hat auch die Mini 4K nicht, im Halbdunkel gelten für sie dieselben Grenzen wie für die Mini 3.

Mini 4 Pro und Mini 5 Pro. Beide haben zwei Status-LEDs vorn an den Armen, die nach dem Motorstart grün blinken. Dazu kommt ein Hilfslicht an der Unterseite. Es schaltet sich standardmäßig bei schlechten Lichtverhältnissen ein, wenn die Drohne nach dem Start unter 5 m Höhe fliegt. In DJI Fly kannst du es auch von Hand ein- und ausschalten, nach jedem Neustart steht es wieder auf Auto. DJI schreibt dazu, dass die Sensoren in lichtarmer Umgebung auch mit Hilfslicht nicht immer optimal positionieren.

Das Hilfslicht strahlt nach unten auf den Landeplatz und dient den Sensoren. Das grüne Blinklicht für den Nachtflug ersetzt es nicht. Bei der Mini 5 Pro gibt es eine regionale Ausnahme. Auf dem chinesischen Festland blinkt nach dem Start die linke LED rot und die rechte grün, wie die Positionslichter eines Flugzeugs. Außerhalb davon blinken beide grün. Wie du Hilfslicht, Rückkehr und Flugmodi der Mini 5 Pro einstellst, fasst die Bedienungsanleitung der DJI Mini 5 Pro zusammen.

Fazit: Status ablesen, die Nacht planen

Vor jedem Start lohnt ein Blick auf die beiden LEDs. Blinken sie langsam grün, hat die Mini 3 Satellitenempfang und hält ihre Position. Für Flüge in der Dämmerung planst du die Landung, solange noch Licht da ist, weil die Bodensensoren unter 10 Lux unzuverlässig werden.

Wer regelmäßig nachts fliegen will, rüstet ein grünes Blinklicht nach und rechnet mit der Unterkategorie A3 und dem Nachweis A1/A3. Wer ein Hilfslicht für Starts und Landungen im Halbdunkel möchte, findet es erst bei Mini 4 Pro und Mini 5 Pro.

Häufige Fragen

Hat die DJI Mini 3 ein Licht?

Ja, zwei Status-LEDs an den Spitzen der vorderen Arme. Sie zeigen mit Farben und Blinkmustern den Zustand der Drohne, etwa GNSS-Empfang oder einen schwachen Akku. Einen Scheinwerfer oder ein Hilfslicht an der Unterseite hat die Mini 3 nicht. Dazu kommen vier Akkustand-LEDs am Akku.

Was bedeutet es, wenn die DJI Mini 3 grün blinkt?

Langsames grünes Blinken heißt, dass die Mini 3 GNSS empfängt und ihre Position über Satelliten hält. Zweimal grün in regelmäßigen Abständen bedeutet, dass die Sichtsensoren an der Unterseite die Position halten, weil das Satellitensignal fehlt. Blinkt sie langsam gelb, sind beide Systeme aus und die Drohne fliegt im ATTI-Modus.

Kann man die LEDs der DJI Mini 3 ausschalten?

Das Handbuch der Mini 3 beschreibt dafür keine Einstellung in DJI Fly. Abkleben ist nicht zu empfehlen. Du verlierst die Statusanzeige an der Drohne, und bei Nacht hilft jede Lichtquelle, damit andere die Drohne erkennen.

Darf ich mit der DJI Mini 3 nachts fliegen?

Ja, Nachtflüge sind in der offenen Kategorie erlaubt. Die EU-Verordnung verlangt dafür ein eingeschaltetes grünes Blinklicht. Die Status-LEDs der Mini 3 blinken im Normalbetrieb zwar grün, sind aber klein und wechseln bei Warnungen die Farbe. Ein zusätzliches grünes Blinklicht ist der sichere Weg, es kostet allerdings die Klasse C0.

Bleibt die DJI Mini 3 mit Zusatzlicht eine C0-Drohne?

Nein. Laut DJI erfüllt die Mini 3 die C0-Anforderungen nur ohne zusätzliche Nutzlast, ausgenommen das im Handbuch gelistete Zubehör. Ein aufgesetztes Licht gehört nicht dazu. Mit 248 g ab Werk bringt sie schon ein Licht mit 2 g auf 250 g, dann gilt die Unterkategorie A3 mit dem Kompetenznachweis A1/A3.

Warum driftet die DJI Mini 3 in der Dämmerung?

Ohne gutes GNSS-Signal hält die Mini 3 ihre Position über die Sichtsensoren an der Unterseite. Die brauchen laut Handbuch mehr als 15 Lux für präzises Schweben und arbeiten unter 10 Lux nicht zuverlässig. Ein Hilfslicht, das den Boden ausleuchtet, fehlt der Mini 3. Fallen beide Systeme aus, wechselt sie in den ATTI-Modus und treibt mit dem Wind ab.

Welche DJI Mini hat ein Hilfslicht an der Unterseite?

Die Mini 4 Pro und die Mini 5 Pro. Ihr Hilfslicht schaltet sich bei schwachem Licht unter 5 m Flughöhe automatisch ein und lässt sich in DJI Fly auch von Hand schalten. Nach jedem Neustart steht es wieder auf Auto. Mini 3, Mini 3 Pro und Mini 4K haben kein Hilfslicht.

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