Das Wichtigste in Kürze
- DJI Neo Follow Me startest du per Modus-Taste auf der Drohne, in der Smartphone-App oder mit Fernsteuerung über ActiveTrack.
- Tempo: maximal 8 m/s (knapp 29 km/h) laut Handbuch v1.2, vor dem Update im November 2024 waren es 5,5 m/s.
- Abstand: 2 bis 7 m zur Person, Höhe 0,5 bis 5 m.
- Ohne Fernsteuerung bleibt die Neo auf 50 m Entfernung und 30 m Höhe begrenzt.
- Keine Hinderniserkennung: Die Neo folgt dir auch in einen Ast, darum nur in offenem Gelände.
Drei Wege, wie die Neo dir folgt
Die Neo kennt mehrere Verfolgungsfunktionen, und welche du nutzt, hängt davon ab, womit du sie steuerst:
| Steuerung | Funktion | Was die Neo tut |
|---|---|---|
| Modus-Taste auf der Drohne | Follow | folgt dir von hinten und filmt automatisch |
| Modus-Taste oder App | DirectionTrack | folgt aus einer festen Richtung, etwa von vorn oder seitlich |
| Smartphone-App (WLAN) | Follow in den Smart Snaps | wie oben, Abstand und Höhe in der App einstellbar |
| Fernsteuerung, z. B. RC-N3 | ActiveTrack in FocusTrack | folgt einer markierten Person, du steuerst Kamera und Aufnahme |
Die ersten drei Wege sind für Spontanclips gedacht: Die Neo startet aus der Hand, filmt selbstständig und landet wieder auf deiner Hand. Mit Fernsteuerung wird daraus ein klassischer Verfolgungsflug, bei dem du Aufnahme, Höhe und Richtung jederzeit selbst eingreifst.

Follow hängt die Neo hinter dich, DirectionTrack hält eine feste Richtung, und kommst du ihr entgegen, bleibt sie stehen.
Follow per Modus-Taste: ohne Handy und Fernsteuerung
Das ist der Weg, für den die Neo gebaut ist. Laut Handbuch ist Follow nach dem ersten Einschalten der Standardmodus, sonst schaltest du mit einem kurzen Druck auf die Modus-Taste durch die Modi. Die Drohne sagt den gewählten Modus an, und eine Anzeige auf der Oberseite leuchtet.
So läuft ein Follow-Clip ab:
- Einschalten und die Neo stillhalten, bis die Selbstdiagnose durch ist.
- Follow wählen mit der Modus-Taste.
- Auf die Hand legen, Arm ausstrecken, die Kamera auf dich richten. Die Hand darf die Kamera nicht verdecken.
- Modus-Taste gedrückt halten. Die Neo zählt herunter, startet, fliegt ein Stück rückwärts und erfasst dich als Motiv.
- Loslaufen. Entfernst du dich, fliegt die Neo hinterher und filmt.
- Landen: Auf die schwebende Neo zugehen, die flache Hand mit gespreizten Fingern darunter halten. Laut DJI landet sie, wenn die Hand höchstens 0,7 m unter ihr ist.
Wichtig ist das Verhalten in Gegenrichtung: Kommst du der Neo entgegen, fliegt sie nicht rückwärts, sie bleibt schwebend stehen. Damit lässt sich das Ende eines Clips bewusst steuern. Willst du den Startvorgang abbrechen, drückst du die Modus-Taste einmal kurz, bevor der Countdown endet.
Alle Grundfunktionen der Neo von Akku bis Speicher erklärt die DJI Neo Bedienungsanleitung.
DirectionTrack: Folgen aus fester Richtung
DirectionTrack liegt auf dem Custom-Platz der Modus-Taste. Beim ersten Mal muss der Modus laut Handbuch in der DJI Fly App über ein kurzes Tutorial freigeschaltet werden.
Nach dem Start fliegt die Neo ein Stück zurück, wartet, bis du dich bewegst, und legt dann die Richtung fest, aus der sie dich filmt. Danach hält sie diese Position relativ zu deiner Laufrichtung, zum Beispiel seitlich auf Schulterhöhe. Wechselst du zu schnell die Richtung, schaltet sie vorübergehend auf Folgen von hinten um und kehrt in die gewählte Perspektive zurück, sobald sie dich wieder eingeordnet hat.
Beendet wird DirectionTrack ohne Taste: Du drehst dich zur Neo und bleibst stehen. Dann stoppt sie die Aufnahme und fliegt auf dich zu, und du kannst sie auf der Hand landen.
Follow in der Smartphone-App
Verbindest du die Neo per WLAN mit der DJI Fly App, bekommst du dieselben Modi mit mehr Einstellmöglichkeiten. Für Follow und DirectionTrack legst du dort Abstand und Höhe fest, das Livebild läuft auf dem Smartphone mit, und mit STOP beendest du die Aufnahme jederzeit. Die Neo bleibt danach schwebend stehen.
Über die App lässt sich auch die Sprachsteuerung nutzen: Mit dem Weckwort „Hey Fly“ nimmt die Neo Befehle an. Laut Handbuch versteht sie allerdings nur Englisch oder Mandarin, abhängig von der App-Sprache.
Für Handsteuerung und App gelten feste Grenzen, die sich laut DJI nicht ändern lassen:
| Grenze | Wert ohne Fernsteuerung |
|---|---|
| Maximale Flughöhe | 30 m |
| Maximale Entfernung | 50 m |
| Rückkehrfunktion (RTH) | nicht verfügbar |
Verliert die Neo dich aus dem Bild, bleibt sie schweben. Für diesen Fall beschreibt DJI einen Rettungsweg: Smartphone per WLAN verbinden, in der App die laufende Aufgabe stoppen, auf manuelle Steuerung umschalten und die Drohne mit den virtuellen Sticks landen. Das klappt nur mit einem Smartphone, das schon einmal mit der Neo verbunden war.
ActiveTrack mit Fernsteuerung
Mit einer Fernsteuerung wie der RC-N3 nutzt die Neo das Verfolgungspaket FocusTrack, das aus größeren DJI-Drohnen bekannt ist. Es besteht aus drei Modi:
- Spotlight: Die Kamera bleibt auf dem Motiv, du fliegst selbst.
- Point of Interest: Die Neo umkreist das Motiv mit eingestelltem Radius und Tempo.
- ActiveTrack: Die Neo folgt dem Motiv in festem Abstand.
Gestartet wird ActiveTrack, indem du die Person im Livebild mit einem Rahmen markierst oder die automatische Motiverkennung einschaltest. Laut Handbuch verfolgt ActiveTrack bei der Neo nur Personen, und zwar in diesen Bereichen:
| Parameter | Bereich laut DJI | Optimal |
|---|---|---|
| Horizontaler Abstand | 2–7 m | 2–5 m |
| Höhe | 0,5–5 m | 0,5–3 m |
Liegt die Neo beim Start außerhalb dieser Werte, meldet die App das, und du bringst sie zuerst manuell in den passenden Bereich. Anders als bei den Handstart-Modi zeichnet FocusTrack nicht automatisch auf, du startest die Aufnahme selbst mit der Aufnahmetaste. Während der Verfolgung kannst du Ausrichtung, Höhe und Abstand mit den Sticks korrigieren. Die Flugpause-Taste der Fernsteuerung bringt dich zurück zu Spotlight, ein zweiter Druck beendet FocusTrack.
Wie die Verfolgungsmodi technisch arbeiten und wie sich ActiveTrack bei anderen DJI-Modellen unterscheidet, erklärt der Überblick ActiveTrack bei DJI.
Wie schnell die Neo mithält
Die erste Fassung des Handbuchs nannte für den Follow-Modus eine Höchstgeschwindigkeit von 5,5 m/s. Mit der Firmware V01.00.0400 vom 6. November 2024 hat DJI laut Release Notes das Tempo beim Tracking erhöht, das aktuelle Handbuch v1.2 nennt 8 m/s. Umgerechnet:
| Wert | m/s | km/h |
|---|---|---|
| Follow-Modus bis Oktober 2024 | 5,5 | ca. 20 |
| Follow-Modus seit Firmware V01.00.0400 | 8 | ca. 29 |
Für Spaziergänge, Joggen und gemütliches Radfahren genügt das deutlich. Auf dem Rennrad in der Ebene, bei Abfahrten mit dem Mountainbike oder beim Skifahren hängt dich die Neo dagegen ab. Dann verliert sie dich aus dem Bild und bleibt schweben. Damit der neue Wert greift, muss die Firmware aktuell sein, ein Update läuft über die DJI Fly App.
Die Grenzen der Neo beim Folgen
Die wichtigste Einschränkung steht in jedem Abschnitt des Handbuchs: Die Neo hat keine Hinderniserkennung. Ihr Sichtsystem und der Infrarotsensor schauen nach unten und dienen der Positionierung. Beim Folgen sieht sie weder Äste noch Laternen, Schilder oder Hauswände. Wer unter Bäumen joggt, riskiert einen Absturz.
Dazu kommen Bedingungen, unter denen die Verfolgung abbricht oder unsicher wird:
- Licht: Das Sichtsystem arbeitet laut DJI zwischen 15 und 10.000 Lux. Dämmerung und grelles Gegenlicht auf Schnee liegen an den Rändern.
- Scharfe Kurven: Verschwindest du aus dem Kamerabild, etwa hinter einer Hausecke, bleibt die Neo schweben, bis du zurück im Bild bist.
- Tarnfarben: Kleidung in Farbe und Muster der Umgebung erschwert die Erkennung.
- Andere Personen: Läuft jemand dicht an dir vorbei, kann das Tracking auf die falsche Person springen.
- Wind: Die Neo hält laut Datenblatt Wind bis 8 m/s stand. Bei Gegenwind verliert sie beim Folgen schneller den Anschluss.
Daraus ergibt sich eine einfache Faustregel: freie Wiese, Strand oder breiter Feldweg ja, Waldweg, Altstadtgasse und Skipiste mit Liftmasten nein.
Was beim Follow-Flug rechtlich gilt
Die Neo wiegt 135 Gramm und trägt die Klasse C0. Einen Kompetenznachweis brauchst du dafür nicht, als Betreiber registrieren musst du dich wegen der Kamera trotzdem. Die Registrierungsnummer gehört sichtbar auf die Drohne.
Für den Verfolgungsflug wichtig: Die EU-Durchführungsverordnung verlangt ständigen Sichtkontakt und macht eine Ausnahme für den Follow-me-Modus, bei dem die Drohne dem Fernpiloten folgt. Filmt die Neo dich selbst, greift die Ausnahme. Lässt du sie einer anderen Person folgen, musst du die Drohne die ganze Zeit sehen. Über Menschenansammlungen fliegst du in keinem Fall, und wer Fremde mit im Bild hat, muss Persönlichkeitsrechte und Datenschutz beachten.
Wann sich die Neo 2 lohnt
Wer die Verfolgung häufig nutzt, stößt bei der ersten Neo vor allem an zwei Grenzen: Tempo und fehlende Sensorik. Genau dort setzt die DJI Neo 2 an. Sie folgt laut Datenblatt mit bis zu 12 m/s und erkennt Hindernisse in alle Richtungen, vorn zusätzlich mit einem LiDAR-Sensor, der auch dünne Äste erfasst.
| Merkmal | DJI Neo | DJI Neo 2 |
|---|---|---|
| Tempo beim Tracking | 8 m/s | 12 m/s |
| Hinderniserkennung | keine | rundum, vorn mit LiDAR |
| Startgewicht | 135 g | 151 g |
| Klasse | C0 | C0 |
| Windwiderstand | 8 m/s | 10,7 m/s |
Für gelegentliche Clips beim Spaziergang bleibt die erste Neo eine gute Wahl. Wer der Drohne beim Radfahren oder im Wald vertrauen will, bekommt mit der Neo 2 genau die Sicherheit, die der Vorgängerin fehlt.
Fazit: offenes Gelände, aktuelle Firmware, dann läuft es
Follow Me ist die Kernfunktion der DJI Neo und lässt sich ohne jedes Zubehör nutzen: Modus-Taste, Handstart, loslaufen. Mit aktueller Firmware hält sie bis 8 m/s mit, ohne Fernsteuerung bleibt sie innerhalb von 50 m und 30 m Höhe. Der wichtigste Handgriff passiert vor dem Start: ein Blick nach oben und zur Seite. Weil die Neo keine Hindernisse erkennt, entscheidet die Wahl des Geländes darüber, ob der Clip gelingt. Freie Flächen, gutes Licht und eine aktuelle Firmware holen das Beste aus ihr heraus.
Häufige Fragen
Wie aktiviere ich Follow Me bei der DJI Neo?
Am schnellsten über die Modus-Taste oben auf der Drohne. Nach dem ersten Einschalten ist Follow der Standardmodus, sonst wählst du ihn mit kurzen Tastendrücken aus. Dann legst du die Neo auf die flache Hand, richtest die Kamera auf dich und hältst die Modus-Taste gedrückt. Nach dem Countdown startet sie, fliegt ein Stück zurück und folgt dir von hinten.
Wie schnell kann die DJI Neo folgen?
Laut Handbuch in der Version 1.2 liegt die maximale Horizontalgeschwindigkeit im Follow-Me-Modus bei 8 m/s, also knapp 29 km/h. Die erste Handbuch-Fassung nannte noch 5,5 m/s, das Firmware-Update vom November 2024 hat das Tempo beim Tracking erhöht. Für Joggen und gemütliches Radfahren reicht das, für schnelle Abfahrten nicht.
Hat die DJI Neo eine Hinderniserkennung beim Folgen?
Nein. Die Neo besitzt nur ein nach unten gerichtetes Sicht- und Infrarotsystem für die Positionierung. Sie erkennt beim Folgen weder Äste noch Laternen oder Hauswände. DJI empfiehlt darum offenes Gelände ohne Hindernisse und Flüge in Sichtweite. Die Nachfolgerin Neo 2 hat eine Hinderniserkennung in alle Richtungen samt LiDAR an der Front.
Kann die DJI Neo ohne Handy und Fernsteuerung folgen?
Ja. In der Handsteuerung genügt die Modus-Taste auf der Drohne: Follow auswählen, Taste halten, die Neo startet aus der Hand und folgt. Gelandet wird, indem du auf sie zugehst und die flache Hand unter sie hältst. Ohne Fernsteuerung bleibt sie dabei auf 30 Meter Höhe und 50 Meter Entfernung begrenzt, und es gibt keine automatische Rückkehr.
Wie weit kann mir die DJI Neo folgen?
Mit Handsteuerung oder Smartphone-App höchstens 50 Meter vom Startpunkt und 30 Meter hoch, diese Grenzen lassen sich laut DJI nicht ändern. Mit Fernsteuerung oder Brille gelten die normalen Flugbeschränkungen der DJI Fly App. Beim Folgen selbst hält die Neo laut Handbuch 2 bis 7 Meter Abstand zur Person, optimal sind 2 bis 5 Meter.
Kann die DJI Neo einem Hund oder Auto folgen?
DJI ist hier eindeutig: ActiveTrack verfolgt bei der Neo nur Personen, und für alle Verfolgungsmodi empfiehlt das Handbuch, ausschließlich Menschen zu tracken. Bei anderen Motiven bricht die Erkennung leichter ab. Ein Auto ist zudem mit 8 m/s Höchsttempo kaum einzuholen, und ohne Hinderniserkennung fehlt jeder Schutz am Straßenrand.
Funktioniert die Sprachsteuerung der DJI Neo auf Deutsch?
Nein. Laut Handbuch versteht die Sprachsteuerung Englisch oder Mandarin, je nach Sprache der App. Sie läuft nur in der Smartphone-Steuerung und wird mit dem Weckwort Hey Fly aktiviert. Auch die Sprachansagen der Drohne beim Handstart gibt es nur auf Englisch oder Mandarin.