Drohnen-Registrierung USA: FAA-Anmeldung Schritt für Schritt

Drohnen-Registrierung in den USA: 5 Dollar für drei Jahre bei der FAA, Pflicht ab 250 g. Welcher Weg für Touristen gilt, was FAADroneZone abfragt und wohin die Nummer gehört.

Recht & Wissen Veröffentlicht am 6 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Drohnen-Registrierung USA: Pflicht für jede Drohne über 250 g und für jeden gewerblichen Flug, online über FAADroneZone.
  • Kosten: 5 Dollar für drei Jahre. Im Freizeitflug deckt eine Nummer alle deine Drohnen ab.
  • Touristen dürfen sich registrieren. Die FAA stellt ausländischen Eigentümern eine Anerkennung des Eigentums aus.
  • Die Nummer gehört außen an die Drohne, gut lesbar und ohne Werkzeug sichtbar.
  • Bis 250 g im Freizeitflug entfallen Registrierung und Remote ID, der kostenlose TRUST-Test bleibt Pflicht.

Wer seine Drohne bei der FAA registrieren muss

Die Federal Aviation Administration (FAA) knüpft die Pflicht an zwei Fragen: Wie viel wiegt die Drohne, und fliegst du privat oder gewerblich? Die FAA formuliert es so, dass alle Drohnen registriert werden müssen, ausgenommen solche bis 0,55 Pfund, also unter 250 g, die unter der Ausnahme für den Freizeitflug betrieben werden.

SituationRegistrierungRemote IDKosten
Freizeitflug, bis 250 gnicht nötignicht nötigkostenlos
Freizeitflug, über 250 gPflicht, eine Nummer für alle DrohnenPflicht5 $ für 3 Jahre
gewerblich nach Part 107, jedes GewichtPflicht, je DrohnePflicht5 $ je Drohne für 3 Jahre

Für den Freizeitflug kommt der TRUST-Test dazu, ein kostenloser Online-Test von etwa 20 Minuten. Er gilt für jede Drohne, auch die leichte. Welche weiteren Regeln in den USA gelten, von der 400-Fuß-Grenze bis zur Sperre aller Nationalparks, fasst der Artikel Drohnen-Gesetz USA zusammen.

Eine einmal gewählte Betriebsart lässt sich nicht nachträglich wechseln. Die FAA schreibt ausdrücklich, dass eine Registrierung nicht zwischen Freizeitflug und Part 107 übertragen werden kann. Wer beides plant, registriert die Drohne in beiden Bereichen getrennt.

Welcher Weg für Touristen aus Deutschland?

Hier entsteht die meiste Verwirrung, weil die FAA zwei Verfahren für ausländische Drohnen kennt.

Die Registrierung. Sie richtet sich eigentlich an US-Bürger und Personen mit dauerhaftem Aufenthaltsrecht. Für ausländische Betreiber gilt laut FAA eine Sonderregel: Das ausgestellte Zertifikat gilt als Anerkennung des Eigentums. Im Alltag erfüllt es denselben Zweck wie eine US-Registrierung, du bekommst eine Nummer und ein Zertifikat.

Die Notice of Identification (NOI). Sie ist für Drohnen gedacht, die bereits in einem anderen Land registriert sind und Remote ID aussenden. Die Meldung ist kostenlos, die FAA bestätigt sie mit einer Confirmation of Identification (CID).

Für Reisende aus Deutschland ist die Lage dabei weniger klar, als es klingt. In der EU wird der Betreiber registriert, die Drohne trägt nur dessen e-ID. Eine eigene Registrierung des Geräts gibt es nicht. Die FAA-Seite für ausländische Betreiber verweist Drohnen, die nicht im Ausland registriert sind, auf das normale Registrierungsverfahren. Der eindeutige Weg ist deshalb die FAA-Registrierung für 5 Dollar. Sie deckt im Freizeitflug drei Jahre lang alle deine Drohnen ab und erspart jede Diskussion bei einer Kontrolle.

Entscheidungsbaum: Welcher FAA-Weg gilt für deine Drohne in den USA? Erste Frage: Fliegst du gewerblich? Wenn ja, gilt Part 107 mit Fernpilotenzeugnis, Registrierung je Drohne für 5 Dollar und für ausländische Betreiber zusätzlich eine Genehmigung des US-Verkehrsministeriums nach Part 375. Wenn nein, zweite Frage: Wiegt die Drohne bis 250 Gramm? Wenn ja, keine Registrierung und kein Remote ID, nur der kostenlose TRUST-Test. Wenn nein, dritte Frage: Ist die Drohne selbst in einem anderen Land registriert und sendet Remote ID? Wenn ja, ist eine kostenlose Notice of Identification möglich. Wenn nein oder unklar, wie bei deutschen Drohnen mit Betreiber-e-ID, führt der Weg zur FAA-Registrierung für 5 Dollar, drei Jahre gültig, eine Nummer für alle Drohnen. Merksatz: Für Touristen aus Deutschland mit einer Drohne über 250 Gramm ist die Registrierung für 5 Dollar der eindeutige Weg.

Drei Fragen führen zum richtigen Verfahren. Für deutsche Drohnen über 250 g endet der Baum fast immer bei der Registrierung für 5 Dollar.

Was du für die Registrierung bereithalten musst

Die FAA listet die Angaben vorab auf. Mit allem griffbereit dauert der Vorgang rund zehn Minuten.

Die Seriennummer für Remote ID vergibt der Hersteller. Bei DJI findest du die Seriennummer der Drohne in DJI Fly in den Geräteinformationen und auf einem Aufkleber an der Drohne. Ist unklar, welche Nummer gemeint ist, verweist die FAA ausdrücklich an den Hersteller.

Mindestalter ist 13 Jahre. Ist der Eigentümer jünger, muss eine Person ab 13 die Drohne registrieren.

Die Registrierung Schritt für Schritt

  1. FAADroneZone öffnen. Das offizielle Portal läuft unter faadronezone-access.faa.gov. Andere Seiten, die dieselbe Leistung gegen höhere Gebühren anbieten, sind private Vermittler.
  2. Konto anlegen mit E-Mail-Adresse und Passwort.
  3. Betriebsart wählen. Für Urlaubsflüge ist das der Freizeitflug, im Portal als Recreational Flyer bezeichnet, rechtlich die Ausnahme für eingeschränkte Freizeitflüge. Part 107 nur bei gewerblichem Einsatz.
  4. Persönliche Daten eintragen, also Anschrift und Telefon.
  5. Drohne hinzufügen mit Hersteller, Modell und Remote-ID- Seriennummer. Im Freizeitflug kannst du weitere Drohnen unter derselben Nummer ergänzen.
  6. 5 Dollar bezahlen per Karte.
  7. Zertifikat herunterladen. Es enthält deine Registrierungsnummer und das Ablaufdatum.

Danach fehlen noch zwei Schritte vor dem ersten Flug: die Nummer an der Drohne anbringen und den TRUST-Test ablegen.

Die Nummer an der Drohne

Die FAA verlangt, dass jede Drohne vor dem Flug mit der Registrierungsnummer gekennzeichnet ist. Die Nummer muss auf einer Außenfläche stehen und gut lesbar sein. Früher genügte eine Kennzeichnung im Akkuschacht, diese Möglichkeit hat die FAA gestrichen.

Für DJI-Drohnen bewährt sich ein kleines Etikett oder ein beschrifteter Aufkleber auf der Oberseite oder an einem Arm, wo er weder Sensoren noch Lüftungsschlitze verdeckt. Die deutsche e-ID darf daneben bleiben. Wie du die EU-Kennzeichnung haltbar anbringst, beschreibt der Ratgeber zur Drohnen-Plakette, dieselben Methoden taugen auch für die FAA-Nummer.

Zertifikat mitführen und vorzeigen

Das Registrierungszertifikat musst du beim Fliegen dabeihaben, auf Papier oder digital. Fliegt eine andere Person deine Drohne, braucht sie ebenfalls eine Kopie. Bundes-, Staats- und örtliche Polizei dürfen es verlangen, und du bist verpflichtet, es vorzuzeigen.

Wer eine registrierungspflichtige Drohne ohne Registrierung fliegt, riskiert laut FAA verwaltungsrechtliche und strafrechtliche Folgen.

Leichte Drohnen: wann die Registrierung entfällt

DJI baut seine Mini-Serie mit Standardakku unter 250 g. Für Mini 3, Mini 4 Pro oder Mini 4K bedeutet das im Freizeitflug: keine Registrierung, kein Remote ID, nur der TRUST-Test. Zwei Fälle kippen das:

Wer unsicher ist, registriert die Drohne trotzdem. Die 5 Dollar sind die günstigste Absicherung, falls doch einmal ein schwererer Akku in der Tasche landet.

Gewerblich fliegen: Part 107 für Ausländer

Für gewerbliche Flüge reicht die Registrierung allein nicht. Nötig sind dann drei Bausteine:

Für Urlaubsvideos auf dem eigenen Kanal gilt meist der Freizeitflug. Sobald ein Auftrag oder eine Bezahlung im Spiel ist, wird es gewerblich.

Verlängern und ändern

Die Registrierung läuft nach drei Jahren aus. Verlängert wird im selben Portal, angemeldet mit der ursprünglichen E-Mail-Adresse. Kommt eine neue Drohne dazu oder wird eine verkauft, pflegst du das ebenfalls in FAADroneZone. Im Freizeitflug bleibt die Nummer gleich, du trägst nur das Gerät nach.

Wer DJI-Drohnen in die USA mitnimmt, sollte vor der Reise auch einen Blick auf die aktuelle Lage rund um DJI werfen. Was die FCC-Liste für mitgebrachte Drohnen bedeutet, steht im Artikel DJI Drohne in den USA.

Fazit: zehn Minuten, fünf Dollar, drei Jahre Ruhe

Die FAA-Registrierung ist eine der einfachsten Pflichten rund um den USA-Flug. Für eine Drohne über 250 g legst du ein Konto in FAADroneZone an, zahlst 5 Dollar und klebst die Nummer außen an die Drohne. Mit dem TRUST-Zertifikat im Handy bist du für drei Jahre und alle Freizeitflüge abgedeckt. Plane die zehn Minuten vor dem Abflug ein, dann bleibt am Zielort Zeit für die eigentliche Frage, wo du fliegen darfst.

Häufige Fragen

Muss ich meine Drohne in den USA registrieren?

Ja, sobald sie mehr als 250 g wiegt oder du gewerblich nach Part 107 fliegst. Ausgenommen sind nur Drohnen bis 250 g im Freizeitflug. Die Registrierung läuft online über das FAA-Portal FAADroneZone, kostet 5 Dollar und gilt drei Jahre. Eine deutsche e-ID ersetzt sie nicht.

Was kostet die FAA-Registrierung einer Drohne?

Die FAA verlangt 5 Dollar für drei Jahre. Im Freizeitflug deckt eine Registrierung alle deine Drohnen ab, du bekommst eine Nummer für die ganze Sammlung. Nach Part 107 kostet jede Drohne einzeln 5 Dollar. Seiten, die für denselben Vorgang mehr verlangen, sind private Vermittler und keine Behörde.

Kann ich als Tourist eine Drohne bei der FAA registrieren?

Ja. Die FAA stellt ausländischen Eigentümern über dieselbe Registrierung eine Anerkennung des Eigentums aus, sie wirkt im Alltag wie eine US-Registrierung. Bezahlt wird mit Kredit- oder Debitkarte, das Zertifikat steht danach im Portal zum Herunterladen bereit. Am besten erledigst du das vor der Abreise.

Muss eine DJI Mini mit 249 g in den USA registriert werden?

Im Freizeitflug nicht. Drohnen bis 250 g sind von der Registrierung ausgenommen, wenn du sie unter der Ausnahme für den Freizeitflug betreibst, und brauchen dann auch kein Remote ID. Den TRUST-Test musst du trotzdem ablegen. Mit einem schwereren Akku, etwa dem Akku Plus, liegt die Drohne über 250 g und muss registriert werden.

Wo muss die FAA-Nummer an der Drohne stehen?

Gut lesbar auf einer Außenfläche der Drohne. Ein Aufkleber im Akkuschacht reicht nicht mehr, seit die FAA die Kennzeichnung auf die Außenseite verlegt hat. Ein beschrifteter Aufkleber, Gravur oder wasserfester Stift genügen, solange die Nummer ohne Werkzeug sichtbar ist.

Was ist der Unterschied zwischen Registrierung und Notice of Identification?

Die Registrierung trägt eine Drohne bei der FAA ein und kostet 5 Dollar. Die Notice of Identification ist eine kostenlose Meldung für Drohnen mit Remote ID, die bereits in einem anderen Land registriert sind, die FAA bestätigt sie mit einer Confirmation of Identification. Weil in der EU der Betreiber registriert wird und die Drohne selbst keine eigene Registrierung hat, ist für Touristen aus Deutschland die FAA-Registrierung der eindeutigere Weg.

Wie lange gilt die FAA-Registrierung und wie verlängere ich sie?

Drei Jahre. Danach verlängerst du sie im selben Portal mit der E-Mail-Adresse, unter der du dich registriert hast. Wer innerhalb dieser drei Jahre erneut in die USA reist, braucht keine neue Registrierung, solange Nummer und Drohne gleich bleiben.

Brauche ich zusätzlich zur Registrierung den TRUST-Test?

Ja, für den Freizeitflug ist der TRUST-Test Pflicht, unabhängig vom Gewicht. Er ist kostenlos, dauert etwa 20 Minuten und wird online bei anerkannten Anbietern abgelegt. Das Zertifikat musst du wie die Registrierung beim Fliegen dabeihaben, digital genügt.

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