Das Wichtigste in Kürze
- DJI Drohne USA: Fliegen ist erlaubt. Für DJI-Drohnen gelten dieselben FAA-Regeln wie für alle anderen.
- Seit Dezember 2025 stehen DJI und alle im Ausland produzierten Drohnen auf der Covered List der FCC. Neue Modelle bekommen keine Zulassung für Import und Verkauf mehr.
- Mavic 4 Pro und Mini 5 Pro hat DJI nie offiziell in den USA gestartet, obwohl beide vor dem Stichtag zugelassen wurden.
- Firmware-Updates für bereits zugelassene Drohnen erlaubt die FCC per Ausnahme bis zum 1. Januar 2029.
- Im Urlaub zählen TRUST-Test, Registrierung ab 250 g, Remote ID und die Sperre aller Nationalparks.
Darf ich eine DJI-Drohne in den USA fliegen?
Ja. Das Wort „DJI-Verbot“ taucht in vielen Schlagzeilen auf, beschreibt die Lage aber ungenau. Ein Flugverbot für DJI-Drohnen gibt es in den USA nicht. Die Luftfahrtbehörde FAA unterscheidet beim Fliegen nicht nach Hersteller. Für eine Mini 4 Pro gelten dieselben Pflichten wie für eine Drohne aus US-Produktion.
Die Einschränkungen kommen von einer anderen Behörde, der Telekommunikationsbehörde FCC. Sie entscheidet, welche Funkgeräte in den USA importiert und verkauft werden dürfen, und jede Drohne ist ein Funkgerät. Seit Dezember 2025 stehen DJI und alle im Ausland produzierten Drohnen samt wichtiger Bauteile auf ihrer Covered List. Geräte auf dieser Liste bekommen keine neue Zulassung.
| Bereich | was gilt | Behörde |
|---|---|---|
| Fliegen einer DJI-Drohne | erlaubt, normale FAA-Regeln | FAA |
| Modelle mit FCC-Zulassung vor Dezember 2025 | Zulassung bleibt bestehen | FCC |
| neue Modelle ohne bisherige Zulassung | keine Zulassung, damit kein regulärer Import und Verkauf | FCC |
| Firmware-Updates zugelassener Drohnen | per Ausnahme erlaubt bis 1. Januar 2029 | FCC |
| Einfuhr über den Handel | seit Herbst 2024 immer wieder vom Zoll zurückgehalten | Zollbehörde CBP |
Wie es zur FCC-Liste kam
Die Lage hat sich über zwei Jahre aufgebaut. Die wichtigsten Schritte nach den Berichten der Fachpresse und den Mitteilungen der FCC:
- Herbst 2024: Die US-Zollbehörde hält DJI-Lieferungen unter dem Gesetz gegen Zwangsarbeit in der Lieferkette zurück. Im Handel werden Modelle knapp.
- Dezember 2024: Das Verteidigungsgesetz für 2025 verlangt binnen eines Jahres eine Sicherheitsprüfung von DJI durch eine Sicherheitsbehörde. Findet sie nicht statt, folgt die Aufnahme in die Covered List.
- Mai und September 2025: DJI stellt Mavic 4 Pro und Mini 5 Pro vor, jeweils ohne den US-Markt. Als Gründe nennt die Fachpresse Importprobleme und Zölle.
- Dezember 2025: Die Frist verstreicht ohne Prüfung. Die FCC nimmt DJI und darüber hinaus alle im Ausland produzierten Drohnen und wichtige Drohnen-Bauteile in die Covered List auf.
- Januar 2026: Die FCC nimmt Drohnen der Blue-UAS-Liste des
Pentagons und Geräte mit überwiegend US-Fertigung befristet bis
- Januar 2027 aus.
- Februar 2026: DJI klagt vor dem Bundesberufungsgericht für den neunten Bezirk gegen die Entscheidung.
- Mai 2026: Die FCC verlängert die Ausnahme für Software- und Firmware-Updates bereits zugelassener Drohnen bis 1. Januar 2029.
Ein Urteil im Verfahren lag Ende September 2026 nach den verfügbaren Berichten nicht vor. Die Liste gilt bis auf Weiteres.

Der Stichtag im Dezember 2025 teilt die Modelle. Was vorher zugelassen wurde, fliegt weiter und bekommt bis 2029 Updates.
Mavic 4 Pro und Mini 5 Pro in den USA
Beide Drohnen sind Sonderfälle. Sie wurden vor dem Stichtag zugelassen, aber nie offiziell eingeführt.
DJI Mavic 4 Pro. DJI stellte sie im Mai 2025 weltweit vor und setzte den US-Start aus. Die FCC-Zulassung stammt laut Übersicht der Fachpresse vom Dezember 2024. Einzelne US-Fotohändler hatten die Drohne zeitweise auf Lager, die Bestände waren schnell vergriffen und kamen nur unregelmäßig nach. Im eigenen US-Store bietet DJI sie nicht an.
DJI Mini 5 Pro. Vorgestellt im September 2025, ebenfalls ohne die USA. Ihre FCC-Zulassung erhielt sie im Mai 2025. Auch sie fand später über Drittanbieter den Weg in den US-Handel, darunter über Amazon, verkauft aber nicht von DJI selbst.
Für beide gilt: Wer sie in den USA besitzt, darf sie fliegen. Sie sind zugelassen, und die Update-Ausnahme bis 2029 schließt sie ein. Was in Europa als Kaufentscheidung zählt, steht in den Rezensionen der DJI Mavic 4 Pro und der Mini 5 Pro.
Für Modelle, die erst nach dem Stichtag eine Zulassung beantragen, bleibt der reguläre Weg in den US-Handel versperrt, solange die Liste gilt.
Mit der eigenen DJI-Drohne in den USA-Urlaub
Für Reisende ändert die FCC-Liste wenig. Die Drohne, die du in Europa gekauft hast, fliegst du in den USA nach den Regeln der FAA. Die Checkliste vor der Reise:
- TRUST-Test ablegen, kostenlos und online, Zertifikat mitführen.
- Registrierung bei der FAA, sobald die Drohne mehr als 250 g wiegt. Kosten 5 Dollar für drei Jahre, eine Nummer für alle Freizeit-Drohnen. Der Ablauf steht im Ratgeber Drohnen-Registrierung USA.
- Remote ID: Pflicht für alle registrierungspflichtigen Drohnen. Aktuelle DJI-Modelle bringen die Funktion ab Werk mit.
- Flugorte prüfen: Alle Flächen des National Park Service sind für Drohnen gesperrt, also auch Grand Canyon, Yosemite oder Zion.
- Akkus im Handgepäck, Lithium-Akkus dürfen nicht in den Koffer.
Ein technisches Detail fällt vor Ort auf. DJI-Drohnen richten ihre Funkleistung nach dem Standort aus. In den USA arbeitet die Verbindung nach dem FCC-Standard und damit mit höheren Reichweiten als nach dem europäischen CE-Standard. Am Sichtkontakt ändert das nichts, auch in den USA musst du die Drohne im Freizeitflug mit eigenen Augen sehen.
Welche weiteren Regeln gelten, von der 400-Fuß-Grenze bis zu Freigaben im kontrollierten Luftraum, beschreibt der Ratgeber Drohnen-Gesetz USA.
Eine DJI-Drohne in den USA kaufen?
Der Gedanke liegt bei Reisen nahe, die Rechnung geht aber selten auf.
- Verfügbarkeit: Neue Modelle wie Mavic 4 Pro und Mini 5 Pro gibt es in den USA nur unregelmäßig über Drittanbieter. Auch ältere Modelle waren im DJI-Store zeitweise ausverkauft.
- Preis: Zölle auf Drohnen aus China verteuern die Geräte in den USA. Die Zeiten, in denen DJI-Drohnen dort deutlich günstiger waren, sind vorbei.
- Klassenkennzeichnung: Ware aus dem US-Handel trägt in der Regel kein europäisches C-Label. Eine Drohne unter 250 g darf ohne Label in der EU trotzdem in A1 fliegen. Darüber bleibt ohne Klassenkennzeichnung nur die Unterkategorie A3, also Flüge mit 150 m Abstand zu Wohn-, Gewerbe- und Erholungsgebieten. Aus einer Air 3S mit C1-Label in Europa wird mit US-Ware so eine Drohne für das freie Feld.
- Einfuhr: Bei der Rückkehr nach Deutschland fallen über der Freigrenze Einfuhrumsatzsteuer und gegebenenfalls Zoll an.
Wer in Europa fliegt, kauft deshalb besser die europäische Version mit passender Klassenkennzeichnung.
Fazit: fliegen ja, neue Modelle schwierig
Die FCC-Liste trifft den Verkauf neuer Drohnen in den USA, das Fliegen bleibt davon unberührt. Mit einer in Europa gekauften DJI-Drohne reist du wie bisher: TRUST-Test, Registrierung ab 250 g, Nationalparks meiden. Updates sind bis 2029 gesichert. Wie es danach weitergeht, entscheiden das laufende Gerichtsverfahren und die FCC. Bis dahin lohnt vor jeder USA-Reise ein kurzer Blick auf den aktuellen Stand.
Häufige Fragen
Ist DJI in den USA verboten?
Ein Flugverbot für DJI-Drohnen gibt es nicht. Seit Dezember 2025 stehen DJI und alle im Ausland produzierten Drohnen auf der Covered List der Telekommunikationsbehörde FCC. Damit bekommen neue Modelle keine FCC-Zulassung mehr, ohne die sie nicht importiert und verkauft werden dürfen. Drohnen, die schon zugelassen sind, dürfen weiter geflogen werden, für sie gelten die normalen FAA-Regeln.
Darf ich mit meiner DJI-Drohne in die USA reisen?
Ja. Die Maßnahme der FCC betrifft Zulassung und Vertrieb neuer Geräte, eine Regel gegen das Fliegen mitgebrachter Drohnen enthält sie nicht. Für den Flug gelten die Pflichten der FAA: TRUST-Test, Registrierung ab 250 g, Remote ID und die Sperre aller Nationalparks. Akkus gehören ins Handgepäck.
Gibt es die DJI Mini 5 Pro in den USA?
DJI hat die Mini 5 Pro im September 2025 ohne den US-Markt vorgestellt und verkauft sie dort nicht im eigenen Store. Eine FCC-Zulassung hatte sie bereits im Mai 2025 erhalten, also vor der Aufnahme in die Covered List. Bei US-Händlern tauchte sie seither nur zeitweise über Drittanbieter auf.
Gibt es die DJI Mavic 4 Pro in den USA?
Offiziell nicht. DJI hat die Mavic 4 Pro im Mai 2025 weltweit vorgestellt und den US-Start ausgesetzt. Ihre FCC-Zulassung stammt vom Dezember 2024. Einzelne US-Fotohändler hatten sie zeitweise auf Lager, die Bestände waren aber schnell vergriffen und kamen nur unregelmäßig nach.
Bekommen DJI-Drohnen in den USA noch Updates?
Ja, vorerst. Die FCC hat im Mai 2026 eine Ausnahme verlängert, nach der bereits zugelassene ausländische Drohnen bis zum 1. Januar 2029 Software- und Firmware-Updates erhalten dürfen. Was danach gilt, ist offen.
Lohnt es sich, eine DJI-Drohne in den USA zu kaufen?
Meist nicht. Neue Modelle sind dort schwer zu bekommen, Zölle verteuern die Geräte, und US-Ware trägt in der Regel keine europäische Klassenkennzeichnung. Eine Drohne über 250 g ohne Klassenlabel darf in der EU nur in der Unterkategorie A3 fliegen, also mit 150 m Abstand zu Wohn- und Gewerbegebieten.
Klagt DJI gegen die Entscheidung?
Ja. DJI hat im Februar 2026 beim Bundesberufungsgericht für den neunten Bezirk beantragt, die FCC-Entscheidung aufzuheben. Das Verfahren läuft unter dem Aktenzeichen 26-1029. Ein Urteil lag Ende September 2026 nach den verfügbaren Berichten noch nicht vor.