Technische Daten
Fluggerät
| Startgewicht | ca. 1.063 g |
|---|---|
| Abmessungen gefaltet | 257,6 × 124,8 × 106,6 mm (mit Propellern) |
| Abmessungen entfaltet | 328,7 × 390,5 × 135,2 mm (ohne Propeller) |
| Max. Steig- und Sinkgeschwindigkeit | 10 m/s (Sport) · 6 m/s (Normal und Cine) |
| Max. Horizontalgeschwindigkeit | 25 m/s im Sportmodus, 27 m/s mit Rückenwind |
| Max. Flugzeit | 51 Minuten |
| Max. Schwebezeit | 45 Minuten |
| Max. Flugdistanz | 41 km |
| Windwiderstand | 12 m/s (Windstärke 6) |
| Max. Starthöhe | 6.000 m über Meereshöhe |
| Betriebstemperatur | -10 bis 40 °C |
| Satellitensysteme | GPS, Galileo, BeiDou |
| Hindernissensorik | omnidirektional, arbeitet laut DJI bis herunter zu 0,1 Lux |
| Drohnenklasse | C2 (EU) |
Hasselblad-Hauptkamera
| Bildsensor | 4/3-Zoll-CMOS, 100 MP |
|---|---|
| Objektiv | 28 mm Kleinbild-Äquivalent, Blende f/2,0 bis f/11 |
| ISO-Bereich | 100 bis 12.800 (Video) · 100 bis 6.400 (Foto mit 100 MP) |
| Fotoauflösung | 12.288 × 8.192 Pixel |
| Videoauflösungen | 6K 6016 × 3384 bis 60 fps · 4K bis 120 fps · FHD bis 120 fps |
| Max. Bitrate | 180 Mbit/s (H.265) |
Telekameras
| Mittlere Telekamera | 1/1,3-Zoll-CMOS, 48 MP, 70 mm, Blende f/2,8, 4K bis 120 fps |
|---|---|
| Lange Telekamera | 1/1,5-Zoll-CMOS, 50 MP, 168 mm, Blende f/2,8, 4K bis 100 fps |
Gimbal
| Bauart | mechanischer 3-Achsen-Gimbal (Infinity-Gimbal) |
|---|---|
| Steuerbarer Neigebereich | -90° bis 70° |
| Steuerbarer Rollbereich | -40° bis 400°, dadurch 360°-Drehung möglich |
Übertragung und Steuerung
| Übertragungssystem | DJI O4+ |
|---|---|
| Max. Reichweite | 15 km (CE) · 30 km (FCC) |
| Live-Bild | bis 1080p bei 60 fps |
| Mitgelieferte Fernsteuerung | DJI RC 2 (Basis und Fly More Combo) · DJI RC Pro 2 (Creator Combo) |
Akku und Speicher
| Akkukapazität | 6.654 mAh, 14,32 V, 95,3 Wh |
|---|---|
| Akkugewicht | ca. 332 g |
| Ladezeit | ca. 51 Minuten mit dem 240-W-Netzteil |
| Interner Speicher | 64 GB · 512 GB in der Creator Combo |
| Speicherkarte | microSD bis 1 TB |
Die DJI Mavic 4 Pro ist das Spitzenmodell der DJI-Palette und die einzige Drohne im Programm mit drei vollwertigen Kameras. Die Besonderheit steckt im Gimbal: Er dreht sich um 360° und filmt dadurch auch senkrecht nach oben, eine Bewegung, die bisher keine Falt-Drohne beherrschte. Mit 1.063 g fällt sie in die Klasse C2 und verlangt damit deutlich mehr vom Piloten als jede 250-Gramm-Drohne. Diese Rezension ordnet sie anhand des DJI-Datenblatts, der Amazon-Listungen und der Anforderungen der EU-Drohnenverordnung ein.
Stärken und Schwächen
Das spricht dafür
- Die 100-MP-Hasselblad-Kamera arbeitet mit einem 4/3-Zoll-Sensor, der mit rund 225 mm² etwa die doppelte Fläche des 1-Zoll-Sensors der Air 3S hat, und liefert dadurch bei schwachem Licht sichtbar sauberere Bilder
- Drei Brennweiten von 28, 70 und 168 mm decken Weitwinkel, Porträtperspektive und Detailaufnahme ab, ohne dass du die Drohne umsetzen musst
- Der Infinity-Gimbal dreht die Kamera um volle 360° und filmt dadurch auch senkrecht nach oben, etwa an einer Felswand oder unter einer Brücke
- 51 Minuten Flugzeit und 41 km Flugdistanz sind die höchsten Werte im gesamten DJI-Programm und geben bei weit entfernten Motiven echte Reserve
- Die Blende der Hauptkamera lässt sich von f/2,0 bis f/11 verstellen, damit steuerst du die Belichtung ohne ND-Filter und bekommst zusätzlich Gestaltungsspielraum bei der Schärfentiefe
- 12 m/s Windwiderstand entsprechen Windstärke 6 und machen die Drohne an der Küste und im Bergland planbar einsetzbar
Das spricht dagegen
- 1.063 g bedeuten Klasse C2: Für Flüge in der Nähe unbeteiligter Personen brauchst du das A2-Fernpilotenzeugnis, ohne diesen Nachweis bleibt nur die Unterkategorie A3 mit 150 m Abstand zu bebauten Gebieten
- Der Einstiegspreis von 1.749,00 € liegt beim Doppelten der DJI Air 3S, und die praxistaugliche Fly More Combo kostet 2.399,00 €
- Gefaltet misst die Drohne 257,6 × 124,8 × 106,6 mm und wiegt mit Zubehör deutlich über einem Kilo, ein Tagesrucksack ist damit gesetzt
- Die 6K-Auflösung der Hauptkamera erreicht 6016 × 3384 Pixel und bleibt damit unter den 8K, die manche Wettbewerber inzwischen ausweisen
- Der interne Speicher der Basisversion fasst 64 GB, was bei 180 Mbit/s für rund 45 Minuten Videomaterial reicht, eine schnelle microSD-Karte gehört also zur Grundausstattung
Was die Mavic 4 Pro von der übrigen Palette trennt
DJI baut inzwischen sechs Drohnenlinien, und die Mavic-Reihe steht seit jeher am oberen Ende. Die vierte Generation setzt drei Dinge um, die im restlichen Programm fehlen: einen 4/3-Zoll-Sensor mit 100 Megapixeln, ein drittes Objektiv mit 168 mm und einen Gimbal, der die Kamera um volle 360° dreht.
Der Rest des Datenblatts folgt dieser Ausrichtung. 51 Minuten Flugzeit, 41 km Flugdistanz und 12 m/s Windwiderstand sind jeweils die höchsten Werte, die DJI derzeit für eine Consumer-Drohne ausweist. Bezahlt wird das mit Gewicht: 1.063 g bedeuten Klasse C2 und damit einen anderen rechtlichen Rahmen als bei jeder Drohne unter 250 g.
Der 4/3-Zoll-Sensor und was er praktisch bringt
Die Sensorgröße ist der wichtigste Wert im Kamera-Datenblatt, weil sie bestimmt, wie viel Licht pro Bildpunkt ankommt. Ein 4/3-Zoll-Sensor misst rund 17,3 × 13 mm und hat damit etwa die vierfache Fläche des 1-Zoll-Sensors, den die DJI Air 3S und die DJI Mini 5 Pro verwenden.
Sichtbar wird der Unterschied an zwei Stellen. Erstens beim Bildrauschen: In der blauen Stunde, im Wald und bei bedecktem Himmel bleibt das Bild länger sauber, weil die Kamera mit niedrigerem ISO-Wert auskommt. Zweitens beim Dynamikumfang, also der Fähigkeit, helle Wolken und dunkle Schattenpartien gleichzeitig zu zeichnen. Genau das entscheidet bei Landschaftsaufnahmen darüber, ob der Himmel weiß ausfrisst.
Die 100 Megapixel sind dabei der weniger wichtige Teil. Sie erlauben starkes Nachbeschneiden und großformatige Drucke, im Videobetrieb rechnet die Drohne ohnehin auf 6K herunter.
Drei Objektive statt Digitalzoom
Die drei Kameras sind physisch getrennte Module mit eigenen Sensoren. Das unterscheidet sie von einem Digitalzoom, der lediglich Bildausschnitte vergrößert.
| Kamera | Sensor | Brennweite | Auflösung | Blende |
|---|---|---|---|---|
| Hasselblad | 4/3 Zoll | 28 mm | 100 MP | f/2,0 bis f/11 |
| Mittleres Tele | 1/1,3 Zoll | 70 mm | 48 MP | f/2,8 |
| Langes Tele | 1/1,5 Zoll | 168 mm | 50 MP | f/2,8 |
Der praktische Nutzen liegt in der Bildwirkung. Ein 28-mm-Weitwinkel zieht die Ferne optisch weg und lässt Räume groß wirken, ideal für Küsten, Täler und Stadtpanoramen. Die 70 mm komprimieren die Perspektive und lassen Bergketten dichter gestaffelt erscheinen. Die 168 mm holen Details heran, für die du sonst nah heranfliegen müsstest, etwa einen Wasserfall in einer Schlucht oder eine Turmspitze.
Der zweite Nutzen ist rechtlicher Natur: Mit 168 mm bekommst du formatfüllende Aufnahmen aus deutlicher Entfernung, was Abstände zu Menschen, Tieren und Gebäuden leichter einhalten lässt.
Der Infinity-Gimbal: 360° Rollbereich
Der Gimbal stabilisiert drei Achsen mechanisch, sein Rollbereich reicht laut Datenblatt von -40° bis 400°. Diese Zahl wirkt zunächst kurios, sie bedeutet schlicht, dass die Kamera eine volle Umdrehung schafft.
Daraus ergeben sich zwei Aufnahmearten, die andere Faltdrohnen nicht liefern. Der Blick senkrecht nach oben öffnet Perspektiven an Felswänden, Hausfassaden und Brückenunterseiten. Und das Hochformat entsteht durch echtes Drehen des Sensors statt durch Beschnitt, die volle Sensorbreite bleibt also erhalten. Wer für soziale Netzwerke produziert, gewinnt dadurch spürbar Auflösung gegenüber einem nachträglich zugeschnittenen Querformat.
Blende f/2,0 bis f/11: der unterschätzte Vorteil
Bei den meisten Drohnenkameras ist die Blende fest verbaut. Die Mavic 4 Pro verstellt sie zwischen f/2,0 und f/11, und das löst ein alltägliches Problem.
Für flüssige Videobewegung gilt die Faustregel, dass die Verschlusszeit etwa dem Doppelten der Bildrate entsprechen soll, bei 30 fps also rund 1/60 Sekunde. An einem sonnigen Tag ist das Bild bei dieser Verschlusszeit hoffnungslos überbelichtet. Übliche Lösung: ND-Filter aufschrauben, die wie Sonnenbrillen vor dem Objektiv wirken. Mit verstellbarer Blende schließt du stattdessen einfach auf f/8 und sparst dir den Filterwechsel in der Luft.
Bei Fotos kommt ein zweiter Effekt dazu: Offenblende f/2,0 sammelt in der Dämmerung deutlich mehr Licht als die f/2,8 der Telekameras.
51 Minuten Flugzeit, praktisch gerechnet
Der Datenblattwert entsteht bei konstanter Geschwindigkeit ohne Wind. Für die Planung eines Drehs rechnest du besser rückwärts:
| Posten | Abzug |
|---|---|
| Start, Steigen, Positionierung | ca. 3 min |
| Rückflug und Landereserve | ca. 5 min |
| Gegenwind-Zuschlag | ca. 3 min |
| Nutzbare Aufnahmezeit | ca. 40 min |
Vierzig Minuten sind für eine einzelne Location reichlich. Der eigentliche Gewinn liegt woanders: Du kannst weit entfernte Motive anfliegen, ohne ständig auf die Restanzeige zu schauen. Bei 41 km Flugdistanz wird die Sichtverbindung zum begrenzenden Faktor, nicht der Akku. Was sonst an der Flugzeit zehrt, steht im Ratgeber zur Flugzeit von Drohnen.
Klasse C2: der Preis des Gewichts
Hier liegt der wichtigste Unterschied zum Rest der Palette, und er betrifft nicht die Technik.
Mit 1.063 g trägt die Mavic 4 Pro das Klassenlabel C2. Daraus folgt ein abgestuftes Regelwerk:
| Unterkategorie | Voraussetzung | Abstand zu Unbeteiligten |
|---|---|---|
| A2 | A2-Fernpilotenzeugnis | 30 m, im Langsamflugmodus 5 m |
| A3 | kleiner Drohnenführerschein A1/A3 | 150 m zu Wohn- und Gewerbegebieten |
Ohne das A2-Fernpilotenzeugnis bleibt also nur A3, und das heißt praktisch: außerhalb von Ortschaften, auf freiem Feld. Das Zeugnis erfordert eine Theorieprüfung bei einer benannten Stelle und kostet je nach Anbieter im niedrigen dreistelligen Bereich.
Dazu kommen die Pflichten, die für jede Kameradrohne gelten: Registrierung beim Luftfahrt-Bundesamt, e-ID-Plakette am Rumpf und eine Haftpflichtversicherung. Bei einer Drohne dieser Preisklasse lohnt zusätzlich der Blick auf eine Kaskoversicherung, weil ein Totalverlust hier vierstellig zu Buche schlägt.
Hinderniserkennung bei 0,1 Lux
DJI gibt für die omnidirektionale Sensorik eine Arbeitsgrenze von 0,1 Lux an. Zur Einordnung: Vollmondnacht liegt bei etwa 0,25 Lux, eine Straßenlaterne erzeugt am Boden rund 10 Lux.
Praktisch heißt das, die Sensoren arbeiten in der Dämmerung und bei Restlicht weiter, statt wie bei älteren Modellen abzuschalten. Für Aufnahmen zur blauen Stunde, die fotografisch besonders reizvoll ist, entfällt damit ein wesentliches Risiko. Ersetzen kann das die eigene Aufmerksamkeit nicht: Dünne Äste, Stromleitungen und Netze bleiben für jede optische Sensorik schwer erkennbar.
Wo der Aufpreis hingeht
Der Sprung von der Air 3S zur Mavic 4 Pro kostet rund 850 €. Dafür bekommst du:
- den vierfach größeren Sensor der Hauptkamera
- ein drittes Objektiv mit 168 mm
- die verstellbare Blende
- den 360°-Gimbal
- 6 Minuten mehr Flugzeit und 13 km mehr Flugdistanz
Was du nicht bekommst, ist eine leichtere rechtliche Einstufung: Beide Modelle liegen in C2 und verlangen für A2 dasselbe Zeugnis. Wer den Aufpreis scheut, verliert also vor allem Bildqualität und Brennweitenauswahl.
Alternativen im Vergleich
| Modell | Gewicht | Hauptsensor | Flugzeit | Klasse | Preis |
|---|---|---|---|---|---|
| DJI Mavic 4 Pro | 1.063 g | 4/3 Zoll, 100 MP | 51 min | C2 | ca. 1.749,00 € |
| DJI Mavic 3 Pro | 958 g | 4/3 Zoll, 20 MP | 43 min | C2 | ca. 2.250,99 € |
| DJI Air 3S | 724 g | 1 Zoll, 50 MP | 45 min | C2 | ca. 899,00 € |
| DJI Mini 5 Pro | 249 g | 1 Zoll, 50 MP | 36 min | C0 | ca. 657,90 € |
Die Mavic 3 Pro ist der direkte Vorgänger mit demselben Sensorformat, aber 20 statt 100 MP, ohne drehbaren Gimbal und mit fester Blende an den Telekameras. Sie wird derzeit teurer gehandelt als die Basisversion der Mavic 4 Pro, was die Kaufentscheidung eindeutig macht. Die Air 3S ist die Hälfte günstiger und rechtlich identisch eingestuft. Die Mini 5 Pro ist die Ausweichlösung für alle, die kein A2-Zeugnis erwerben wollen: Sie bleibt unter 250 g und darf damit auch über bebautem Gebiet fliegen.
Für wen sich die Mavic 4 Pro lohnt
Sie passt, wenn Bildqualität das Hauptkriterium ist und der rechtliche Aufwand kein Hindernis darstellt: für Immobilien- und Architekturaufnahmen, für Filmproduktion, für Fotografen, die große Drucke erstellen, und für alle, die regelmäßig bei schwachem Licht arbeiten. Auch für gewerbliche Luftaufnahmen ist sie die naheliegende Wahl, weil die drei Brennweiten Nachdrehs sparen.
Weniger passend ist sie für spontane Reisebegleitung. Gefaltet bleibt sie ein Gerät für den Rucksack, in vielen Ländern gelten für Drohnen über 250 g strengere Auflagen, und ohne A2-Zeugnis wird die Standortsuche in besiedelten Gegenden mühsam. Wer vor allem unterwegs filmt, fährt mit der Mini-Serie entspannter.
Fazit
Die DJI Mavic 4 Pro ist ab 1.749,00 € das technisch vollständigste Modell im DJI-Programm. Der 4/3-Zoll-Sensor mit 100 MP, drei echte Brennweiten, die verstellbare Blende und der 360°-Gimbal ergeben zusammen eine Ausrüstung, die im Consumer-Bereich derzeit keinen direkten Gegenspieler hat. 51 Minuten Flugzeit und 41 km Flugdistanz geben dabei die Ruhe, auch weit entfernte Motive anzugehen.
Mit einer Gesamtwertung von 4,0 von 5 bleibt der Abzug bei der rechtlichen Einstufung: Klasse C2 verlangt für Flüge in Menschennähe das A2-Fernpilotenzeugnis, und der Einstiegspreis von 1.749,00 € ist eine Investition, die sich erst mit regelmäßiger Nutzung rechnet. Wer die Bildqualität braucht, greift zur Fly More Combo* und hat mit drei Akkus einen kompletten Drehtag abgedeckt. Wer nur gelegentlich fliegt, ist mit der DJI Air 3S* für rund die Hälfte gut bedient.
Häufige Fragen
Braucht man für die DJI Mavic 4 Pro einen Drohnenführerschein?
Ja. Mit 1.063 g trägt sie die Klassenkennzeichnung C2. In der Unterkategorie A2, also für Flüge mit 30 m Abstand zu unbeteiligten Personen, verlangt die EU-Drohnenverordnung das A2-Fernpilotenzeugnis. Ohne diesen Nachweis darfst du sie nur in A3 fliegen, mit 150 m Abstand zu Wohn-, Gewerbe- und Industriegebieten. Der kleine Drohnenführerschein A1/A3 allein reicht für den Betrieb in A3, für A2 kommt die Theorieprüfung bei einer benannten Stelle dazu.
Wie lange fliegt die DJI Mavic 4 Pro mit einem Akku?
Das Datenblatt nennt 51 Minuten maximale Flugzeit und 45 Minuten reine Schwebezeit. Beide Werte stammen aus Labormessungen ohne Wind. Realistisch planbar sind 38 bis 42 Minuten, weil Start, Positionswechsel, Gegenwind und die Rückflugreserve Energie kosten. Damit bleibt die Mavic 4 Pro auch nach Abzug aller Reserven die Drohne mit der längsten nutzbaren Flugzeit im DJI-Programm.
Was unterscheidet die drei Kameras der Mavic 4 Pro?
Die Hasselblad-Hauptkamera hat einen 4/3-Zoll-Sensor mit 100 MP und 28 mm Kleinbild-Äquivalent, das ist die Landschafts- und Hauptbrennweite. Die mittlere Telekamera arbeitet mit 1/1,3 Zoll, 48 MP und 70 mm, was der klassischen Porträtperspektive entspricht. Die lange Telekamera nutzt 1/1,5 Zoll, 50 MP und 168 mm für weit entfernte Details. Alle drei filmen in 4K, die Hauptkamera zusätzlich in 6K.
Was ist der Infinity-Gimbal der DJI Mavic 4 Pro?
Der Gimbal stabilisiert wie üblich drei Achsen mechanisch, sein Rollbereich reicht jedoch von -40° bis 400°. Dadurch kann sich die Kamera vollständig um die eigene Achse drehen und aus der Waagerechten heraus senkrecht nach oben blicken. Praktisch nutzbar ist das für Aufnahmen an Felswänden, unter Brücken und für Hochformat-Videos ohne Qualitätsverlust durch Beschnitt.
Lohnt sich die Fly More Combo der Mavic 4 Pro?
Sie kostet 2.399,00 € statt 1.749,00 € und enthält drei Akkus statt einem, die Ladestation und ein ND-Filterset. Der Aufpreis von 650,00 € entspricht ungefähr dem Einzelpreis der enthaltenen Teile, rechnet sich also, sobald du mehr als einen Akku brauchst. Bei 51 Minuten je Akku deckt ein Akku allerdings schon einen kompletten Dreh ab, sodass sich die Basisversion für gelegentliche Einsätze durchaus trägt.
Wofür ist die 512 GB Creator Combo gedacht?
Sie kostet 3.319,61 € und ersetzt die RC 2 durch die RC Pro 2 mit 7-Zoll-Display, dazu kommen 512 GB interner Speicher statt 64 GB. Beides zielt auf professionelle Produktion: Das große, helle Display macht die Bildkontrolle im Sonnenlicht zuverlässiger, und der große interne Speicher nimmt einen ganzen Drehtag in hoher Bitrate auf, ohne dass Karten gewechselt werden müssen.
Wie windstabil ist die DJI Mavic 4 Pro?
DJI gibt 12 m/s an, das entspricht Windstärke 6 und damit einem starken Wind, bei dem sich dicke Äste bewegen. Zusammen mit 25 m/s Höchstgeschwindigkeit bleibt genug Reserve, um auch gegen den Wind zurückzufliegen. Trotzdem gilt: Der Verbrauch steigt beim Rückflug gegen den Wind deutlich, die verbleibende Flugzeit in der App fällt dann schneller als erwartet.
Kann man die Mavic 4 Pro gewerblich einsetzen?
Ja. Die EU-Drohnenverordnung stuft den Betrieb allein nach dem Risiko ein, der Zweck des Flugs spielt dabei keine Rolle. Für gewerbliche Aufträge brauchst du dieselben Nachweise wie privat, also Registrierung, Kompetenznachweis für die geflogene Unterkategorie und eine Haftpflichtversicherung. Bei gewerblicher Nutzung muss die Versicherung diesen Zweck ausdrücklich einschließen, private Drohnen-Policen tun das meist nicht.
Welche Speicherkarte braucht die DJI Mavic 4 Pro?
Die Drohne nimmt microSD-Karten bis 1 TB auf. Wichtig ist die Schreibgeschwindigkeit: Bei 180 Mbit/s Bitrate in 6K sollte die Karte mindestens die Video-Speed-Klasse V30 erfüllen. Der interne Speicher von 64 GB in der Basisversion dient eher als Reserve, er fasst bei voller Bitrate rund 45 Minuten Material.
Was unterscheidet die Mavic 4 Pro von der DJI Air 3S?
Die Air 3S wiegt 724 g und kommt mit 1-Zoll-Weitwinkel plus 70-mm-Tele, die Mavic 4 Pro wiegt 1.063 g und bietet einen 4/3-Zoll-Sensor mit 100 MP plus zwei Telekameras. Dazu kommen der drehbare Gimbal, 51 statt 45 Minuten Flugzeit und die verstellbare Blende. Beide fallen in Klasse C2 und verlangen für A2 dasselbe Fernpilotenzeugnis. Der Preisabstand beträgt rund 850 €.