Das Wichtigste in Kürze
- Parrot ANAFI USA: Profi-Drohne von Parrot für Behörden, Rettungsdienste, Militär und Industrie, entwickelt für die US Army und gebaut in den USA.
- Drei Kameras: zwei 21-MP-Kameras für einen 32-fach-Zoom und eine FLIR-Boson-Wärmebildkamera mit 320 × 256 Pixeln.
- Flugdaten: 501 g, bis zu 32 Minuten, 14,7 m/s, Schutzart IP53, einsatzbereit von −36 bis +50 °C, Funk bis 4 km.
- Versionen: USA und SE mit Skycontroller 4, GOV mit 8-Zoll- Steuergerät, MIL zusätzlich mit verschlüsseltem Militärfunk.
- Preis: zum Start 2020 7.000 Euro, heute über Fachhändler auf Anfrage.
- EU-Recht: ohne Klassenkennzeichnung in der Unterkategorie A3, also mit 150 m Abstand zu Wohngebieten.
Was ist die Parrot ANAFI USA?
Die ANAFI USA ist die Einsatzdrohne der ANAFI-Familie von Parrot. Der französische Hersteller stellte sie im Sommer 2020 vor und richtet sie an Feuerwehren, Polizei, Such- und Rettungsdienste, Militär sowie an Inspektions- und Vermessungsbetriebe. Parrot wirbt mit dem Satz „Designed for the U.S. Army. Made for Enterprise.“
Der Name verweist auf die Fertigung. Parrot lässt die Drohne in den USA bauen. Sie erfüllt die US-Beschaffungsregeln NDAA und TAA und steht auf der Liste Blue sUAS des US-Verteidigungsministeriums, die Drohnen für staatliche Stellen freigibt. Auch die französische Rüstungsbehörde DGA wählte die ANAFI USA Anfang 2021 als Mikrodrohne für die Streitkräfte.
Die Grundform stammt von der früheren Hobbydrohne ANAFI. Der Gimbal der ANAFI USA trägt drei Kameras, das Gehäuse ist gegen Staub und Regen abgedichtet, und die Datensicherheit ist auf Behörden zugeschnitten. Neben der ANAFI USA führt Parrot im Profi-Programm die 4G-Drohne ANAFI Ai für Vermessung und Inspektion sowie die Militärdrohne ANAFI UKR.
Drei Kameras in einem Gimbal
Herzstück ist ein Kameramodul mit drei stabilisierten Kameras. Zwei davon filmen im sichtbaren Licht und teilen sich die Zoomstrecke, die dritte misst Wärme.
| Kamera | Sensor | Auflösung | Bildwinkel | Aufgabe |
|---|---|---|---|---|
| Weitwinkel | 1/2,4 Zoll, f/2,4 | 21 MP, 4K-Video | 84° horizontal (Foto) | Überblick, Zoom 1–5× |
| Tele | 1/2,4 Zoll, f/2,4 | 21 MP, 4K-Video | 16° horizontal | Zoom 5–32× |
| Wärmebild | FLIR Boson, 12 µm | 320 × 256 Pixel | 50° horizontal | Temperaturen, Hotspots |
Fotos speichert die ANAFI USA als JPEG oder als Rohdatei im DNG-Format, Videos als MP4 mit H.264 in 4K, Full HD oder HD. Der HDR-Modus holt laut Parrot bis zu 14 Blendenstufen Dynamikumfang heraus, indem der Sensor die Hälfte der Pixel länger belichtet als die andere und beide Bilder verschmilzt. Die ISO-Spanne reicht von 100 bis 3.200, die Verschlusszeit von 1 Sekunde bis 1/10.000 Sekunde.
Stabilisiert wird hybrid. Mechanisch arbeitet der Gimbal auf zwei Achsen (Neigen und Rollen), die elektronische Bildstabilisierung gleicht alle drei Achsen aus. Die Kamera schwenkt von −90 bis +90 Grad, blickt also senkrecht nach unten und senkrecht nach oben. Für Brückenunterseiten und Dachüberstände ist der Blick nach oben ein echter Vorteil.
Wie gut ist der 32-fach-Zoom?
Die Zahl 32 beschreibt die Reichweite des Zooms. Wie scharf das Bild auf einer Zoomstufe ist, hängt an der Auflösung, in der du filmst.

Bis 5-fach arbeitet die Weitwinkelkamera, ab 5-fach übernimmt die Telekamera. Den Wechsel erledigt die Drohne selbst, im Livebild läuft der Zoom stufenlos durch. Laut Parrot-Whitepaper bleibt das Bild verlustfrei bis 5-fach in 4K, bis 10-fach in Full HD und bis 15-fach in HD. Bei 27-fach reicht es noch für DVD-Qualität mit 720 × 480 Pixeln.
Was das praktisch heißt, rechnet Parrot über die Winkelauflösung der Telekamera vor. Sie liegt bei 0,004 Grad pro Pixel. Damit lassen sich 10 Zentimeter große Details auf 1.500 Meter auflösen und 1 Zentimeter auf 150 Meter. Personen beobachtest du nach Herstellerangabe aus bis zu 2 Kilometern Entfernung. Bei der Lageerkundung kann die Drohne so weit entfernt und hoch genug bleiben, um niemanden zu überfliegen und am Einsatzort kaum aufzufallen.
Was die Wärmebildkamera leistet
Die Wärmebildkamera ist eine FLIR Boson mit 320 × 256 Pixeln. Sie misst im langwelligen Infrarot zwischen 7,5 und 13 Mikrometern, unterscheidet Temperaturunterschiede ab weniger als 60 Millikelvin und deckt einen Messbereich von −40 bis +150 °C ab. Ein mechanischer Verschluss kalibriert den Sensor regelmäßig neu, damit jedes Pixel vergleichbare Werte liefert.
Laut Parrot erkennt sie zentimetergroße Hotspots aus bis zu 40 Metern Höhe. Das reicht für Glutnester nach einem Brand, überhitzte Bauteile an Anlagen und die Suche nach Personen in der Nacht. Der Wärmezoom geht digital ebenfalls bis 32-fach. Wie viel Detail dabei sichtbar bleibt, legt die Sensorauflösung von 320 × 256 Pixeln fest.
Die FreeFlight-App kennt zwei Darstellungen:
- Relativer Modus: färbt das ganze Bild auf einer Skala von kalt (dunkelblau) bis heiß (hellgelb).
- Spot-Modus: färbt nur die heißesten oder kältesten Stellen ein, der Rest bleibt grau.
Weil 320 × 256 Pixel wenig Details zeigen, legt die Drohne die Kanten aus dem normalen Kamerabild über das Wärmebild. So bleiben Gebäudeumrisse, Wege und Fahrzeuge im Wärmebild erkennbar. Wärmebildvideos zeichnet sie in 1280 × 720 Pixeln mit 9 Bildern pro Sekunde auf. Bei schnellen Schwenks ruckelt das Bild deshalb sichtbar, für die Suche aus dem Schwebeflug und langsame Inspektionsflüge reicht die Bildrate. Welche Wärmebilddrohnen es sonst gibt und was sie kosten, steht im Überblick zur Drohne mit Wärmebildkamera.
Flugleistung und Robustheit
| Merkmal | ANAFI USA |
|---|---|
| Gewicht | 501 g |
| Höchstabfluggewicht | 644 g |
| Maße gefaltet | 252 × 104 × 84 mm |
| Maße entfaltet | 282 × 373 × 84 mm |
| Flugzeit | bis 32 Minuten (MIL: 30) |
| Höchstgeschwindigkeit | 14,7 m/s (rund 53 km/h) |
| Steigen / Sinken | 4 m/s (freigeschaltet 6 m/s) / 3 m/s |
| Windresistenz | 14,7 m/s |
| Dienstgipfelhöhe | 5.000 m über dem Meer |
| Einsatztemperatur | −36 bis +50 °C |
| Schutzart | IP53 (Staub und Regen) |
| Schallleistung | 84 dB(A) in 1 m |
| Funk | WLAN 2,4 und 5 GHz, bis 4 km |
| Satelliten | GPS, GLONASS, Galileo |
Für eine Drohne mit 501 Gramm ist die Ausdauer bemerkenswert. Parrot beziffert die theoretische Strecke auf einer Akkuladung mit 17,4 Kilometern bei rund 41 km/h. Der Akku mit 3.400 mAh wiegt 199 Gramm, lädt über USB-C in etwa zwei Stunden an einem USB-PD-Netzteil und lässt sich als Powerbank nutzen. Nach zehn Tagen ohne Einsatz entlädt er sich selbst auf 60 Prozent und schont so die Zellen bei der Lagerung.
Die Robustheit hat Parrot in Normtests belegt. Die Drohne übersteht Regen mit 10 Litern pro Minute über eine volle Akkuladung, Sand und Staub, feuchte Hitze und Temperaturschocks. Nach 18 Stürzen aus einem Meter Höhe auf Beton war sie im Test noch funktionsfähig. Aus dem Koffer ist sie in 55 Sekunden startklar, sie startet und landet auf Wunsch aus der Hand.
Eine Hinderniserkennung hat die ANAFI USA nicht. Kamera und Ultraschallsensor an der Unterseite messen nur Höhe und Bewegung über Grund, sie halten die Position und unterstützen die Präzisionslandung. Den Abstand zu Bäumen, Masten und Fassaden hältst du selbst.
Datensicherheit: was NDAA und Blue sUAS bedeuten
Für Behörden zählt neben der Technik, wohin die Daten fließen. Parrot setzt bei der ANAFI USA auf diese Punkte:
- Keine Datenweitergabe ab Werk: Drohne, Fernsteuerung und App senden standardmäßig nichts an Parrot oder Dritte. Wer Fluglogs teilen will, schaltet das aktiv frei.
- Verschlüsselte SD-Karte: Fotos und Videos landen auf Wunsch in einem mit AES-XTS und 512-Bit-Schlüssel verschlüsselten Bereich. Den Schlüssel trägt die App, auf der Drohne liegt er nie dauerhaft.
- Verschlüsselter Funk: Die Verbindung zur Fernsteuerung nutzt WPA2 mit AES-CCMP. Jedes Paar aus Drohne und Steuergerät erhält einen eigenen Schlüssel.
- Signierte Firmware: Updates laufen nur, wenn sie digital von Parrot signiert sind.
NDAA ist das jährliche US-Verteidigungsgesetz. Es untersagt dem US-Militär Drohnen, deren Kernbauteile aus China stammen. TAA regelt, aus welchen Ländern US-Behörden Waren beziehen dürfen. Blue sUAS ist die Freigabeliste des US-Verteidigungsministeriums. Deutschen Käufern zeigen diese Listen, wie gründlich die Lieferkette geprüft wurde.
Eine Eigenheit betrifft Flugverbotszonen. Die ANAFI USA hat laut Handbuch keine Sperre für Flugverbotszonen. Sie kennt nur ein selbst gesetztes Limit für Höhe und Entfernung um den Piloten. Ob ein Gebiet gesperrt ist, prüfst du deshalb selbst vor jedem Flug, in Deutschland über die Karte der Digitalen Plattform Unbemannte Luftfahrt.
Die Versionen: USA, SE, GOV und MIL
Die Drohne selbst ist in allen Paketen gleich. Unterschiede machen Fernsteuerung, Funk und freigeschaltete Funktionen.
| Version | Fernsteuerung | Besonderheiten |
|---|---|---|
| ANAFI USA | Skycontroller 4 (Halter für Geräte bis 8 Zoll, Micro-HDMI) | Grundfunktionen |
| ANAFI USA SE | Skycontroller 4 | Steigrate 6 m/s, Positionslichter abschaltbar, automatische Rückkehr anpassbar, KML- und Kartenimport, Koordinaten teilen, Start aus fahrenden Fahrzeugen |
| ANAFI USA GOV | Skycontroller USA mit 8-Zoll-Bildschirm, LAN-Anschluss | alle SE-Funktionen, externe Antenne für den Einsatz im Fahrzeug, Koordinaten eines angetippten Bildpunkts |
| ANAFI USA MIL | Skycontroller USA mit Klappantenne | wie GOV, dazu Microhard-Funk auf 1,8 GHz mit AES-256 und TOGA-Kompatibilität, 30 Minuten Flugzeit |
Die GOV-Version ist die Behördenfassung. Ihr Skycontroller USA basiert auf einem 8-Zoll-Tablet von Samsung, hat einen eigenen Akku mit viereinhalb Stunden Laufzeit und ist selbst nach IP53 geschützt. Mit der Funktion „Cursor on Target“ tippst du im Livebild auf einen Punkt und bekommst dessen Koordinaten, die sich direkt an Einsatzkräfte weitergeben lassen.
Die MIL-Version ergänzt eine zweite, militärische Funkstrecke von Microhard und den Standard TOGA, über den sich die Drohne in militärische Führungssysteme einbinden lässt. Das Zusatzgewicht liegt bei je 20 Gramm an Drohne und Steuergerät. Jedes Paket enthält drei Akkus, ein Mehrfach-Schnellladegerät, Ersatzpropeller und einen Hartschalenkoffer.
Funk, App und Flugmodi
Gesteuert wird über WLAN auf 2,4 und 5 GHz mit einer Reichweite von 4 Kilometern laut Handbuch. Das Livebild kommt in 720p mit weniger als 300 Millisekunden Verzögerung. Der Videostrom läuft über die Standardprotokolle RTSP und RTP, Programme wie VLC können ihn direkt anzeigen.
Die App heißt FreeFlight 6 USA und läuft auf Android und iOS. Sie bietet neben dem manuellen Flug mehrere Automatiken:
- Follow Me: folgt dem Piloten in bis zu 30 Metern Abstand, mit Bilderkennung und GPS.
- Cameraman: hält ein angetipptes Ziel im Bild, während du fliegst.
- Touch & Fly: fliegt zu einem Punkt, den du auf der Karte antippst.
- Flight Plan: Wegpunktflüge mit Höhe, Kamerawinkel und Tempo je Punkt, die auch ohne Funkverbindung weiterlaufen.
- Smart RTH: berechnet laufend, wie viel Akku der Rückflug braucht, und kehrt rechtzeitig zum Startpunkt zurück.
Für eigene Anwendungen veröffentlicht Parrot ein offenes Software-Kit (Ground SDK für iOS und Android), einen Simulator und eine MAVLink-Schnittstelle. Damit lässt sich die ANAFI USA aus Bodenstationen wie QGroundControl fliegen und in Partner-Software wie Pix4D oder DroneSense einbinden.
Was die ANAFI USA kostet
Zum Verkaufsstart am 1. September 2020 kostete die ANAFI USA 7.000 Euro. Parrot verkauft die Profi-Drohnen über ein Netz aus Fachhändlern, die Preise für USA, GOV und MIL nennen die Händler auf Anfrage.
Der Betrag bezahlt die Wärmebildkamera, die US-Fertigung, die Sicherheitsfunktionen und die Freigaben für Behörden. Für private Zwecke oder kleine Betriebe gibt es günstigere Wärmebilddrohnen. Die Behördenlisten der USA und Frankreichs führen solche Modelle in der Regel nicht.
Was gilt in Deutschland?
Für Privatleute und Unternehmen gelten die EU-Regeln für unbemannte Luftfahrzeuge. Die ANAFI USA hat keine EU-Klassenkennzeichnung. Parrot ordnet solche ANAFI-Modelle deshalb der Unterkategorie A3 der offenen Kategorie zu. Daraus folgen diese Pflichten:
- Registrierung als Betreiber beim Luftfahrt-Bundesamt und die e-ID gut sichtbar an der Drohne.
- Kompetenznachweis A1/A3, weil die Drohne mehr als 250 Gramm wiegt.
- Haftpflichtversicherung für den Drohnenbetrieb.
- Abstand: 150 Meter waagerecht zu Wohn-, Gewerbe-, Industrie- und Erholungsgebieten, kein Überflug unbeteiligter Personen, höchstens 120 Meter Höhe.
Viele gewerbliche Einsätze passen nicht in diesen Rahmen, etwa Inspektionen in der Stadt oder Flüge außer Sicht. Dafür braucht es eine Betriebsgenehmigung des Luftfahrt-Bundesamts in der speziellen Kategorie. Die europäischen Standardszenarien setzen eine Klassenkennzeichnung voraus und kommen für die ANAFI USA nicht infrage.
Anders sieht es bei Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten aus. Die EU-Grundverordnung 2018/1139 nimmt staatliche Einsätze dieser Stellen aus. Sie fliegen nach eigenen Vorgaben, die ein vergleichbares Sicherheitsniveau sicherstellen müssen. Wie das bei Wehren konkret aussieht, beschreibt der Ratgeber zu Drohnen bei der Feuerwehr.
Fazit: Einsatzgerät mit klarer Zielgruppe
Die ANAFI USA lohnt sich für Organisationen, die Zoom und Wärmebild in einer leichten, robusten Drohne brauchen und Wert auf eine geprüfte Lieferkette ohne Datenabfluss legen. Für Feuerwehren und Rettungsdienste ist die GOV-Version mit dem Tablet-Steuergerät die naheliegende Wahl. Wer vor allem vermessen oder Bauwerke dokumentieren will, schaut sich besser die ANAFI Ai mit 48-Megapixel-Kamera und 4G-Verbindung an. Vor dem Kauf lohnt die Frage, ob die geplanten Einsätze in A3 passen oder eine Betriebsgenehmigung brauchen, denn davon hängt ab, wie schnell die Drohne nach der Lieferung tatsächlich in die Luft kommt.
Häufige Fragen
Was ist die Parrot ANAFI USA?
Eine Profi-Drohne des französischen Herstellers Parrot für Behörden, Rettungskräfte, Militär und Industrie. Sie wiegt 501 Gramm, trägt im Gimbal zwei 21-Megapixel-Kameras für einen 32-fach-Zoom und eine FLIR-Wärmebildkamera und fliegt bis zu 32 Minuten. Parrot hat sie für die US Army entwickelt und lässt sie in den USA fertigen.
Was kostet die Parrot ANAFI USA?
Zum Verkaufsstart im September 2020 kostete die ANAFI USA 7.000 Euro. Heute verkauft Parrot sie über sein Händlernetz, die Preise für die Versionen USA, GOV und MIL nennen die Händler auf Anfrage. Im Paket sind immer drei Akkus, Ladegerät, Fernsteuerung und Hartschalenkoffer enthalten.
Was ist der Unterschied zwischen ANAFI USA und ANAFI USA GOV?
Die Drohne ist dieselbe. Die GOV-Version kommt mit dem Skycontroller USA, einer Fernsteuerung mit eingebautem 8-Zoll-Bildschirm, LAN-Anschluss und Anschluss für eine externe Antenne. Dazu schaltet sie Behördenfunktionen frei, etwa das Abschalten der Positionslichter, den Start aus fahrenden Fahrzeugen und die Weitergabe genauer Koordinaten eines Bildpunkts.
Hat die ANAFI USA eine Wärmebildkamera?
Ja, alle Versionen. Im Gimbal sitzt eine FLIR Boson mit 320 × 256 Pixeln, 50 Grad horizontalem Bildwinkel und einem Messbereich von −40 bis +150 °C. Laut Parrot erkennt sie zentimetergroße Wärmequellen noch aus 40 Metern Höhe. Videos zeichnet die Wärmebildkamera mit 9 Bildern pro Sekunde auf.
Wie weit reicht der Zoom der ANAFI USA?
Der Zoom läuft stufenlos von 1- bis 32-fach. Bis 5-fach arbeitet die Weitwinkelkamera, darüber die Telekamera. Verlustfrei bleibt das Bild laut Parrot bis 5-fach in 4K, bis 10-fach in Full HD und bis 15-fach in HD. Personen lassen sich nach Herstellerangabe aus bis zu 2 Kilometern beobachten.
Darf ich die ANAFI USA in Deutschland privat fliegen?
Ja. Ohne EU-Klassenkennzeichnung fliegt sie laut Parrot in der Unterkategorie A3 der offenen Kategorie. Du brauchst eine Registrierung beim Luftfahrt-Bundesamt, den Kompetenznachweis A1/A3 und eine Haftpflichtversicherung, und du hältst 150 Meter Abstand zu Wohn-, Gewerbe-, Industrie- und Erholungsgebieten.
Hat die ANAFI USA eine Hinderniserkennung?
Nein. Die Sensoren der ANAFI USA dienen der Navigation: GPS, GLONASS und Galileo, Barometer, Magnetometer sowie eine Kamera und ein Ultraschallsensor an der Unterseite für Höhe und Positionshaltung. Hindernissen weicht sie nicht selbst aus, Flugweg und Abstand bleiben Sache des Piloten.
Mit welcher App fliegt die ANAFI USA?
Mit FreeFlight 6 USA, die es für Android und iOS gibt. Die App teilt standardmäßig keine Daten mit Parrot. Daneben lässt sich die Drohne über das offene Ground SDK in eigene Apps einbinden und per MAVLink aus Bodenstationen wie QGroundControl steuern.