Das Wichtigste in Kürze
- Tinywhoop Mobula 6: Happymodels 65-mm-Whoop für eine Zelle, aktuell als Mobula6 2024 V3 mit 17,6 g, SE0702-Motoren mit 28.000 KV und analogem Bild.
- Mobula7 steht für zwei Modelle: den Mobula7 1S mit 75 mm und 24 g und den Mobula7 O4 mit 80 mm, 2S und DJI O4 Wide bei 45 g.
- Mobula8 ist der größte: 85 mm, 2S, 52-mm-Propeller, analog mit 42 g oder mit DJI O4 (50 g) bzw. O4 Wide (55 g).
- Empfänger: Alle aktuellen Versionen haben ExpressLRS 2,4 GHz auf dem Board.
- Faustregel: Die 1S-Mobulas gehören in die Wohnung, die 2S-Modelle ab 80 mm tragen die DJI O4 und kommen draußen besser zurecht.
Die Mobula-Familie auf einen Blick
Happymodel benennt seine Whoops grob nach der Rahmenklasse. Die Ziffer hinter „Mobula” steht für die ungefähre Größe, der Zusatz für die Ausstattung. Aktuell führt der Hersteller diese Modelle:
| Modell | Radstand | Akku | Gewicht ohne Akku | Motoren | Propeller | Bild |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mobula6 2024 V3 | 65 mm | 1S | 17,6 g | SE0702, 28.000 KV | 31 mm, 3 Blätter | analog |
| Mobula7 1S | 75 mm | 1S | 24 g | RS0802, 20.000 KV | 40 mm, 2 Blätter | analog |
| Mobula7 O4 | 80 mm | 2S | 45 g | RS1102, 10.000 KV | 45 mm, 2 Blätter | DJI O4 Wide |
| Mobula8 UART ELRS V3 | 85 mm | 2S | 42 g | EX1103, 11.000 KV | 52 mm, 3 Blätter | analog |
| Mobula8 O4 | 85 mm | 2S | 50 g | EX1103, 11.000 KV | 52 mm, 3 Blätter | DJI O4 Air Unit |
| Mobula8 O4 Wide | 85 mm | 2S | 55 g | EX1103, 11.000 KV | 52 mm, 3 Blätter | DJI O4 Wide |
Alle Werte stammen von den Produktseiten des Herstellers. Den Akku liefert Happymodel bei keinem dieser Modelle mit, er kommt beim Startgewicht also noch dazu.

Zwischen 75 und 80 mm wechselt Happymodel von einer auf zwei Zellen, und das Gewicht verdoppelt sich fast.
Mobula6 2024: der 65-mm-Whoop für die Wohnung
Der Mobula6 ist der kleinste Mobula und der Klassiker unter den Indoor-Whoops. Seine 65 mm Radstand und 81 × 81 mm Außenmaß passen durch Türrahmen, zwischen Stuhlbeinen hindurch und um Regale herum. Die aktuelle Fassung heißt Mobula6 2024 V3 und ist seit Dezember 2025 auf dem Markt.
Laut Happymodel steckt darin:
- Flight Controller: CrazybeeG473 als 5-in-1-AIO-Board mit STM32G473, Reglern mit 5 A Dauerstrom (6 A für drei Sekunden) und Bluejay-Firmware
- Empfänger: serielles ExpressLRS 2,4 GHz, Firmware 3.0, Paketraten 50 bis 500 Hz
- Videosender: OpenVTX mit 48 Kanälen und 25 bis 400 mW
- Kamera: Nano5 mit 1200TVL, 1/3-Zoll-Sensor und 155° Bildwinkel
- Antrieb: SE0702-Motoren mit 28.000 KV und 1,46 g je Stück, Dreiblatt-Propeller mit 31 mm
- Akkuanschluss: A30, kompatibel mit BT2.0
Ein Detail betrifft alle, die die Firmware neu aufspielen. Die V3 nutzt laut
Happymodel einen LSM6DSV16X als Lagesensor, während die Datentabelle noch
den ICM42688P nennt. Beim Flashen von Betaflight muss deshalb die Option
ACCGYRO_LSM6DSV16X mit in den Build, sonst erkennt die Firmware den Gyro
nicht. Happymodel stellt dafür eine passende Datei und einen Dump bereit.
Die erste Mobula6-2024-Fassung vom Februar 2024 nutzte das SuperX-ELRS-Board und eine FX17-B-Kamera mit 800TVL und wog 17,7 g. Daneben gibt es HD-Varianten des Mobula6 mit HDZero, etwa Race HD und Freestyle HD mit dem AIO5-Board. Sie brauchen eine HDZero-Brille.
Mobula7: zwei Whoops unter einem Namen
Beim Mobula7 lohnt ein genauer Blick auf die Produktbezeichnung, denn Happymodel verkauft zwei sehr verschiedene Copter unter diesem Namen.
Mobula7 1S. Der analoge 75-mm-Whoop ist der größere Bruder des Mobula6. Er wiegt 24 g, fliegt mit RS0802-Motoren und 20.000 KV und dreht Zweiblatt-Propeller vom Typ Gemfan 1610 mit 40 mm. Auf dem X12-AIO-Board sitzen Regler mit 12 A und ein Videosender mit bis zu 400 mW. Seit Mai 2024 kommt er mit einer Caddx-Ant-Kamera mit 1200TVL, weil die zuvor verbaute Runcam Nano3 nicht mehr hergestellt wird. Happymodel empfiehlt 1S-Akkus mit 450, 550 oder 650 mAh und nennt rund 5 Minuten Flugzeit.
Den Mobula7 1S gab es mit mehreren Empfängern: ExpressLRS 2,4 GHz über SPI, FrSky D8/D16 über SPI, ohne Empfänger (PNP) und als TBS-Version mit externem Crossfire-Nano-Empfänger. Wer gebraucht kauft, sollte deshalb vorher klären, welcher Empfänger verbaut ist.
Mobula7 O4. Dieser Whoop misst 80 mm, fliegt mit 2S und trägt in der aktuellen Fassung vom August 2026 die DJI O4 Wide Air Unit mit 13,3 g. Er wiegt 45 g, hat RS1102-Motoren mit 10.000 KV und Zweiblatt-Propeller mit 45 mm. Als Flight Controller arbeitet ein CrazyF405HD mit F405-Prozessor, BMI270-Gyro und seriellem ELRS-Empfänger. Zum Lieferumfang gehört eine Haube, deren Kamerawinkel sich verstellen lässt. Für die Kamera der O4 Air Unit bietet Happymodel eine eigene Haube an, außerdem ein FOV-Erweiterungskit für die O4-Kamera.
Mobula8: 85 mm und zwei Zellen
Der Mobula8 kam im April 2023 als erster 85-mm-Whoop von Happymodel und ist seitdem in mehreren Generationen erschienen. Gemeinsam haben alle aktuellen Fassungen die EX1103-Motoren mit 11.000 KV, Dreiblatt-Propeller vom Typ Gemfan Hurricane 2023 mit 52 mm und Regler mit 12 A.
| Version | erschienen | Board | Gewicht | Besonderheit |
|---|---|---|---|---|
| Mobula8 UART ELRS V3 | Oktober 2025 | X14 mit STM32G473 | 42 g | analog, Caddx Ant 1200TVL, 16 MB Blackbox |
| Mobula8 O4 | Dezember 2025 | CrazyF405HD | 50 g | mit oder ohne vormontierte O4 Air Unit |
| Mobula8 O4 Wide | August 2026 | CrazyF405HD | 55 g | O4 Wide, Barometer, 8 MB Blackbox |
Für die analoge V3 empfiehlt Happymodel 2S-Akkus mit 450, 550 oder 650 mAh und liefert sie mit XT30- oder A30-Stecker aus. Für die O4-Fassungen nennt der Hersteller 2S mit 550 mAh.
Beim Mobula8 O4 gibt es eine Besonderheit beim Kauf. Happymodel bietet ihn mit vormontierter O4 Air Unit oder ohne Videosystem an. Laut Hersteller muss eine defekte Air Unit aus dem vormontierten Paket für die DJI-Garantie nach Festlandchina eingeschickt werden. Wer schon eine O4 besitzt oder eine Air Unit mit Händlergarantie in Deutschland kaufen möchte, nimmt die Version ohne Videosystem.
Für den Mobula8 O4 Wide weist Happymodel darauf hin, dass für den Betrieb mit einer DJI-Fernsteuerung eine passende Betaflight-Firmware aufgespielt werden muss. Ab Werk ist er für den ELRS-Empfänger eingerichtet.
1S oder 2S: was die Zellenzahl verändert
Die wichtigste Grenze in der Mobula-Familie verläuft zwischen einer und zwei Zellen. Sie verändert drei Dinge.
Motoren und Drehzahl. Die KV-Zahl gibt an, wie viele Umdrehungen pro Minute ein Motor je Volt macht. Ein Mobula6 mit 28.000 KV kommt an einer vollen Zelle mit 4,2 V rechnerisch auf rund 118.000 Umdrehungen ohne Last. Ein Mobula8 mit 11.000 KV erreicht an zwei vollen Zellen mit 8,4 V rund 92.000 Umdrehungen, dreht aber Propeller mit 52 statt 31 mm. Mehr Spannung erlaubt größere Propeller, und größere Propeller bewegen mehr Luft.
Gewicht und Akku. Ein 2S-Akku wiegt mehr als eine einzelne Zelle, dazu kommen schwerere Motoren und ein größerer Rahmen. Die 2S-Mobulas wiegen ohne Akku schon zwischen 42 und 55 g, die 1S-Modelle bleiben unter 25 g. Wie Zellenzahl, LiHV-Akkus und Stecker zusammenhängen, erklärt der Ratgeber zum Tinywhoop-Akku.
DJI O4. Alle Mobulas mit DJI O4 fliegen mit 2S. Die Air Unit braucht laut DJI mindestens 3,7 V am Anschluss, und eine einzelne Zelle sinkt unter Last schnell darunter. Zwei Zellen liegen über den ganzen Flug sicher im Spannungsbereich. Welche Fertig-Whoops es für die O4 gibt und wie sich 1S-Modelle mit O4 versorgen lassen, steht im Ratgeber Tinywhoop mit DJI O4.
Empfänger und Firmware
Alle aktuellen Mobulas binden an eine Fernsteuerung mit ExpressLRS 2,4 GHz. Mobula6 2024 V3, Mobula8 und die O4-Modelle nutzen einen seriellen Empfänger mit ELRS 3.0, der Mobula7 1S einen SPI-Empfänger auf dem X12-Board. Der Unterschied spielt beim Update eine Rolle. Ein serieller Empfänger lässt sich per WLAN oder über den Flight Controller mit dem ExpressLRS Configurator aktualisieren, ein SPI-Empfänger hängt am Betaflight-Firmwarestand des Boards.
Wie das Binden abläuft und welche Paketrate im Whoop sinnvoll ist, steht im Ratgeber Tinywhoop mit ELRS.
Die Gegenstücke von BetaFPV
Die direkte Konkurrenz kommt von BetaFPV, die in jeder Mobula-Klasse ein vergleichbares Modell anbietet. Laut den Herstellerangaben liegen die Werte nah beieinander:
| Klasse | Happymodel | BetaFPV |
|---|---|---|
| 65 mm, 1S, analog | Mobula6 2024 V3: 17,6 g, 28.000 KV | Air65 II: 16,6 g (Champion), 36.000 KV |
| 75 mm, 1S, analog | Mobula7 1S: 24 g, 20.000 KV | Air75 II: 21,3 g (Freestyle), 22.000 KV |
| 75 bis 80 mm, 2S, DJI O4 | Mobula7 O4: 80 mm, 45 g mit O4 Wide | Pavo Femto: 75 mm, 52,2 g mit O4 Air Unit |
Der Air65 II ist leichter als der Mobula6 und dreht seine Motoren deutlich höher, BetaFPV richtet ihn in der Champion-Version auf Indoor-Racing aus. Der Air75 II wiegt weniger als der Mobula7 1S und hat einen verstellbaren Kamerawinkel. Der Pavo Femto ist kompakter als der Mobula7 O4 und auf die O4 Air Unit mit 117,6° Bildwinkel ausgelegt.
Welcher Mobula für wen?
| Wenn du … | dann passt |
|---|---|
| den ersten Whoop für die Wohnung suchst | Mobula6 2024 V3 |
| drinnen längere Flüge mit größeren 1S-Akkus willst | Mobula7 1S |
| mit DJI-Brille digital fliegen willst und es kompakt magst | Mobula7 O4 |
| digital fliegen und die meiste Leistung willst | Mobula8 O4 oder O4 Wide |
| analog fliegen und draußen mehr Reserve brauchst | Mobula8 UART ELRS V3 |
Für die analogen Modelle brauchst du eine 5,8-GHz-Brille, für die O4-Modelle eine DJI-Brille der Reihe Goggles 3, Goggles N3, Goggles 2 oder Goggles Integra. Dazu kommen in jedem Fall eine ELRS-Fernsteuerung, mehrere Akkus und ein passendes Ladegerät.
Fazit: erst die Zellenzahl wählen, dann die Ziffer
Wer mit dem Mobula anfängt, entscheidet zuerst über die Zellenzahl. Für Flüge durch Wohnung und Büro sind die 1S-Modelle gebaut, allen voran der Mobula6 2024 V3 mit 17,6 g. Wer mit DJI-Brille fliegen will, landet bei den 2S-Modellen ab 80 mm, weil Happymodel die O4 nur dort einbaut. Beim Kauf hilft ein Blick auf den vollständigen Produktnamen, denn „Mobula7” kann einen 24-g-Whoop für eine Zelle oder einen 45-g-Whoop mit O4 Wide meinen.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Mobula6 und Mobula7?
Vor allem die Größe. Der Mobula6 2024 V3 misst 65 mm Radstand, wiegt 17,6 g und dreht 31-mm-Propeller an SE0702-Motoren mit 28.000 KV. Der Mobula7 1S misst 75 mm, wiegt 24 g und dreht 40-mm-Propeller an RS0802-Motoren mit 20.000 KV. Beide fliegen mit einer Zelle. Unter dem Namen Mobula7 verkauft Happymodel außerdem den Mobula7 O4, einen 80-mm-Whoop für 2S mit DJI O4 Wide.
Wie lange fliegt ein Mobula6?
Für den Mobula6 2024 V3 nennt Happymodel keine Flugzeit. Für den größeren Mobula7 1S gibt der Hersteller rund 5 Minuten mit 1S-Akkus von 450 bis 650 mAh an. Beim Mobula6 hängt der Wert stark an Akkukapazität und Flugstil, schnelle Runden um Stuhlbeine leeren eine Zelle deutlich früher als ruhiges Gleiten durch den Flur.
Welcher Akku passt in den Mobula6?
Ein 1S-Akku mit A30-Stecker, der Anschluss ist laut Happymodel auch mit BT2.0 kompatibel. Die SE0702-Motoren sind laut Hersteller nur für eine Zelle ausgelegt. Eine Kapazität empfiehlt Happymodel auf der Produktseite der V3 nicht, beim Mobula7 1S nennt der Hersteller 450, 550 oder 650 mAh.
Gibt es den Mobula mit DJI O4?
Ja, ab 80 mm Radstand. Der Mobula7 O4 mit 80 mm und 2S kommt in der aktuellen Fassung mit der O4 Wide Air Unit und wiegt 45 g. Den Mobula8 O4 mit 85 mm gibt es mit vormontierter O4 Air Unit (50 g) oder ohne Videosystem, der Mobula8 O4 Wide bringt die O4 Wide mit und wiegt 55 g. Alle O4-Mobulas fliegen mit 2S.
Welche Fernsteuerung brauche ich für einen Mobula?
Eine Fernsteuerung mit ExpressLRS auf 2,4 GHz. Alle aktuellen Mobulas haben einen ELRS-Empfänger auf dem Flight Controller, beim Mobula6 2024 V3, beim Mobula8 und bei den O4-Modellen als seriellen Empfänger mit Firmware 3.0. Den älteren Mobula7 1S gab es zusätzlich mit FrSky-Empfänger, ohne Empfänger und als TBS-Version.
Kann ich einen Mobula draußen fliegen?
Mobula6 und Mobula7 1S wiegen 17,6 und 24 g und sind für Innenräume und windstille Tage gebaut, schon leichter Wind drückt sie ab. Mobula7 O4 und Mobula8 haben mit 2S, 1102- bzw. 1103-Motoren und 45 bis 52 mm Propellern deutlich mehr Leistungsreserve. Draußen gelten die Regeln der offenen Kategorie, und wer mit Videobrille fliegt, braucht einen Beobachter.
Muss ich einen Mobula registrieren?
Ja. Jeder Mobula trägt eine Kamera, und Drohnen mit Kamera fallen unabhängig vom Gewicht unter die Registrierungspflicht als Betreiber beim Luftfahrt-Bundesamt, ausgenommen sind nur Spielzeuge im Sinne der Spielzeugrichtlinie. Die e-ID gehört sichtbar an den Copter. Eine Haftpflichtversicherung ist in Deutschland für jede Drohne Pflicht.