BetaFPV BetaFPV LAVA II 1S 580 mAh

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Tiefstpreis im Zeitraum: 30,99 € (02.09.2026)

Flugakku · BetaFPV

BetaFPV LAVA II 1S 580 mAh (Whoop-Akkus)

  • Viererpack LiHV-Zellen mit je 580 mAh und BT2.0-Anschluss
  • 95C Entladerate, laut Hersteller 26,7 Prozent mehr als bei der ersten LAVA-Generation
  • 14,1 g je Zelle bei 2,2 Wattstunden Energieinhalt
  • Maximale Ladespannung 4,35 V statt der 4,20 V normaler LiPo-Zellen
  • Passt an Air75, Meteor75 Pro, Cetus Pro und Cetus X

Preise: Stand 18.09.2026, Amazon 08:21 Uhr, inkl. MwSt., ohne Gewähr

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Rezension der drohnen-guru.de-Redaktion · Veröffentlicht am 10. August 2026

Was du zum Fliegen brauchst

Die rechtliche Einstufung nach EU-Drohnenverordnung, bezogen auf den privaten Flug in Deutschland.

Transport im Flugzeug 2,2 Wh je Zelle, weit unter der 100-Wh-Grenze, gehört ins Handgepäck Details im Ratgeber
Lagerung feuerfeste Tasche empfohlen, LiHV-Zellen reagieren empfindlich auf Beschädigung Details im Ratgeber
Drohnenklasse richtet sich nach dem Fluggerät, nicht nach dem Akku Details im Ratgeber

Technische Daten

Elektrische Daten

Kapazität 580 mAh je Zelle
Zelltyp LiHV, eine Zelle (1S)
Nennspannung 3,8 V
Maximale Ladespannung 4,35 V
Lagerspannung 3,85 V
Entladerate 95C
Energieinhalt 2,2 Wh je Zelle

Aufbau und Maße

Anschluss BT2.0
Gewicht 14,1 g je Zelle
Abmessungen 70 × 15 × 6,5 mm
Zellaufbau Z-Faltverfahren statt gewickelter Zelle
Packungsgröße vier Stück

Baureihe

Verfügbare Kapazitäten 280, 380, 480, 580 und 680 mAh
Verbesserung gegenüber LAVA I laut Hersteller 26,7 % höhere C-Rate und 5,5 bis 7,7 % mehr Kapazität
Spannung unter Last laut Hersteller 0,1 bis 0,2 V höher als bei der Vorgängerin

Kompatibilität

Passende Drohnen BetaFPV Air75, Meteor75 Pro, Cetus Pro, Cetus X
Voraussetzung Drohne mit BT2.0-Anschluss
Ladegerät muss LiHV bis 4,35 V unterstützen, sonst bleibt Kapazität ungenutzt

Die BetaFPV LAVA II 1S mit 580 mAh ist der Standard-Flugakku für 1S-Whoops und wird als Viererpack verkauft. LiHV bedeutet, dass die Zelle auf 4,35 V statt der üblichen 4,20 V geladen wird, was etwas mehr Energie und vor allem ein höheres Spannungsniveau unter Last ergibt. Die zweite Generation hebt die Entladerate von 75C auf 95C und nutzt ein Z-Faltverfahren beim Zellaufbau, das laut Hersteller die Energiedichte erhöht. Für den Piloten zählt vor allem eines: Ein Whoop, der bei Vollgas einbricht, hat fast immer ein Akkuproblem. Grundlage dieser Einordnung sind die BetaFPV-Angaben, die Amazon-Listung und die Daten mehrerer Fachhändler.

Stärken und Schwächen

Das spricht dafür

  • 95C Entladerate halten die Spannung bei Vollgas oben, das verhindert den typischen Einbruch beim Beschleunigen
  • Vier Zellen für 30,99 € ergeben rund 7,75 € je Akku, ein fairer Kurs für LiHV-Zellen dieser Klasse
  • 580 mAh sind der Kompromiss aus Flugzeit und Gewicht, mit dem die meisten 75-mm-Whoops ausgelegt sind
  • Der BT2.0-Anschluss ist bei 1S-Whoops der Standard und hält deutlich höhere Ströme aus als der alte PH2.0
  • 2,2 Wattstunden je Zelle liegen weit unter jeder Transportgrenze, mehrere Akkus im Handgepäck sind unproblematisch
  • Die Baureihe deckt fünf Kapazitäten von 280 bis 680 mAh ab, ein Wechsel auf leichtere oder größere Zellen bleibt im System

Das spricht dagegen

  • LiHV braucht ein Ladegerät, das 4,35 V beherrscht, ein normaler LiPo-Lader lädt nur auf 4,20 V und verschenkt Kapazität
  • Die Herstellerangaben zu den Verbesserungen gegenüber der ersten Generation sind Prozentwerte ohne veröffentlichte Messreihe
  • Vier Akkus ergeben je nach Drohne nur 20 bis 25 Minuten Flugzeit, ein zweiter Satz ist für einen Flugtag realistisch
  • 14,1 g je Zelle sind für sehr leichte 65-mm-Whoops zu schwer, dort passen eher 300er-Zellen

Bewertung im Detail

Leistung unter Last 4,5
Kapazität und Gewicht 4,0
Verarbeitung und Anschluss 4,5
Preis-Leistung 4,0

Gesamtwertung: 4,3 / 5

Das Bauteil, das den Schub liefert

Bei einem 1S-Whoop hängt die Flugleistung an einer einzigen Zelle. Es gibt keine zweite, die einen Einbruch abfängt, und keinen Puffer im System. Bricht die Spannung bei Vollgas ein, verliert die Drohne im selben Moment Schub.

Genau deshalb zählt der Akku bei dieser Bauform zu den Leistungskomponenten, auf einer Stufe mit Motoren und Propellern. Die LAVA II 1S mit 580 mAh ist BetaFPVs Antwort darauf, und der wichtigste Wert im Datenblatt steht nicht bei der Kapazität.

95C: die Zahl, die im Flug zählt

Die Entladerate von 95C beschreibt, welchen Strom die Zelle liefern kann, bezogen auf ihre Kapazität. Rechnerisch ergeben 95 × 0,58 A rund 55 Ampere.

Solche Spitzenwerte sind theoretisch, kein Whoop zieht 55 A. Die Größenordnung ist trotzdem aussagekräftig, weil sie indirekt den Innenwiderstand beschreibt. Je niedriger dieser ist, desto weniger Spannung fällt bei hoher Last ab.

Praktisch spürt der Pilot das so: Bei einem Akku mit niedriger C-Rate sackt die Spannung beim Gasgeben ein, die Motoren drehen weniger hoch als sie sollten, und die Drohne wirkt träge. Bei hoher C-Rate bleibt die Spannung oben und der Schub kommt sofort. BetaFPV nennt gegenüber der ersten LAVA-Generation 26,7 Prozent mehr C-Rate und 0,1 bis 0,2 V höhere Spannung unter Last. Eine veröffentlichte Messreihe zu diesen Prozentwerten gibt es nicht, die Richtung ist aber plausibel.

LiHV: 4,35 statt 4,20 Volt

Die zweite Besonderheit steckt in der Chemie. LiHV steht für Lithium-Hochvolt, und solche Zellen werden auf 4,35 V geladen statt auf die 4,20 V eines normalen LiPo.

Bei einem einzelligen Akku ist dieser Unterschied größer, als die Zahl vermuten lässt. Ein 1S-Whoop arbeitet in einem sehr schmalen Spannungsfenster: voll bei 4,35 V, leer bei etwa 3,4 V unter Last. Die zusätzlichen 0,15 V oben verschieben den gesamten nutzbaren Bereich nach oben, und Motoren drehen mit der Spannung.

Daraus folgt eine praktische Bedingung: Das Ladegerät muss LiHV beherrschen. Ein Lader, der auf 4,20 V stoppt, beschädigt die Zelle nicht, lässt aber einen Teil der Kapazität ungenutzt. Verbreitet sind BT2.0-Sechsfachlader, die vier bis sechs Zellen parallel laden und per USB-C versorgt werden. Wie das Laden und Lagern korrekt abläuft, steht im Ratgeber zum LiPo-Akku laden.

580 Milliamperestunden: der Kompromiss der Klasse

Die Baureihe deckt fünf Kapazitäten ab, und die Wahl ist ein Gewichtskompromiss:

KapazitätGewicht (Richtwert)Passt zu
280 mAhleicht65-mm-Whoops, maximale Agilität
380 mAhleicht65 bis 75 mm
480 mAhmittel75-mm-Whoops, Standard
580 mAh14,1 g75 bis 85 mm, längere Flüge
680 mAhschwer85 mm, maximale Flugzeit

Die 580er ist die Zelle für die größeren Whoops. Beim Meteor75 Pro mit 80,8 mm Radstand nennt BetaFPV 5:30 Minuten damit, beim Air75 II mit der kleineren 480er-Zelle 7:30 Minuten.

Der Zusammenhang ist nicht linear. Mehr Kapazität bringt mehr Energie, aber auch mehr Gewicht, und das Gewicht kostet wieder Energie. Ab einem bestimmten Punkt bringt eine größere Zelle keine längere Flugzeit mehr, nur trägeres Flugverhalten. Für 75- bis 85-mm-Whoops liegt dieser Punkt bei etwa 580 bis 680 mAh.

BT2.0: warum der Stecker wichtig ist

Der Anschluss ist BT2.0, und das ist bei 1S-Whoops der aktuelle Standard. Sein Vorgänger PH2.0 stammt aus der Elektronik und war für die Ströme moderner Whoops nie ausgelegt: Er erwärmte sich unter Last und schmolz im Extremfall.

BT2.0 hat größere Kontaktflächen und hält deutlich höhere Ströme aus. Für den Käufer bedeutet das eine einfache Prüfregel: Hat die Drohne einen BT2.0-Anschluss, passt die LAVA II. Ältere Whoops mit PH2.0 brauchen einen Adapter, und dieser Adapter wird dann zur neuen Engstelle im Stromkreis.

Z-Faltung statt Wicklung

BetaFPV nennt ein Z-Faltverfahren beim Zellaufbau. Bei herkömmlichen Zellen wird die Elektrodenfolie zu einer Rolle gewickelt, hier wird sie zickzackförmig gestapelt.

Der Vorteil ist geometrisch: Ein Stapel füllt ein rechteckiges Gehäuse besser aus als eine Rolle, an deren Rundungen Platz verloren geht. BetaFPV nennt daraus rund 5 Prozent mehr Energiedichte und eine längere Lebensdauer, weil beim Laden und Entladen weniger mechanische Spannung im Material entsteht.

Bei einer Zelle mit 70 × 15 × 6,5 mm ist der gewonnene Raum absolut betrachtet klein. In einer Klasse, in der jedes Gramm auf die Flugzeit durchschlägt, zählt er trotzdem.

Wie viele Akkus sinnvoll sind

Ein Viererpack für 30,99 € ergibt rund 7,75 € je Zelle. Bei 5 bis 7 Minuten Flugzeit pro Akku bedeutet das:

Acht Zellen liegen bei rund 62 € und sind damit die günstigste Möglichkeit, einen Flugtag zu verlängern. Zum Vergleich: Eine zweite Drohne kostet ein Vielfaches, und die Ladezeit läuft ohnehin parallel zum Fliegen.

Was ein kompletter FPV-Einstieg mit allen Verbrauchsteilen kostet, steht im Ratgeber Was kostet eine FPV-Drohne.

Lagerung und Sicherheit

Die vom Hersteller genannte Lagerspannung von 3,85 V entscheidet maßgeblich über die Lebensdauer. Ein voll geladener LiHV-Akku, der wochenlang liegt, verliert deutlich schneller Kapazität als ein halbvoller.

Dazu kommt die Aufbewahrung. Beschädigte Lithium-Zellen können sich selbst entzünden, und eine gequetschte Zelle nach einem harten Crash ist im Whoop-Betrieb keine Seltenheit. Eine feuerfeste LiPo-Tasche oder eine Metallbox gehören deshalb zur Grundausstattung, nicht zur Kür.

Ein Anzeichen für einen defekten Akku ist immer sichtbar: Bläht sich das Gehäuse auf, gehört die Zelle sofort aus dem Betrieb und fachgerecht entsorgt.

Für wen sich die LAVA II 580 lohnt

Sie passt zu allen, die einen 75- bis 85-mm-Whoop mit BT2.0-Anschluss fliegen und die vorhandenen Akkus ergänzen oder ersetzen wollen. Auch als erster Nachkauf zu einem Komplettset ist sie die naheliegende Wahl, weil solche Sets meist nur zwei Akkus enthalten.

Weniger passend ist sie für sehr leichte 65-mm-Whoops, wo 14,1 g bereits ein spürbarer Anteil des Startgewichts sind. Dort greift man besser zu 280- oder 380-mAh-Zellen derselben Baureihe.

Fazit

Die BetaFPV LAVA II 1S mit 580 mAh ist ein unauffälliges Bauteil mit direktem Einfluss auf das Flugerlebnis. 95C, LiHV mit 4,35 V, 14,1 g und der BT2.0-Anschluss ergeben eine Zelle, die bei Vollgas oben bleibt statt einzubrechen.

Mit 4,3 von 5 kosten die Abhängigkeit von einem LiHV-fähigen Ladegerät und die knappen 20 bis 25 Minuten Gesamtflugzeit pro Viererpack Punkte. Für 30,99 € sind die LAVA II 1S* trotzdem die günstigste Möglichkeit, aus einem vorhandenen Whoop mehr herauszuholen. Wer einen 65er fliegt, greift zur kleineren Kapazität derselben Reihe.

Häufige Fragen

Was bedeutet LiHV und was ist der Unterschied zu LiPo?

LiHV steht für Lithium-Hochvolt. Diese Zellen vertragen eine Ladeschlussspannung von 4,35 V statt der 4,20 V eines normalen LiPo. Daraus folgen etwas mehr gespeicherte Energie und vor allem ein höheres Spannungsniveau am Anfang des Flugs, was bei einer einzelnen Zelle direkt in mehr Schub umschlägt. Der Nachteil: Ein LiHV-Akku braucht ein Ladegerät, das diesen Modus kennt.

Welches Ladegerät brauche ich für die LAVA II 1S?

Eines mit LiHV-Modus, das auf 4,35 V lädt. Lädt ein normaler LiPo-Lader auf 4,20 V, bleibt ein Teil der Kapazität ungenutzt, der Akku nimmt dabei aber keinen Schaden. Verbreitet sind BT2.0-Sechsfachlader, die vier bis sechs Zellen gleichzeitig laden und per USB-C versorgt werden. Wie LiPo- und LiHV-Zellen richtig geladen werden, steht im Ratgeber zum LiPo-Akku.

Was sagt die Angabe 95C aus?

Die C-Rate beschreibt, welchen Strom die Zelle dauerhaft liefern kann, bezogen auf ihre Kapazität. 95C bei 580 mAh ergeben rechnerisch rund 55 Ampere. Solche Spitzenwerte sind theoretisch, aber die Größenordnung zählt: Je höher die C-Rate, desto weniger bricht die Spannung bei Vollgas ein. Genau dieser Einbruch ist der Grund, warum ein Whoop beim Beschleunigen plötzlich schwächelt.

Wie lange fliegt ein Whoop mit einer 580-mAh-Zelle?

Beim BetaFPV Air75 II nennt der Hersteller 7:30 Minuten mit einem 480-mAh-Akku, beim Meteor75 Pro 5:30 Minuten mit der 580er-Zelle. Der Unterschied kommt vom Antrieb und vom Startgewicht. Bei aggressivem Freestyle mit vielen Beschleunigungen liegen die Werte jeweils rund eine bis zwei Minuten darunter.

Passen die LAVA II auf jeden Whoop?

Auf jeden mit BT2.0-Anschluss. BetaFPV nennt Air75, Meteor75 Pro, Cetus Pro und Cetus X. Drohnen anderer Hersteller mit BT2.0 funktionieren ebenfalls, entscheidend sind neben dem Stecker die Maße von 70 × 15 × 6,5 mm und das Gewicht von 14,1 g, das der Rahmen tragen können muss.

Wie lagere ich die Akkus richtig?

Bei rund 3,85 V je Zelle, das ist die vom Hersteller genannte Lagerspannung. Weder voll noch leer sollten sie über Wochen liegen, beides beschleunigt die Alterung. Die Aufbewahrung gehört in eine feuerfeste Tasche oder eine Metallbox, gerade weil beschädigte Zellen selbst entzünden können. Details stehen im Ratgeber zur feuerfesten LiPo-Tasche.

Was ist das Z-Faltverfahren?

Bei gewickelten Zellen liegt die Elektrodenfolie als Rolle vor, beim Z-Faltverfahren wird sie zickzackförmig gestapelt. Der Stapel nutzt das rechteckige Gehäuse besser aus, was laut BetaFPV rund 5 Prozent mehr Energiedichte ergibt. Zusätzlich soll die Spannung unter Last stabiler bleiben, weil der Innenwiderstand sinkt.

Wie viele Akkus brauche ich für einen Flugtag?

Vier Zellen ergeben je nach Drohne 20 bis 25 Minuten Flugzeit. Das reicht für eine Sitzung im Zimmer, für einen Nachmittag draußen sind acht Zellen realistischer. Weil ein Viererpack 30,99 € kostet, liegt ein Vorrat von acht Akkus bei rund 62 € und ist damit die günstigste Verlängerung eines Flugtags.

Woran erkenne ich einen defekten Akku?

An drei Anzeichen: eine sichtbare Aufblähung des Gehäuses, ein deutlich schnellerer Spannungsabfall als bei den anderen Zellen desselben Satzes und eine Ruhespannung, die nach dem Laden binnen Stunden absackt. Aufgeblähte Zellen gehören sofort aus dem Betrieb und fachgerecht entsorgt, nicht in den Hausmüll.

Darf ich die Akkus im Flugzeug mitnehmen?

Mit 2,2 Wattstunden je Zelle liegen sie weit unter allen üblichen Grenzen. Sie gehören ins Handgepäck, niemals in den aufgegebenen Koffer, und die Anschlüsse sollten gegen Kurzschluss geschützt sein, etwa durch Abkleben oder eine LiPo-Tasche. Die Anzahl mitgeführter Akkus begrenzen manche Fluggesellschaften, ein Blick in deren Bestimmungen lohnt sich.

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