Technische Daten
Elektrische Daten
| Kapazität | 1.606 mAh |
|---|---|
| Energie | 11,5 Wh |
| Nennspannung | 7,16 V |
| Max. Ladespannung | 8,6 V |
| Akkutyp | Lithium-Ionen |
| Zellchemie | LiNiMnCoO2 |
| Gewicht | 46 g |
Laden
| Ladezeit in der Drohne | ca. 70 Minuten von 0 auf 100 % (15 W) |
|---|---|
| Ladezeit in der Ladestation | ca. 68 Minuten für drei Akkus gleichzeitig (65 W) |
| Ladetemperatur | 5 °C bis 40 °C |
| Empfohlenes Ladegerät | DJI 65 W tragbares Ladegerät oder USB-Power-Delivery |
| Ladestation | Zweiwege-Ladestation für drei Akkus, Ausgang 5 V/2 A |
Einsatz in der Drohne
| Passendes Modell | ausschließlich DJI Neo 2 |
|---|---|
| Max. Flugzeit | ca. 19 Minuten, ca. 17 Minuten mit Propellerschutz |
| Max. Schwebezeit | ca. 18 Minuten, ca. 16,5 Minuten mit Propellerschutz |
| Handstarts je Ladung | mindestens 20 Starts und Landungen laut DJI |
| Startgewicht der Drohne | 151 g ohne Sendeempfänger, 160 g mit |
Die DJI Neo 2 Intelligent Flight Battery ist der Originalakku der Neo 2 und bestimmt, wie lange ein Flugtag dauert. 1.606 mAh und 11,5 Wh ergeben laut DJI bis zu 19 Minuten Flugzeit, dem stehen rund 70 Minuten Ladezeit gegenüber. Wer die Drohne für mehr als ein paar Aufnahmen nutzt, kauft deshalb früher oder später nach. Diese Rezension ordnet den Akku anhand des DJI-Datenblatts, der Händlerlistung und der Rechnung gegen die Fly More Combo ein.
Stärken und Schwächen
Das spricht dafür
- 11,5 Wh in einem 46-Gramm-Paket, damit bleibt die Neo 2 klar unter der 250-Gramm-Grenze
- Das intelligente Akkumanagement überwacht Zellspannungen und entlädt bei längerer Lagerung selbstständig auf ein sicheres Niveau
- In der Zweiwege-Ladestation laden drei Akkus in 68 Minuten, also kaum länger als ein einzelner in der Drohne
- Mit 38,90 € liegt der Nachkaufpreis für einen Originalakku im moderaten Bereich
- Mit 11,5 Wh weit unter der 100-Wh-Grenze der Fluggesellschaften, damit im Handgepäck unkritisch
- Original-Firmware und Passform verhindern Kontaktprobleme, die bei Nachbauten auftreten können
Das spricht dagegen
- 19 Minuten Laborwert stehen rund 70 Minuten Ladezeit gegenüber, ohne zweiten Akku entstehen lange Pausen
- Der Propellerschutz kostet zwei Minuten Flugzeit, weil er Gewicht und Luftwiderstand erhöht
- Der Akku passt ausschließlich in die Neo 2, ein Tausch mit der ersten Neo ist nicht möglich
- Die Ladestation gehört nicht dazu, sie steckt nur in der Fly More Combo oder wird einzeln gekauft
- Die Zellchemie mag keine Kälte: Unter 5 °C sinkt die nutzbare Kapazität deutlich
- Bei Amazon verkauft ein Drittanbieter, Verfügbarkeit und Preis schwanken entsprechend
Der Akku entscheidet über den Flugtag
Bei einer Drohne von 151 g ist der Akku das Bauteil mit der größten Wirkung auf den Alltag. Er wiegt 46 g, also fast ein Drittel des Startgewichts, und begrenzt die Flugzeit auf 19 Minuten im Laborwert.
Die zweite Zahl ist genauso wichtig: rund 70 Minuten Ladezeit in der Drohne. Aus diesem Verhältnis von 1 zu 3,5 folgt praktisch alles, was über den Nachkauf zu sagen ist.
19 Minuten in echten Zahlen
DJI misst die Flugzeit im Schwebeflug bei Windstille, 20 m über dem Meeresspiegel, mit Kameraeinstellung 1080p/30 und ohne Videomodus. Der Wert liegt bei 19 Minuten, mit montiertem Propellerschutz bei 17 Minuten.
Im Einsatz geht davon einiges ab:
- Handstart und Landung kosten Energie, und die Neo 2 wird typischerweise mehrfach gestartet, weil sie als Selfie-Drohne aus der Hand arbeitet.
- Motivverfolgung verlangt ständige Lagekorrekturen statt gleichmäßigen Schwebeflugs.
- Wind wirkt bei 151 g stärker als bei schweren Drohnen, der Rückweg gegen den Wind zehrt überproportional.
- Reserve: Rund 20 Prozent Restladung sollten übrig bleiben.
Übrig bleiben 12 bis 14 Minuten planbare Flugzeit je Akku. DJI nennt daneben eine praxisnähere Größe: mindestens 20 Handstarts und Landungen je Ladung im QuickShot-Betrieb. Was sonst noch an der Flugzeit zehrt, steht im Ratgeber zur Flugzeit von Drohnen.
Laden: einzeln oder zu dritt
Zwei Wege stehen offen, und der Unterschied ist größer, als die Zahlen vermuten lassen.
| Weg | Leistung | Dauer | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| in der Drohne | 15 W | ca. 70 min | ein Akku voll |
| Zweiwege-Ladestation | 65 W | ca. 68 min | drei Akkus voll |
Die Ladestation lädt also in derselben Zeit die dreifache Menge. Sie gehört zur Fly More Combo und lässt sich einzeln nachkaufen. Wer mit mehreren Akkus unterwegs ist, spart damit den halben Nachmittag.
Für alle Ladewege gilt der Temperaturbereich von 5 bis 40 °C. Ein Akku, der aus der Kälte kommt, sollte vor dem Laden Zimmertemperatur erreichen. Weitere Regeln zum Umgang mit Flugakkus stehen im Ratgeber zum LiPo-Akku richtig laden.
Was das intelligente Akkumanagement leistet
DJI nennt seine Flugakkus Intelligent Flight Battery, und der Zusatz beschreibt eine eigene Elektronik im Akku:
- Zellüberwachung: Spannung und Temperatur jeder Zelle werden gemessen und an die Drohne gemeldet.
- Restlaufzeit-Berechnung: Die Firmware kennt Entfernung, Windlage und Verbrauch und löst daraus die automatische Rückkehr aus.
- Selbstentladung: Nach einigen Tagen ohne Nutzung fährt der Akku selbstständig auf einen Ladestand herunter, der die Zellen schont.
- Schutzschaltungen gegen Tiefentladung, Überladung und Kurzschluss.
Genau diese Kette ist der Grund, warum Nachbauakkus mehr Risiko tragen als der Preisvorteil vermuten lässt. Meldet ein Akku falsche Werte, bricht die Spannung unter Last früher ein, als die Anzeige es erwarten lässt.
Die Rechnung gegen die Fly More Combo
Wer noch keine Neo 2 besitzt, sollte zuerst rechnen:
| Variante | Preis | Enthalten |
|---|---|---|
| DJI Neo 2 Basis | ca. 209 € | Drohne, ein Akku, Propellerschutz |
| Fly More Combo | ca. 329 € | zusätzlich zwei Akkus, Ladestation, Sendeempfänger |
| Einzelakku | 38,90 € | ein Akku |
Der Aufpreis der Combo beträgt rund 120 € und enthält zwei Akkus im Einzelwert von rund 78 €, dazu die Ladestation und den digitalen Sendeempfänger, der die Reichweite deutlich anhebt. Für Neukäufer ist die Combo damit die günstigere Rechnung. Wer die Basisversion schon zu Hause hat, kauft einzeln nach.
Transport, Lagerung und Kälte
Drei praktische Punkte prägen den Alltag mit diesem Akku:
Flugreise: Mit 11,5 Wh liegt er weit unter der 100-Wh-Grenze der Fluggesellschaften. Er gehört ins Handgepäck, im aufgegebenen Koffer sind Lithium-Akkus verboten. Details stehen im Ratgeber Drohne im Flugzeug mitnehmen.
Lagerung: 40 bis 60 Prozent Ladung, trocken, bei Zimmertemperatur. Die Selbstentladung erledigt das nach einigen Tagen von allein.
Kälte: Unter 5 °C steigt der Innenwiderstand, die nutzbare Kapazität sinkt um 20 bis 30 Prozent. Wer im Winter fliegt, transportiert die Akkus körpernah und setzt sie erst kurz vor dem Start ein, siehe Drohne im Winter fliegen.
Für wen sich der Ersatzakku lohnt
Er lohnt für jeden, der die Neo 2 mehr als gelegentlich nutzt. 13 Minuten Flugzeit sind schnell vorbei, und eine Stunde Ladepause beendet den Ausflug in der Praxis. Zwei zusätzliche Akkus ergeben rund 36 bis 42 Minuten planbare Flugzeit und lassen sich in der Ladestation gemeinsam in gut einer Stunde füllen.
Fazit
Die DJI Neo 2 Intelligent Flight Battery ist ein unspektakuläres Bauteil mit großer Wirkung: 1.606 mAh, 11,5 Wh, 46 g und 19 Minuten Laborflugzeit bestimmen, wie lange ein Flugtag dauert.
Mit 4,3 von 5 ist der Akku technisch solide, mit Abzug für das Verhältnis von 19 Minuten Flug zu 70 Minuten Ladung. Wer die Neo 2* regelmäßig fliegt, kommt am Ersatzakku* nicht vorbei, und zwei davon machen aus einer Viertelstunde einen Nachmittag.
Häufige Fragen
Wie lange fliegt die DJI Neo 2 mit einem Akku wirklich?
DJI nennt rund 19 Minuten, mit montiertem Propellerschutz 17 Minuten. Diese Werte entstehen im Schwebeflug bei Windstille und ohne Videomodus. Realistisch planbar sind 12 bis 14 Minuten, weil Handstarts, Motivverfolgung, Positionswechsel und eine Reserve von rund 20 Prozent Restladung Energie kosten.
Wie lange lädt der Akku der Neo 2?
Direkt in der Drohne mit 15 W dauert eine Ladung von 0 auf 100 Prozent rund 70 Minuten. In der Zweiwege-Ladestation mit 65 W laden drei Akkus in etwa 68 Minuten gemeinsam. Ladeschluss ist bei 8,6 V, die Ladetemperatur muss zwischen 5 und 40 °C liegen.
Passt der Neo-2-Akku auch in die erste DJI Neo?
Nein. Die beiden Modelle nutzen unterschiedliche Akkus mit anderer Kapazität, anderer Bauform und eigener Elektronik. Der Akku der Neo 2 hat 1.606 mAh, der Vorgänger arbeitet mit einer anderen Zelle. Ein Tausch zwischen den Generationen ist nicht vorgesehen.
Wie viele Ersatzakkus sind sinnvoll?
Zwei zusätzliche Akkus decken die meisten Einsätze ab. Drei Akkus ergeben rund 36 bis 42 Minuten planbare Flugzeit, was für einen Ausflug oder einen Drehtag reicht. Weil drei Akkus in der Ladestation gemeinsam in 68 Minuten voll werden, lässt sich in einer Mittagspause der komplette Satz nachladen.
Lohnt sich der Einzelkauf oder gleich die Fly More Combo?
Rechnerisch spricht viel für die Combo. Die Neo 2 kostet einzeln rund 209 €, die Fly More Combo mit drei Akkus, Ladestation und digitalem Sendeempfänger rund 329 €. Der Aufpreis von 120 € enthält zwei Akkus im Wert von rund 78 €, dazu Ladestation und Sendeempfänger. Wer bereits die Basisversion besitzt, kauft einzeln nach.
Sind Fremdakkus für die DJI Neo 2 eine Alternative?
Sie sind günstiger und bringen zwei Risiken mit. Erstens die Zellqualität: Die angegebene Kapazität wird nicht immer erreicht, und die Spannungslage kann unter Last einbrechen. Zweitens die Kommunikation mit der Drohne, denn DJI-Akkus melden Zellspannungen und Ladestand an die Firmware. Bei einer Drohne, die aus der Hand startet und in der Luft entscheidet, wann sie zurückkehrt, ist das kein Nebenschauplatz.
Darf man den Akku im Flugzeug mitnehmen?
Ja, im Handgepäck. Mit 11,5 Wh liegt er weit unter der 100-Wh-Grenze, ab der Airlines eine Genehmigung verlangen. Im aufgegebenen Koffer sind Lithium-Akkus verboten. Üblich ist außerdem, die Pole abzukleben oder jeden Akku einzeln in eine Tasche zu legen, und Fluggesellschaften begrenzen die Stückzahl meist auf etwa zwanzig Ersatzakkus je Person.
Wie lagert man den Akku richtig?
Bei etwa 40 bis 60 Prozent Ladung, trocken und bei Zimmertemperatur. Das intelligente Akkumanagement entlädt den Akku nach einigen Tagen ohne Nutzung selbstständig auf ein sicheres Niveau. Voll geladene Lithium-Zellen altern schneller, tiefentladene können dauerhaft Schaden nehmen. Vor längeren Pausen lohnt eine kurze Kontrolle des Ladestands alle paar Wochen.
Warum sinkt die Flugzeit im Winter?
Der Innenwiderstand der Zellen steigt bei Kälte, damit sinkt die entnehmbare Energie. Unter 5 °C sind Einbußen von 20 bis 30 Prozent üblich, und die Drohne meldet früher einen niedrigen Ladestand. Abhilfe: Akkus körpernah transportieren und erst kurz vor dem Start einsetzen.
Was kostet eine Flugminute mit diesem Akku?
Bei 38,90 € und rund 13 Minuten planbarer Flugzeit je Ladung liegt der Anschaffungspreis bei etwa 3 € je Flugminute für die erste Ladung. Über die Lebensdauer relativiert sich das deutlich: Lithium-Ionen-Akkus dieser Bauart überstehen typischerweise mehrere hundert Ladezyklen, bevor die Kapazität spürbar nachlässt.