DJI hat am 5. November 2026 die Matrice 5T vorgestellt, eine faltbare Drohne für Einsatzkräfte und Inspektion. Ihre Wärmebildkamera löst nativ 1280 × 1024 Pixel auf. Dazu kommen drei Kameras mit je 50 Megapixeln von Weitwinkel bis 252 mm Brennweite, ein Laser-Entfernungsmesser und ein LiDAR. Laut DJI fliegt sie bis zu 59 Minuten, wiegt startklar 2.239 g und ist nach IP55 geschützt. Verkauft wird sie über DJI-Enterprise-Händler, einen Preis in Euro hat DJI noch nicht genannt.
Was ist neu gegenüber der Matrice 4T?
Die Matrice 4T ist die kompakte Wärmebilddrohne der Matrice-Reihe. Die 5T wiegt fast doppelt so viel und legt bei Sensoren und Ausdauer deutlich zu.
| Laut DJI | Matrice 4T | Matrice 5T |
|---|---|---|
| Startgewicht | 1.219 g | 2.239 g |
| Maximale Flugzeit | 49 min | 59 min |
| Wärmebild | 640 × 512, 12 µm | 1280 × 1024, 8 µm |
| Tele-Kamera | 168 mm, 112-fach hybrid | 252 mm, 176-fach hybrid |
| Laser-Entfernungsmesser | 1.800 m | 3.000 m |
| Betriebstemperatur | −10 bis 40 °C | −20 bis 50 °C |
| Schutzart | keine Angabe | IP55 |
| Funkreichweite nach CE | 12 km | 20 km |
| Fernsteuerung | DJI RC Plus 2 Enterprise | DJI RC Plus 3 Enterprise |
Beide Wärmebildkameras haben laut DJI eine Brennweite von 53 mm, umgerechnet auf Kleinbild. Bei gleichem Bildwinkel bedeuten viermal so viele Pixel die doppelte Auflösung in jeder Richtung. Ein Reh oder eine vermisste Person deckt damit aus doppelter Entfernung so viele Bildpunkte ab wie bei der 4T. Die Reichweite des Lasers misst DJI bei der 5T mit 25 % Reflexion, bei der 4T mit 20 %.
Neu sind ein rotierendes LiDAR mit 110 m Reichweite und drei Millimeterwellen-Radare für die Hinderniserkennung. Das vordere Radar erkennt laut DJI ein schwarzes Kabel mit 10 mm Durchmesser auf 40 m. Zubehör der Matrice 4 passt nicht an die 5T, und die RC Plus 3 arbeitet nicht mit der Matrice 4 zusammen. Die Matrice 5TD mit denselben Kameras fliegt aus der Dockingstation Dock 4, die DJI am 14. Oktober vorgestellt hat.
Was heißt das für Käufer in Deutschland?
Laut DJI trägt die Matrice 5T die EU-Klassen C2 und C6. Mit dem C2-Label und dem A2-Fernpilotenzeugnis darf sie in der Unterkategorie A2 fliegen, also bis auf 30 m an unbeteiligte Personen heran. Für Jäger und Kitzretter entscheidet das Label oft darüber, ob eine Wiese überhaupt in der offenen Kategorie beflogen werden darf. Welche Nachweise dafür nötig sind, steht in unserem Ratgeber zur Kitzrettung mit Drohne. C6 ist die Klasse für das Standardszenario STS-02 mit Flügen außerhalb der Sichtweite.
Mit 2.239 g spielt die 5T in einer anderen Gewichtsklasse als die Mavic 3T, die mit 920 g und 640 × 512 Pixeln die leichtere Wärmebilddrohne bleibt. Was die Auflösung im Wärmebild ausmacht und welche Modelle es gibt, erklärt der Ratgeber Drohne mit Wärmebildkamera.
Was noch offen ist
DJI nennt bisher weder einen Euro-Preis noch einen Liefertermin für Deutschland. Laut den FAQ ist die Drohne nicht in allen Ländern erhältlich, Käufer sollen die Verfügbarkeit vor dem Kauf beim Händler erfragen.