Technische Daten
Fluggerät
| Gewicht | 920 g mit Propellern, ohne Zubehör |
|---|---|
| Max. Startgewicht | 1.050 g (899 g mit EU-C1-Akku und geräuscharmen Propellern) |
| Maße gefaltet | 221 × 96,3 × 90,3 mm (ohne Propeller) |
| Maße ausgefaltet | 347,5 × 283 × 107,7 mm (ohne Propeller) |
| Diagonale | 380,1 mm |
| Höchstgeschwindigkeit | 15 m/s im Normalmodus, 21 m/s vorwärts im Sportmodus |
| Max. Flugzeit | 45 Minuten, 36 Minuten mit dem EU-C1-Akku |
| Max. Schwebezeit | 38 Minuten, 30 Minuten mit dem EU-C1-Akku |
| Max. Flugdistanz | 32 km, 24 km mit dem EU-C1-Akku |
| Windwiderstand | 12 m/s |
| Max. Starthöhe | 6.000 m über NHN |
| Betriebstemperatur | -10 °C bis 40 °C |
| Satellitensysteme | GPS, Galileo, BeiDou, GLONASS (mit RTK-Modul) |
| Positioniergenauigkeit | ±0,1 m mit Sichtsensoren, ±0,1 m mit RTK |
| Motoren und Propeller | Motortyp 2008, Propeller 9453F Enterprise |
| Drohnenklasse | C2 (EU) |
Wärmebildkamera
| Sensortyp | ungekühltes VOx-Mikrobolometer |
|---|---|
| Auflösung | 640 × 512 Pixel |
| Pixelabstand | 12 μm |
| Bildrate | 30 Hz |
| Objektiv | 40 mm Äquivalent, Blende f/1,0, diagonales Sichtfeld 61° |
| Temperaturauflösung (NETD) | höchstens 50 mK bei f/1,0 |
| Temperaturmessbereich | -20 °C bis 150 °C (hohe Verstärkung), 0 °C bis 500 °C (niedrige Verstärkung) |
| Messverfahren | Punktmessung und Flächenmessung |
| Infrarot-Wellenlänge | 8 bis 14 μm |
| Fotoformat | JPEG mit 8 Bit, R-JPEG mit 16 Bit für die Auswertung |
| Video | 640 × 512 bei 30 fps, 6 Mbit/s |
| Falschfarben | 10 Paletten, darunter Weiß heiß, Eisenrot, Regenbogen |
| Digitalzoom | 28-fach |
Weitwinkel- und Telekamera
| Weitwinkel-Sensor | 1/2-Zoll-CMOS, 48 MP effektiv |
|---|---|
| Weitwinkel-Objektiv | 24 mm Äquivalent, f/2,8, Sichtfeld 84° |
| Tele-Sensor | 1/2-Zoll-CMOS, 12 MP effektiv |
| Tele-Objektiv | 162 mm Äquivalent, f/4,4, Sichtfeld 15° |
| Hybridzoom | 56-fach über Tele plus 8-fachen Digitalzoom |
| ISO | 100 bis 25.600 |
| Video | 4K bei 30 fps, Bitrate 85 Mbit/s (Weitwinkel) |
| Fotoformat | JPEG |
Sensorik und Übertragung
| Hinderniserkennung | omnidirektionales duales Sichtsystem plus Infrarotsensor unten |
|---|---|
| Übertragungssystem | DJI O3 Enterprise |
| Live-Bild | 1080p mit 30 Bildern/s |
| Max. Reichweite | 8 km nach CE (15 km FCC) |
| Latenz | ca. 200 ms |
| Antennen | 4 Antennen, 2 Sender, 4 Empfänger |
| Fernsteuerung | DJI RC Pro Enterprise, 64 GB interner Speicher, ca. 3 Stunden Laufzeit |
Akku
| Kapazität | 5.000 mAh, 77 Wh, 15,4 V (Mavic 3 Serie) |
|---|---|
| EU-C1-Akku | 4.230 mAh, 65,15 Wh |
| Typ | LiPo 4S, LiCoO2 |
| Akkugewicht | 335,5 g (285 g in der EU-C1-Version) |
| Ladegerät | DJI USB-C Netzteil mit 100 W |
| Ladetemperatur | 5 °C bis 40 °C |
Die DJI Mavic 3T ist die Wärmebild-Variante der Mavic 3 Enterprise-Serie. Sie kombiniert eine radiometrische Infrarotkamera mit 640 × 512 Pixeln, einen 48-MP-Weitwinkel und eine Telekamera mit 162 mm Brennweite in einem Fluggerät von 920 g. Zielgruppe sind Feuerwehr, Rettungsdienst, Photovoltaik- und Gebäudeprüfung. Diese Rezension ordnet sie anhand des DJI-Datenblatts, der Händlerlistung und des Abstands zu den zivilen Mavic-Modellen ein.
Stärken und Schwächen
Das spricht dafür
- 640 × 512 Pixel im Infrarot sind das Vierfache der Auflösung einfacher Thermaldrohnen mit 320 × 256
- Radiometrisches R-JPEG speichert je Pixel einen Temperaturwert, die Auswertung ist damit nachträglich am Rechner möglich
- NETD von höchstens 50 mK löst Temperaturunterschiede von fünf Hundertstel Grad auf, genug für feuchte Dämmung und heiße Zellen
- Die Telekamera mit 162 mm hält bei Inspektionen Abstand zum Objekt und ergibt zusammen mit dem Digitalzoom 56-fache Vergrößerung
- 45 Minuten Flugzeit reichen für ein komplettes Dach oder ein PV-Feld ohne Akkuwechsel
- Der Hartschalenkoffer, die Fernsteuerung mit 64 GB Speicher und die Reparaturabsicherung sind im gelisteten Paket enthalten
Das spricht dagegen
- Der Preis von 5.399 € trennt das Gerät klar vom privaten Einsatz, ein einzelner Akku ist enthalten
- Der Weitwinkel arbeitet nur mit einem 1/2-Zoll-Sensor und f/2,8, für reine Fotoaufgaben ist die zivile Mavic 3 Pro deutlich stärker
- Klasse C2 verlangt für Flüge nahe an Personen das Fernpilotenzeugnis A2, das kostet Zeit und Prüfungsgebühr
- Der EU-C1-Akku senkt das Gewicht unter 900 g, kostet aber 9 Minuten Flugzeit und ändert nichts an der aufgedruckten C2-Kennzeichnung
- Das RTK-Modul für zentimetergenaue Positionierung gehört nicht zum Lieferumfang
- Das Livebild bleibt bei 1080p/30, die Latenz von rund 200 ms liegt über der ziviler O4-Modelle
Eine Drohne für Temperaturen
Bei zivilen Kameradrohnen entscheidet der Sensor über die Bildqualität. Bei der Mavic 3T entscheidet er über die Aussage. Ihre Infrarotkamera erfasst abgestrahlte Wärme und übersetzt sie in Zahlen.
Technisch steckt dahinter ein ungekühltes VOx-Mikrobolometer mit 640 × 512 Pixeln. Jeder dieser Bildpunkte misst die Strahlung im Wellenlängenbereich von 8 bis 14 μm und erzeugt daraus einen Temperaturwert. Bei 30 Hz entsteht daraus ein flüssiges Videobild.
Die Auflösung ist dabei die wichtigste Kenngröße. Einfache Thermaldrohnen arbeiten mit 320 × 256 Pixeln, die Mavic 3T bietet die vierfache Bildpunktzahl. Praktisch heißt das: Aus 30 m Höhe deckt ein einzelner Pixel eine deutlich kleinere Fläche ab, und einzelne Solarzellen, Kaminköpfe oder liegende Personen bleiben unterscheidbar.
NETD: der Wert, der die Empfindlichkeit beschreibt
Neben der Auflösung zählt die Empfindlichkeit. Sie steht als NETD von höchstens 50 mK im Datenblatt und beschreibt den kleinsten Temperaturunterschied, den der Sensor noch vom eigenen Rauschen trennen kann.
50 mK entsprechen 0,05 Grad. Diese Feinheit braucht es überall dort, wo Unterschiede klein sind: bei feuchter Dämmung, die sich um wenige Zehntelgrad von trockener abhebt, oder bei einer Solarzelle im Anfangsstadium eines Defekts. Für offensichtliche Fälle wie ein Glutnest oder einen heiß gelaufenen Motor genügt weniger, für belastbare Gebäudethermografie ist der Wert entscheidend.
Punkt-, Flächenmessung und R-JPEG
Die Mavic 3T zeigt Temperaturen als Falschfarbe und misst sie zusätzlich. Zwei Verstärkungsmodi decken dabei unterschiedliche Bereiche ab:
| Modus | Messbereich | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| hohe Verstärkung | -20 °C bis 150 °C | Gebäude, Photovoltaik, Personensuche |
| niedrige Verstärkung | 0 °C bis 500 °C | Brandstellen, Industrieanlagen |
Im Flug lassen sich Messpunkte und Messflächen direkt im Livebild setzen. Der eigentliche Vorteil steckt aber im Dateiformat: R-JPEG mit 16 Bit speichert zu jedem Bildpunkt den Temperaturwert. Die Auswertung passiert damit später am Rechner, inklusive nachträglich gesetzter Messpunkte und angepasster Emissionsgrade. Für Protokolle und Gutachten ist genau das der Unterschied zwischen einem Bild und einem Befund.
Drei Kameras, drei Aufgaben
Am Gimbal hängen drei Optiken:
- Weitwinkel, 1/2-Zoll-Sensor mit 48 MP, 24 mm, f/2,8. Er liefert das Referenzbild in normalem Licht, damit ein Wärmebefund einer sichtbaren Stelle zugeordnet werden kann.
- Tele, 1/2-Zoll-Sensor mit 12 MP, 162 mm, f/4,4. Sie holt Details heran, ohne dass die Drohne näher heranfliegen muss.
- Wärmebild, 640 × 512, 40 mm, f/1,0. Die extrem offene Blende ist bei Infrarotoptik üblich und nötig, weil Germaniumlinsen viel Strahlung schlucken.
Zusammen ergeben Tele und Digitalzoom eine 56-fache Hybridvergrößerung. Ab etwa der zwanzigfachen Stufe überwiegt allerdings der digitale Anteil, und die Detailschärfe nimmt sichtbar ab.
Wer die Mavic 3T als Fotodrohne betrachtet, wird enttäuscht: Der 1/2-Zoll-Sensor mit f/2,8 liegt unterhalb dessen, was zivile Modelle wie die Mavic 3 Pro mit ihrem 4/3-Zoll-Chip leisten. Die Kamera bedient hier den Zweck der Dokumentation.
Flugzeit und der EU-Akku
45 Minuten nennt DJI mit dem Standardakku der Mavic-3-Serie (5.000 mAh, 77 Wh). Realistisch planbar sind 30 bis 34 Minuten, weil Aufstieg, Positionswechsel, Wind und eine Sicherheitsreserve Energie kosten. Was daran zehrt, steht ausführlich im Ratgeber zur Flugzeit von Drohnen.
Daneben bietet DJI einen EU-C1-Akku mit 65,15 Wh an. Er senkt das maximale Startgewicht auf 899 g und ist zusammen mit den geräuscharmen Propellern gedacht, um das Fluggerät in die leichtere Klasse zu bringen. Der Preis dafür sind 36 statt 45 Minuten Flugzeit. Wichtig für die Praxis: Die aufgedruckte C2-Kennzeichnung bleibt bestehen, ein C2-gekennzeichnetes Gerät gilt mit diesem Akku laut DJI nicht automatisch als C1-konform.
Klasse C2: was rechtlich dranhängt
Mit 920 g und C2-Kennzeichnung gelten strengere Regeln als bei den Consumer-Modellen:
- In der Unterkategorie A3 reicht der Kompetenznachweis A1/A3, dafür gilt ein Mindestabstand von 150 m zu Wohn-, Gewerbe- und Erholungsgebieten.
- Für Flüge näher an Personen verlangt die Verordnung das Fernpilotenzeugnis A2 mit Präsenzprüfung. Der Ablauf steht im Ratgeber zum Fernpilotenzeugnis A2.
- Für gewerbliche Einsätze kommt eine passende Haftpflicht dazu, siehe Drohnen-Haftpflicht für Gewerbe.
Wer die Drohne beruflich einsetzt, findet die weiteren Betreiberpflichten im Ratgeber zur gewerblichen Drohnennutzung.
Für welche Aufgaben sie gebaut ist
Vier Einsatzfelder tragen den Preis:
- Feuerwehr und Rettung: Glutnester unter Dachhaut erkennen, Personen in der Dämmerung finden, Einsatzstellen im Überblick behalten. Der Modus mit niedriger Verstärkung bis 500 °C ist genau dafür gedacht.
- Photovoltaik: Heiße Zellen, defekte Bypass-Dioden und ganze Strangausfälle zeichnen sich als Temperaturmuster ab. Ein Feld lässt sich in einem Flug abfahren.
- Gebäudethermografie: Wärmebrücken, undichte Fenster und durchfeuchtete Dämmung werden im Winter bei Temperaturunterschied zwischen innen und außen sichtbar.
- Anlagen- und Netzkontrolle: Überhitzte Klemmstellen, Transformatoren und Leitungen im laufenden Betrieb prüfen, ohne abzuschalten.
Alternativen im Vergleich
| Modell | Wärmebild | Hauptkamera | Flugzeit | Klasse | Preis |
|---|---|---|---|---|---|
| DJI Mavic 3T | 640 × 512, 12 μm | 1/2”, 48 MP | 45 min | C2 | ca. 5.399 € |
| DJI Mavic 3TA | 640 × 512, 8 μm, 60 mm | 1/2”, 48 MP | 45 min | C2 | Enterprise-Handel |
| DJI Mavic 3E | keine | 4/3”, 20 MP, Verschluss | 45 min | C2 | Enterprise-Handel |
| DJI Mavic 3 Pro | keine | 4/3”, 20 MP plus 2 Teles | 43 min | C1 | ca. 2.251 € |
Die Mavic 3TA nutzt denselben Infrarotsensor mit feinerem Pixelabstand von 8 μm und 60 mm Brennweite, was bei gleicher Auflösung ein engeres Sichtfeld und mehr Detail auf Distanz ergibt. Die Mavic 3E verzichtet auf das Wärmebild und ist die Wahl für Vermessung. Die zivile Mavic 3 Pro kostet weniger als die Hälfte, liefert die besseren Bilder und misst keine Temperaturen.
Für wen sich die Mavic 3T lohnt
Sie passt, wenn Wärmebilder zum Arbeitsergebnis gehören und nicht zur Neugier. Feuerwehren, Sachverständige, PV-Betreiber und Instandhalter bekommen mit 640 × 512 Pixeln, 50 mK und radiometrischem R-JPEG ein Werkzeug, dessen Ergebnisse dokumentierbar sind. Die 45 Minuten Flugzeit und der Koffer im Lieferumfang zielen in dieselbe Richtung.
Weniger passend ist sie für alles, was mit Bildgestaltung zu tun hat. Wer Landschaft, Immobilien oder Videos aufnehmen will, bekommt für einen Bruchteil des Preises deutlich mehr Kamera, etwa mit der Air 3S oder der Mavic 3 Pro.
Fazit
Die DJI Mavic 3T ist ein Messgerät mit Flugfähigkeit. 640 × 512 Pixel im Infrarot, NETD von höchstens 50 mK, Punkt- und Flächenmessung bis 500 °C und 45 Minuten Flugzeit ergeben eine Plattform, die in Thermografie, Einsatzdienst und Anlagenprüfung belastbare Ergebnisse liefert.
Mit 4,4 von 5 ist sie in ihrer Klasse sehr stark, mit klaren Abzügen bei der zivilen Kameraleistung und beim Einstiegspreis von 5.399 €. Wer Wärmebilder braucht, findet in der Mavic 3T* die kompakteste Lösung mit dieser Sensorauflösung. Wer sie nur ausprobieren will, liegt bei einer zivilen Kameradrohne deutlich richtiger.
Häufige Fragen
Was unterscheidet die DJI Mavic 3T von der Mavic 3E?
Die Kameraausstattung. Die Mavic 3E hat einen 4/3-Zoll-Sensor mit 20 MP und mechanischem Verschluss für Vermessungsflüge, aber keine Wärmebildkamera. Die Mavic 3T tauscht diesen Sensor gegen einen kleineren 1/2-Zoll-Chip mit 48 MP und ergänzt dafür die Infrarotkamera mit 640 × 512 Pixeln sowie die Telekamera mit 162 mm. Fluggerät, Akku und Reichweite sind identisch.
Was bedeutet NETD bei einer Wärmebildkamera?
NETD steht für die geräuschäquivalente Temperaturdifferenz und beschreibt den kleinsten Temperaturunterschied, den der Sensor noch vom eigenen Rauschen trennen kann. Die Mavic 3T erreicht höchstens 50 mK, also 0,05 Kelvin. Je kleiner der Wert, desto feiner die Abstufung im Bild. Für die Suche nach feuchter Dämmung oder defekten Solarzellen ist das die entscheidende Kenngröße.
Kann die Mavic 3T Temperaturen messen?
Ja, radiometrisch als Punkt- oder Flächenmessung. Der hohe Verstärkungsmodus deckt -20 °C bis 150 °C ab, der niedrige 0 °C bis 500 °C. Aufnahmen im Format R-JPEG speichern zu jedem Pixel einen Temperaturwert, sodass sich Messpunkte nachträglich am Rechner setzen lassen. Für belastbare Absolutwerte müssen Emissionsgrad, Umgebungstemperatur und Abstand korrekt gesetzt sein.
Braucht man für die DJI Mavic 3T einen Drohnenführerschein?
Für Flüge in der Unterkategorie A3, also mindestens 150 m entfernt von Wohn-, Gewerbe- und Erholungsgebieten, reicht der Kompetenznachweis A1/A3. Sobald du näher an Personen fliegst, verlangt die C2-Klasse das Fernpilotenzeugnis A2 mit Präsenzprüfung bei einer benannten Stelle. Dazu kommen Registrierung, e-ID und eine Haftpflicht, die gewerbliche Flüge einschließt.
Wie lange fliegt die Mavic 3T wirklich?
DJI nennt 45 Minuten mit dem Standardakku der Mavic-3-Serie und 36 Minuten mit dem leichteren EU-C1-Akku. Realistisch planbar sind 30 bis 34 Minuten, weil Aufstieg, Positionswechsel, Gegenwind und eine Reserve von rund 20 Prozent Restladung Energie kosten. Für einen Einsatz mit mehreren Objekten gehören deshalb zwei bis drei Akkus zur Ausrüstung.
Was bringt der 56-fache Hybridzoom?
Er kombiniert die Telekamera mit 162 mm Brennweite und einen achtfachen Digitalzoom. Damit lassen sich Details wie Isolatoren, Kaminköpfe oder Personen aus großem Abstand erkennen, ohne näher heranfliegen zu müssen. Ab etwa der zwanzigfachen Vergrößerung nimmt die Detailschärfe sichtbar ab, weil der digitale Anteil überwiegt.
Für welche Einsätze eignet sich die Mavic 3T?
Typisch sind vier Felder: Feuerwehr und Rettungsdienst für Glutnester und Personensuche, Photovoltaik für die Suche nach heißen Zellen und Strängen, Gebäudethermografie für Wärmebrücken und feuchte Dämmung sowie Industrie- und Netzbetrieb für Anlagenkontrolle. Gemeinsam ist allen die Frage nach Temperaturunterschieden auf großer Fläche.
Was steckt im Worry-Free Basic Combo?
Laut Händlerangabe das Fluggerät, die Fernsteuerung DJI RC Pro Enterprise, ein Intelligent Flight Battery der Mavic-3-Serie, das 100-W-Netzteil mit Kabeln, drei Paar geräuscharme Propeller, ein Gimbal-Schutz, ein Schraubendreher, eine 64-GB-microSD-Karte und ein Hartschalenkoffer. Der Zusatz Worry-Free steht für die enthaltene Reparaturabsicherung.
Braucht die Mavic 3T das RTK-Modul?
Nur für Aufgaben mit Georeferenzierung. Das aufsteckbare RTK-Modul bringt die Positionsgenauigkeit auf den Zentimeterbereich und ist Voraussetzung für Vermessung, Kartierung und wiederholbare Flugrouten. Für reine Thermografie mit visueller Auswertung genügt die serienmäßige GNSS-Positionierung.
Wie weit reicht die Verbindung der Mavic 3T?
Nach CE-Norm gibt DJI 8 km an, nach FCC 15 km. In dichter Bebauung fallen die Werte auf 1,5 bis 3 km. Für den deutschen Betrieb ist ohnehin die Sichtweitenregel maßgeblich, solange keine Betriebsgenehmigung für Flüge außerhalb der Sichtweite vorliegt.