Das Wichtigste in Kürze
- Die Betaflight Android App gibt es offiziell als APK-Datei, seit Version 2025.12.1 zu jedem Release. Aktuell ist 2026.6.2 vom 16. September 2026, zu laden auf GitHub oder downloads.betaflight.com.
- Kein Play Store: Die offizielle App steht dort bisher nicht. Die Installation läuft über die Freigabe für unbekannte Quellen.
- Verbindung per USB-OTG: Handy und Flight Controller hängen an einem Datenkabel. Seit 2026.6 flasht die App auch Firmware per DFU und speichert Sicherungen direkt auf dem Gerät.
- iPhone: Eine iOS-Fassung läuft über TestFlight und verbindet sich per WLAN über die Betaflight Bridge (ESP32-S3) oder per Bluetooth, weil iOS keine USB-Seriell-Verbindung kennt.
- Alternative SpeedyBee App: Android und iOS, für Betaflight, INAV und EmuFlight, per Bluetooth, WLAN-Adapter oder OTG.
Welche Wege es aufs Handy gibt
Lange war Betaflight am Handy eine Sache von Drittanbietern. Das Projekt selbst setzte auf den Rechner, Android-Pakete gab es höchstens als Debug-Build. Mit der Version 2025.12 hat sich das geändert: Die frühere Configurator-Anwendung heißt seither Betaflight App, läuft im Browser als Web-App und erscheint zusätzlich als Android-Paket. Mit 2026.6 kam eine iOS-Fassung dazu.
| Weg | Plattform | Verbindung | Stand |
|---|---|---|---|
| Betaflight App (APK) | Android | USB-OTG-Kabel | offiziell, aktuell 2026.6.2 |
| Betaflight App (TestFlight) | iPhone, iPad | WLAN über Betaflight Bridge, Bluetooth | offiziell, Vorabversion |
| SpeedyBee App | Android, iOS | Bluetooth, WLAN-Adapter, auf Android OTG | Drittanbieter, im Play Store und App Store |
| Web-App app.betaflight.com | Desktop-Browser | USB | für Rechner gedacht |
Die Web-App ist für Handys nicht der vorgesehene Weg. Die Betaflight-Dokumentation nennt als Voraussetzung einen Chromium-basierten Desktop-Browser mit Unterstützung für WebSerial und WebUSB. Wie die Web-App und die Installer für Windows, macOS und Linux funktionieren, steht im Ratgeber zum Betaflight Configurator Download.

Android verbindet sich direkt per Kabel. iPhone und iPad brauchen eine Brücke per WLAN oder Bluetooth.
Die APK installieren: Schritt für Schritt
Die offizielle Android-Fassung erscheint mit jedem Release der
Betaflight App. Bei Version 2026.6.1 lagen zwei Varianten bereit, eine
mit dem Unterbau Capacitor und eine mit Tauri. Zur Version 2026.6.2
gibt es eine einzige Datei namens betaflight-app-2026.6.2.apk.
- Download-Seite öffnen, im Browser des Handys: die Releases der Betaflight App auf GitHub oder downloads.betaflight.com. Beides sind Seiten des Projekts.
- APK laden. Nimm die Datei des neuesten stabilen Releases. Nightly- und RC-Fassungen sind zum Testen gedacht.
- Installation erlauben. Android fragt beim Öffnen der Datei, ob der Browser Apps aus unbekannten Quellen installieren darf. Diese Freigabe erteilst du einmalig.
- Installieren und starten. Die App erscheint danach wie jede andere im App-Menü.
Updates kommen nicht von selbst. Eine APK außerhalb des Play Store aktualisiert sich nicht automatisch. Neue Versionen lädst du auf demselben Weg und installierst sie über die alte. Weil Firmware und App zusammenpassen sollten, lohnt ein Blick auf die Releases vor jedem Firmware-Update. Wie die Versionsnummern seit 2025.12 funktionieren, erklärt der Ratgeber zum Betaflight-Firmware-Update.
Lade die APK ausschließlich von den Seiten des Projekts. Fremde Download-Portale bieten oft ältere oder veränderte Dateien an, und eine App mit Zugriff auf den Flight Controller gehört aus der Originalquelle.
Die Verbindung per USB-OTG
Android-Handys können als USB-Host arbeiten, also selbst ein Gerät mit Strom versorgen und ansprechen. Genau das braucht Betaflight: Der Flight Controller hängt am Handy wie sonst am Rechner.
Das Kabel ist der häufigste Stolperstein. Nötig ist ein Kabel mit Datenleitung, reine Ladekabel erkennt das Handy nicht. Die praktischste Lösung ist ein kurzes Kabel mit passenden Steckern an beiden Enden:
| Flight Controller | Kabel ab USB-C am Handy |
|---|---|
| USB-C | USB-C auf USB-C mit Datenleitung |
| Micro-USB | USB-C auf Micro-USB mit Datenleitung |
| beides | alternativ OTG-Adapter auf USB-A plus vorhandenes Kabel |
Beim Einstecken fragt Android in der Regel, ob die App auf das USB-Gerät zugreifen darf. Mit Zustimmung meldet die App den Flight Controller als verbundenes Gerät. Für Konfiguration und CLI reicht der Strom über USB. Für Motortests, Empfängerprüfung und Videosender braucht der Copter einen Akku, und dann gilt dieselbe Regel wie am Rechner: Propeller ab.
Was am Handy geht und wo die Grenzen liegen
Die Android-Fassung ist dieselbe App wie im Browser, nur verpackt. Laut Release Notes zu 2026.6 sind zwei Lücken geschlossen, die das Handy lange als Notlösung abstempelten:
- Firmware flashen per DFU funktioniert direkt aus dem Android-Build, ohne Zusatzwerkzeug.
- Dateizugriff: Sicherungen und Logs lassen sich über die Dateiauswahl öffnen und speichern, auch Blackbox-Logs im Format .bbl und .bfl.
Damit decken Ports, Receiver, Modes, OSD, CLI und Presets am Handy dasselbe ab wie am Rechner. Die Blackbox-Auswertung ist seit 2026.6 als eigener Tab in der App, mehr dazu im Ratgeber zur Betaflight Blackbox.
Die Grenzen liegen beim Bildschirm. Ein OSD-Layout mit 53 mal 20 Zellen am Handy zu ziehen ist Fummelarbeit, und Kurven im Blackbox-Viewer lesen sich auf sechs Zoll schlechter als auf einem Monitor. Für die Erstkonfiguration eines neuen Copters bleibt der Rechner bequemer, wie der Ratgeber zum Betaflight Configurator zeigt. Auf dem Flugfeld spielt das Handy seine Stärke aus: eine Rate nachstellen, einen Schalter neu belegen, eine Fehlermeldung in der CLI nachsehen.
iPhone und iPad: Bridge oder Bluetooth
Auf iOS fehlt die Grundlage für den Android-Weg. Apple erlaubt Apps keine serielle Verbindung über USB. Die Betaflight-Entwickler haben deshalb einen Umweg gebaut.
Seit Version 2026.6 gibt es eine native iOS-App, die das Projekt laut Release Notes über TestFlight verteilt, Apples Plattform für Vorabversionen. Sie kennt zwei Verbindungswege:
- WLAN über die Betaflight Bridge. Mit 2026.6 hat das Projekt die Bridge eingeführt: eine Firmware, die eine günstige ESP32-S3-Platine in eine Brücke von USB auf WLAN verwandelt. Die Platine steckt am USB-Port des Flight Controllers, das iPhone verbindet sich per WLAN und TCP mit ihr.
- Bluetooth. Die iOS-Fassung bringt seit 2026.6.1 eine eigene Bluetooth-Anbindung mit, für Flight Controller und Adapter, die Bluetooth an Bord haben.
Wer auf dem iPhone heute einen ausgereiften Weg sucht, landet meist bei der SpeedyBee App. Die Betaflight-Fassung ist neu und als Vorabversion gekennzeichnet.
Die Alternative: SpeedyBee App
Die SpeedyBee App gibt es seit Jahren für Android und iOS, im Play Store und im App Store. Laut Store-Beschreibung stellt sie alle Parameter von Betaflight, INAV und EmuFlight ein, flasht Firmware und ändert bei BLHeli_S-, BLHeli_32- und Bluejay-Reglern die Motordrehrichtung.
Verbunden wird je nach Hardware:
| Hardware | Verbindung | Plattform |
|---|---|---|
| Flight Controller mit eingebautem Bluetooth | Bluetooth | Android, iOS |
| SpeedyBee Adapter 3 am USB-Port | Bluetooth oder WLAN | Android ab 7.0, iOS ab 12.0 |
| beliebiger Flight Controller | OTG-Kabel | nur Android |
Der Adapter 3 nutzt laut Hersteller Bluetooth für den schnellen Zugriff und WLAN für größere Datenmengen wie Firmware und Blackbox. Er prüft nebenbei LiPo-Akkus von 1S bis 6S und lädt das Handy. Für INAV-Piloten ist die App interessant, weil die offizielle Betaflight App nur Betaflight bedient.
Und ExpressLRS?
Betaflight ist nur die halbe Konfiguration. Der ELRS-Empfänger hat eine eigene Firmware, und die lässt sich ohne App erreichen: Im WLAN-Modus öffnet der Empfänger ein eigenes Netz mit einer Weboberfläche, die jeder Handy-Browser anzeigt. Für Updates des Empfängers führt der Ratgeber zum ELRS-Firmware-Update durch die Wege.
Fazit: auf Android angekommen, auf dem iPhone unterwegs
Für Android gibt es seit 2025.12 eine offizielle Betaflight App zu jedem Release, und seit 2026.6 kann sie alles Wichtige: konfigurieren, flashen, sichern. Ein kurzes Datenkabel mit passenden Steckern macht das Handy zum Werkzeug fürs Flugfeld. Auf dem iPhone ist die Betaflight App als Vorabversion über TestFlight auf dem Weg, braucht aber eine Bridge oder Bluetooth. Bis sie ausgereift ist, bleibt dort die SpeedyBee App die naheliegende Wahl.
Häufige Fragen
Gibt es Betaflight als App für Android?
Ja. Das Betaflight-Projekt veröffentlicht seine App seit Version 2025.12.1 zu jedem Release zusätzlich als Android-APK, anfangs als Testfassung. Aktuell ist die Version 2026.6.2 vom 16. September 2026. Die Datei liegt auf GitHub bei den Releases der Betaflight App und auf downloads.betaflight.com.
Ist die Betaflight App im Google Play Store?
Im Play Store taucht die offizielle App bisher nicht auf. Laut Release Notes zu 2026.6 hat das Projekt eine Pipeline für eine Veröffentlichung dort eingerichtet. Bis dahin installierst du die APK direkt, Android fragt dafür nach der Freigabe für Apps aus unbekannten Quellen.
Welches Kabel brauche ich für Betaflight am Handy?
Ein Datenkabel, das vom USB-C-Anschluss des Handys direkt zum Anschluss des Flight Controllers passt, also USB-C auf USB-C oder USB-C auf Micro-USB. Alternativ geht ein OTG-Adapter mit dem normalen Kabel des Flight Controllers. Reine Ladekabel ohne Datenleitung funktionieren nicht, das Handy erkennt den Flight Controller dann gar nicht.
Kann ich mit der Betaflight App auf Android Firmware flashen?
Ja, seit Version 2026.6. Die Release Notes nennen DFU über USB direkt aus dem Android-Build, ohne zusätzliche Werkzeuge. Vor dem Flashen gehört wie am Rechner eine Sicherung per diff all dazu, die sich seit 2026.6 über die Dateiauswahl direkt auf dem Handy speichern lässt.
Gibt es Betaflight für das iPhone?
Eine native iOS-Fassung der Betaflight App verteilt das Projekt seit 2026.6 über TestFlight, Apples Plattform für Vorabversionen. Weil iOS keine serielle USB-Verbindung erlaubt, verbindet sie sich per WLAN über die Betaflight Bridge, eine ESP32-S3-Platine am USB-Port des Flight Controllers, oder per Bluetooth. Ausgereifter ist auf dem iPhone bisher die SpeedyBee App.
Was ist die SpeedyBee App?
Eine Konfigurations-App für Android und iOS, die Betaflight, INAV und EmuFlight unterstützt. Sie verbindet sich per Bluetooth mit Flight Controllern, die Bluetooth an Bord haben, über den SpeedyBee Adapter 3 per Bluetooth oder WLAN und auf Android zusätzlich per OTG-Kabel. Sie kann laut Store-Beschreibung auch Firmware flashen und die Motordrehrichtung bei BLHeli-Reglern ändern.
Funktioniert die Web-App app.betaflight.com im Handy-Browser?
Dafür ist sie nicht ausgelegt. Laut Betaflight-Dokumentation braucht die Web-App einen Chromium-basierten Desktop-Browser mit WebSerial und WebUSB. Für Android ist deshalb die APK der vorgesehene Weg, für iOS die TestFlight-Fassung.