DJI Care Refresh Bedingungen: Teile, Ausschlüsse, Rückgabe

DJI Care Refresh Bedingungen laut AGB: welche Teile der Austausch umfasst, alle Ausschlüsse, Ablehnungsgründe, Flyaway-Pflichten, Rückgabe und Übertragung.

Zubehör Veröffentlicht am 8 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • DJI Care Refresh Bedingungen: stehen in den AGB von DJI, aktuelle Fassung vom 16.04.2026; Vertragspartner ist SZ DJI Technology oder eine Tochtergesellschaft.
  • Austausch: je Fall Fluggerät, Gimbal mit Kamera, 1 Akku und 2 Paar Propeller. Die Fernsteuerung ist nicht dabei.
  • Ausschlüsse: 15 Punkte, darunter Diebstahl, Vorsatz, unbefugter Umbau und Schäden bei Dritten.
  • Ablehnung: wenn Drohne und Plan aus verschiedenen Ländern stammen oder nicht über offizielle Kanäle gekauft wurden.
  • Flyaway: nur mit gekoppeltem Konto und gekoppelter Fernsteuerung, Flugaufzeichnungen und Flyaway-Meldung.
  • Übertragung: laut AGB nach dem Kauf nicht übertragbar, Rückgabe nur zusammen mit der Drohne.

Wo die Bedingungen stehen und wer sie stellt

DJI veröffentlicht die „Allgemeinen Geschäftsbedingungen für DJI Care Refresh“ auf seiner Support-Seite unter dem Punkt Servicebedingungen. Die aktuelle Fassung trägt das Datum 16. April 2026. Mit dem Kauf eines Plans erklärst du laut Ziffer 1 der Vorbemerkung, dass du sie gelesen hast und ihnen zustimmst.

Die Leistungen erbringt die SZ DJI Technology Co., Ltd. oder eine ihrer Tochtergesellschaften. Nach dem Kauf und der Verknüpfung mit der Drohne schickt DJI einen Servicevertrag per E-Mail. Er nennt Beginn und Ende deines Plans. Die Laufzeit beträgt 12 Monate beim 1-Jahres-Plan und 24 Monate beim 2-Jahres-Plan, und alle enthaltenen Leistungen gelten genauso lange.

Die AGB beschreiben alle Produkte gemeinsam, von der Drohne bis zum Handy-Gimbal. Was für ein bestimmtes Modell gilt, ergibt sich aus der Leistungsbeschreibung auf der Kaufseite. Steht bei einer Leistung „Unterstütztes Produkt“, gilt sie nur für die dort genannten Modelle.

Welche Leistungen die AGB beschreiben

ZifferLeistungInhaltgilt für
1.1AustauschserviceErsatzgerät gegen Gebühr, 2 Fälle in 12 Monaten (davon 1 Flyaway), 4 in 24 Monaten (davon 2 Flyaway)alle Pläne
1.2Offizielle GarantieReparatur von Defekten ohne Bedienfehler, Material und Lohn trägt DJIalle Pläne
1.3ReparaturvergünstigungenRabatt auf eine begrenzte Zahl von Reparaturen, 2 bzw. 3 Fällenur Mavic 3 und Mavic 3 Cine
1.4WartungsprogrammInspektion, Kalibrierung, Reinigung, Tausch von Verschleißteilen, 1 bzw. 2 Malnur Mavic 3 und Mavic 3 Cine
1.5Internationaler ServiceService in jedem DJI-Servicecenter weltweitnur Modelle mit internationaler Garantie

Für fast alle Drohnen bleiben damit zwei Leistungen übrig, der Austausch nach Unfall oder Flyaway und die Garantie gegen Defekte. Die internationale Abdeckung bietet DJI laut seiner FAQ derzeit nur für Kameras und Gimbals wie die Osmo- und RS-Modelle. Für Drohnen gilt der Service in dem Land oder der Region, in der du den Plan gekauft hast.

Das Ersatzgerät ist laut AGB dasselbe Modell, entweder fabrikneu oder in Leistung und Zuverlässigkeit so gut wie neu. Die Kosten für Hin- und Rückversand innerhalb des Landes trägt DJI. Muss eine Drohne über eine Grenze geschickt werden, brauchst du vorher die Zustimmung von DJI und zahlst Zölle und Versand selbst.

Welche Teile der Austausch ersetzt

Für die Drohnen-Serien Lito, Flip, Neo, Avata, Air, Mini, Mavic und DJI FPV definieren die AGB die Hauptkomponenten so:

Die Fernsteuerung fehlt in dieser Liste, ebenso Goggles, Ladegerät, Ladestation und weitere Akkus. Ein zerbrochenes Display einer DJI RC oder ein Sturz der Goggles bleibt damit deine Sache. Nur das Wartungsprogramm der Mavic 3 schließt eine Fernsteuerung ein.

Dazu kommt eine Rücksendepflicht. Beim Austausch nach einem Unfall müssen alle abgedeckten Teile zurück zu DJI. Geht eines davon verloren, etwa der Akku nach einem Absturz ins Feld, kannst du laut AGB keinen Unfallschaden-Ersatz beantragen. Such nach einem Absturz also alle Teile zusammen.

Die Garantie aus Ziffer 1.2 umfasst bei Drohnen andere Bauteile, nämlich den Hauptregler, Gimbal und Kamera, das optische Positionierungssystem und das Antriebssystem ohne Propeller.

Was die AGB ausschließen

Ziffer 2.2 listet 15 Ausschlüsse für alle Leistungen. Thematisch sortiert:

Bereichausgeschlossen
Gerät und ZubehörTeile außerhalb des Leistungsumfangs, Schäden an Fremdprodukten, Schäden durch nicht autorisiertes Fremdzubehör oder fremde Software
VerlustDrohne oder abgedeckte Teile gestohlen oder entsorgt
Eingriffeunbefugte Reparatur oder unbefugter Teiletausch, Umbau oder Zerlegung entgegen der offiziellen Dokumentation
Verhaltenvorsätzliche Schäden, Nutzung für illegale Aktivitäten
höhere GewaltNaturkatastrophen, Krieg, Unruhen, Terror, nukleare Strahlung
FristenAnträge außerhalb der Laufzeit
Kosten und Haftungtechnische Verbesserungen (nur gegen Aufpreis), indirekte Schäden und entgangener Gewinn, Personen- und Sachschäden bei dir oder Dritten, Kosten für Rechtsstreit und Schiedsverfahren

Für die Garantie gegen Defekte kommen neun weitere Ausschlüsse dazu. Dort stehen unter anderem verlorene Komponenten, Schäden ohne Qualitätsmangel, Flüge unter ungeeigneten Wetter- und Gewässerbedingungen, die Missachtung von Hinweisen aus dem Benutzerhandbuch, ein defekter Akku als Ursache und Gebrauchsspuren an Gehäuse oder Landegestell, die die Leistung nicht beeinflussen.

Zwei Lücken haben im Alltag die größte Bedeutung. Diebstahl deckt Care Refresh in keiner Form, dafür braucht es eine Kaskoversicherung für Drohnen mit Diebstahl-Einschluss. Und für Schäden bei Dritten bleibt die gesetzlich vorgeschriebene Haftpflichtversicherung zuständig.

Wann DJI ablehnen darf und wann der Plan endet

Ziffer 3 nennt fünf Gründe, aus denen DJI eine Leistung verweigern darf:

  1. Die Drohne wurde nicht über offizielle Kanäle oder bei autorisierten Händlern gekauft.
  2. Plan und Drohne stammen nicht aus demselben Land bzw. derselben Region.
  3. Die Leistung soll außerhalb des Geltungsbereichs erbracht werden.
  4. Der Antrag liegt außerhalb der Laufzeit.
  5. Der Antrag folgt nicht dem vorgesehenen Serviceprozess.
Ablaufschema mit vier Prüfschritten aus den AGB von DJI Care Refresh: Kaufweg, Laufzeit, Ursache und Nachweis. Jeder Schritt hat einen Nein-Zweig, der zur Ablehnung führt. Sind alle erfüllt, folgt der Austausch gegen die Gebühr des Modells. Im Hinweiskasten steht, dass Fluggerät, Gimbal mit Kamera, ein Akku und zwei Paar Propeller ersetzt werden und die Fernsteuerung nicht dazugehört.

Ein Austausch setzt vier Bedingungen voraus. Scheitert eine davon, endet der Antrag.

Daraus folgt eine schlichte Regel für den Kauf. Kaufe Drohne und Plan im selben Land, am besten am selben Ort. Die AGB empfehlen das in ihrer Vorbemerkung ausdrücklich. Eine Drohne aus einem Shop in Hongkong mit einem Plan aus dem deutschen DJI Store riskiert die Ablehnung.

Der Plan endet regulär, wenn die Laufzeit abgelaufen ist, wenn alle Austauschfälle verbraucht sind oder wenn du die Beendigung beantragst und DJI sie bestätigt. Wie viele Fälle noch übrig sind, zeigt DJI auf der Seite zur Serviceplan-Prüfung nach Eingabe der Seriennummer.

Pflichten beim Flyaway

Für den Ersatz nach einem Flyaway setzen die AGB mehrere Schritte voraus, die teils lange vor dem Vorfall liegen:

Ab der Meldung ist die Drohne gesperrt. Findet sie sich wieder, bevor du die Gebühr bezahlt hast, storniert DJI die Meldung auf Anfrage. Nach der Zahlung geht das Eigentum an der verlorenen Drohne auf DJI über, die Meldung lässt sich dann nicht mehr zurücknehmen, und eine gefundene Drohne schickst du an DJI.

Care Express: was du mit der Wahl akzeptierst

Care Express ist der schnelle Weg zum Ersatzgerät und gehört laut AGB zum Austauschservice. Mit der Wahl stimmst du zwei Punkten zu. DJI führt keine Datenanalyse durch und behält das Originalgerät als Nachweis für den Austausch. Für Flyaway-Fälle und Fälle mit Datenanalyse steht Express derzeit nicht zur Verfügung. Die beiden Express-Optionen vergleicht der Ratgeber zu DJI Care Refresh Premium und Basic.

Daten, Seriennummer und Kopplung

Die Vorbemerkung der AGB regelt vier Punkte rund um Daten und Kopplung:

Bekommt die Drohne durch einen Austausch eine neue Seriennummer, wandert der Plan automatisch mit. Das Ersatzgerät übernimmt Restlaufzeit, verbleibende Fälle und die Garantie des ursprünglichen Geräts. Nach jeder Inanspruchnahme zieht DJI einen Fall vom Kontingent ab.

Rückgabe, Kündigung und Übertragung

Ziffer 4 regelt Rückgabe und Übertragung in drei Sätzen:

Eine Beendigung auf eigenen Wunsch sehen die AGB in Ziffer 3 vor, sie greift, sobald DJI den Antrag bestätigt. Eine Erstattung für diesen Fall regeln sie nicht.

Beim Verkauf einer Drohne bleibt der Plan an der Seriennummer hängen, ein Recht des Käufers darauf begründen die AGB nicht. Beim Flyaway kommt hinzu, dass DJI die Kopplung mit einem Konto als Nachweis des Eigentums wertet und nur der Inhaber dieses Kontos den Antrag stellen darf. Als Käufer einer gebrauchten Drohne solltest du einen Restplan darum nicht in den Preis einrechnen. Ob noch einer läuft, zeigt die Serviceplan-Prüfung bei DJI mit der Seriennummer.

Auch auf eine neue Drohne lässt sich ein bestehender Plan nicht umziehen. Wer von einer älteren Mini auf ein neueres Modell wechselt, kauft den Schutz neu. Die Fristen und Preise dafür stehen im Überblick zu DJI Care Refresh.

Fazit: drei Punkte entscheiden über den Austausch

Ob ein Austausch klappt, entscheidet sich meist an drei Punkten. Kaufe Plan und Drohne im selben Land über offizielle Kanäle, kopple Drohne, Fernsteuerung und Konto gleich nach der Einrichtung und bewahre nach einem Unfall alle Teile auf. Für Diebstahl, die Fernsteuerung und Schäden bei Dritten brauchst du zusätzlichen Schutz, denn dort enden die Leistungen von DJI.

Häufige Fragen

Wo finde ich die Bedingungen von DJI Care Refresh?

DJI veröffentlicht sie auf seiner Support-Seite unter „Servicebedingungen“ als PDF mit dem Titel „Allgemeine Geschäftsbedingungen für DJI Care Refresh“, die aktuelle Fassung trägt das Datum 16.04.2026. Nach dem Kauf schickt DJI zusätzlich den Servicevertrag per E-Mail. Darin stehen Beginn und Ende deines Plans.

Welche Teile ersetzt DJI Care Refresh bei einer Drohne?

Je Austausch ein Fluggerät, einen Gimbal mit Kamera, einen Akku und zwei Paar Propeller. Fernsteuerung, Goggles, Ladegerät und weitere Akkus gehören nicht dazu. Beim Einsenden müssen alle abgedeckten Teile zurück, fehlt eines, ersetzt DJI den Unfallschaden nicht.

Was ist bei DJI Care Refresh ausgeschlossen?

Die AGB nennen 15 Ausschlüsse, darunter Diebstahl, vorsätzliche Schäden, unbefugte Reparatur oder Zerlegung, Schäden durch nicht autorisiertes Fremdzubehör, illegale Nutzung sowie Naturkatastrophen und Krieg. Ebenfalls ausgeschlossen sind Folgeschäden und Schäden, die die Drohne bei anderen Personen oder an fremden Sachen anrichtet. Dafür ist die Haftpflichtversicherung zuständig.

Ist DJI Care Refresh übertragbar?

Laut AGB ist DJI Care Refresh nach dem Kauf nicht übertragbar. Der Plan hängt an der Seriennummer der Drohne und wechselt nur nach einem Austausch automatisch auf das Ersatzgerät. Für einen Käufer aus zweiter Hand sehen die AGB keinen Weg vor, den Plan zu übernehmen.

Wann darf DJI einen Antrag bei Care Refresh ablehnen?

Laut Ziffer 3 der AGB unter anderem dann, wenn die Drohne nicht über offizielle Kanäle oder autorisierte Händler gekauft wurde, wenn Plan und Drohne aus verschiedenen Ländern oder Regionen stammen, wenn der Antrag außerhalb der Laufzeit liegt oder nicht über den vorgesehenen Serviceprozess gestellt wurde.

Kann ich DJI Care Refresh zurückgeben oder kündigen?

Zurückgeben lässt sich der Plan nur zusammen mit der Drohne, wenn sie nach den DJI-Rückgaberichtlinien zurückgeht und noch keine Leistung genutzt wurde. Eine Beendigung auf deinen Antrag sehen die AGB vor, sobald DJI sie bestätigt. Eine Erstattung für diesen Fall regeln sie nicht.

Was passiert mit meinen Daten beim Austausch?

Laut AGB sollst du Fotos, Videos und andere Daten vorher sichern und von Drohne und Speicherkarte löschen. Bleiben sie drauf, greift DJI bei der Bearbeitung darauf zu, und sie können gelöscht werden. Für verlorene oder offengelegte Daten haftet DJI nicht. Mit dem Antrag gibst du DJI außerdem Name, Kontaktdaten, Seriennummer und Flugdaten wie Position und Flugumgebung frei.

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