Das Wichtigste in Kürze
- DJI Flip ActiveTrack: Die Flip verfolgt ausschließlich Personen. Mit Fernsteuerung startest du ActiveTrack über FocusTrack in DJI Fly, ohne Fernsteuerung über den Modus Follow per Modus-Taste oder App.
- Abstand: 2–10 m waagerecht (optimal 2–7 m), Höhe 0,5–10 m (optimal 0,5–5 m).
- Tempo: höchstens 12 m/s, rund 43 km/h.
- Hindernisse: Beim Verfolgen weicht sie nicht aus und bremst laut DJI auch nicht von selbst. Das Bremsen vor Hindernissen unter 1 m gibt es nur im manuellen Flug.
- Autos und Fahrzeuge: verfolgt die Flip nicht. Ein Folgen-Rad wie bei ActiveTrack 360° hat sie ebenfalls nicht.
Die zwei Wege, wie die Flip dir folgt
Die Flip kennt zwei Arten der Verfolgung, je nachdem, womit du sie steuerst. Ohne Fernsteuerung nutzt du die Modus-Taste am Rumpf oder die DJI Fly App per WLAN. Mit Fernsteuerung, laut DJI kompatibel sind RC-N3, RC 2 und RC-N2, stehen die drei FocusTrack-Funktionen der App bereit.
| Weg | Steuerung | Verfolgung | Grenzen |
|---|---|---|---|
| Handsteuerung | Modus-Taste, Start aus der Hand | Follow, Spotlight, DirectionTrack u. a. | 50 m Entfernung, 30 m Höhe |
| App per WLAN | DJI Fly auf dem Smartphone | alle Modi der Handsteuerung, einstellbar | 50 m Entfernung, 30 m Höhe |
| Fernsteuerung | RC-N3, RC 2, RC-N2 | FocusTrack: Spotlight, Point of Interest, ActiveTrack | Grenzen der DJI Fly App |
Für schnelle Selfie-Clips beim Wandern genügt die Modus-Taste. Wer länger, weiter weg oder mit mehr Kontrolle filmen will, fliegt mit Fernsteuerung und ActiveTrack. Wie die Verfolgungsmodi bei DJI grundsätzlich funktionieren, erklärt der Überblick zu ActiveTrack bei DJI.
So startest du ActiveTrack mit Fernsteuerung
Laut Handbuch läuft ActiveTrack über FocusTrack, den Sammelbegriff für die drei Verfolgungsfunktionen in DJI Fly.
- Freie Fläche wählen. DJI verlangt eine offene Umgebung ohne Hindernisse und ausreichend Licht.
- Starten und Motiv ins Bild holen. Die Person sollte gut sichtbar im Bild stehen.
- FocusTrack öffnen. Tippe links in der Kameraansicht auf das FocusTrack-Symbol oder markiere die Person direkt auf dem Bildschirm.
- ActiveTrack wählen. Die Flip folgt der Person nun von hinten in festem Abstand und fester Höhe.
- Aufnahme starten. FocusTrack filmt laut Handbuch nicht von selbst. Den Auslöser drückst du an der Fernsteuerung oder in der App.
- Eingreifen oder beenden. Mit den Steuerknüppeln änderst du Ausrichtung, Höhe und Abstand nach vorn oder hinten. Ein erneuter Tipp auf das FocusTrack-Symbol beendet die Verfolgung, die Pausetaste der Fernsteuerung stoppt die Drohne im Notfall sofort.
Die beiden anderen FocusTrack-Funktionen lassen dir mehr Kontrolle. Bei Spotlight fliegst du selbst, die Kamera bleibt dabei auf die Person gerichtet. Bei Point of Interest kreist die Flip mit eingestelltem Radius und Tempo um das Motiv.
Wie nah und wie hoch die Flip folgt
ActiveTrack arbeitet bei der Flip in einem engen Rahmen, den das Handbuch für Personen so festlegt.

Die Flip folgt Personen auf höchstens 10 Meter Abstand, und ihr einziger Hindernissensor blickt nach vorn.
| Wert | unterstützt | optimal |
|---|---|---|
| Abstand zur Person, waagerecht | 2–10 m | 2–7 m |
| Flughöhe | 0,5–10 m | 0,5–5 m |
| Tempo | bis 12 m/s |
Die größere Air 3 verfolgt Personen zum Vergleich auf 4 bis 20 Meter. Die Flip bleibt also deutlich näher dran, was zu ihrer Rolle als Vlog-Drohne passt, denn Gesicht und Körper bleiben groß im Bild. Für weite Landschaftsaufnahmen mit einer kleinen Figur im Bild reicht der Rahmen nicht. Dafür eignet sich Spotlight mit manuellem Flug besser, weil du dort Abstand und Höhe selbst bestimmst.
Die niedrige Mindesthöhe von 0,5 Metern erlaubt Aufnahmen auf Augenhöhe und knapp über dem Boden. Gerade dort stehen aber Büsche, Bänke und Pfosten, die seitlich vom Sensor nicht erfasst werden.
Follow ohne Fernsteuerung: Start aus der Hand
Ohne Fernsteuerung wählst du den Modus mit der Modus-Taste am Rumpf. Jeder Druck schaltet weiter, die Flip sagt den gewählten Modus per Sprachausgabe an, eine LED zeigt ihn zusätzlich. Zur Wahl stehen Follow, Dronie, Kreisen, Rocket, Spotlight und Benutzerdefiniert, das standardmäßig auf DirectionTrack steht. Über die App lassen sich dort auch Helix oder Boomerang hinterlegen.
Der Start läuft laut Handbuch so:
- Flip seitlich von unten halten, die Kamera auf dich richten und den Arm ausstrecken. Die Hand darf die Kamera nicht verdecken.
- Modus-Taste gedrückt halten. Nach Ansage und Countdown startet die Flip aus der Hand.
- Kurz nach dem Start fliegt sie ein Stück rückwärts. Hinter ihr muss also Platz sein.
- Sie nimmt nach den voreingestellten Parametern selbst auf und folgt dir mit gleichbleibender Geschwindigkeit.
- Zum Landen gehst du auf die schwebende Flip zu und hältst die flache Hand mit gestreckten Fingern unter sie.
In dieser Betriebsart bleibt die Flip auf höchstens 30 m Höhe und 50 m Entfernung, eine Rückkehrfunktion gibt es nicht. DJI rät ausdrücklich davon ab, in der Handsteuerung über Wasser zu fliegen. Voraussetzung für den Handstart ist, dass die Flip vorher einmal per WLAN mit DJI Fly auf deinem Smartphone verbunden war. Verliert sie das Motiv während der Aufnahme, bleibt sie in Follow, Spotlight und DirectionTrack auf der Stelle stehen. Dann holst du sie über die App und die virtuellen Steuerknüppel zurück.
Bei DirectionTrack fliegt die Flip laut DJI zunächst rückwärts. Drehst du dich um mehr als 90 Grad, wechselt sie in die Verfolgung von hinten. Weil sie nach hinten keinen Sensor hat, braucht dieser Modus besonders viel freien Raum hinter der Drohne.
Kann die DJI Flip einem Auto folgen?
Nein. Laut DJI-FAQ unterstützt die Flip derzeit nur das Folgen von Personen, andere Objekte kann sie nicht verfolgen. Das Handbuch sagt über ActiveTrack dasselbe. Auch die Firmware-Updates haben daran nichts geändert. Das Update vom Januar 2025 brachte DirectionTrack, das vom Mai 2025 den Dolly-Zoom-Effekt für die Handsteuerung. Beide arbeiten mit Personen als Motiv.
Selbst ohne diese Sperre wäre die Flip für Autos die falsche Wahl. Mit 12 m/s hält sie nur bis rund 43 km/h mit, und mit höchstens 10 Meter Abstand bliebe für ein Fahrzeug kaum Sicherheitsraum. Wer Autos, Boote oder Motorräder filmen will, braucht ein Modell, das Fahrzeuge erkennt. Die Air 3 etwa verfolgt sie auf 6 bis 100 Meter Abstand, Details stehen im Ratgeber zu ActiveTrack bei der DJI Air 3.
Radfahrer und Skater sind dagegen Personen und damit grundsätzlich ein passendes Motiv. Hier entscheidet das Tempo und vor allem die Strecke, denn bei Fahrradtempo liegt die Flip weit über den 3 m/s, bis zu denen DJI eine Notbremsung beim Folgen für möglich hält.
Was die Flip beim Verfolgen erkennt
Die Hinderniserkennung der Flip besteht aus einem 3D-ToF-Sensor nach vorn mit 0,3 bis 8 Meter Messbereich und 60 Grad Sichtfeld sowie einem Sicht- und Infrarotsensor nach unten, der vor allem der Positionierung dient. Seitlich, hinten und oben hat sie keine Sensoren.
Beim Verfolgen nützt der Sensor wenig. Laut DJI-FAQ unterstützen die intelligenten Funktionen samt Motivverfolgung keine Hindernisvermeidung, und die Verfolgung bremst auch nicht automatisch. Das gilt für ActiveTrack ebenso wie für DirectionTrack, das Handbuch nennt für intelligente Flugmodi gar keine Hinderniserkennung. Das automatische Bremsen vor Hindernissen unter 1 Meter gibt es nur im manuellen Flug im Normal- und Cine-Modus sowie bei der Rückkehr zum Startpunkt.
Für den Notfall nennt DJI eine zweite Grenze. Eine Notbremsung beim Folgen ist unter 3 m/s möglich, darüber kann der Bremsweg zu kurz sein. 3 m/s sind knapp 11 km/h, also lockeres Joggen. Halte während der Verfolgung den Finger an der Pausetaste der Fernsteuerung, so wie es auch das Handbuch empfiehlt.
| Situation | Tempo | Notbremsung beim Folgen |
|---|---|---|
| Spazieren | 1–2 m/s | laut DJI möglich |
| Joggen | ab 3 m/s | Bremsweg laut DJI womöglich zu kurz |
| Radfahren | 5–7 m/s | kein verlässlicher Schutz |
Der fest verbaute Propellerschutz fängt leichte Berührungen ab, etwa mit einem Zweig. Dünne Äste, Stromleitungen, Wasser, Glas und einfarbige Flächen wie weiße Wände nennt DJI ausdrücklich als Umgebungen, in denen FocusTrack nicht zum Einsatz kommen soll. Bewegte Hindernisse wie Menschen, Tiere oder Fahrzeuge kann die Flip laut Handbuch ebenfalls nicht umfliegen.
Licht, Gelände und andere Stolpersteine
Die Motiverkennung arbeitet mit der Kamera und braucht deshalb brauchbare Bedingungen. Besonders aufpassen solltest du laut Handbuch in diesen Fällen:
- Licht unter 15 Lux, etwa in der späten Dämmerung, oder über 10.000 Lux in sehr greller Sonne
- Gelände, auf dem sich die Person nicht eben bewegt, zum Beispiel Treppen oder steile Wege
- Schnee unter dem Motiv
- Kleidung, die Farbe oder Muster der Umgebung aufnimmt
- Starke Bewegungen oder Haltungswechsel der Person
- Verdeckung über längere Zeit, etwa durch Bäume
Gehen zwei Personen dicht aneinander vorbei, kann die Flip das Motiv versehentlich wechseln. Kinder soll man laut DJI nicht verfolgen lassen. Und weil die Drohne Menschen filmt, gelten Datenschutz und das Recht am eigenen Bild auch für Passanten, die zufällig im Bild landen.
Flip oder Neo 2 zum Mitfilmen?
Wer eine Drohne vor allem zum Verfolgen sucht, landet neben der Flip schnell bei der Neo 2. Beide folgen mit bis zu 12 m/s, unterscheiden sich aber genau an den Stellen, die beim Verfolgen zählen.
| Merkmal | DJI Flip | DJI Neo 2 |
|---|---|---|
| Tempo beim Verfolgen | 12 m/s | 12 m/s |
| Hindernisse beim Verfolgen | kein Ausweichen, kein automatisches Bremsen | rundum erkannt, umfliegt sie von vorn und seitlich |
| Hindernissensor | 3D-ToF nach vorn | rundum, vorn zusätzlich LiDAR |
| Bildsensor | 1/1,3 Zoll, 48 MP | 1/2 Zoll, 12 MP |
| Gimbal | 3 Achsen | 2 Achsen |
| Startgewicht | 249 g | 151 g |
| Flugzeit laut DJI | 31 min | 19 min |
Die Flip liefert mit dem größeren Sensor und der dritten Gimbal-Achse das bessere Bild, besonders bei wenig Licht. Die Neo 2 erkennt laut DJI beim Tracking Hindernisse von vorn und von der Seite und umfliegt sie. Für Läufe durch den Wald oder entlang von Bäumen ist das der wichtigere Punkt. Die vollständige Einordnung steht in der Rezension der DJI Flip.
Was beim Verfolgungsflug rechtlich gilt
Die Flip wiegt unter 250 Gramm und trägt die Klasse C0. Einen Kompetenznachweis brauchst du nicht, als Betreiber registrieren musst du dich wegen der Kamera trotzdem, und die e-ID gehört sichtbar an die Drohne.
Beim Verfolgen kommt eine Sonderregel ins Spiel. Die EU-Durchführungsverordnung verlangt grundsätzlich, dass du die Drohne selbst siehst, und nimmt den Follow-me-Modus davon aus, also den Flug, bei dem die Drohne dir als Fernpilot folgt. Filmt die Flip dich selbst, gilt die Ausnahme. Lässt du sie einer anderen Person folgen, bleibt der ständige Sichtkontakt Pflicht. Über Menschenansammlungen fliegst du in keinem Fall.
Fazit: nah dran, freie Fläche, Personen
ActiveTrack macht die Flip zu einer fliegenden Vlog-Kamera, die dir auf 2 bis 10 Meter folgt und dabei das Bild eines 1/1,3-Zoll-Sensors liefert. Ihre Grenzen sind klar umrissen. Sie verfolgt nur Personen, weicht dabei nicht aus und bremst nicht von selbst. Plane die Strecke darum vor dem Start, wähle offenes Gelände und bleib beim Tempo eher im Bereich von Spaziergang und lockerem Lauf. Wer durch Wald oder zwischen Bäumen gefilmt werden will, ist mit einer Drohne mit Rundum-Erkennung besser bedient.
Häufige Fragen
Hat die DJI Flip ActiveTrack?
Ja. Mit Fernsteuerung bietet sie in DJI Fly unter FocusTrack die Funktionen Spotlight, Point of Interest und ActiveTrack. Ohne Fernsteuerung folgt sie dir über den Modus Follow, den du per Modus-Taste am Rumpf oder in der App wählst. In beiden Fällen verfolgt sie laut DJI nur Personen.
Kann die DJI Flip einem Auto folgen?
Nein. Laut DJI-FAQ unterstützt die Flip derzeit nur das Folgen von Personen, das Handbuch sagt dasselbe über ActiveTrack. Auch die Firmware-Updates bis Mai 2025 haben daran nichts geändert. Mit höchstens 12 m/s und 10 m Abstand wäre sie für Autofahrten ohnehin zu langsam und zu nah dran.
Hat die DJI Flip ActiveTrack 360°?
Nein. Das Folgen-Rad, mit dem Mini 4 Pro oder Air 3 die Richtung zum Motiv frei wählen, nennt das Flip-Handbuch nicht. Die Flip folgt bei ActiveTrack von hinten. Eine feste Richtung zum Motiv gibt es nur ohne Fernsteuerung über DirectionTrack.
Wie schnell kann die DJI Flip folgen?
Laut Datenblatt mit höchstens 12 m/s, rund 43 km/h, auch mit Rückenwind nicht schneller. Für Spaziergang, Joggen und gemütliches Radfahren reicht das. Ab 3 m/s, also schon beim Joggen, kommt laut DJI selbst eine Notbremsung womöglich zu spät.
Weicht die DJI Flip beim Verfolgen Hindernissen aus?
Nein. Laut DJI-FAQ unterstützt die Verfolgung weder Hindernisvermeidung noch automatisches Bremsen, das Handbuch nennt für intelligente Flugmodi keine Hinderniserkennung. Vor Hindernissen unter 1 m bremst die Flip nur im manuellen Flug im Normal- und Cine-Modus. Beim Folgen hältst du darum den Finger an der Pausetaste, eine Notbremsung klappt laut DJI unter 3 m/s Tempo.
Funktioniert Follow bei der DJI Flip ohne Fernsteuerung?
Ja. Du wählst Follow über die Modus-Taste, hältst die Taste gedrückt und die Flip startet nach einem Countdown aus der Hand. Ohne Fernsteuerung bleibt sie auf höchstens 30 m Höhe und 50 m Entfernung, eine Rückkehrfunktion gibt es in diesem Modus nicht. Vorher muss sie einmal per WLAN mit DJI Fly verbunden gewesen sein.
Filmt die DJI Flip bei ActiveTrack automatisch?
Mit Fernsteuerung nicht. Laut Handbuch nimmt die Flip unter FocusTrack keine Fotos oder Videos von selbst auf, du startest die Aufnahme über die Aufnahmetaste. Im Handstart mit der Modus-Taste beginnt sie dagegen nach dem Start selbst mit der Aufnahme, nach den voreingestellten Parametern.