Das Wichtigste in Kürze
- DJI Mini 4 Pro Video: drei Videomodi. Normal mit 4K bis 60 Bilder/s als HDR, Zeitlupe mit 4K/100 und Full HD/200, Nacht mit 4K oder Full HD bis 30 Bilder/s.
- Farbprofile: Normal in 8 Bit, D-Log M und HLG in 10 Bit. Beide laufen nur mit H.265 und enden bei ISO 1.600.
- Hochformat: Die Kamera dreht sich um 90 Grad, das Video behält die volle Auflösung.
- Datenrate: bis 150 Mbit/s mit H.264 oder H.265, das sind rund 1,1 GB pro Minute.
- Nachtmodus: ISO bis 12.800, nur im Profil Normal und ohne FocusTrack.
Welche Videomodi hat die DJI Mini 4 Pro?
Die DJI Mini 4 Pro bietet im Videomenü von DJI Fly die Modi Normal, Zeitlupe und Nacht. Jeder Modus schaltet andere Bildraten, ISO-Werte und Funktionen frei. Die Kamera dahinter ist für alle gleich, ein 1/1,3-Zoll-Sensor mit 48 MP und fester Blende f/1,7 bei 24 mm Kleinbild-Brennweite.
| Modus | Auflösung und Bildraten | ISO | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| Normal | 4K und Full HD mit 24 bis 60 Bildern/s | 100 bis 6.400 | HDR in 4K/60, alle Farbprofile, Digitalzoom |
| Zeitlupe | 4K mit 100, Full HD mit 100 oder 200 Bildern/s | 100 bis 6.400 | 4K/100 nur mit H.265, kein Zoom |
| Nacht | 4K und Full HD mit 24, 25 oder 30 Bildern/s | 100 bis 12.800 | nur Profil Normal, kein FocusTrack |
Im normalen Modus stehen 24, 25, 30, 48, 50 und 60 Bilder pro Sekunde zur Wahl, die Zeitlupe nimmt mit 100 auf, in Full HD auch mit 200. In den Profilen D-Log M und HLG endet die ISO in beiden Modi bei 1.600. Die Live-Ansicht kommt über O4 mit bis zu 1080p und 60 Bildern pro Sekunde auf die Fernsteuerung.
H.264 oder H.265: welcher Codec?
Die Mini 4 Pro speichert MP4-Dateien wahlweise mit H.264 oder H.265, beide mit höchstens 150 Mbit/s. Die Wahl triffst du in den Kameraeinstellungen unter Kodierungsformat.
H.265 ist bei einigen Funktionen Pflicht. D-Log M, HLG und 4K mit 100 Bildern pro Sekunde zeichnet die Mini 4 Pro nur so auf. Der Codec komprimiert effizienter als H.264, bei gleicher Datenrate bleiben mehr Details in Laub, Wasser und feinen Strukturen erhalten.
H.264 hat seinen Platz bei der Weiterverarbeitung. Ältere Laptops und manche Schnittprogramme spielen H.265 nur ruckelnd ab, weil ihnen die Hardware-Dekodierung fehlt. Im Profil Normal mit 8 Bit verlierst du mit H.264 wenig, für Clips, die direkt auf ein älteres Gerät gehen, ist er die unkompliziertere Wahl.
| Einstellung | H.264 | H.265 |
|---|---|---|
| Profil Normal, 8 Bit 4:2:0 | ja | ja |
| D-Log M und HLG, 10 Bit 4:2:0 | nein | ja |
| 4K mit 100 Bildern/s | nein | ja |
| max. Datenrate | 150 Mbit/s | 150 Mbit/s |
Normal, HLG oder D-Log M?
Das Farbprofil entscheidet, wie viel Arbeit nach dem Flug ansteht. Normal liefert ein fertiges Bild in 8 Bit. HLG speichert ein HDR-Signal in 10 Bit, das auf HDR-Fernsehern und vielen aktuellen Handys direkt mit hellen Lichtern und tiefen Schatten erscheint. D-Log M ist das flache Profil in 10 Bit für die Farbkorrektur, es sieht unbearbeitet grau aus und hält die meisten Reserven in Himmel und Schatten.
Alle drei Profile funktionieren im normalen Videomodus und in der Zeitlupe. Der Nachtmodus bleibt beim Profil Normal.

Die Profile mit der größten Farbreserve haben den kleinsten ISO-Bereich, der Nachtmodus reicht dreimal so hoch hinaus.
Die Grenze bei ISO 1.600 ist im Alltag selten ein Problem. Bei Tageslicht und mit ND-Filter liegt die Mini 4 Pro meist zwischen ISO 100 und 400. In der blauen Stunde reicht der Bereich dagegen schnell nicht mehr. Dann helfen der Wechsel zu Normal oder gleich der Nachtmodus.
Für D-Log M gibt DJI eine eigene LUT heraus, die das flache Material in Rec.709 überführt. HLG kommt ohne LUT aus und braucht ein Abspielgerät mit HDR. Auf einem normalen Bildschirm wirkt HLG-Material etwas matt.
Echtes Hochformat: die Kamera dreht sich
Mit einem Tipp auf das Symbol in DJI Fly wechselt die Mini 4 Pro ins Hochformat. Der Gimbal rollt dabei um 90 Grad, der Sensor steht hochkant. Ein Hochformat-Clip hat deshalb dieselbe Auflösung wie ein Clip im Querformat, in 4K also 2160 × 3840 Pixel.
DJI nennt dafür kaum Einschränkungen. Laut Handbuch funktioniert das Hochformat in allen Aufnahmemodi außer Panorama und dem QuickShot Asteroid. Damit sind auch Zeitlupe und Nachtmodus hochkant möglich.
Für Reels, TikTok und Shorts ist das der größte Vorteil gegenüber Drohnen, die das Hochformat aus dem Sensor ausschneiden. Die Flip etwa erreicht so nur 2,7K und höchstens 30 Bilder pro Sekunde. Beim Hochkant-Flug lohnt ein Blick auf das Gitter in der Live-Ansicht, weil der Horizont im schmalen Bild schneller schief wirkt.
Zeitlupe mit 100 und 200 Bildern pro Sekunde
Im Modus Zeitlupe nimmt die Mini 4 Pro 4K mit 100 oder Full HD mit 100 und 200 Bildern pro Sekunde auf. Abgespielt wird die Aufnahme danach in Zeitlupe.
| Aufnahme | Wiedergabe mit 25 Bildern/s | Wiedergabe mit 30 Bildern/s |
|---|---|---|
| 4K mit 100 Bildern/s | 4-fach langsamer | 3,3-fach langsamer |
| Full HD mit 100 Bildern/s | 4-fach langsamer | 3,3-fach langsamer |
| Full HD mit 200 Bildern/s | 8-fach langsamer | 6,7-fach langsamer |
Zwei Punkte gehören zur Planung. Den Digitalzoom gibt es in der Zeitlupe nicht, er ist laut Handbuch auf den normalen Videomodus, den Nachtmodus und Fotos mit 12 MP beschränkt. Und eine Zeitlupe braucht Licht. Bei 200 Bildern pro Sekunde liegt die sinnvolle Verschlusszeit bei 1/400 s, das schafft die Kamera in der Dämmerung nur mit hoher ISO.
Gut eignet sich die Zeitlupe für Wasser, Wellen, Vögel, Fahrzeuge und schnelle Vorbeiflüge an Bäumen. Bei ruhigen Landschaftsschwenks bringt sie wenig, dort genügen 24 oder 25 Bilder.
Nachtmodus: mehr ISO, weniger Funktionen
Der Nachtmodus hebt die ISO auf bis zu 12.800 und rechnet zusätzlich eine stärkere Rauschminderung ein. Das Ergebnis ist laut DJI saubereres Material bei wenig Licht. Dafür gelten feste Grenzen:
- Auflösung 4K oder Full HD, jeweils mit 24, 25 oder 30 Bildern pro Sekunde
- nur das Farbprofil Normal, also kein D-Log M und kein HLG
- FocusTrack ist nicht verfügbar, ActiveTrack und Spotlight fallen damit weg
Den Digitalzoom kannst du im Nachtmodus weiter nutzen. Einstellung, Grenzen und die passende Verschlusszeit für Nachtaufnahmen erklärt der Ratgeber zum Nachtmodus der Mini 4 Pro.
MasterShots, QuickShots, Hyperlapse und Wegpunkte
Neben dem manuellen Filmen bietet die Mini 4 Pro automatische Aufnahmearten. Sie fliegen eine Figur ab und erzeugen daraus oft direkt einen fertigen Clip.
| Funktion | was sie macht |
|---|---|
| MasterShots | fliegt mehrere Manöver um das gewählte Motiv und schneidet daraus einen Kurzfilm |
| QuickShots | Dronie, Rocket, Kreisen, Helix, Boomerang und Asteroid als einzelne Figur |
| Hyperlapse | Zeitraffer aus Fotos in den Modi Frei, Kreisen, Kursverriegelung und Wegpunkte |
| Wegpunkt-Flug | fliegt eine gespeicherte Route ab, auf Wunsch mit festem Point of Interest |
| Tempomat | hält die aktuelle Geschwindigkeit, für gleichmäßige Fahrten |
| FocusTrack | ActiveTrack, Spotlight und Point of Interest folgen einem Motiv |
Für Hyperlapse empfiehlt DJI eine Flughöhe von mehr als 50 m. Beim Wegpunkt-Flug lohnt sich die gespeicherte Route, wenn du denselben Ort mehrmals filmst. Dieselbe Strecke zu einer anderen Tageszeit ergibt Clips, die sich sauber überblenden lassen. Farbe, Kodierungsformat und Videountertitel lassen sich laut Handbuch auch für MasterShots und QuickShots einstellen.
Die Kameraeinstellungen in DJI Fly
Unter Einstellungen und dem Reiter Kamera stecken die Werkzeuge, die beim Filmen am meisten helfen. Das Handbuch der Mini 4 Pro führt diese Optionen:
| Option | wofür sie gut ist |
|---|---|
| Farbe | Profil Normal, HLG oder D-Log M |
| Kodierungsformat | H.264 oder H.265 |
| Videountertitel | SRT-Datei mit Aufnahmedaten zu jedem Clip |
| Histogramm | Belichtung prüfen, bevor helle Bereiche ausbrennen |
| Überbelichtungswarnung | markiert überbelichtete Flächen mit diagonalen Linien |
| Peaking-Pegel | rote Umrandung der scharfen Kanten bei manuellem Fokus |
| Gitternetzlinien | Drittelraster, Diagonalen oder Mittelpunkt |
| Weißabgleich | Automatik oder feste Farbtemperatur |
| Stil | Schärfe und Rauschminderung des Videos |
| Flimmeranpassung | gegen Flimmern unter Kunstlicht, im Pro-Modus nur mit Automatik bei Zeit und ISO |
| Zwischenspeicher beim Aufnehmen | sichert die Live-Ansicht als Kopie auf der Fernsteuerung |
Zwei Optionen verdienen einen genaueren Blick. Bei Stil lohnt es sich, die Schärfe etwas zurückzunehmen, wenn du das Material später bearbeitest. Nachgeschärfte Kanten lassen sich nicht mehr weicher machen. Der Zwischenspeicher hat nur die Qualität der Live-Ansicht. Er hilft, wenn du einen Clip schnell zeigen willst oder die Drohne verloren geht. Die eigentliche Aufnahme bleibt die Datei auf der Karte.
Einstellungen je Situation
Für den Einstieg reicht der Auto-Modus. Im Pro-Modus legst du Verschlusszeit, ISO und Weißabgleich selbst fest. Bewährt hat sich eine Verschlusszeit mit der doppelten Bildrate im Nenner, also 1/50 s bei 25 Bildern pro Sekunde.
| Situation | Modus und Bildrate | Profil | Tipp |
|---|---|---|---|
| Clip zum direkten Teilen | Normal, 4K mit 25 oder 30 | Normal | Hochformat, wenn er auf Social Media geht |
| Landschaft mit Bearbeitung | Normal, 4K mit 24 oder 25 | D-Log M | ND-Filter für 1/50 s, ISO 100 |
| Wiedergabe auf HDR-Fernseher | Normal, 4K mit 25 oder 30 | HLG | Überbelichtungswarnung an |
| Wasser, Tiere, Fahrzeuge | Zeitlupe, 4K mit 100 | Normal oder D-Log M | genug Licht, 1/200 s |
| blaue Stunde und Nacht | Nacht, 4K mit 24 oder 25 | Normal | langsam fliegen, ISO im Blick |
Bei Sonne kommt die Mini 4 Pro mit ihrer festen Blende ohne Filter nicht auf 1/50 s. Sie stellt dann sehr kurze Zeiten ein, und Bewegungen wirken abgehackt. Welche Filterstärke bei welchem Licht passt, zeigt der Ratgeber zu ND-Filtern für Drohnen. Für Kamerafahrten hilft außerdem der Cine-Modus, er begrenzt Steigen und Sinken auf 3 m/s.
Das Set von K&F Concept reicht von ND8 bis ND256 und deckt damit auch Schnee und helles Wasser ab. Die Kingston-Karte steht auf der Liste, die DJI für die Mini 4 Pro empfiehlt.
Speicher und Übertragung
Bei voller Datenrate schreibt die Mini 4 Pro rund 1,1 GB pro Minute. Der interne Speicher mit 2 GB ist nach knapp zwei Minuten 4K voll. Auf eine Karte mit 128 GB passen rechnerisch rund 1 Stunde 54 Minuten. Die Empfehlungsliste von DJI nennt Karten mit mindestens V30 und U3 von 32 bis 512 GB.
Aufs Handy holst du die Clips per QuickTransfer über Wi-Fi 5 mit bis zu 30 MB/s. Über die Funkverbindung O4 mit RC-N2 oder RC 2 sind es bis zu 10 MB/s. Ein Clip mit 10 Minuten 4K und rund 11 GB braucht damit etwa 6 Minuten per WLAN und 19 Minuten über die Fernsteuerung. Flugzeit, Sensorik und Kaufvarianten bewertet die Rezension der DJI Mini 4 Pro.
Fazit: H.265 als Standard, das Profil nach dem Ziel
Für die meisten Flüge passt der normale Videomodus mit 4K, 25 oder 30 Bildern pro Sekunde und H.265. Das Farbprofil wählst du nach dem Ziel des Clips. Normal passt für schnelle Clips, HLG für HDR-Bildschirme und D-Log M für die Farbkorrektur am Rechner.
Zeitlupe und Nachtmodus sind Spezialwerkzeuge mit eigenen Grenzen. Plane sie vor dem Start, denn Zoom, Farbprofil und FocusTrack stehen dort nicht überall zur Verfügung. Mit ND-Filter und einer schnellen Karte holst du aus der Mini 4 Pro Material, das auch einer kräftigen Bearbeitung standhält.
Häufige Fragen
Kann die DJI Mini 4 Pro 4K mit 60 fps filmen?
Ja. Im normalen Videomodus nimmt die Mini 4 Pro 4K mit 3840 × 2160 Pixeln bei 24, 25, 30, 48, 50 und 60 Bildern pro Sekunde auf, laut DJI als HDR-Video. Mit 100 Bildern pro Sekunde filmt sie 4K im Zeitlupenmodus, Full HD sogar mit 200. Die Datenrate liegt bei höchstens 150 Mbit/s.
Wie stelle ich bei der DJI Mini 4 Pro D-Log M ein?
In DJI Fly öffnest du die Einstellungen, wählst den Reiter Kamera und stellst unter Farbe auf D-Log M. Das Profil gibt es im normalen Videomodus und in der Zeitlupe, im Nachtmodus nicht. Aufgezeichnet wird es in 10 Bit und nur mit H.265, der ISO-Bereich endet bei 1.600.
Was ist besser bei der Mini 4 Pro, H.264 oder H.265?
Für die meisten Aufnahmen H.265. Der Codec ist Pflicht für D-Log M, HLG und 4K mit 100 Bildern pro Sekunde und hält bei gleicher Datenrate mehr Details. H.264 lohnt sich, wenn dein Rechner oder dein Schnittprogramm mit H.265 ruckelt oder du Clips ohne Umwandlung an ältere Geräte gibst.
Kann die DJI Mini 4 Pro im Hochformat in 4K filmen?
Ja. Beim Wechsel ins Hochformat dreht sich die Kamera um 90 Grad, der Sensor nimmt das Bild also in voller Auflösung hochkant auf. Laut Handbuch geht das in allen Aufnahmemodi außer Panorama und dem QuickShot Asteroid. Ein Zuschnitt am Rechner entfällt.
Warum kann ich bei der Zeitlupe der Mini 4 Pro nicht zoomen?
Der Digitalzoom funktioniert laut Handbuch nur im normalen Videomodus, im Nachtmodus und bei Fotos mit 12 MP. In der Zeitlupe und bei 48-MP-Fotos steht er nicht zur Verfügung. Im normalen Modus reicht er in 4K bis zum Faktor 3 und in Full HD bis zum Faktor 4.
Was sind Videountertitel in DJI Fly?
Mit dieser Option legt DJI Fly zu jedem Clip eine SRT-Datei mit Aufnahmedaten an, etwa ISO, Verschlusszeit, Position und Höhe. Ein Videoplayer wie VLC blendet die Werte als Untertitel ein. Beim QuickShot Asteroid ist die Funktion nicht verfügbar.
Wie lange kann die Mini 4 Pro ohne microSD-Karte filmen?
Rund zwei Minuten in 4K. Der interne Speicher hat 2 GB, bei 150 Mbit/s fallen pro Minute etwa 1,1 GB an. Die Empfehlungsliste von DJI nennt Karten mit mindestens V30 und U3, darunter die Kingston Canvas Go! Plus und die Lexar 1066x mit bis zu 512 GB.