Das Wichtigste in Kürze
- DJI Flip Video: Die Flip filmt 4K mit bis zu 60 Bildern/s, laut DJI als HDR-Video. Mit 100 Bildern/s entsteht in 4K und Full HD eine Zeitlupe.
- Hochformat: 2,7K mit 1512 × 2688 Pixeln und Full HD, jeweils bis 30 Bilder/s, als Ausschnitt aus dem Sensor.
- Farbprofile: Normal oder D-Log M in 10 Bit. In D-Log M reicht der ISO-Bereich bis 1.600, HLG fehlt.
- Datenrate: höchstens 150 Mbit/s, das sind rund 1,1 GB pro Minute. Der interne Speicher mit 2 GB reicht für knapp zwei Minuten.
- Automatik und Ton: Smart Snaps per Modustaste, QuickShots, MasterShots und Hyperlapse. Den Ton nimmt die App über Handy, DJI Mic 2 oder Bluetooth-Kopfhörer auf.
Welche Videoformate hat die DJI Flip?
Die DJI Flip nimmt im Querformat 4K und Full HD auf, im Hochformat 2,7K und Full HD. Alle Dateien landen als MP4 mit höchstens 150 Mbit/s auf der Karte. Die Kamera arbeitet mit einem 1/1,3-Zoll-Sensor und einer festen Blende von f/1,7, das Objektiv entspricht laut DJI 24 mm Kleinbild-Brennweite bei 82,1 Grad Bildwinkel.
| Format | Pixel | Bilder pro Sekunde | Digitalzoom |
|---|---|---|---|
| 4K | 3840 × 2160 | 24, 25, 30, 48, 50, 60, Zeitlupe 100 | bis 3× |
| Full HD | 1920 × 1080 | 24, 25, 30, 48, 50, 60, Zeitlupe 100 | bis 4× |
| Hochformat 2,7K | 1512 × 2688 | 24, 25, 30 | bis 3× |
| Hochformat Full HD | 1080 × 1920 | 24, 25, 30 | bis 4× |
Ältere Händlertexte nennen für 4K noch höchstens 60 Bilder pro Sekunde. Die Zeitlupe in 4K mit 100 Bildern kam mit der Firmware v01.00.1000 vom 14. Januar 2025, dem Tag der Vorstellung. Im Mai 2025 folgte der Dolly Zoom bei den Smart Snaps, an den Videoformaten haben spätere Updates nichts geändert.
Die Live-Ansicht auf der Fernsteuerung läuft über O4 mit bis zu 1080p und 60 Bildern pro Sekunde. Sie dient zum Fliegen und Bildaufbau, die eigentliche Aufnahme schreibt die Drohne immer auf ihren eigenen Speicher.
Normal oder D-Log M: welches Farbprofil passt?
Die Flip kennt zwei Farbmodi. Normal liefert ein fertiges Bild mit Kontrast und Sättigung, das du ohne Bearbeitung teilen kannst. D-Log M speichert ein flaches, blasses Bild in 10 Bit. Es bewahrt mehr Zeichnung in hellen Wolken und dunklen Schatten, braucht aber eine Farbkorrektur am Rechner oder in einer App.
| Farbmodus | ISO-Bereich Video | geeignet für |
|---|---|---|
| Normal | 100 bis 6.400 | Clips zum direkten Teilen, wenig Licht |
| D-Log M | 100 bis 1.600 | Bearbeitung mit LUT, Szenen mit hohem Kontrast |
Der kleinere ISO-Bereich ist der Preis für D-Log M. In der Dämmerung stößt das Profil früher an seine Grenze, dann ist Normal mit bis zu ISO 6.400 die bessere Wahl. Bei Tageslicht mit hellem Himmel und dunklem Vordergrund holt D-Log M dagegen sichtbar mehr Details heraus.
HLG bietet die Flip nicht. Wer seine Clips direkt auf einem HDR-Fernseher oder Handy mit HDR-Bildschirm zeigen will, muss mit D-Log M den Umweg über die Bearbeitung gehen. Wie das Material mit der offiziellen DJI-LUT in Rec.709 kommt, zeigt die Anleitung zur D-Log-M-LUT.
Zeitlupe mit 100 Bildern pro Sekunde
Für die Zeitlupe wählst du im Videomenü den Modus Zeitlupe. Die Flip nimmt dann mit 100 Bildern pro Sekunde auf, in 4K oder in Full HD. Die Datei spielt danach von selbst verlangsamt ab, ein Schnittprogramm brauchst du dafür nicht. Der ISO-Bereich bleibt laut Datenblatt derselbe wie im normalen Videomodus.
Auch 48, 50 und 60 Bilder pro Sekunde eignen sich für eine leichte Zeitlupe. Diese Clips laufen zunächst in normaler Geschwindigkeit, im Schnitt legst du sie auf die Bildrate deines Projekts.
| Aufnahme | Wiedergabe mit 25 Bildern/s | Wiedergabe mit 30 Bildern/s |
|---|---|---|
| 48 Bilder/s | 1,9-fach langsamer | 1,6-fach langsamer |
| 50 Bilder/s | 2-fach langsamer | 1,7-fach langsamer |
| 60 Bilder/s | 2,4-fach langsamer | 2-fach langsamer |
| 100 Bilder/s | 4-fach langsamer | 3,3-fach langsamer |

Zeitlupe gibt es an der Flip nur im Querformat, mit 100 Bildern pro Sekunde läuft der Clip viermal langsamer.
Zeitlupe braucht Licht. Bei 100 Bildern pro Sekunde darf jedes Bild höchstens 1/100 s belichtet werden, sinnvoll ist 1/200 s. In der Dämmerung steigt dann die ISO, und das Bild rauscht früher als bei 25 Bildern.
Hochformat für Reels und Shorts
Mit einem Tipp in DJI Fly wechselt die Flip ins Hochformat. Der Gimbal dreht dafür nicht. Sein Rollbereich endet laut Datenblatt bei 47 Grad, das Bild entsteht deshalb als Ausschnitt aus dem Sensor. Der Sensor hat das Format 4:3 und lässt dadurch oben und unten genug Reserve für einen hohen Bildausschnitt in 2,7K.
Ein Hochformat-Clip hat mit 1512 × 2688 Pixeln rund 4,1 Megapixel pro Bild, ein 4K-Clip im Querformat rund 8,3. Für Instagram, TikTok und YouTube Shorts reicht das, die Plattformen arbeiten im Hochformat meist mit 1080 × 1920 Pixeln. Wer später auch ein Querformat aus demselben Flug braucht, filmt besser gleich in 4K und schneidet am Rechner zu. Das gilt auch für eine Zeitlupe im Hochformat. Aus einem 4K-Clip mit 100 Bildern bleiben beim Zuschnitt auf 9:16 noch 1215 × 2160 Pixel.
Im Hochformat bleibt es bei 24, 25 oder 30 Bildern pro Sekunde. Weiche Bewegungen holst du dort über die Flugführung heraus, etwa im Cine-Modus und mit langsamen Steuerbewegungen.
Smart Snaps, QuickShots und MasterShots
Die Flip filmt viele Szenen ohne Fernsteuerung. Über die Modustaste an der Drohne wählst du einen Smart Snap, startest von der Hand und die Flip fliegt die Figur allein. Smart Snaps verfolgen laut Handbuch nur Personen.
| Smart Snap | was die Flip fliegt |
|---|---|
| Folgen | folgt der Person und hält sie im Bild |
| Dronie | fliegt rückwärts und steigt dabei auf |
| Kreisen | umrundet die Person |
| Rocket | steigt senkrecht auf, die Kamera blickt nach unten |
| Spotlight | hält die Kamera auf die Person gerichtet |
| Angepasst | wahlweise DirectionTrack, Helix oder Boomerang |
| Dolly Zoom | fliegt rückwärts und zoomt dabei heran, seit Firmware v01.00.1300 vom Mai 2025 |
Ohne Fernsteuerung, also bei Steuerung per Hand oder per App, gelten feste Grenzen. Die Flip steigt höchstens 30 m hoch und entfernt sich höchstens 50 m. Eine automatische Rückkehr gibt es in diesen Modi nicht, über Wasser soll sie laut DJI so nicht fliegen.
Mit Fernsteuerung oder in der App stehen dazu QuickShots, MasterShots und Hyperlapse zur Wahl. QuickShots fliegen eine einzelne Figur und schneiden daraus ein kurzes Video. Für Boomerang verlangt DJI 30 m Platz rund um die Drohne und 10 m nach oben, für Asteroid 40 m nach hinten und 50 m nach oben. MasterShots fliegen mehrere klassische Luftaufnahmen nacheinander und setzen daraus einen Clip zusammen. Hyperlapse reiht Fotos zu einem Zeitraffer, etwa für ziehende Wolken oder einen Sonnenuntergang.
Bei sehr wenig und sehr viel Licht rät das Handbuch von QuickShots ab. Es nennt dafür weniger als 15 Lux und mehr als 10.000 Lux.
Ton zum Video: Aufnahme über die App
Die Flip kann Ton zum Video speichern, wenn sie per WLAN mit DJI Fly verbunden ist. Das funktioniert bei Steuerung per App. Aufgenommen wird über eines dieser Geräte:
- das eingebaute Mikrofon des Smartphones
- ein DJI Mic 2
- Bluetooth-Kopfhörer (DJI führt eine Liste getesteter Modelle)
Du aktivierst die Aufnahme in DJI Fly unter Kamera, dort lässt sich auch eine Rauschunterdrückung wählen. Während das Video läuft, zeigt die Live-Ansicht ein Mikrofon-Symbol. Ein- und ausschalten geht nur vor dem Start der Aufnahme.
Bild und Ton liegen zunächst getrennt. DJI Fly führt beides automatisch zusammen, sobald du das Video im Album ansiehst oder herunterlädst. Während der Aufnahme soll der Bildschirm an bleiben und DJI Fly im Vordergrund. Bei einigen Bluetooth-Kopfhörern meldet DJI Kompatibilitätsprobleme, ein kurzer Test vor dem eigentlichen Dreh spart Ärger.
Einstellungen für ruhige, saubere Aufnahmen
Die Flip filmt im Automatikmodus ordentlich. Mit ein paar Einstellungen wirken die Clips deutlich ruhiger:
- Cine-Modus: Er begrenzt das Tempo, die Flip steigt höchstens mit 2 m/s und sinkt mit 1,5 m/s. Bewegungen wirken dadurch weicher.
- Gimbal im Folgemodus: Der Horizont bleibt gerade. Der FPV-Modus neigt das Bild in Kurven mit, das passt für dynamische Fahrten.
- Verschlusszeit von Hand: Als Richtwert gilt die halbe Bilddauer, also 1/50 s bei 25 Bildern und 1/60 s bei 30. Bewegungen bekommen so eine natürliche Unschärfe.
- Weißabgleich fest: Ein fester Wert in Kelvin verhindert, dass die Farbe mitten im Clip springt, wenn die Kamera über Wiese und Himmel schwenkt.
- Tempomat: Auf eine Taste der Fernsteuerung gelegt, hält er die Geschwindigkeit konstant. Lange Fahrten über Landschaft wirken dann gleichmäßig.
| Bildrate | Verschlusszeit als Richtwert |
|---|---|
| 24 und 25 Bilder/s | 1/50 s |
| 30 Bilder/s | 1/60 s |
| 50 Bilder/s | 1/100 s |
| 60 Bilder/s | 1/120 s |
| 100 Bilder/s | 1/200 s |
Bei Sonne kommst du mit der festen Blende von f/1,7 nicht auf diese Werte. Die Kamera regelt die Helligkeit dann über sehr kurze Belichtungszeiten. Ein ND-Filter dunkelt das Bild ab, damit die Zeit stimmt. Bei klarem Himmel ist ND32 ein guter Startwert, bei Bewölkung ND8 oder ND16. Die Rezension der DJI Flip ordnet die Kamera im Vergleich mit anderen Drohnen unter 250 g ein.
Das Filterset von K&F Concept deckt ND8 bis ND64 ab und bringt dazu einen Polfilter gegen Spiegelungen auf Wasser. Die Kingston-Karte gehört zu der Serie, die DJI für die Flip empfiehlt.
Speicher und Übertragung aufs Handy
Bei voller Datenrate von 150 Mbit/s schreibt die Flip pro Minute rund 1,1 GB. Der interne Speicher mit 2 GB ist deshalb nach knapp zwei Minuten voll. Eine microSD-Karte mit U3, V30 und A2 gehört zur Grundausstattung, mit 128 GB reicht sie rechnerisch für rund 1 Stunde 54 Minuten 4K. Welche Karten DJI empfiehlt und wo der Steckplatz sitzt, steht im Ratgeber zur SD-Karte der DJI Flip.
Für die Übertragung aufs Handy gibt es mehrere Wege. Am schnellsten ist QuickTransfer per WLAN direkt von der Drohne. Über die Fernsteuerung geht es langsamer, dafür ohne neue Verbindung.
| Weg | Tempo laut DJI | 10 Minuten 4K (rund 11 GB) |
|---|---|---|
| QuickTransfer, Wi-Fi 5 | bis 30 MB/s | rund 6 Minuten |
| über RC-N3 oder RC 2 | bis 10 MB/s | rund 19 Minuten |
| QuickTransfer auf 2,4 GHz | höchstens 6 MB/s | rund 31 Minuten |
| Kartenleser am Rechner | je nach Leser | meist am schnellsten |
Für einzelne Clips ist QuickTransfer bequem. Das Material eines ganzen Flugtags holst du besser mit einem Kartenleser auf den Rechner, die Flip muss dafür nicht eingeschaltet sein.
Fazit: 4K/60 für den Alltag, 4K/100 für besondere Momente
Für die meisten Flüge passt 4K mit 25 oder 30 Bildern pro Sekunde im Profil Normal. Planst du eine Zeitlupe, stellst du vorher auf den Modus mit 100 Bildern um und achtest auf genug Licht. D-Log M lohnt sich, sobald du deine Clips ohnehin am Rechner bearbeitest und der Himmel viel heller ist als der Boden.
Für Reels und Shorts filmst du direkt im Hochformat und verzichtest dabei auf die Zeitlupe. Ein ND-Set und eine Karte mit 128 GB sind die beiden Zubehörteile, die bei Sonne den größten Unterschied machen.
Häufige Fragen
Kann die DJI Flip 4K mit 60 fps filmen?
Ja. Im normalen Videomodus nimmt die Flip 4K mit 3840 × 2160 Pixeln bei 24, 25, 30, 48, 50 und 60 Bildern pro Sekunde auf, laut DJI auch als HDR-Video. Die Datenrate liegt bei höchstens 150 Mbit/s. Mit 100 Bildern pro Sekunde filmt sie in 4K im Zeitlupenmodus.
Hat die DJI Flip eine Zeitlupe in 4K?
Ja, mit 100 Bildern pro Sekunde in 4K und in Full HD. Die Datei läuft danach verlangsamt ab, bei 25 Bildern pro Sekunde Wiedergabe ergibt das ein Viertel der Geschwindigkeit. DJI hat 4K/100 mit der Firmware v01.00.1000 vom 14. Januar 2025 freigeschaltet. Im Hochformat gibt es keine Zeitlupe, dort endet die Bildrate bei 30.
Kann die DJI Flip Ton aufnehmen?
Über die App, wenn die Flip per WLAN mit dem Handy verbunden ist. Aufgenommen wird der Ton über das Mikrofon des Smartphones, ein DJI Mic 2 oder Bluetooth-Kopfhörer. Du schaltest die Funktion vor der Aufnahme in den Kameraeinstellungen ein. DJI Fly fügt Bild und Ton beim Ansehen oder Herunterladen im Album automatisch zusammen.
Hat die DJI Flip HLG?
Nein. DJI nennt für die Flip die Farbmodi Normal und D-Log M. D-Log M zeichnet sie in 10 Bit auf, der ISO-Bereich endet in diesem Profil bei 1.600. HLG für die direkte Wiedergabe auf HDR-Bildschirmen bieten zum Beispiel Mini 4 Pro und Mavic 4 Pro.
Wie viel Video passt auf den internen Speicher der DJI Flip?
Rechnerisch knapp zwei Minuten 4K. Die Flip hat 2 GB internen Speicher, bei 150 Mbit/s fallen pro Minute rund 1,1 GB an. Für einen ganzen Flug brauchst du deshalb eine microSD-Karte mit U3, V30 und A2. Eine Karte mit 128 GB fasst rund 1 Stunde 54 Minuten.
Warum wirken Videos der DJI Flip bei Sonne abgehackt?
Meist ist die Verschlusszeit zu kurz. Die Blende der Flip steht fest auf f/1,7, bei Sonne regelt die Kamera die Helligkeit deshalb über sehr kurze Belichtungszeiten. Jedes Einzelbild ist dann gestochen scharf und Bewegungen wirken ruckelig. Ein ND-Filter dunkelt das Bild ab, damit die Zeit bei etwa 1/50 s für 25 Bilder pro Sekunde liegen kann.
Kann die DJI Flip im Hochformat filmen?
Ja, in 2,7K mit 1512 × 2688 Pixeln und in Full HD mit 1080 × 1920 Pixeln, jeweils mit 24, 25 oder 30 Bildern pro Sekunde. Das Bild ist ein Ausschnitt aus dem Sensor im Format 4:3, der Gimbal dreht dafür nicht. Im Hochformat sind 3-facher Digitalzoom in 2,7K und 4-facher in Full HD möglich.