DJI Mini 5 Pro anmelden: LBA, e-ID und DJI-Konto

DJI Mini 5 Pro anmelden: Betreiber-Registrierung beim LBA für 20 €, e-ID auf den Rumpf und in DJI Fly, A1/A3 nur für die C1-Version der Combo Plus.

Recht & Wissen Veröffentlicht am 7 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • DJI Mini 5 Pro anmelden: Pflicht ist die Registrierung als Betreiber beim Luftfahrt-Bundesamt, weil eine Kamera an Bord ist. Sie kostet 20 Euro und gilt für alle deine Drohnen.
  • e-ID an zwei Stellen: der sichtbare Teil als Aufkleber auf den Rumpf, die vollständige Nummer in DJI Fly unter Sicherheit und UAS Remote Identification.
  • C0 oder C1: Die normale Mini 5 Pro (MT5MFND) ist C0. Die Fly More Combo Plus (MT5MFNDC) ist C1 mit 355 g Startmasse und braucht den Kompetenznachweis A1/A3.
  • DJI-Konto: Ohne Aktivierung in DJI Fly startet die Drohne nicht. Die App-Anmeldung gilt laut Handbuch 90 Tage.
  • Haftpflicht: Pflicht nach § 43 Luftverkehrsgesetz, sie kommt am besten vor der Registrierung.

Muss man die DJI Mini 5 Pro anmelden?

Ja. Die Mini 5 Pro trägt eine Kamera, und jede Drohne mit Kamera macht dich in der EU registrierungspflichtig, unabhängig vom Gewicht. Die Grenze von 250 Gramm entscheidet nur über den Führerschein. Für die Registrierung spielt sie bei einer Kameradrohne keine Rolle.

Angemeldet wird dabei du als Betreiber. Das Luftfahrt-Bundesamt vergibt dir eine e-ID, die auf jede deiner Drohnen kommt. Die Mini 5 Pro selbst bekommt keine eigene Nummer. Wer schon eine Mini 3, eine Neo oder eine andere Kameradrohne registriert hat, nutzt dieselbe e-ID weiter und zahlt nichts zusätzlich.

Neben dieser gesetzlichen Pflicht verlangt DJI eine eigene Anmeldung. Die Drohne muss vor dem ersten Flug in DJI Fly aktiviert werden. Beides wird oft verwechselt, ersetzt sich aber nicht gegenseitig. Dazu kommt die Haftpflichtversicherung, die keine Anmeldung ist, ohne die du aber nicht fliegen darfst.

C0 oder C1: welche Mini 5 Pro du hast

Bevor du anmeldest, lohnt ein Blick auf die Klasse. DJI verkauft die Mini 5 Pro in der EU in zwei Fassungen, die das Handbuch mit eigenen Modellnummern führt:

C0-VersionC1-Version
ModellnummerMT5MFNDMT5MFNDC
Paket laut DJIStandard und Fly More ComboFly More Combo Plus
Höchstzulässige Startmasse249,9 g355 g
Zugelassene AkkusStandardakku (ca. 71 g)Standardakku und Akku Plus (ca. 117 g)
Schallleistungspegelim Handbuch ohne Angabe81 dB
Kompetenznachweis A1/A3neinja
Fernidentifizierungnicht vorgeschriebenPflicht

Die Werte stammen aus dem Abschnitt zur C0- und C1-Zertifizierung im Benutzerhandbuch v1.0 und aus dem Datenblatt. Für die C0-Version nennt DJI eine Fertigungstoleranz von ±4 g um die 249,9 g. Maßgeblich bleibt trotzdem das Klassenlabel, das die Drohne ab Werk trägt.

Zwei Punkte aus dem Datenblatt sind für die Anmeldung wichtig:

Die Anmeldung Schritt für Schritt

Ablaufdiagramm zur Anmeldung der DJI Mini 5 Pro in Deutschland. Oben die Weiche nach der Modellnummer: MT5MFND ist die C0-Version mit 249,9 g, MT5MFNDC die C1-Version der Fly More Combo Plus mit 355 g. Darunter vier gemeinsame Schritte in fester Reihenfolge: erstens Haftpflichtversicherung abschließen, zweitens Betreiber beim Luftfahrt-Bundesamt registrieren für 20 Euro mit bis zu 14 Werktagen Bearbeitung, drittens Drohne in DJI Fly mit Internet aktivieren, viertens e-ID als Aufkleber auf den Rumpf und vollständig in DJI Fly unter Sicherheit, UAS Remote Identification eintragen. Nur auf dem C1-Zweig folgt ein fünfter Schritt: Kompetenznachweis A1/A3 beim LBA für 25 Euro. Merksatz: Die C0-Version ist nach vier Schritten startklar, die C1-Version braucht zusätzlich den kleinen Drohnenführerschein.

Vier Schritte gelten für jede Mini 5 Pro, der Kompetenznachweis kommt nur bei der C1-Version aus der Fly More Combo Plus dazu.

Die Reihenfolge spart Zeit, weil jeder Schritt Daten aus dem vorigen braucht:

  1. Haftpflicht abschließen. In Deutschland ist sie nach § 43 Luftverkehrsgesetz für jeden Drohnenbetrieb Pflicht. Den Nachweis führst du beim Fliegen mit.
  2. Beim LBA registrieren. Das läuft online über das Portal uas-registration.lba-openuav.de und kostet 20 Euro für Privatpersonen. Das Amt nennt bis zu 14 Werktage Bearbeitung. Danach steht die e-ID im Portal.
  3. Drohne in DJI Fly aktivieren. Das geht parallel zur Wartezeit beim Amt, du brauchst dafür nur Internet und ein DJI-Konto.
  4. e-ID anbringen und eintragen. Der sichtbare Teil kommt auf den Rumpf, die vollständige Nummer in die App.
  5. Nur C1: Kompetenznachweis A1/A3. Online-Training und Prüfung beim LBA, die Ausstellung kostet 25 Euro.

Ausführlich mit allen Unterlagen und Sonderfällen wie Umzug oder Verkauf beschreibt das der Ratgeber Drohne beim Luftfahrt-Bundesamt registrieren.

Aktivierung und DJI-Konto

Die Mini 5 Pro ist ab Werk gesperrt. Laut Handbuch schaltest du Drohne und Fernsteuerung ein und folgst dann den Anweisungen in DJI Fly. Für die Aktivierung braucht das Handy oder die RC 2 eine Internetverbindung. Das DJI-Konto legst du dabei in der App an, mit E-Mail-Adresse oder Telefonnummer.

Danach hält die Anmeldung eine Weile ohne Netz. Das Handbuch nennt zwei Grenzen:

Vor einer langen Reise ohne Datenvertrag öffnest du die App also einmal mit WLAN. Dann läuft die Frist von vorn.

Die DJI-Anmeldung ersetzt die Registrierung beim Amt nicht. DJI erfährt von deiner e-ID erst, wenn du sie in der App einträgst.

Die e-ID an der Mini 5 Pro

Die e-ID beginnt mit DEU, danach folgen 13 Zeichen, ein Bindestrich und drei geheime Zeichen. Beide Teile haben ihren eigenen Platz.

Auf dem Rumpf steht nur der Teil vor dem Bindestrich, gut lesbar. Bei der Mini 5 Pro zählt dabei jedes Gramm. Die C0-Version liegt mit 249,9 g schon an der Grenze, eine Plakette sollte deshalb leicht sein. Ein Aufkleber aus Folie wiegt weniger als eine Alu-Plakette mit mehreren Zehntelgramm. Das Handbuch knüpft die Startmasse außerdem daran, dass keine Nutzlast außerhalb der Zubehörliste dazukommt.

In der App steht die vollständige Nummer. Laut Handbuch öffnest du in DJI Fly die Einstellungen, wählst Sicherheit und dann UAS Remote Identification und lädst dort die Registrierungsnummer hoch. Die Mini 5 Pro sendet die Kennung per WLAN-Signal aus.

Für die C0-Version schreibt die EU keine Fernidentifizierung vor, der Eintrag ist dort freiwillig. Für die C1-Version ist er Pflicht. Eine C1-Drohne ohne hinterlegte Nummer sendet keine gültige Kennung, und das ist bei einer Kontrolle ein Verstoß.

Kompetenznachweis für die Combo Plus

Wer die Fly More Combo Plus gekauft hat, fliegt eine C1-Drohne. Für sie verlangt die EU den kleinen Drohnenführerschein A1/A3, egal ob gerade der Standardakku oder der Akku Plus im Rumpf steckt. Die Klasse hängt am Gerät mit der Modellnummer MT5MFNDC.

Der Nachweis läuft beim LBA komplett online. Auf ein Training in neun Themengebieten folgt eine Prüfung mit 40 Fragen in 40 Minuten, bestanden ist sie ab 30 richtigen Antworten. Lernmaterial und Prüfung sind kostenlos, das Zertifikat kostet 25 Euro.

Im Flug ändert sich mit C1 vor allem der Abstand zu Menschen. Die C0-Version darf in A1 auch über einzelne unbeteiligte Personen fliegen, mit der C1-Version planst du die Route um sie herum. Den Überflug von Menschenansammlungen erlaubt keine der beiden Klassen.

PflichtC0-VersionC1-Version (Combo Plus)
Betreiber-Registrierung, 20 €jaja
e-ID-Aufkleber am Rumpfjaja
e-ID in DJI FlyfreiwilligPflicht
Haftpflichtversicherungjaja
Kompetenznachweis A1/A3, 25 €neinja
Überflug einzelner Unbeteiligtererlaubtvermeiden
Flugzeit laut DJI36 min36 min, mit Akku Plus 52 min

Welche Unterschiede die beiden Pakete bei Kamera, Akkus und Preis haben, steht in der Rezension der DJI Mini 5 Pro.

Und die Mini 4 Pro?

Die Schritte sind für die Mini 4 Pro dieselben: Haftpflicht, Registrierung beim LBA, Aktivierung in DJI Fly, e-ID auf den Rumpf und in die App. Ein Punkt ist einfacher. DJI führt die Mini 4 Pro im Datenblatt nur als C0 und schreibt, dass ihr Akku Plus in Europa nicht erhältlich ist. Eine C1-Fassung gibt es in der EU nicht, ein Kompetenznachweis ist für A1 und A3 also nie nötig.

Wer von der Mini 4 Pro auf die Mini 5 Pro umsteigt, behält seine e-ID. Sie kommt als Aufkleber auf die neue Drohne und wird dort ein weiteres Mal in DJI Fly eingetragen. Eine neue Registrierung braucht es nicht.

Wohnsitz in Österreich oder einem anderen EU-Land

Registriert wird immer im Land des Hauptwohnsitzes. Wer in Österreich lebt, meldet sich bei Austro Control an, die Registrierung kostet dort 46,80 Euro und gilt drei Jahre. Österreich verlangt zuerst eine Polizze mit der Seriennummer der Drohne. Welche Pflichten die einzelnen DJI-Modelle dort auslösen, zeigt die Übersicht DJI-Drohne in Österreich.

Die Registrierung gilt in der ganzen EU. Mit einer deutschen e-ID fliegst du auch im Urlaub in anderen EU-Staaten, ohne dich dort ein zweites Mal als Betreiber anzumelden.

Fazit: erst die Modellnummer, dann das Portal

Schau vor allem anderen auf die Modellnummer deiner Mini 5 Pro. Steht dort MT5MFND, bist du nach Versicherung, LBA-Registrierung, Aktivierung und e-ID startklar. Bei MT5MFNDC aus der Fly More Combo Plus plane zusätzlich einen Abend für den Kompetenznachweis ein. Starte die Registrierung beim Amt am besten gleich nach dem Kauf, dann ist die e-ID da, wenn das Wetter passt.

Häufige Fragen

Muss man die DJI Mini 5 Pro beim Luftfahrt-Bundesamt anmelden?

Ja. Die Mini 5 Pro hat eine Kamera, und damit bist du als Betreiber registrierungspflichtig, auch wenn sie unter 250 Gramm wiegt. Die Registrierung beim Luftfahrt-Bundesamt kostet für Privatpersonen 20 Euro, läuft online und kann bis zu 14 Werktage dauern. Du bekommst eine e-ID, die für alle deine Drohnen gilt.

Brauche ich für die DJI Mini 5 Pro einen Drohnenführerschein?

Das hängt an der Version. Die Mini 5 Pro mit Standardakku trägt die Klasse C0, dafür ist in den Unterkategorien A1 und A3 kein Kompetenznachweis nötig. Die Fly More Combo Plus ist laut DJI als C1 zertifiziert, mit 355 g höchstzulässiger Startmasse. Für diese Version ist der kleine Drohnenführerschein A1/A3 Pflicht, er kostet beim LBA 25 Euro.

Wo trage ich die e-ID in der DJI Fly App für die Mini 5 Pro ein?

Laut Handbuch in DJI Fly unter dem Einstellungsmenü, dort unter Sicherheit und dann UAS Remote Identification. Dort lädst du die Registrierungsnummer des Betreibers hoch, und zwar vollständig mit den drei geheimen Zeichen hinter dem Bindestrich. Auf den Aufkleber am Rumpf gehört nur der Teil davor.

Woran erkenne ich, ob meine Mini 5 Pro C0 oder C1 ist?

An der Modellnummer und am Klassenlabel der Drohne. Die C0-Version heißt laut Handbuch MT5MFND, die C1-Version MT5MFNDC. Beim Kauf erkennst du die C1-Version am Paketnamen Fly More Combo Plus. Die Klasse ab Werk bleibt bestehen, eine Umstellung nach dem Kauf bietet DJI nicht mehr an.

Darf ich die C0-Version der Mini 5 Pro mit dem Akku Plus fliegen?

Nicht als C0. DJI schreibt im Datenblatt, dass die C0-Drohne mit dem Akku Plus die C0-Grenze der Startmasse überschreitet und in der EU dann nicht mehr als C0 betrieben werden kann. Der Akku Plus wiegt laut DJI rund 117 g, der Standardakku rund 71 g. Wer den großen Akku nutzen will, braucht die C1-Version aus der Fly More Combo Plus.

Was passiert, wenn ich die Mini 5 Pro nicht in DJI Fly anmelde?

Ohne Aktivierung fliegt sie gar nicht. Das Handbuch verlangt vor dem ersten Gebrauch eine Aktivierung in DJI Fly mit Internetverbindung. Die Anmeldung in der App gilt danach 90 Tage. Besteht während des Flugs keine Verbindung zur App, begrenzt die Drohne Höhe und Entfernung auf 30 und 50 Meter.

Muss ich die DJI Mini 4 Pro anders anmelden als die Mini 5 Pro?

Nein, die Schritte sind dieselben: Haftpflicht, Registrierung beim LBA, e-ID am Rumpf und in DJI Fly, Aktivierung mit DJI-Konto. Die Mini 4 Pro gibt es in der EU nur als C0, laut DJI ist ihr Akku Plus in Europa nicht erhältlich. Ein Kompetenznachweis ist für sie in A1 und A3 deshalb nie nötig.

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