Technische Daten
Elektrische Daten
| Kapazität | 580 mAh je Zelle |
|---|---|
| Zelltyp | LiHV, zwei Zellen in Reihe (2S) |
| Nennspannung | 7,6 V |
| Maximale Ladespannung | 8,7 V (4,35 V je Zelle) |
| Lagerspannung | rund 7,7 V (3,85 V je Zelle) |
| Entladerate | 95C |
| Rechnerischer Dauerstrom | rund 55 A |
| Energieinhalt | 4,41 Wh je Zelle |
Aufbau und Maße
| Hauptanschluss | XT30 mit 18-AWG-Silikonkabel |
|---|---|
| Balanceranschluss | JST-XH2.54 |
| Gewicht | 29,2 g je Zelle |
| Energiedichte | rund 151 Wh je Kilogramm |
| Zellaufbau | Z-Faltverfahren statt gewickelter Zelle |
| Packungsgröße | zwei Stück |
Baureihe
| Verfügbare Kapazitäten in 2S | 580 und 680 mAh |
|---|---|
| Gewicht der 680er-Variante | 33,5 g je Zelle |
| Verbesserung gegenüber LAVA I | laut Hersteller 26,7 % höhere C-Rate und 5,5 % mehr Kapazität |
| Stromabgabe | laut Hersteller 33,6 % höher als beim 550-mAh-Vorgänger |
Kompatibilität
| Passende Drohnen | BetaFPV Pavo Pico, Pavo Pico II, Pavo Femto und weitere 2S-Whoops |
|---|---|
| Voraussetzung | Drohne mit XT30-Anschluss und Regler für 2S |
| Ladegerät | muss LiHV bis 4,35 V je Zelle unterstützen |
| Flugzeit laut Hersteller | mit der 680er-Variante ca. 9 Minuten Schweben am Pavo Pico II, ca. 7:40 am Pavo Femto |
Die BetaFPV LAVA II 2S 580 mAh ist der Zweizellen-Akku der LAVA-Reihe und versorgt Brushless-Whoops wie den Pavo Pico und den Pavo Femto. Sie liefert 7,6 V Nennspannung, 95C Entladerate und 4,41 Wh je Zelle bei 29,2 g. Die Zellchemie ist LiHV, geladen wird deshalb bis 4,35 V je Zelle statt der üblichen 4,2 V. Der Zweierpack kostet 29,99 €. Grundlage dieser Einordnung sind das Datenblatt von BetaFPV, die Amazon-Listung und der Vergleich mit der 1S-Variante derselben Reihe.
Stärken und Schwächen
Das spricht dafür
- 95C Entladerate ergeben rechnerisch rund 55 A Dauerstrom, damit bricht die Spannung auch bei vollem Schub kaum ein
- 4,41 Wh bei 29,2 g entsprechen rund 151 Wh je Kilogramm, ein guter Wert für eine Zelle dieser Größe
- Der XT30-Stecker mit 18-AWG-Silikonkabel ist der Standard bei 2S-Whoops und passt ohne Adapter
- LiHV bringt 0,15 V je Zelle mehr Ladeschlussspannung als klassische LiPo-Zellen, das sind rund 5 % zusätzliche nutzbare Energie
- Das Z-Faltverfahren erhöht laut BetaFPV die Energiedichte um 5 % und verlängert die Zyklenlebensdauer gegenüber gewickelten Zellen
- Die 680er-Variante kostet nur 3 € mehr und liefert 17 % mehr Kapazität bei 4,3 g Mehrgewicht
Das spricht dagegen
- Ein LiHV-fähiges Ladegerät ist Voraussetzung, sonst bleiben rund 5 % der Kapazität ungenutzt
- BetaFPV nennt für die 2S-Varianten keine Abmessungen, der Einbau in fremde Rahmen lässt sich nicht vorab prüfen
- Der Zweierpack reicht für rund zwei Flüge, für eine Session braucht es mehrere Packungen
- Eine Zyklenzahl weist BetaFPV nicht aus, die längere Lebensdauer bleibt eine Herstellerangabe ohne Zahl
- 15,00 € je Zelle sind gemessen an einfachen 2S-LiPos ein deutlicher Aufpreis
Wo die 2S-Zelle in der LAVA-Reihe steht
BetaFPV baut die LAVA-Reihe in mehreren Zellzahlen, und die Zellzahl entscheidet über die Drohnenklasse. Die 1S-Variante mit 3,8 V versorgt Ultraleicht-Whoops wie den Air65 und den Meteor75. Die 2S mit 7,6 V gehört zu den schubstärkeren Modellen: Pavo Pico, Pavo Pico II und Pavo Femto.
Der Sprung ist größer, als die Zahl vermuten lässt. Doppelte Spannung bedeutet bei gleichem Strom doppelte Leistung, und weil die Motoren dieser Klasse mit deutlich höheren Drehzahlen arbeiten, brauchen sie genau das.
| Merkmal | LAVA II 1S | LAVA II 2S |
|---|---|---|
| Nennspannung | 3,8 V | 7,6 V |
| Kapazität | 580 mAh | 580 mAh |
| Energie | 2,2 Wh | 4,41 Wh |
| Gewicht | 14,1 g | 29,2 g |
| Anschluss | BT2.0 | XT30 |
| Packungsgröße | vier Stück | zwei Stück |
Was 95C praktisch bedeuten
Die C-Rate gibt an, wie viel Strom eine Zelle bezogen auf ihre Kapazität dauerhaft abgeben kann. 95C bei 580 mAh ergeben rechnerisch rund 55 A.
Diese Zahl wird im Flug nie ausgereizt. Ein 1102-Motor an einem 2S-Akku zieht unter Volllast einen Bruchteil davon. Ihre Bedeutung liegt woanders: Je größer der Abstand zwischen Anforderung und Grenzwert, desto weniger bricht die Spannung bei Lastspitzen ein.
Genau dieser Spannungseinbruch ist im FPV-Flug spürbar. Gibst du in einer Kurve vollen Schub, steigt der Strom sprunghaft, die Spannung sackt ab und der Schub bleibt hinter der Steuereingabe zurück. Bei hoher C-Rate fällt dieser Effekt kleiner aus, das Fluggerät reagiert direkter. BetaFPV nennt für die zweite LAVA-Generation eine um 26,7 % höhere C-Rate und 33,6 % mehr Stromabgabe gegenüber dem 550-mAh-Vorgänger.
LiHV: 0,15 Volt, die 5 Prozent bringen
Die Zellchemie ist LiHV, kurz für Lithium High Voltage. Der Unterschied zur klassischen LiPo-Zelle steckt in einer einzigen Zahl: der Ladeschlussspannung.
| Zelltyp | Ladeschluss je Zelle | 2S gesamt |
|---|---|---|
| LiPo | 4,20 V | 8,40 V |
| LiHV | 4,35 V | 8,70 V |
0,15 V je Zelle klingen nach wenig. Weil die oberen Spannungsbereiche einer Lithium-Zelle überproportional viel Energie tragen, ergeben sich daraus rund 5 % zusätzliche nutzbare Kapazität bei gleichem Volumen und Gewicht.
Die Bedingung dafür ist ein LiHV-fähiges Ladegerät. Lädst du im normalen LiPo-Modus, stoppt der Vorgang bei 4,2 V und du verschenkst den Vorteil. Umgekehrt ist die Verwechslung gefährlich: Eine klassische LiPo-Zelle im LiHV-Modus zu laden bedeutet Überladung. Welche Geräte den Modus beherrschen, steht im Ratgeber zum LiPo-Ladegerät.
Energiedichte gerechnet
Aus 580 mAh und 7,6 V ergeben sich 4,41 Wh je Zelle. Bei einem Gewicht von 29,2 g sind das rund 151 Wh je Kilogramm.
Zur Einordnung: Die 680er-Variante kommt auf 5,17 Wh bei 33,5 g, also rund 154 Wh je Kilogramm. Beide Werte liegen im oberen Bereich dessen, was Hochstrom-Zellen dieser Baugröße erreichen; Zellen mit hoher C-Rate erkaufen ihre Stromfestigkeit üblicherweise mit Abstrichen bei der Energiedichte.
Bei einem Fluggerät, das ohne Akku rund 71 g wiegt, macht die Zelle mit 29,2 g etwa 29 % des Startgewichts aus. Jedes zusätzliche Gramm Akku muss also mitgetragen werden, was ein Teil der gewonnenen Kapazität wieder aufzehrt. Genau darum lohnt sich die Rechnung beim Wechsel auf größere Zellen.
580 oder 680 Milliamperestunden
Die Frage stellt sich bei jedem Kauf, und die Antwort fällt hier ungewöhnlich klar aus.
| Variante | Kapazität | Energie | Gewicht | Preis (Zweierpack) |
|---|---|---|---|---|
| LAVA II 2S 580 | 580 mAh | 4,41 Wh | 29,2 g | 29,99 € |
| LAVA II 2S 680 | 680 mAh | 5,17 Wh | 33,5 g | 32,99 € |
17 % mehr Kapazität für 3 € Aufpreis und 4,3 g Mehrgewicht je Zelle. Das Mehrgewicht kostet einen Teil des Gewinns zurück, unter dem Strich bleibt ein Plus an Flugzeit. BetaFPV nennt für die 680er am Pavo Pico II rund 9 Minuten Schweben, am Pavo Femto etwa 7:40.
Der einzige Grund für die kleinere Zelle ist der Bauraum. Passt sie nicht in den Rahmen oder verschiebt sie den Schwerpunkt zu weit, bleibt die 580er die richtige Wahl.
Warum Schwebezeiten und Flugzeiten auseinanderfallen
Herstellerangaben zur Flugzeit beziehen sich fast immer auf den Schwebeflug, und das ist der günstigste Zustand überhaupt: konstante Drehzahl, kein Beschleunigen, kein Steigen.
Im echten Flug sieht das anders aus. Jede Beschleunigung, jeder Steigflug und jede harte Kurve zieht kurzzeitig ein Vielfaches des Schwebestroms. Bei einem Cinewhoop mit ummantelten Propellern kommt hinzu, dass der Wirkungsgrad der Kanäle bei hoher Last sinkt.
Als Faustregel bleibt von der angegebenen Schwebezeit etwa die Hälfte bis zwei Drittel übrig. Aus 9 Minuten werden damit 4 bis 6 Minuten aktiver Flug. Was sonst noch an der Flugzeit zehrt, steht im Ratgeber zur FPV-Drohnen-Flugzeit.
Laden, lagern, entsorgen
Drei Punkte entscheiden darüber, wie lange die Zellen halten.
Laden: Nur mit LiHV-Modus bis 4,35 V je Zelle. Der Balanceranschluss ist ein JST-XH2.54, der Standard bei Mehrzellenpacks. Ladegeräte gleichen darüber die Zellspannungen aus, was bei 2S besonders wichtig ist, weil eine schwächere Zelle sonst dauerhaft überlastet wird.
Lagern: Bei rund 3,85 V je Zelle, also etwa 7,7 V für den Pack. Ein voll geladener Lithium-Akku altert deutlich schneller, ein tiefentladener nimmt bleibenden Schaden. Aufbewahrt wird in einer feuerfesten LiPo-Tasche.
Entsorgen: Aufgeblähte oder beschädigte Zellen gehören nicht mehr ans Ladegerät. Rückgabe erfolgt im Handel oder am Wertstoffhof, niemals im Hausmüll. Wie man einen angeschlagenen Akku erkennt, steht unter LiPo-Akku laden.
Alternativen im Vergleich
| Akku | Zellen | Kapazität | Energie | Gewicht | Anschluss | Preis je Zelle |
|---|---|---|---|---|---|---|
| LAVA II 2S 580 | 2S | 580 mAh | 4,41 Wh | 29,2 g | XT30 | ca. 15,00 € |
| LAVA II 2S 680 | 2S | 680 mAh | 5,17 Wh | 33,5 g | XT30 | ca. 16,50 € |
| LAVA II 1S 580 | 1S | 580 mAh | 2,2 Wh | 14,1 g | BT2.0 | ca. 7,75 € |
Über die Wahl entscheidet das Fluggerät: Ein 1S-Whoop nimmt keine 2S-Zelle, und ein 2S-Rahmen läuft mit einer einzelnen Zelle nicht. Innerhalb der 2S-Reihe ist die 680er in fast allen Fällen die bessere Rechnung.
Für wen sich die LAVA II 2S lohnt
Sie passt, wenn du einen 2S-Whoop mit XT30-Anschluss fliegst und Wert auf gleichmäßigen Schub legst. Die hohe C-Rate zahlt sich vor allem bei Cinewhoops aus, weil dort ummantelte Propeller und HD-Videoeinheit zusammen für hohe Dauerlast sorgen.
Weniger sinnvoll ist der Aufpreis, wenn du überwiegend ruhig und in Bodennähe fliegst. Dann bleibt die Reserve der 95C ungenutzt, und einfachere 2S-Packs erfüllen denselben Zweck günstiger.
Fazit
Die BetaFPV LAVA II 2S 580 mAh ist ein sauber ausgelegter Whoop-Akku: 4,41 Wh bei 29,2 g, 95C Entladerate, LiHV mit 8,7 V Ladeschluss und XT30-Anschluss, gefertigt im Z-Faltverfahren. Für 29,99 € im Zweierpack sind das 15,00 € je Zelle.
Mit 4,0 von 5 ziehen zwei praktische Punkte: Ohne LiHV-fähiges Ladegerät bleibt ein Teil der Kapazität liegen, und Abmessungen weist BetaFPV für die 2S-Varianten nicht aus. Wer einen Pavo Pico* oder Pavo Femto fliegt, macht mit dem LAVA II 2S* nichts falsch. Wer den Bauraum hat, greift für 3 € Aufpreis gleich zur 680er-Variante*.
Häufige Fragen
Was bedeutet LiHV bei der BetaFPV LAVA II 2S?
LiHV steht für Lithium High Voltage. Diese Zellen vertragen eine Ladeschlussspannung von 4,35 V statt der 4,2 V klassischer LiPo-Zellen. Bei zwei Zellen in Reihe sind das 8,7 V statt 8,4 V. Der Gewinn liegt bei rund 5 % nutzbarer Energie, Voraussetzung ist ein Ladegerät mit LiHV-Modus.
Was passiert, wenn man LiHV mit einem normalen LiPo-Ladegerät lädt?
Der Akku lädt bis 4,2 V je Zelle und bleibt dann stehen. Kaputt geht dabei nichts, du verschenkst lediglich rund 5 % der Kapazität. Umgekehrt gilt das nicht: Eine klassische LiPo-Zelle im LiHV-Modus zu laden überlädt sie und ist gefährlich.
Wie viel Strom liefert die LAVA II 2S 580 mAh?
Aus 95C und 580 mAh ergibt sich rechnerisch ein Dauerstrom von rund 55 A. Diese Zahl ist eine Herstellerangabe nach dem üblichen Rechenweg und wird im Flug nie ausgereizt. Ihre praktische Bedeutung liegt darin, dass die Spannung bei Lastspitzen weniger einbricht, was sich als gleichmäßigerer Schub bemerkbar macht.
Welche Drohnen passen zur LAVA II 2S?
Alle 2S-Whoops mit XT30-Anschluss, BetaFPV nennt ausdrücklich den Pavo Pico, den Pavo Pico II und den Pavo Femto. Voraussetzung ist ein Regler, der 2S verträgt. Der Pavo Pico etwa akzeptiert laut Datenblatt 2S bis 3S, die Zelle passt also innerhalb des zugelassenen Bereichs.
Wie lange fliegt man mit einer LAVA II 2S?
BetaFPV nennt Werte für die größere 680er-Variante: rund 9 Minuten Schweben am Pavo Pico II und etwa 7:40 am Pavo Femto. Die 580er liegt entsprechend darunter. Im normalen Flug mit Lastwechseln, Steigflügen und Beschleunigungen bleibt spürbar weniger übrig, oft die Hälfte.
Lohnt sich die 680er-Variante gegenüber der 580er?
In den meisten Fällen ja. Sie kostet 32,99 € statt 29,99 €, also 3 € mehr für den Zweierpack, und liefert 17 % mehr Kapazität bei 4,3 g Mehrgewicht je Zelle. Das Mehrgewicht kostet einen kleinen Teil der gewonnenen Flugzeit zurück, unter dem Strich bleibt ein Plus. Nur wenn dein Rahmen die größere Zelle nicht aufnimmt, bleibt die 580er die richtige Wahl.
Was ist das Z-Faltverfahren?
Bei gewickelten Zellen läuft der Elektrodenstapel als lange Bahn spiralförmig um sich selbst. Beim Z-Faltverfahren wird er stattdessen im Zickzack gefaltet. Das nutzt das Volumen im Gehäuse besser aus und vermeidet die mechanischen Spannungen in den Rundungen der Wicklung. BetaFPV gibt daraus 5 % höhere Energiedichte und eine längere Zyklenlebensdauer an.
Wie lagert man die LAVA II 2S richtig?
Bei rund 3,85 V je Zelle, also etwa 7,7 V für den 2S-Pack, kühl und trocken. Ein voll geladener Lithium-Akku altert deutlich schneller als ein auf Lagerniveau gebrachter. Die meisten Ladegeräte haben dafür einen Storage-Modus. Aufbewahrt wird in einer feuerfesten Tasche, nicht lose in der Schublade.
Darf man die LAVA II 2S im Flugzeug mitnehmen?
Ja, im Handgepäck. Mit 4,41 Wh je Zelle liegt sie weit unter der 100-Wh-Grenze, ab der Airlines eine Genehmigung verlangen. Im aufgegebenen Gepäck sind Lithium-Akkus verboten. Die Pole gehören einzeln abgeklebt oder in Beuteln verpackt, damit kein Kurzschluss entsteht.
Was unterscheidet die LAVA II 2S von der LAVA II 1S?
Die 1S-Variante hat eine Zelle mit 3,8 V, wiegt 14,1 g, liefert 2,2 Wh und nutzt den BT2.0-Anschluss. Die 2S schaltet zwei Zellen in Reihe auf 7,6 V, wiegt 29,2 g, liefert 4,41 Wh und nutzt XT30. Sie passt damit zu deutlich schubstärkeren Whoops. Beide teilen sich Zellchemie, 95C und das Z-Faltverfahren.