Technische Daten
Maße und Gewicht
| Außenmaße | 28 × 19,5 × 9 cm |
|---|---|
| Rechnerisches Volumen | rund 4,9 Liter |
| Gewicht | rund 390 g laut Listung |
| Farbe | Grau, weitere Farben je nach Variante |
| Modellnummer | ZH2_387 |
Material und Aufbau
| Außenhaut | Kunstleder, laut Hersteller gegen Staub, Kratzer, Stöße und Wasser |
|---|---|
| Futter | weiches Innenfutter gegen Kratzer an Kamera und Zubehör |
| Innenaufteilung | zugeschnittene Aufnahmen für die einzelnen Teile |
| Deckelfach | Netzfach für Telefon, Propeller, Filter, Kabel und kleine Netzteile |
| Griff | gummiert |
| Trageweise | Handgriff oder abnehmbarer, verstellbarer Schultergurt |
| Schutzklasse | weist BRDRC nicht aus, keine IP-Angabe |
Lieferumfang und Kompatibilität
| Enthalten | 1 Tragetasche, 1 Schultergurt |
|---|---|
| Passende Drohne | DJI Neo, ausdrücklich nicht die DJI Neo 2 |
| Vorgesehener Inhalt | 1 Drohne, 6 Akkus, 1 Ladestation, 1 RC-N3-Fernsteuerung |
| Garantie | BRDRC wirbt mit lebenslanger Garantie, Bedingungen nennt der Hersteller nicht |
Maße der Drohne
| DJI Neo zusammengelegt | 130 × 157 × 48,5 mm |
|---|---|
| Startgewicht | 135 g |
| Akku | 45 g, 1.435 mAh, 10,5 Wh |
Die BRDRC Tragetasche ist eine Komplettlösung für die DJI Neo und ihr Zubehör. Sie nimmt laut Hersteller die Drohne, sechs Akkus, die Ladestation und die RC-N3-Fernsteuerung auf, dazu ein Netzfach im Deckel für Telefon, Propeller, Filter und Kabel. Sechs Akkuplätze sind ungewöhnlich viel, denn selbst die Motion Fly More Combo der Neo enthält nur drei. Die Außenhaut besteht aus Kunstleder, im Inneren sitzen zugeschnittene Aufnahmen für die einzelnen Teile. Für die Neo 2 ist die Tasche ausdrücklich nicht vorgesehen. Grundlage dieser Einordnung sind die Herstellerangaben von BRDRC, die Amazon-Listung und die Maße der DJI Neo.
Stärken und Schwächen
Das spricht dafür
- Sechs Akkuplätze sind doppelt so viele, wie die Motion Fly More Combo mitbringt, damit ist die Tasche auch für lange Ausflüge groß genug
- Ein Behälter für Drohne, Akkus, Ladestation und Fernsteuerung erspart das Zusammensuchen vor jedem Start
- Mit 28 × 19,5 × 9 cm bleibt die Tasche klein genug, um zusätzlich in einen Tagesrucksack zu passen
- Der abnehmbare Schultergurt macht sie eigenständig tragbar, der gummierte Griff hält auch mit feuchten Händen
- 18,99 € stehen einer Drohne gegenüber, die ab rund 137 € kostet, das sind etwa 14 % des Anschaffungspreises
Das spricht dagegen
- Die Tasche ist ausdrücklich nicht für die DJI Neo 2 freigegeben, wer auf das neuere Modell wechselt, kauft neu
- BRDRC nennt keine Schutzklasse, wasserdicht im technischen Sinn ist die Tasche damit nicht
- Ob die Gewichtsangabe von rund 390 g das Produkt oder die Versandeinheit meint, geht aus der Listung nicht hervor
- Kunstleder auf Polyurethan-Basis zersetzt sich über die Jahre durch Luftfeuchtigkeit, warme und feuchte Lagerung beschleunigt das
- Wie die zugeschnittenen Aufnahmen im Inneren aufgeteilt sind, zeigt der Hersteller nur auf den Produktbildern, Maße der Einzelfächer fehlen
Sechs Akkuplätze für eine Drohne mit 18 Minuten Flugzeit
Eine Drohnentasche wird nach dem bemessen, was mitfliegt. BRDRC nennt für dieses Modell einen sehr konkreten Inhalt: eine Drohne, sechs Akkus, eine Ladestation und die RC-N3-Fernsteuerung, dazu ein Netzfach im Deckel für Telefon, Propeller, Filter und Kabel.
Sechs Akkuplätze fallen auf. Die Motion Fly More Combo der DJI Neo enthält drei Akkus, die Basisversion einen. Wer sechs Plätze füllt, hat bewusst nachgekauft.
Für die Neo ergibt das Sinn. Sie hält je Ladung 18 Minuten durch, und ihr Einsatzprofil sind viele kurze Starts von der Handfläche mit je 30 bis 60 Sekunden Aufnahme. DJI nennt dafür mindestens 20 Handstarts je Ladung. Sechs Ladungen entsprechen damit rechnerisch über 100 Starts, also einem kompletten Wandertag ohne Ladepause. Was ein einzelner Neo-Akku leistet, steht in der eigenen Rezension.
Die Maße gegen den Inhalt gerechnet
28 × 19,5 × 9 cm ergeben rund 4,9 Liter. Diese Zahl klingt klein, und sie ist es auch. Der Vergleich mit dem Inhalt zeigt, warum sie trotzdem reicht.
Die DJI Neo misst zusammengelegt 130 × 157 × 48,5 mm und ist damit die kleinste Kameradrohne im DJI-Programm. Sie belegt weniger als ein Fünftel des Taschenvolumens. Die sechs Akkus wiegen zusammen 270 g und sind flache Quader von 79 × 22 × 35 mm. Ladestation und Fernsteuerung füllen den Rest.
Bemerkenswert ist die Bauform. Bei 9 cm Tiefe liegen die Teile nebeneinander statt übereinander. Das ist die richtige Anordnung für Drohnenzubehör, weil gestapelte Gegenstände beim Tragen aufeinander drücken. Zugleich bleibt die Tasche flach genug, um in ein Rucksackfach zu rutschen, statt selbst getragen werden zu müssen.
| Maß | Wert |
|---|---|
| Tasche außen | 28 × 19,5 × 9 cm |
| Volumen | rund 4,9 Liter |
| Neo zusammengelegt | 13 × 15,7 × 4,85 cm |
| Akku | 7,9 × 2,2 × 3,5 cm |
| Gewicht laut Listung | rund 390 g |
Warum die Neo 2 draußen bleibt
Im Produktnamen steht ein Hinweis, den viele überlesen: Diese Tasche ist nicht für die DJI Neo 2 vorgesehen. BRDRC schreibt es ausdrücklich dazu, und das gehört ernst genommen.
Der Grund liegt in der Bauweise. Die Tasche arbeitet mit zugeschnittenen Aufnahmen für die einzelnen Teile, das hält die Ausrüstung fest und verhindert das Verrutschen. Genau diese Passgenauigkeit macht sie unflexibel. Die Neo 2 ist größer, bringt mit 151 g Startgewicht Propellerschutz mit und nutzt einen anderen Akku mit 1.606 mAh.
Wer über einen Umstieg nachdenkt, sollte das vor dem Taschenkauf entscheiden. Zwei Taschen für zwei Drohnengenerationen sind bei 18,99 € kein Drama, unnötig sind sie trotzdem.
Kunstleder: was die Außenhaut leistet
BRDRC beschreibt die Oberfläche als Kunstleder, das Staub, Kratzer, Stöße und Wasserschäden abhält. Die Formulierung beschreibt eine PU-beschichtete Textilie, und die leistet genau das, was der Name sagt: Sie weist Wasser ab, das auf die Fläche trifft.
Wasserdicht im technischen Sinn setzt geprüfte Dichtungen und eine Schutzklassenangabe voraus. Die nennt BRDRC nicht, und ohne diese Angabe bleiben Nähte und Reißverschluss die Stellen, an denen Wasser eindringt. Für den realistischen Fall reicht das aus: der Weg vom Auto zum Startplatz im Nieselregen oder ein Schauer beim Zusammenpacken.
Der Punkt, den Produkttexte auslassen, ist die Alterung. Polyurethan-Beschichtungen zersetzen sich über Jahre durch Hydrolyse, also durch die Reaktion mit Luftfeuchtigkeit. Das zeigt sich als klebrige Oberfläche und abblätternde Beschichtung. Wärme und Feuchtigkeit beschleunigen den Vorgang, kühle und trockene Lagerung verlangsamt ihn deutlich. Wer die Tasche nach nassen Einsätzen offen trocknen lässt und sie nicht dauerhaft im warmen Kofferraum aufbewahrt, verlängert ihre Nutzungsdauer erheblich.
Sechs Akkus an einem Ort: Transport und Grenzen
Eine Tasche mit sechs Akkuplätzen ist auch eine Frage des Umgangs mit Lithium-Zellen.
Beim Transport ist die Tasche der richtige Ort, sofern die Kontakte geschützt sind. Lose Akkus, die mit Schlüsseln oder Münzen in Berührung kommen, können über die Kontakte kurzschließen, und dabei wird in Sekunden viel Energie frei. Die Ladestation löst das elegant, weil die Kontakte in ihren Steckplätzen verdeckt liegen.
Auf Flugreisen gehören alle Akkus ins Handgepäck. Mit 10,5 Wh je Akku bleibt die Neo weit unter der 100-Wattstunden-Grenze, die je Akku gilt. Sechs Akkus ergeben zusammen 63 Wh, was für Fluggesellschaften unkritisch ist. Begrenzt wird eher die Anzahl der Ersatzakkus, viele Airlines nennen zwei bis vier. Die Details stehen im Ratgeber zum Mitnehmen einer Drohne im Flugzeug.
Bei der Lagerung zu Hause gehören die Akkus heraus. Lithium-Ionen-Zellen altern schneller, wenn sie lange voll oder ganz leer liegen, rund 50 % Ladestand ist der schonende Wert. Und ein Akku, der im seltenen Fehlerfall thermisch durchgeht, sollte kein Polstermaterial in Reichweite haben. Warum ein feuerfester Beutel die bessere Umgebung ist, steht im Ratgeber zur feuerfesten LiPo-Tasche.
Was BRDRC offen lässt
Zwei Angaben fehlen, die bei einer Kaufentscheidung nach Passform helfen würden.
Das Eigengewicht. Die Listung nennt rund 390 g. Ob dieser Wert die Tasche allein oder die Versandeinheit meint, geht daraus nicht hervor. Für eine Tasche dieser Größe aus Kunstleder mit zugeschnittenen Aufnahmen ist er plausibel, sicher ist er nicht.
Die Maße der Einzelfächer. BRDRC zeigt die Aufteilung auf den Produktbildern, nennt aber keine Maße. Wer prüfen will, ob neben der Ladestation noch ein Ladekabel oder ein zweites Netzteil Platz findet, kann das vorab nicht rechnen. Bei einer Tasche, deren Wert in der Organisation liegt, ist das eine spürbare Lücke.
Alternativen im Vergleich
| Lösung | Bauart | Passend für | Preis | Bewertung |
|---|---|---|---|---|
| BRDRC Tragetasche | Softtasche mit Schultergurt | DJI Neo | 18,99 € | 3,7 / 5 |
| STARTRC Tragetasche | Softtasche mit Schultergurt | Mini 5 Pro, Lito X1 | 25,49 € | 3,6 / 5 |
| DJI Neo 2 Ladestation | Transportbox nur für Akkus | Neo 2 | 34,99 € | 3,6 / 5 |
Die Lösungen ergänzen einander. Die Ladestation schützt die Akkukontakte und lädt zugleich, die Tasche hält alles zusammen. Wer beides kombiniert, hat den Transport ordentlich gelöst. Wer eine reine Aufbewahrung ohne Ladefunktion sucht, findet Sammelstücke im Ratgeber zum Koffer für Drohnen.
Fazit
Die BRDRC Tragetasche löst die Aufgabe, für die sie gebaut ist. Sie ist flach statt tief, sie nimmt mit sechs Akkuplätzen mehr auf als jede Neo-Combo mitbringt, und mit 18,99 € kostet sie einen Bruchteil dessen, was sie schützt. Die 3,7 von 5 ergeben sich aus dem, was der Hersteller offen lässt: keine Schutzklasse, ein unklares Eigengewicht und keine Maße der Innenfächer.
Passend ist sie, wenn Du die DJI Neo mit Ladestation, Fernsteuerung und mehreren Akkus transportierst und dafür einen Griff statt einer Sammlung loser Teile willst.
Eher nicht passend ist sie, wenn Du eine Neo 2 fliegst oder den Umstieg planst, denn dafür ist sie vom Hersteller nicht freigegeben.
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Passt die komplette Motion Fly More Combo der DJI Neo in diese Tasche?
Ja, mit Reserve. BRDRC nennt als vorgesehenen Inhalt eine Drohne, sechs Akkus, eine Ladestation und die RC-N3-Fernsteuerung. Die Motion Fly More Combo enthält drei Akkus, die Ladestation und den Motion Controller. Die Tasche ist damit auf mehr Zubehör ausgelegt, als die Combo mitbringt.
Passt die DJI Neo 2 in die BRDRC Tasche?
Nein. BRDRC schließt die Neo 2 in der Produktbezeichnung ausdrücklich aus. Die Aufnahmen im Inneren sind auf die Maße der ersten Neo zugeschnitten, und die Neo 2 ist die größere und mit 151 g auch die schwerere Drohne. Wer beide Modelle besitzt, braucht zwei Taschen.
Wie groß ist die Tasche genau?
BRDRC nennt 28 × 19,5 × 9 cm, und die technischen Maße in der Amazon-Listung bestätigen diese Werte. Daraus ergibt sich ein Volumen von rund 4,9 Litern. Damit bleibt die Tasche klein genug, um zusätzlich in einen Tagesrucksack zu passen, und deutlich unter jedem Handgepäckmaß.
Ist die Tasche wasserdicht?
Wasserabweisend, ohne geprüfte Dichtigkeit. BRDRC beschreibt die Kunstleder-Oberfläche als Schutz gegen Staub, Kratzer, Stöße und Wasserschäden, nennt aber keine Schutzklasse. Für den Weg vom Auto zum Startplatz im Nieselregen reicht das. Nähte und Reißverschluss bleiben die schwachen Stellen.
Wie viele Akkus passen wirklich hinein?
BRDRC gibt sechs Plätze an. Sechs Neo-Akkus wiegen zusammen rund 270 g und tragen 63 Wattstunden Energie. Praktisch fliegt kaum jemand mit sechs Ladungen los, die Reserve ist trotzdem sinnvoll: Die Neo hält je Ladung nur 18 Minuten durch, und ihr Einsatzprofil sind viele kurze Starts von der Handfläche.
Darf man Akkus dauerhaft in der Tasche lassen?
Für den Transport ja, für die Lagerung nicht. Lithium-Ionen-Zellen altern schneller, wenn sie voll oder ganz leer liegen, sinnvoll sind rund 50 % Ladestand. Dazu kommt der Brandschutz: Ein Akku, der im seltenen Fehlerfall thermisch durchgeht, soll kein Polstermaterial in Reichweite haben. Zu Hause gehören die Akkus in einen feuerfesten Beutel.
Wie transportiert man die Tasche im Flugzeug?
Als Handgepäck, weil Lithium-Akkus nicht in den aufgegebenen Koffer dürfen. Mit 10,5 Wh je Akku bleibt die Neo weit unter der 100-Wattstunden-Grenze, die je Akku gilt. Begrenzt ist meist die Zahl der Ersatzakkus, viele Airlines nennen zwei bis vier. Die Kontakte gehören abgeklebt oder in der Ladestation verdeckt.
Schützt die Tasche die Kamera der Neo ausreichend?
Für den Transport im Rucksack oder in der Hand ja. Das Innenfutter verhindert Kratzer, die zugeschnittenen Aufnahmen halten die Teile an ihrem Platz. Der Gimbal der Neo ist einachsig mechanisch aufgehängt und damit weniger empfindlich als eine dreiachsige Kameraeinheit. Ein Sturz auf harten Boden bleibt trotzdem ein Risiko, dafür wäre eine Hartschale die richtige Wahl.
Wie lange hält eine Tasche aus Kunstleder?
Das hängt an der Lagerung. Kunstleder auf Polyurethan-Basis zersetzt sich über die Jahre durch die Reaktion mit Luftfeuchtigkeit, sichtbar an einer klebrigen Oberfläche und abblätternder Beschichtung. Warm und feucht gelagert läuft der Vorgang schneller ab, kühl und trocken deutlich langsamer. Nach nassen Einsätzen offen trocknen lassen verlängert die Lebensdauer spürbar.