Technische Daten
Elektrische Daten
| Kapazität | 1.435 mAh |
|---|---|
| Energiegehalt | 10,5 Wh |
| Nennspannung | 7,3 V |
| Max. Ladespannung | 8,6 V |
| Akkutyp | Lithium-Ionen |
| Modellbezeichnung | BWX521-1435-7.3 |
Maße und Gewicht
| Gewicht | ca. 45 g |
|---|---|
| Maße | 79 × 22 × 35 mm |
| Anteil am Startgewicht | 45 g von 135 g der DJI Neo |
Leistung im Betrieb
| Max. Flugzeit | 18 Minuten, 17 Minuten mit Propellerschutz |
|---|---|
| Starts von der Handfläche | mindestens 20 in Folge je Ladung |
| Ladetemperatur | 5 °C bis 40 °C |
| Kompatibilität | ausschließlich DJI Neo |
| Laden über Zweiwege-Ladestation | drei Akkus in rund 60 Minuten bei 60 W |
| Ladezeit einzeln | weist DJI im Datenblatt nicht aus |
Lieferumfang
| Inhalt | ein Akku |
|---|---|
| Ladegerät enthalten | nein, Laden über die Drohne oder die Ladestation |
| Kabel enthalten | nein |
Die DJI Neo Intelligent Flight Battery ist der Originalakku der DJI Neo und damit das Bauteil, das den Umfang eines Flugtags bestimmt. 1.435 mAh und 10,5 Wh reichen laut DJI für 18 Minuten Flugzeit oder mindestens 20 Starts von der Handfläche. Weil die Neo in kurzen Sequenzen benutzt wird und nicht in langen Flügen, ist die Zahl der Starts oft der aussagekräftigere Wert. Grundlage dieser Einordnung sind das DJI-Datenblatt, die Amazon-Listung und die Rechnung gegen die Combo-Pakete der Drohne.
Stärken und Schwächen
Das spricht dafür
- Der Originalakku bringt das intelligente Akkumanagement mit: Zellüberwachung, Ladestandsanzeige in der App und automatische Selbstentladung bei längerer Lagerung
- 45 g Eigengewicht sind genau so bemessen, dass die Neo unter der 250-Gramm-Grenze bleibt
- Mindestens 20 Handflächenstarts je Ladung decken den typischen Einsatz als Selfie-Kamera vollständig ab
- 10,5 Wh liegen weit unter der 100-Wh-Grenze, im Flugzeug-Handgepäck sind mehrere Akkus unproblematisch
- Über die Zweiwege-Ladestation laden drei Akkus in rund 60 Minuten, das passt in eine Mittagspause
Das spricht dagegen
- 38,90 € entsprechen rund 28 % des Drohnenpreises von 137,00 €, für einen Akku mit 10,5 Wh ist das viel
- Der Neo-2-Akku kostet denselben Betrag und bringt 1.606 mAh sowie 11,5 Wh mit, also mehr Kapazität fürs gleiche Geld
- DJI weist keine Ladezeit für einen einzelnen Akku aus, nur den Wert für drei Akkus in der Ladestation
- Weder Ladegerät noch Kabel liegen bei, ohne die Ladestation lädst du nur in der Drohne selbst
- 18 Minuten Flugzeit sind der niedrigste Wert im DJI-Programm, ein zweiter Akku ist praktisch Pflicht
Der Akku bestimmt, wie die Neo benutzt wird
Bei den meisten Drohnen ist der Ersatzakku eine Verlängerung. Bei der DJI Neo ist er ein Teil des Konzepts. Die Drohne startet von der Handfläche, filmt eine Sequenz von 30 bis 60 Sekunden und landet wieder in der Hand. Eine Akkuladung verteilt sich damit auf mindestens 20 einzelne Starts.
Genau diesen Wert nennt DJI im Datenblatt zusätzlich zur Flugzeit, und er ist für den Alltag die brauchbarere Zahl. Wer eine Wanderung begleitet und alle zehn Minuten eine Aufnahme macht, kommt mit einer Ladung überraschend weit.
Was in 1.435 mAh steckt
Die technischen Eckwerte sind schnell erzählt: 1.435 mAh bei 7,3 V Nennspannung ergeben 10,5 Wh. Der Akku wiegt 45 g und misst 79 × 22 × 35 mm. Er ist damit ein Drittel des Startgewichts der Drohne von 135 g.
Diese Aufteilung ist kein Zufall. DJI musste die Neo unter 250 g halten, und das gelingt nur, wenn der Akku klein bleibt. Jede zusätzliche Wattstunde hätte Gewicht gekostet, das die Drohne in eine andere Regelklasse geschoben hätte. Warum diese Grenze so viel entscheidet, steht im Ratgeber zur Drohne unter 250 g mit Kamera.
| Modell | Kapazität | Energie | Gewicht | Flugzeit | Preis |
|---|---|---|---|---|---|
| Neo | 1.435 mAh | 10,5 Wh | 45 g | 18 min | 38,90 € |
| Neo 2 | 1.606 mAh | 11,5 Wh | 46 g | 19 min | 38,90 € |
| Mini 4K | 2.250 mAh | 17,32 Wh | 82,5 g | 31 min | 49,99 € |
Die Tabelle zeigt den unangenehmsten Punkt dieser Rezension. Der Akku der neueren Neo 2 kostet exakt dasselbe und bietet 12 % mehr Kapazität bei einem Gramm Mehrgewicht. Wer die Wahl hat, hat sie in Wirklichkeit über die Drohne getroffen.
18 Minuten und was davon übrig bleibt
Die Flugzeitangabe stammt aus einem Labormesslauf: Vorwärtsflug bei konstanten 2 km/h, 20 m über Grund, windstill, Fotomodus ohne Auslösen, von 100 % auf 0 %. Diese Bedingungen entsprechen keinem realen Flug.
Planbar sind 12 bis 14 Minuten. Der Unterschied entsteht durch drei Posten:
- Start und Landung kosten Energie, weil der Steigflug die Motoren stärker belastet als der Horizontalflug.
- Positionswechsel und Gegenwind erhöhen den Verbrauch, besonders bei der Neo mit ihrem Windwiderstand von 8 m/s.
- Sicherheitsreserve: Wer bis 0 % fliegt, riskiert die Drohne. 20 % Restladung sind eine vernünftige Untergrenze.
Mit montiertem Propellerschutz nennt DJI 17 Minuten. Da die Neo den Schutz für den Handstart braucht, ist das der realistischere Ausgangswert.
Der Preis und die Alternative
38,90 € klingen nach wenig. Gemessen am Drohnenpreis von 137,00 € sind es rund 28 %. Drei Akkus kosten zusammen 116,70 € und damit fast so viel wie die Drohne selbst.
Wer noch keine Neo besitzt, sollte deshalb zuerst rechnen: Die Motion Fly More Combo mit drei Akkus, Ladestation und Fernsteuerung liegt bei rund 245,00 €. Gegenüber der Drohne allein sind das 108,00 € Aufpreis für Ausstattung, die einzeln gekauft deutlich mehr kostet.
Wer die Drohne bereits hat, kauft einzeln nach, und dann ist die Frage nur noch, wie viele. Zwei zusätzliche Akkus decken mit rund 40 Minuten realer Flugzeit einen Ausflug ab.
Laden: zwei Wege, ein fehlender Wert
Der Einzelakku kommt ohne Ladegerät und ohne Kabel. Geladen wird auf zwei Arten:
- In der Drohne über deren USB-C-Anschluss. Das funktioniert mit jedem USB-Netzteil, dauert aber pro Akku und blockiert die Drohne.
- In der Zweiwege-Ladestation, die drei Akkus nacheinander lädt und dafür bei 60 W rund 60 Minuten braucht.
Eine Ladezeit für einen einzelnen Akku weist DJI im Datenblatt nicht aus. Aus dem Wert für drei Akkus lässt sich grob auf 20 Minuten je Akku schließen, das ist eine Rechnung und keine Herstellerangabe. Wer mit Lithium-Akkus arbeitet, findet die Grundregeln im Ratgeber zum LiPo-Akku richtig laden.
Was das intelligente Akkumanagement leistet
Der Zusatz „Intelligent Flight Battery” beschreibt eine Elektronik im Akku, die drei Aufgaben übernimmt:
- Zellüberwachung: Spannung und Temperatur jeder Zelle werden laufend geprüft, bei Abweichungen meldet die App einen Fehler.
- Ladestandsmeldung: Die Drohne kennt die Restkapazität genau und berechnet daraus den Zeitpunkt für die automatische Rückkehr.
- Selbstentladung: Bleibt der Akku mehrere Tage ungenutzt, entlädt er sich selbstständig auf ein Lagerniveau von rund 50 %.
Der dritte Punkt ist der Grund, warum Original-Akkus länger halten als viele Nachbauten. Ein dauerhaft voll geladener Lithium-Ionen-Akku altert deutlich schneller, und diese Alterung merkt man erst, wenn die Flugzeit spürbar sinkt. Wie lange Drohnentechnik insgesamt hält, steht im Ratgeber zur Lebensdauer einer Drohne.
Für wen sich der Nachkauf lohnt
Er lohnt sich, sobald du die Neo für mehr als ein paar Aufnahmen im Garten nutzt. Ein einzelner Akku bedeutet: fliegen, laden, warten. Ab zwei Akkus wechselst du und fliegst weiter, ab drei ist ein Tagesausflug abgedeckt.
Weniger sinnvoll ist der Nachkauf, wenn du ohnehin über einen Umstieg auf die Neo 2 nachdenkst. Deren Akkus sind nicht kompatibel, gekaufte Neo-Akkus wären dann verloren. Bei gleichem Preis und mehr Kapazität ist das ein realistisches Szenario.
Fazit
Die DJI Neo Intelligent Flight Battery macht genau das, was sie soll. 1.435 mAh, 10,5 Wh, 45 g und mindestens 20 Handstarts je Ladung passen zum Einsatzprofil der Drohne, und das intelligente Akkumanagement ist ein Argument gegen jeden Nachbau.
Mit 3,9 von 5 zieht der Preis: 38,90 € für 10,5 Wh sind gemessen am Drohnenpreis viel, zumal der Akku der neueren Neo 2 für denselben Betrag mehr Kapazität liefert. Wer eine Neo besitzt, kommt am Original-Akku* trotzdem kaum vorbei, weil ein zweiter Akku aus einer Viertelstunde einen halben Flugtag macht.
Häufige Fragen
Wie lange fliegt die DJI Neo mit einem Akku?
DJI weist 18 Minuten aus, mit montiertem Propellerschutz 17 Minuten. Dieser Wert stammt aus einer Labormessung bei konstanten 2 km/h ohne Wind. Realistisch planbar sind 12 bis 14 Minuten, weil Start, Landung, Positionswechsel und eine Sicherheitsreserve Energie kosten. Für den typischen Handstart-Betrieb nennt DJI den praxisnäheren Wert von mindestens 20 aufeinanderfolgenden Starts.
Wie viele Ersatzakkus braucht man für die DJI Neo?
Zwei zusätzliche Akkus sind die sinnvolle Untergrenze. Drei Ladungen ergeben rund 40 Minuten reale Flugzeit oder etwa 60 Handstarts, das trägt einen halben Tag. Wer nur gelegentlich ein paar Aufnahmen macht, kommt mit einem Ersatzakku aus. Wer die Neo als Kamera für einen Ausflug einplant, greift eher zur Combo mit drei Akkus.
Lohnt sich der Einzelakku oder die Combo mit drei Akkus?
Rechne den Preis gegen. Der Einzelakku kostet 38,90 €, drei Stück ergeben 116,70 €. Die Neo Motion Fly More Combo enthält neben drei Akkus auch die Ladestation und weiteres Zubehör und liegt bei rund 245,00 €, während die Drohne allein 137,00 € kostet. Wer die Drohne schon hat, kauft einzeln nach. Wer noch am Anfang steht, fährt mit der Combo günstiger.
Passt der Neo-Akku auch in die DJI Neo 2?
Nein. Der Neo-Akku ist mit BWX521-1435-7.3 bezeichnet und ausschließlich für die erste Neo freigegeben. Die Neo 2 nutzt einen eigenen Akku mit 1.606 mAh und 11,5 Wh bei 7,16 V. Die Zellchemie und die Kontaktierung unterscheiden sich, ein Tausch zwischen den Generationen ist nicht vorgesehen.
Wie lädt man den DJI Neo Akku?
Es gibt zwei Wege. Entweder steckt der Akku in der Drohne und wird über deren USB-C-Anschluss geladen, oder du nutzt die Zweiwege-Ladestation, die drei Akkus nacheinander versorgt und bei 60 W rund 60 Minuten für alle drei braucht. Ein separates Ladegerät gehört nicht zum Lieferumfang des Einzelakkus.
Darf man DJI-Neo-Akkus im Flugzeug mitnehmen?
Ja, im Handgepäck. Mit 10,5 Wh liegt der Akku weit unter der 100-Wh-Grenze, ab der Fluggesellschaften eine Genehmigung verlangen. Im Aufgabegepäck sind Lithium-Akkus generell verboten. Pole abkleben oder jeden Akku einzeln in eine Tasche legen, damit kein Kurzschluss entsteht. Details stehen im Ratgeber zur Drohne im Flugzeug.
Wie lagert man den Akku richtig?
Bei rund 50 % Ladestand, trocken und zwischen 5 und 25 °C. Ein vollgeladener Lithium-Ionen-Akku altert schneller, ein tiefentladener kann dauerhaft Schaden nehmen. Das intelligente Akkumanagement der DJI-Akkus entlädt selbstständig auf ein Lagerniveau, wenn der Akku mehrere Tage ungenutzt bleibt. Für längere Pausen alle drei Monate den Ladestand prüfen.
Wie erkennt man einen defekten Neo-Akku?
Drei Anzeichen sind eindeutig: eine sichtbare Wölbung des Gehäuses, ein deutlicher Kapazitätsverlust gegenüber dem Neuzustand oder eine Fehlermeldung in der DJI-Fly-App. Ein gewölbter Akku gehört sofort außer Betrieb genommen und zur Sammelstelle gebracht. Was die Blinkcodes der Drohne bedeuten, steht im Ratgeber zu den DJI-Akku-Blinkcodes.
Wie viele Ladezyklen hält der Akku?
DJI weist für den Neo-Akku keine Zyklenzahl aus. Lithium-Ionen-Zellen dieser Bauart verlieren erfahrungsgemäß nach 200 bis 300 vollen Zyklen spürbar Kapazität. Bei 20 Handstarts je Ladung entspricht das mehreren tausend Starts. Die Lebensdauer hängt stärker vom Umgang ab als von der reinen Zyklenzahl: Lagerung bei 50 %, kein Laden unter 5 °C und kein Tiefentladen verlängern sie deutlich.
Sind Fremdakkus für die DJI Neo eine Alternative?
Auf dem Markt gibt es Nachbauten mit angeblich 1.435 mAh oder mehr. Sie sind günstiger, bringen aber selten das vollständige Akkumanagement mit, das Zellspannungen überwacht und Daten an die App meldet. Kommt es zu einem Absturz durch eine Fehlfunktion, greift die Herstellergarantie nicht. Bei 38,90 € Unterschied lohnt das Risiko selten.