Technische Daten
Elektrische Daten
| Kapazität | 2.250 mAh |
|---|---|
| Energie | 17,32 Wh |
| Spannung | 7,7 V |
| Akkutyp | Lithium-Ionen |
| Gewicht | 82,5 g |
| Ladetemperatur | 5 °C bis 40 °C |
| Ladezeit | weist DJI im Datenblatt nicht aus |
Kompatibilität
| DJI Mini 4K | ja, Standardakku des Modells |
|---|---|
| DJI Mini 2 | ja |
| DJI Mini 2 SE | ja |
| DJI Mini SE | ja |
| DJI Mini 3 und neuer | nein, andere Bauform und Kapazität |
Leistung in der Drohne
| Max. Flugzeit Mini 4K | 31 Minuten laut Datenblatt |
|---|---|
| Planbare Flugzeit | 20 bis 24 Minuten im Einsatz |
| Startgewicht der Drohne | 246 g mit Akku, Propellern und Speicherkarte |
| Drohnenklasse | C0, solange der Originalakku eingesetzt ist |
| Laden | in der Drohne über USB-C oder in der Zweiwege-Ladestation |
Die DJI Mini 2 Series Intelligent Flight Battery ist der Originalakku der Mini 4K und gleichzeitig der von drei älteren Mini-Modellen. Mit 2.250 mAh und 17,32 Wh liefert sie laut DJI bis zu 31 Minuten Flugzeit, bei einem Eigengewicht von 82,5 g. Weil das Startgewicht der Drohne mit 246 g nur vier Gramm Reserve zur rechtlich entscheidenden 250-Gramm-Grenze lässt, ist der Akku hier auch eine rechtliche Größe. Diese Rezension ordnet ihn anhand der DJI-Angaben und der Händlerlistung ein.
Stärken und Schwächen
Das spricht dafür
- Ein Akkutyp deckt vier Drohnengenerationen ab, das hält Ersatz jahrelang verfügbar
- 17,32 Wh ergeben 31 Minuten Laborflugzeit, ein hoher Wert für die 250-Gramm-Klasse
- 82,5 g Gewicht sind genau auf das Startgewicht von 246 g abgestimmt und erhalten die C0-Einstufung
- Das intelligente Akkumanagement meldet Zellspannungen an die Drohne und steuert die automatische Rückkehr
- Selbstentladung nach einigen Tagen ohne Nutzung schont die Zellen bei längerer Lagerung
- Mit 49,99 € liegt der Originalakku unter den 55 bis 65 €, die DJI selbst lange aufgerufen hat
Das spricht dagegen
- DJI weist im Datenblatt keine Ladezeit aus, die Planung der Pausen bleibt Erfahrungssache
- Die Zweiwege-Ladestation lädt nacheinander statt gleichzeitig, drei Akkus brauchen entsprechend lange
- Fremdakkus mit höherer Kapazität wiegen oft mehr und können die Drohne über 249 g heben
- Der Akku passt nicht in die Mini 3 oder neuere Modelle, ein Umstieg bedeutet komplett neue Akkus
- Unter 5 °C sinkt die nutzbare Kapazität deutlich, im Winter fällt die Flugzeit spürbar ab
- Ohne Ladestation blockiert das Laden die Drohne, weil der Akku darin steckt
Ein Akku für vier Drohnen
Der Akku der DJI Mini 4K ist ein alter Bekannter. DJI führt ihn als Intelligent Flight Battery der Mini-2-Serie, und er passt in vier Modelle: Mini SE, Mini 2, Mini 2 SE und Mini 4K.
Für Käufer ist das ein handfester Vorteil. Ein Akkutyp, der seit 2020 gebaut wird, bleibt lange lieferbar, ist breit verfügbar und lässt sich beim Modellwechsel innerhalb dieser Reihe weiterverwenden. Die Grenze verläuft bei der Mini 3: Ab dort nutzt DJI größere Akkus mit anderer Bauform.
2.250 mAh, 17,32 Wh, 82,5 Gramm
Drei Zahlen beschreiben den Akku vollständig, und die dritte ist die interessanteste.
82,5 g wiegt er, bei einem Startgewicht der Mini 4K von 246 g. Der Akku macht also ein Drittel der Drohne aus und ist zugleich das Bauteil, das über die rechtliche Einstufung entscheidet: Bei 246 g bleiben nur vier Gramm Reserve bis zur 250-Gramm-Grenze, ab der Kompetenznachweis und strengere Abstandsregeln greifen. Was hinter diesen Klassen steht, erklärt der Ratgeber zu den Drohnenklassen C0 bis C4.
Genau hier liegt das Problem mit Fremdakkus, die mit höherer Kapazität werben. Mehr Zellmaterial bedeutet mehr Gewicht, und vier Gramm sind schnell aufgebraucht.
31 Minuten in echten Zahlen
DJI misst die Flugzeit bei konstant 17 km/h Vorwärtsflug ohne Wind, ohne Aufnahme, von 100 auf 0 Prozent. Der Wert lautet 31 Minuten.
Im Einsatz bleiben davon 20 bis 24 Minuten planbare Flugzeit. Die Differenz entsteht durch Start und Landung, Positionswechsel, Gegenwind und die übliche Reserve von rund 20 Prozent Restladung. Was im Detail an der Flugzeit zehrt, steht im Ratgeber zur Flugzeit von Drohnen.
Für die Planung heißt das: Ein Akku reicht für eine Szene an einem Ort. Wer eine Wanderung mit mehreren Aussichtspunkten begleiten will, braucht zwei bis drei.
Laden: die Lücke im Datenblatt
Bei der Ladezeit bleibt DJI ungenau. Das Datenblatt der Mini 4K nennt keinen Wert, angegeben ist nur der Temperaturbereich von 5 bis 40 °C.
Zwei Wege gibt es:
- In der Drohne, über den USB-C-Anschluss. Das ist der Standardweg, blockiert aber die Drohne, solange geladen wird.
- In der Zweiwege-Ladestation der Fly More Combo. Sie nimmt drei Akkus auf und arbeitet sie nacheinander ab, beginnend mit dem am weitesten geladenen. Zusätzlich dient sie als Powerbank für Telefon oder Fernsteuerung.
Wer mit drei Akkus unterwegs ist, plant die Ladepause deshalb großzügig. Die Regeln für den Umgang mit Flugakkus stehen im Ratgeber zum LiPo-Akku richtig laden.
Was das Akkumanagement leistet
Der Zusatz Intelligent Flight Battery beschreibt eine Elektronik im Akku selbst:
- Zellüberwachung von Spannung und Temperatur, gemeldet an die Drohne.
- Restlaufzeit-Berechnung, aus der die Drohne den Zeitpunkt für die automatische Rückkehr ableitet.
- Selbstentladung nach einigen Tagen ohne Nutzung auf einen Ladestand, der die Zellen schont.
- Schutzschaltungen gegen Tiefentladung, Überladung und Kurzschluss.
Diese Kette erklärt, warum die Drohne bei einem Fremdakku unter Umständen falsch rechnet: Meldet der Akku Werte, die nicht zu seiner tatsächlichen Spannungslage passen, startet die Rückkehr zu spät.
Die Rechnung für Neukäufer
| Variante | Preis | Enthalten |
|---|---|---|
| DJI Mini 4K Basis | ca. 250 € | Drohne, ein Akku |
| Camera Drone Combo | ca. 329 € | zwei Akkus, Umhängetasche |
| Fly More Combo | ca. 389 € | drei Akkus, Ladestation, Tasche |
| Einzelakku | 49,99 € | ein Akku |
Der Aufpreis der Fly More Combo gegenüber der Basisversion beträgt rund 139 € und enthält zwei Akkus im Einzelwert von rund 100 €, dazu die Ladestation und die Tasche. Wer die Drohne bereits besitzt, fährt mit dem Einzelkauf zu 49,99 € günstiger als mit den 55 bis 65 €, die für diesen Akku lange üblich waren.
Transport und Kälte
Flugreise: Mit 17,32 Wh liegt der Akku weit unter der 100-Wh-Grenze. Er gehört ins Handgepäck, im Koffer sind Lithium-Akkus verboten. Die Einzelheiten stehen im Ratgeber Drohne im Flugzeug mitnehmen.
Winter: Unter 5 °C steigt der Innenwiderstand, die nutzbare Kapazität sinkt um 20 bis 30 Prozent. Akkus körpernah tragen und erst kurz vor dem Start einsetzen, mehr dazu unter Drohne im Winter fliegen.
Für wen sich der Ersatzakku lohnt
Er lohnt für jeden, der die Mini 4K unterwegs nutzt. 20 bis 24 Minuten sind schnell verflogen, und ohne zweite Ladung endet der Ausflug an der Stelle, an der das Licht gerade gut wird. Zwei zusätzliche Akkus kosten rund 100 € und verdreifachen die Zeit in der Luft.
Wer dagegen ohnehin über einen Modellwechsel nachdenkt, prüft vorher die Kompatibilität: Ab der Mini 3 beginnt eine neue Akkugeneration, gekaufte Ersatzakkus wandern dann nicht mit.
Fazit
Die Intelligent Flight Battery der Mini-2-Serie ist ein Bauteil, das seit Jahren unverändert seinen Zweck erfüllt: 2.250 mAh, 17,32 Wh, 82,5 g und 31 Minuten Laborflugzeit, passend für vier Drohnengenerationen.
Mit 4,4 von 5 ist er ein solider Kauf, mit Abzügen für die fehlende Ladezeitangabe und die nacheinander ladende Ladestation. Wer die Mini 4K* regelmäßig fliegt, holt sich mit dem Ersatzakku* für 49,99 € die günstigste Verlängerung seines Flugtags.
Häufige Fragen
Welche Drohnen nutzen den Akku der DJI Mini 4K?
Derselbe Akku steckt in der Mini 4K, der Mini 2, der Mini 2 SE und der Mini SE. DJI führt ihn als Intelligent Flight Battery der Mini-2-Serie. Für die Mini 3, Mini 4 Pro und Mini 5 Pro passt er nicht, diese Modelle nutzen größere Akkus mit anderer Bauform.
Wie lange fliegt die DJI Mini 4K mit einem Akku wirklich?
DJI nennt 31 Minuten, gemessen bei konstant 17 km/h Vorwärtsflug ohne Wind und ohne Aufnahme. Realistisch planbar sind 20 bis 24 Minuten, weil Start, Landung, Positionswechsel, Gegenwind und eine Reserve von rund 20 Prozent Restladung Energie kosten.
Wie lange lädt der Akku?
DJI weist im Datenblatt der Mini 4K keine Ladezeit aus. In der Praxis liegt eine vollständige Ladung über ein USB-C-Netzteil im Bereich einer guten Stunde, abhängig von der Leistung des Ladegeräts. Die Ladetemperatur muss zwischen 5 und 40 °C liegen, ein kalter Akku sollte vorher Zimmertemperatur erreichen.
Sind Fremdakkus mit 2.400 mAh eine gute Idee?
Sie bringen zwei Risiken mit. Erstens das Gewicht: Die Mini 4K startet mit 246 g und hat nur vier Gramm Reserve zur 250-Gramm-Grenze. Ein schwererer Akku kann die Drohne rechnerisch darüber heben, womit die C0-Einstufung entfällt. Zweitens die Kommunikation: DJI-Akkus melden Zellspannungen an die Firmware, die daraus den Zeitpunkt der automatischen Rückkehr berechnet. Wiegt ein Fremdakku mehr als das Original, gehört die Drohne vor dem ersten Flug auf die Waage.
Lohnt sich der Einzelkauf oder eine Combo?
Wer neu kauft, rechnet die Pakete gegen. Die Basisversion der Mini 4K kostet rund 250 €, die Camera Drone Combo mit zwei Akkus rund 329 €, die Fly More Combo mit drei Akkus, Ladestation und Tasche rund 389 €. Der Aufpreis der Fly More Combo enthält zwei Akkus im Einzelwert von rund 100 € plus Ladestation und Tasche. Wer die Basisversion bereits besitzt, kauft einzeln nach.
Wie viele Ersatzakkus braucht man?
Zwei zusätzliche Akkus decken die meisten Ausflüge ab. Drei Akkus ergeben rund 60 bis 72 Minuten planbare Flugzeit, was für einen Wandertag oder einen Drehtermin reicht. Mehr lohnt sich vor allem dann, wenn unterwegs keine Lademöglichkeit besteht.
Darf der Akku ins Flugzeug?
Ja, im Handgepäck. Mit 17,32 Wh liegt er weit unter der 100-Wh-Grenze, ab der Fluggesellschaften eine Genehmigung verlangen. Im aufgegebenen Gepäck sind Lithium-Akkus verboten. Üblich sind das Abkleben der Kontakte und die getrennte Aufbewahrung je Akku, die Stückzahl begrenzen viele Airlines auf etwa zwanzig Ersatzakkus.
Wie lagert man den Akku über den Winter?
Bei 40 bis 60 Prozent Ladung, trocken und bei Zimmertemperatur. Das Akkumanagement entlädt nach einigen Tagen ohne Nutzung selbstständig auf ein sicheres Niveau. Voll geladene Zellen altern schneller, tiefentladene können dauerhaft Schaden nehmen. Ein Kontrollblick alle paar Wochen genügt.
Warum wird die Flugzeit bei Kälte kürzer?
Kälte erhöht den Innenwiderstand der Zellen, dadurch sinkt die entnehmbare Energie. Unter 5 °C sind Einbußen von 20 bis 30 Prozent üblich, und die Drohne warnt früher vor niedrigem Ladestand. Wer im Winter fliegt, transportiert die Akkus in der Jackentasche und setzt sie erst kurz vor dem Start ein.
Was passiert, wenn der Akku im Flug leer wird?
Die Drohne wertet Ladestand, Entfernung und Höhe laufend aus und startet rechtzeitig die automatische Rückkehr. Wird die Ladung kritisch, landet sie an Ort und Stelle. Deshalb gehört zu jedem Flug eine Rückkehrhöhe, die über allen Hindernissen im Gebiet liegt, denn die Mini 4K erkennt auf dem Rückweg keine Hindernisse.