Technische Daten
Fluggerät
| Startgewicht | 246 g (inklusive Akku, Propeller und microSD-Karte) |
|---|---|
| Maße zusammengeklappt | 138 × 81 × 58 mm |
| Maße aufgeklappt | 245 × 289 × 56 mm (mit Propellern) |
| Max. Horizontalgeschwindigkeit | 16 m/s (rund 58 km/h) |
| Max. Steigen / Sinken | 5 m/s / 3,5 m/s |
| Max. Neigungswinkel | 40° |
| Max. Flugzeit | 31 Minuten |
| Windwiderstand | 10,7 m/s (Windstärke 5) |
| Max. Abflughöhe | 4.000 m über Meereshöhe |
| Betriebstemperatur | 0 bis 40 °C |
| Satellitensysteme | GPS, GLONASS, Galileo |
| Schwebegenauigkeit | vertikal ±0,1 m, horizontal ±0,3 m (mit Sichtsystem) |
| Hindernissensorik | nur abwärts gerichtetes Sichtsystem (0,5 bis 10 m) |
Kamera und Gimbal
| Bildsensor | 1/2,3-Zoll-CMOS, 12 MP effektiv |
|---|---|
| Objektiv | 83° Bildwinkel, 24 mm Kleinbild-Äquivalent, Blende f/2,8 |
| Fokus | 1 m bis unendlich (Festbrennweite ohne Autofokus) |
| ISO-Bereich | 100 bis 3.200 (Foto und Video) |
| Verschlusszeit | 4 bis 1/8000 s (elektronisch) |
| Fotoauflösung | 4.000 × 3.000 Pixel, JPEG und DNG (RAW) |
| Videoauflösungen | 4K 3840 × 2160 mit 24/25/30 fps · 2,7K bis 60 fps · Full HD bis 60 fps |
| Max. Bitrate | 100 Mbit/s, MP4 mit H.264 |
| Digitalzoom | 2× in 4K, 3× in 2,7K, 4× in Full HD |
| Gimbal | mechanisch auf drei Achsen stabilisiert |
| Steuerbarer Neigebereich | -90° bis 0° (Standard), -90° bis 20° (erweitert) |
Übertragung und Fernsteuerung
| Übertragungssystem | DJI O2 |
|---|---|
| Live-Bild | 720p mit 30 Bildern/s |
| Max. Reichweite | 6 km (CE, gilt in der EU) · 10 km (FCC) |
| Reichweite mit Störungen | 1,5 bis 3 km in der Stadt, 3 bis 6 km im Vorortbereich |
| Latenz | rund 200 ms |
| Funkfrequenzen | 2,400 bis 2,4835 GHz und 5,725 bis 5,850 GHz |
| Fernsteuerung | DJI RC-N1C, Smartphone dient als Bildschirm |
| Laufzeit Fernsteuerung | 4 Stunden, 2 Stunden beim Laden des Smartphones |
| Max. Smartphone-Größe | 180 × 86 × 10 mm |
Akku und Speicher
| Akku | DJI Mini 2 Intelligent Flight Battery, Li-Ion |
|---|---|
| Kapazität | 2.250 mAh, 17,32 Wh, 7,7 V |
| Akkugewicht | 82,5 g |
| Ladetemperatur | 5 bis 40 °C |
| Ladezeit | weist DJI im Datenblatt nicht aus |
| Speicher | microSD, FAT32 bis 32 GB und exFAT darüber (kein interner Speicher im Datenblatt genannt) |
Die DJI Mini 4K ist der günstigste Weg in die DJI-Welt, bei dem trotzdem ein echter mechanischer Gimbal an Bord ist. Sie wiegt 246 g, filmt in 4K und kostet in der Basisversion rund 250 €. Diese Rezension ordnet sie anhand des DJI-Datenblatts, der Händler-Listungen und des Preisgefüges ihrer Klasse ein, ohne eigenen Praxistest.
Stärken und Schwächen
Das spricht dafür
- 246 g Startgewicht mit Akku und Karte halten die Drohne sicher unter der 250-Gramm-Grenze, damit bleibt der Flug in A1 ohne Fernpilotenzeugnis möglich
- Der mechanische 3-Achsen-Gimbal gleicht Bewegungen physisch aus und liefert ruhige Aufnahmen ohne den Beschnitt und das Wabern, die Software-Stabilisierung mit sich bringt
- 31 Minuten Flugzeit je Akku sind für ein Fluggerät dieser Gewichtsklasse ein hoher Wert, die Fly More Combo kommt damit auf 93 Minuten
- 100 Mbit/s Bitrate und DNG-RAW geben deutlich mehr Spielraum bei der Nachbearbeitung, als es der Preis vermuten lässt
- Windstärke 5 (10,7 m/s) Widerstandsfähigkeit ist für 246 g bemerkenswert, viele Drohnen dieser Klasse treiben schon bei schwächerem Wind ab
- DJI O2 überträgt bis 6 km nach CE-Norm mit rund 200 ms Latenz und bleibt damit stabil weit über jede erlaubte Sichtweite hinaus
Das spricht dagegen
- Es gibt keine Hinderniserkennung nach vorn, hinten oder zur Seite: Das Sichtsystem schaut ausschließlich nach unten und hilft nur beim Landen und Schweben
- ActiveTrack und Follow-Me fehlen komplett, automatisches Verfolgen eines Motivs beherrschen erst die teureren DJI-Modelle
- Das Live-Bild kommt nur mit 720p auf dem Smartphone an, neuere Übertragungssysteme liefern 1080p und zeigen Details beim Bildaufbau deutlich klarer
- Die Fixblende f/2,8 mit ISO-Grenze 3.200 und Fokus ab 1 m ohne Autofokus setzt der Bildqualität bei Dämmerung und Gegenlicht enge Grenzen
- 4K endet bei 30 Bildern/s, für Zeitlupe in voller Auflösung reicht das nicht, dafür musst du auf 2,7K herunter
- Die Betriebstemperatur beginnt erst bei 0 °C, Winterflüge bei Frost liegen außerhalb der Freigabe des Herstellers
- Der Nachfolger DJI Lito 1 bietet für rund 40 € Aufpreis Hinderniserkennung, ActiveTrack und ein moderneres Übertragungssystem
Wo die Mini 4K in der DJI-Reihe steht
DJI staffelt seine Mini-Serie nach Kamera und Assistenzsystemen. Die Mini 4K besetzt darin die unterste Stufe. Sie teilt sich Zelle, Akku und Fernsteuerung mit der älteren Mini 2 SE und unterscheidet sich von dieser vor allem durch die auf 4K aufgewertete Aufnahmefunktion. Nach oben folgen Modelle mit größerem Sensor, Hinderniserkennung und Motivverfolgung.
Diese Einordnung erklärt die Stärken und die Lücken des Geräts gleichermaßen. Du bekommst eine ausgereifte, seit mehreren Generationen gepflegte Plattform mit stabiler Flugsoftware. Was 2024 und später an Assistenzsystemen dazugekommen ist, bleibt außen vor.
Ein wichtiger Punkt für die Kaufentscheidung: DJI hat mittlerweile die Lito 1 als aktualisierte Version der Mini 4K eingeführt. Wie sich die beiden zueinander verhalten, steht weiter unten im Abschnitt zu den Alternativen.
Die 246 Gramm sind das eigentliche Feature
Der wichtigste Wert im Datenblatt hat mit Bildqualität nichts zu tun. 246 g Startgewicht halten die Mini 4K unter der 250-Gramm-Grenze, an der die EU-Drohnenverordnung ihre Anforderungen aufhängt. Was das konkret bedeutet:
| Bereich | Regelung für die Mini 4K (C0) |
|---|---|
| Fernpilotenzeugnis | in A1 und A3 nicht erforderlich |
| Flug über unbeteiligte Personen | in A1 zulässig, Überflug jedoch zu vermeiden |
| Mindestabstand zu Wohngebieten | keiner, A1 erlaubt den Flug in besiedeltem Gebiet |
| Betreiberregistrierung beim LBA | Pflicht, weil eine Kamera verbaut ist |
| Haftpflichtversicherung | Pflicht in Deutschland |
Die vier Gramm Reserve zur Grenze sind knapp bemessen. Jedes Zubehör am Rumpf zählt mit: Ein zusätzlicher Propellerschutz, eine massive Kennzeichnungsplakette oder eine besonders schwere Speicherkarte können die Drohne rechnerisch über 250 g heben und damit in die nächste Kategorie schieben. Welche Regeln in welcher Gewichtsklasse gelten, haben wir im Ratgeber zu den Drohnenklassen C0 bis C4 aufgeschlüsselt.
Der praktische Gewinn dieser Einstufung zeigt sich im Alltag. Du darfst mit der Mini 4K im Wohngebiet fliegen, ohne vorher eine Prüfung abzulegen. Registrierung, Plakette und Versicherung bleiben trotzdem Pflicht, das erledigst du einmalig in etwa einer halben Stunde. Wie die Registrierung beim Luftfahrt-Bundesamt abläuft, beschreiben wir Schritt für Schritt.
Der mechanische Gimbal macht den Unterschied
Zwischen einer 80-Euro-Drohne und der Mini 4K liegt technisch vor allem ein Bauteil: der mechanisch auf drei Achsen stabilisierte Gimbal. Er hält die Kamera über kleine Motoren in Neigung, Rollen und Schwenken ruhig, während sich die Drohne darüber bewegt.
Der Unterschied zur elektronischen Stabilisierung (EIS), die günstigere Modelle verwenden, ist grundsätzlich. EIS schneidet einen Rand des Sensorbildes weg und verschiebt den verbliebenen Ausschnitt gegen die Bewegung. Das kostet Auflösung, erzeugt bei schnellen Schwenks ein Wabern am Bildrand und stößt bei Vibrationen an Grenzen. Der mechanische Gimbal arbeitet vor dem Sensor und nutzt deshalb die volle Bildfläche.
Beim Fliegen wirkt sich das an zwei Stellen aus. Erstens bleibt der Horizont waagerecht, wenn die Drohne sich zur Beschleunigung nach vorn neigt. Zweitens laufen langsame Kameraschwenks gleichmäßig, weil die Motoren die Ruckler der Steuerknüppel ausgleichen. Genau daran erkennt man im fertigen Video den Unterschied zwischen Einsteigerdrohnen mit und ohne Gimbal.
Der steuerbare Neigebereich reicht von -90° bis 0°, im erweiterten Modus bis 20° nach oben. Senkrecht nach unten geht also immer, der Blick nach schräg oben bleibt eine Zugabe für Sonderfälle.
Was die Kamera leistet und wo sie an Grenzen kommt
Die Kamera arbeitet mit einem 1/2,3-Zoll-CMOS-Sensor mit 12 Megapixeln. Diese Sensorgröße ist in der Einsteigerklasse üblich und entspricht etwa dem, was in einer Actionkamera steckt. Das Objektiv hat einen Bildwinkel von 83°, entsprechend 24 mm Kleinbild, bei einer festen Blende von f/2,8.
Bei gutem Licht liefert diese Kombination saubere Ergebnisse. Die maximale Bitrate von 100 Mbit/s ist dafür ein wichtiger Wert: Sie bestimmt, wie viele Daten pro Sekunde in die Datei geschrieben werden, und entscheidet damit über Detailerhalt in Bewegung. Laub im Wind, Wellen und Kiesflächen fransen bei niedrigen Bitraten als erstes aus. 100 Mbit/s liegen für die Preisklasse im oberen Bereich.
Drei Grenzen solltest du kennen:
- ISO endet bei 3.200. Sobald die Sonne tief steht, hebt die Automatik die Empfindlichkeit an, und ab etwa ISO 800 wird das Bildrauschen bei diesem Sensor sichtbar. Die blaue Stunde bleibt schwierig.
- Die Blende ist fest. Bei hellem Sonnenlicht kann die Kamera nur über kürzere Verschlusszeiten abdunkeln, was Bewegungen hart und stroboskopartig wirken lässt. Die Lösung dafür sind ND-Filter für Drohnen, die als Sonnenbrille vor dem Objektiv sitzen.
- Der Fokus liegt fest ab 1 m. Einen Autofokus gibt es nicht. Für Luftaufnahmen ist das unkritisch, weil alles jenseits eines Meters scharf abgebildet wird. Nahaufnahmen scheiden damit aus.
Fotos speichert die Drohne auf Wunsch als DNG-RAW. Das ist bei einem 250-Euro-Gerät bemerkenswert, denn erst das Rohformat gibt dir bei der Bearbeitung Reserven, um ausgebrannte Himmel oder abgesoffene Schatten zurückzuholen.
31 Minuten Flugzeit in echten Zahlen
Der Datenblattwert von 31 Minuten stammt aus einer Labormessung: konstanter Vorwärtsflug bei 17 km/h, kein Wind, keine Aufnahme, vollständige Entladung von 100 auf 0 Prozent. So fliegt niemand.
Realistisch rechnest du so:
| Posten | Abzug |
|---|---|
| Start, Positionierung, Landung | 2 bis 3 Minuten |
| Schwebephasen für den Bildaufbau | 3 bis 5 Minuten |
| Gegenwind und Höhenwechsel | 2 bis 4 Minuten |
| Sicherheitsreserve (20 % Restladung) | 6 Minuten |
Übrig bleiben 20 bis 24 Minuten nutzbare Flugzeit je Akku. Für eine Landschaftssequenz an einem Aussichtspunkt reicht das gut aus. Wer eine Wanderung mit mehreren Stopps begleiten will, kommt mit einem Akku nicht weit, was die Combo-Pakete zur naheliegenden Wahl macht. Mehr zu den Faktoren, die an der Flugzeit zehren, steht im Ratgeber zur Flugzeit von Drohnen.
Der Akku selbst wiegt 82,5 g und liefert 2.250 mAh bei 17,32 Wh. Damit bleibt er unter der 100-Wh-Marke, ab der Fluggesellschaften im Handgepäck Sonderregeln anwenden, was ihn für Reisen mit der Drohne unkompliziert macht. Eine Ladezeit weist DJI im Datenblatt nicht aus.
Reichweite: 6 Kilometer, die du nicht ausfliegen darfst
Das Übertragungssystem DJI O2 schafft laut Datenblatt 6 km nach CE-Norm, die in der EU gilt. Unter realen Bedingungen nennt DJI 1,5 bis 3 km in städtischer Umgebung und 3 bis 6 km im Vorortbereich.
Diese Zahlen sind vor allem ein Stabilitätsversprechen. In Deutschland gilt die Sichtweitenregel: Du musst die Drohne durchgehend ohne Hilfsmittel sehen können. Bei einem Fluggerät von 29 cm Spannweite endet das je nach Lichtverhältnissen bei rund 300 bis 500 m. Die 6 km Funkreserve bedeuten also, dass die Verbindung innerhalb der erlaubten Distanz mit großem Abstand zur Systemgrenze arbeitet.
Eine echte Schwäche liegt woanders: Das Live-Bild kommt mit 720p bei 30 Bildern/s auf dem Smartphone an. Neuere DJI-Übertragungssysteme liefern 1080p. Aufgenommen wird trotzdem in voller 4K-Qualität, das Vorschaubild ist also nur beim Bildaufbau am Handy weniger detailreich. Wo du überhaupt starten darfst, klärst du vorher über die Flugverbotszonen für Drohnen.
Beim Wind gibt DJI 10,7 m/s (Windstärke 5) an. Für 246 g ist das ein hoher Wert, den viele Leichtdrohnen nicht erreichen. Trotzdem gilt: Je leichter das Fluggerät, desto stärker drückt Wind es aus der Position, und der Rückflug gegen den Wind verbraucht überproportional viel Akku. Was bei welcher Windstärke noch vertretbar ist, haben wir beim Drohnenflug bei Wind aufgeschlüsselt.
Was fehlt: Hinderniserkennung und Motivverfolgung
Zwei Auslassungen prägen den Charakter der Mini 4K stärker als jeder Kamerawert.
Es gibt keine Hinderniserkennung zur Seite. Das Sichtsystem der Drohne schaut ausschließlich nach unten und arbeitet dort im Bereich von 0,5 bis 10 m. Es hält die Drohne beim Schweben auf Position und sorgt für weiche Landungen. Vor einem Ast, einer Hauswand oder einer Stromleitung warnt es nicht. Die automatische Rückkehr fliegt entsprechend blind: Sie steigt auf eine eingestellte Höhe und nimmt den direkten Weg zum Startpunkt, ohne Hindernisse in diesem Korridor zu bemerken. Die Rückkehrhöhe vor dem Start korrekt zu setzen ist bei diesem Modell deshalb keine Formalie.
ActiveTrack fehlt. Die Drohne kann kein Motiv erkennen und ihm folgen. An Bord sind die QuickShots: fest programmierte Kamerafahrten wie Dronie, Helix, Rocket, Circle und Boomerang. Sie fliegen ein geometrisches Muster um einen Punkt und liefern damit brauchbare Clips, reagieren aber nicht darauf, ob sich das Motiv bewegt. Wer sich beim Mountainbiken oder Laufen filmen lassen möchte, findet hier keine Lösung.
Beides zusammen ergibt ein klares Anforderungsprofil: Die Mini 4K passt zu ruhigem, vorausschauendem Fliegen im offenen Gelände. In beengter Umgebung und bei bewegten Motiven zeigt sie ihre Grenzen.
Die drei Kaufvarianten gerechnet
Das Fluggerät ist in allen Paketen dasselbe, unterschiedlich sind Akkuzahl und Zubehör.
| Variante | Akkus | Flugzeit gesamt | Zubehör | Preis |
|---|---|---|---|---|
| DJI Mini 4K | 1 | 31 Minuten | Fernsteuerung, Ersatzpropeller | ca. 250 € |
| Camera Drone Combo | 2 | 62 Minuten | zusätzlich Umhängetasche, Propellerhalter | ca. 329 € |
| Fly More Combo | 3 | 93 Minuten | zusätzlich Zweiwege-Ladestation, Tasche | ca. 389 € |
Die Rechnung dahinter: Ein einzelner Nachkauf-Akku kostet regulär etwa 55 bis 65 €. Der Sprung von der Basisversion zur Camera Drone Combo bringt für rund 79 € Aufpreis einen Akku plus Tasche, was ungefähr dem Einzelpreis entspricht. Die Fly More Combo kostet nochmals 60 € mehr und liefert dafür den dritten Akku sowie die Ladestation, die alle Akkus nacheinander selbstständig lädt.
Wer sicher weiß, dass er länger als eine Viertelstunde am Stück fliegen möchte, fährt mit der Camera Drone Combo* am wirtschaftlichsten. Die Basisversion ergibt Sinn, wenn du erst herausfinden willst, ob das Hobby zu dir passt.
Alternativen im Vergleich
| Modell | Gewicht | Kamera | Hinderniserkennung | Preis |
|---|---|---|---|---|
| DJI Mini 4K | 246 g | 1/2,3”, 4K/30 | nur abwärts | ca. 250 € |
| DJI Lito 1 | unter 249 g | 4K/60, 48-MP-Fotos | omnidirektional | ca. 291 € |
| DJI Neo | 135 g | 4K/30, EIS | nur abwärts | ca. 200 € |
Die DJI Lito 1 ist die aktualisierte Version der Mini 4K und der schärfste Konkurrent aus dem eigenen Haus. Für rund 41 € Aufpreis bekommst du omnidirektionale Hinderniserkennung, ActiveTrack und ein moderneres Übertragungssystem. Diese Ausstattung senkt das Risiko eines Absturzes spürbar, was bei einem Gerät dieser Preisklasse schwerer wiegt als jeder Kamerawert. Wenn dein Budget den Aufpreis hergibt, ist die Lito 1 die vernünftigere Anschaffung.
Die DJI Neo zielt auf eine andere Nutzung. Sie startet von der Handfläche, wiegt nur 135 g und stabilisiert das Bild elektronisch statt mechanisch. Als Kamera für Selbstaufnahmen funktioniert sie gut, als Landschaftsdrohne bleibt sie hinter der Mini 4K zurück.
Für wen sich die Mini 4K lohnt
Sie ist die richtige Wahl, wenn du zum kleinstmöglichen Preis in die Luftbildfotografie einsteigen willst und dabei Wert auf einen mechanischen Gimbal legst. Für Urlaubsaufnahmen, Landschaftsvideos und Immobilienfotos im offenen Gelände liefert sie Material, das sich mit ihrem Preis kaum erklären lässt. Auch als leichte Zweitdrohne für Reisen ergibt sie Sinn, weil Registrierung und Führerscheinfrage bei 246 g entspannt bleiben.
Zwei Gruppen sollten weitersuchen. Wer in beengter Umgebung fliegt, also zwischen Bäumen, an Gebäuden oder in Talkesseln, braucht Hinderniserkennung und ist bei der Lito 1 oder einem Modell der Pro-Reihe besser aufgehoben. Und wer sich selbst in Bewegung filmen möchte, findet ohne ActiveTrack keine passende Funktion.
Fazit
Die DJI Mini 4K liefert für rund 250 € eine Ausstattungskombination, die ihre Preisklasse lange geprägt hat: mechanischer 3-Achsen-Gimbal, 4K mit 100 Mbit/s, DNG-RAW, 31 Minuten Flugzeit und 246 g Startgewicht, das den Papierkram klein hält. Die Flugsoftware ist über mehrere Generationen gereift und arbeitet zuverlässig.
Mit einer Gesamtwertung von 3,9 von 5 bleibt sie die Empfehlung für den preisbewussten Einstieg mit ruhiger Flugweise im offenen Gelände. Die fehlende Hinderniserkennung und das 720p-Livebild zeigen allerdings ihr Alter, und der Nachfolger schließt genau diese Lücken für einen überschaubaren Aufpreis. Wer die Mini 4K kauft*, sollte das bewusst wegen des Preises tun und die Rückkehrhöhe vor jedem Start sorgfältig setzen.
Häufige Fragen
Braucht man für die DJI Mini 4K einen Drohnenführerschein?
Nein. Die Mini 4K wiegt 246 g und fällt damit in die Klasse C0. Für C0-Drohnen verlangt die EU-Drohnenverordnung in den Unterkategorien A1 und A3 keinen Kompetenznachweis, der kleine Drohnenführerschein wird erst ab Klasse C1 zur Pflicht. Registrieren musst du dich als Betreiber trotzdem, weil die Drohne eine Kamera an Bord hat.
Wie schwer ist die DJI Mini 4K genau?
246 g nach Herstellerangabe, gemessen mit eingesetztem Akku, montierten Propellern und Speicherkarte. Das sind 4 g Reserve zur rechtlich entscheidenden 250-Gramm-Grenze. Zubehör am Rumpf zählt mit: Ein aufgeklebter Propellerschutz oder eine schwere Kennzeichnungsplakette kann die Drohne rechnerisch über die Grenze heben.
Hat die DJI Mini 4K eine Hinderniserkennung?
Nur nach unten. Das abwärts gerichtete Sichtsystem arbeitet im Bereich von 0,5 bis 10 m und dient dem präzisen Schweben und Landen. Sensoren nach vorn, hinten oder zur Seite gibt es nicht. Beim Fliegen zwischen Bäumen, an Gebäuden oder rückwärts musst du dich vollständig auf deine eigene Sicht verlassen.
Kann die DJI Mini 4K einem Motiv automatisch folgen?
Nein. ActiveTrack, Spotlight und Point of Interest fehlen bei diesem Modell. An Bord sind die QuickShots, also fest programmierte Kamerafahrten wie Dronie, Helix, Rocket, Circle und Boomerang. Die fliegen ein vorgegebenes Muster um einen Punkt herum, erkennen dabei aber kein Motiv und folgen ihm auch nicht.
Wie weit fliegt die DJI Mini 4K wirklich?
Das Datenblatt nennt 6 km nach CE-Norm, die in der EU gilt, und 10 km nach dem amerikanischen FCC-Standard. In der Stadt gibt DJI wegen Funkstörungen 1,5 bis 3 km an, im Vorortbereich 3 bis 6 km. Praktisch spielt das kaum eine Rolle: In Deutschland musst du die Drohne durchgehend in Sichtweite halten, und die endet je nach Größe des Fluggeräts bei rund 300 bis 500 m.
Wie lange fliegt die DJI Mini 4K mit einem Akku?
31 Minuten laut Datenblatt. Dieser Wert stammt aus einer Labormessung bei konstant 17 km/h Vorwärtsflug ohne Wind und ohne Aufnahme, von 100 auf 0 Prozent Akkuladung. Realistisch planbar sind 20 bis 24 Minuten, weil Start, Landung, Positionswechsel, Wind und die Sicherheitsreserve von rund 20 Prozent Ladung Energie kosten.
Was ist der Unterschied zwischen Mini 4K, Camera Drone Combo und Fly More Combo?
Das Fluggerät ist in allen drei Paketen identisch. Die Basisversion für rund 250 € enthält einen Akku, die Camera Drone Combo für rund 329 € zwei Akkus und eine Umhängetasche, die Fly More Combo für rund 389 € drei Akkus, die Zweiwege-Ladestation und die Tasche. Ein einzelner Nachkauf-Akku kostet regulär etwa 55 bis 65 €, dadurch rechnen sich die Bundles gegenüber dem späteren Einzelkauf.
Filmt die DJI Mini 4K in 4K mit 60 Bildern pro Sekunde?
Nein. In 4K stehen 24, 25 und 30 Bilder pro Sekunde zur Verfügung. 48, 50 und 60 Bilder pro Sekunde gibt es erst eine Stufe darunter in 2,7K und in Full HD. Für Zeitlupe musst du also auf 2,7K wechseln, was für die meisten Ausgabewege ausreicht, weil Videoplattformen 2,7K sauber auf 1080p herunterrechnen.
Lohnt sich die DJI Mini 4K noch, seit es die DJI Lito 1 gibt?
Die Lito 1 hat DJI als aktualisierte Version der Mini 4K eingeführt. Sie kostet rund 291 € und bringt omnidirektionale Hinderniserkennung, ActiveTrack und eine modernere Videoübertragung mit. Wenn dein Budget diese rund 40 € Aufpreis hergibt, bekommst du dafür deutlich mehr Sicherheitsreserve. Die Mini 4K bleibt die Wahl, wenn der Anschaffungspreis das entscheidende Kriterium ist.
Welche Speicherkarte braucht die DJI Mini 4K?
Eine microSD-Karte, die dauerhaft 100 Mbit/s wegschreiben kann, also mindestens Klasse U3 oder V30. Karten bis 32 GB muss die Drohne in FAT32 lesen, größere in exFAT. Für 4K-Material sind 64 bis 128 GB eine sinnvolle Größe, damit du an einem Flugtag nicht zwischendurch löschen musst.