TOMAT TOMAT 360°-Propellerschutz Mini 4K

Propellerschutz · TOMAT

TOMAT 360°-Propellerschutz für die DJI Mini 4K

  • 360°-Ringe aus ABS um alle vier Propeller
  • 22 g laut Anbieter, weniger als die Hälfte des DJI-Originals mit rund 47 g
  • Passt an Mini 4K, Mini 2 SE, Mini 2, Mini SE und Mavic Mini
  • Wichtig vorher: Die Mini 4K kommt damit auf rund 268 g und verlässt die Klasse C0
  • Drinnen ohne Rechtsfolgen, draußen gelten die Regeln ab 250 g

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Rezension der drohnen-guru.de-Redaktion · Veröffentlicht am 29. September 2026

Was du zum Fliegen brauchst

Die rechtliche Einstufung nach EU-Drohnenverordnung, bezogen auf den privaten Flug in Deutschland.

Startmasse mit Schutz 246 g plus 22 g, also rund 268 g Details im Ratgeber
Klasse mit Schutz C0 gilt nicht mehr, draußen Unterkategorie A3 mit 150 m Abstand Details im Ratgeber
Kompetenznachweis draußen mit Schutz der kleine Drohnenführerschein A1/A3 Details im Ratgeber
Flug in geschlossenen Räumen Luftrecht greift nicht, das Gewicht ist dort ohne Folgen Details im Ratgeber

Technische Daten

Aufbau

Bauform je ein geschlossener Ring um jeden Propeller
Material ABS-Kunststoff
Gewicht 22 g laut Anbieter
Artikelgewicht in der Amazon-Detailtabelle 60 g, vermutlich mit Verpackung
Farbe Grau
Befestigung weist der Anbieter nicht im Detail aus, Zusammenbau laut Listung nötig
Herstellerreferenz st-9131
Marke TOMAT laut Markenseite der Listung, im Amazon-Markenfeld steht cajjalororc

Kompatibilität

Passende Drohnen DJI Mini 4K, Mini 2 SE, Mini 2, Mini SE, Mavic Mini
Nicht passend Mini 3, Mini 4 Pro, Mini 5 Pro (andere Ausleger)

Passende Drohne

Modell DJI Mini 4K
Startgewicht ohne Zubehör 246 g inklusive Akku, Propeller und Speicherkarte
Startgewicht mit Schutz rund 268 g
Max. Flugzeit ohne Schutz 31 Minuten laut DJI
Windwiderstand ohne Schutz 10,7 m/s (Windstärke 5)
Hindernissensorik nur abwärts gerichtetes Sichtsystem

Vergleichswert DJI-Original

Modell DJI Mini 2 360° Propellerschützer, laut DJI passend zur Mini 4K
Gewicht 23,5 g je Seite, zusammen rund 47 g
Maße montiert 318 × 267 × 66 mm
Flugzeit mit Schutz 18 Minuten laut DJI

Der TOMAT 360°-Propellerschutz legt um jeden der vier Propeller der DJI Mini 4K einen geschlossenen Ring aus ABS-Kunststoff. Er schützt Wände, Möbel und Hände vor den Propellerspitzen und die Propeller vor dem Zerschlagen. Mit 22 g ist er deutlich leichter als der originale DJI-Schutz für diese Baureihe, bringt die Mini 4K aber trotzdem über die 250-Gramm-Grenze. Das ist bei diesem Zubehör die zentrale Frage: Drinnen spielt sie keine Rolle, draußen ändert sie die Regeln. Grundlage dieser Einordnung sind die Angaben des Anbieters in der Amazon-Listung, das DJI-Datenblatt der Mini 4K, die Store-Angaben zum originalen DJI-Propellerschutz und die Regeln der EU-Drohnenverordnung.

Stärken und Schwächen

Das spricht dafür

  • Geschlossene Ringe schützen die Propellerspitzen rundum, Wand- und Möbelkontakte in Innenräumen verlieren ihren Schrecken
  • Mit 22 g weniger als halb so schwer wie der originale DJI-Schutz mit rund 47 g
  • Passt an fünf Drohnen der alten und aktuellen Mini-Reihe, beim Umstieg von einer Mini 2 auf die Mini 4K bleibt er nutzbar
  • Der Anbieter nennt das Gewicht, das ist bei Propellerschutz keine Selbstverständlichkeit
  • ABS ist zäh und bricht bei Stößen eher, als dass es splittert

Das spricht dagegen

  • Mit Schutz wiegt die Mini 4K rund 268 g und verlässt draußen die Klasse C0, dann gelten Abstandsregeln und Kompetenznachweis
  • Die Aussage, der Schutz beeinflusse die Flugzeit nicht, widerspricht der Physik und DJIs eigener Angabe für den Originalschutz
  • Mehr Fläche im Wind: Die Mini 4K muss stärker gegensteuern, DJI rät beim Originalschutz von windigen Bedingungen ab
  • Zur Befestigung und zu den Maßen im montierten Zustand macht der Anbieter keine Angaben
  • Kamera und Gimbal an der Front bleiben ungeschützt

Bewertung im Detail

Schutzwirkung 3,5
Gewicht und Flugverhalten 2,5
Angaben des Anbieters 2,5
Kompatibilität 4,5
Preis-Leistung 4,0

Gesamtwertung: 3,4 / 5

Zuerst die Gewichtsfrage

Bei den meisten Zubehörteilen geht es um Nutzen und Preis. Beim Propellerschutz für die DJI Mini 4K geht es zuerst um Gramm.

Die Mini 4K wiegt laut DJI startfertig 246 g, inklusive Akku, Propellern und Speicherkarte. Damit liegt sie unter 250 g und fliegt in der Klasse C0, die draußen in der Unterkategorie A1 ohne Kompetenznachweis auskommt. Der TOMAT-Schutz wiegt laut Anbieter 22 g. Zusammen kommt die Drohne auf rund 268 g.

Die Amazon-Detailtabelle nennt übrigens 60 g Artikelgewicht bei einer Verpackung von 15,2 × 12,2 × 4,4 cm. Der Wert enthält vermutlich die Verpackung, die 22 g aus der Produktbeschreibung sind die plausiblere Angabe für den Schutz selbst. Wer es genau wissen will, legt die startbereite Drohne mit montiertem Schutz auf eine Küchenwaage. Das Ergebnis liegt in jedem Fall über 250 g.

Was über 250 Gramm rechtlich passiert

Die Klasse C0 ist an eine Startmasse unter 250 g inklusive Nutzlast gebunden. Mit dem Schutz erfüllt die Mini 4K diese Voraussetzung nicht mehr. Sie gilt dann als Drohne ab 250 g ohne gültiges Klassenlabel, und dafür ist draußen nur die Unterkategorie A3 offen.

A3 bedeutet: 150 m Abstand zu Wohn-, Gewerbe-, Industrie- und Erholungsgebieten und kein Flug in der Nähe unbeteiligter Menschen. Dazu kommt der kleine Drohnenführerschein A1/A3. Der Park um die Ecke und der eigene Garten im Wohngebiet sind mit montiertem Schutz damit tabu. Was die Klasse C0 im Detail ausmacht, steht im Ratgeber zu den Regeln für C0-Drohnen.

Ganz anders sieht es drinnen aus. In geschlossenen Räumen greift das Luftrecht nicht, weil dort kein Luftraum im rechtlichen Sinn beginnt. Registrierung, Klassenregeln und Gewichtsgrenzen spielen in der Wohnung, im Keller oder in der Halle keine Rolle. Genau dort ist ein Propellerschutz auch am sinnvollsten. Der Ratgeber zum Fliegen in Innenräumen beschreibt das für FPV, die Logik gilt für die Mini 4K genauso.

Was der Schutz leistet

Der TOMAT-Schutz legt um jeden Propeller einen geschlossenen Ring aus ABS. Die Propellerspitzen können damit keine Wand, keinen Türrahmen und keine Hand mehr direkt treffen. Umgekehrt zerschlägt ein Kontakt die Propeller nicht, die Drohne prallt ab und fängt sich im besten Fall wieder.

In Innenräumen ist das die häufigste Schadensart. Die Mini 4K hat nur ein abwärts gerichtetes Sichtsystem, zur Seite und nach vorn erkennt sie keine Hindernisse. Im Wohnzimmer bist du bei jedem Meter auf dein Augenmaß angewiesen, und ein Ring um die Propeller verzeiht die Fehler, die dabei unvermeidlich passieren.

ABS ist für diese Aufgabe ein passendes Material: zäh, schlagfest und eher biegsam als spröde. Bei einem harten Stoß bricht es eher, als dass es in scharfe Splitter zerfällt. Wie Propellerschutz grundsätzlich funktioniert und welche Bauformen es gibt, erklärt der Ratgeber zum Propellerschutz für Drohnen.

Flugzeit: die Rechnung hinter dem Versprechen

In der Produktbeschreibung steht, der Schutz beeinflusse die Flugzeit nicht. Diese Aussage deckt sich weder mit der Physik noch mit DJIs eigenen Angaben.

Die Physik zuerst. Eine schwebende Drohne braucht eine Leistung, die ungefähr mit der Masse hoch 1,5 wächst. 22 g mehr sind bei der Mini 4K rund 9 Prozent Mehrgewicht, das verlangt im Schwebeflug rund 14 Prozent mehr Leistung. Allein daraus werden aus 31 Minuten Herstellerangabe rechnerisch rund 27 Minuten. Im Vorwärtsflug kommt der Luftwiderstand der vier Ringe dazu.

Wie groß dieser zweite Anteil werden kann, zeigt DJIs originaler 360°-Schutz für diese Baureihe. Er wiegt rund 47 g, und DJI nennt mit ihm eine Flugzeit von 18 Minuten statt 31. Der TOMAT-Schutz ist weniger als halb so schwer und dürfte deutlich weniger kosten. Sein Wert liegt irgendwo zwischen den rechnerischen 27 Minuten und den 18 Minuten des schwereren Originals, einen Messwert nennt der Anbieter nicht.

Wind und Flugverhalten

Die Ringe vergrößern die Fläche, an der der Wind angreift. Die Mini 4K ist ohne Schutz bis 10,7 m/s eingestuft, also Windstärke 5. Mit Schutz muss sie bei jeder Böe stärker gegensteuern, das kostet zusätzlich Energie und Stabilität.

DJI rät beim eigenen Originalschutz ausdrücklich davon ab, ihn bei Wind oder in 2.000 m Höhe und darüber zu verwenden. Für den TOMAT-Schutz gilt dieselbe Physik. Draußen gehört er an windstille Tage, am besten bleibt er für Innenräume reserviert. Wie Wind die Mini-Klasse generell fordert, beschreibt der Ratgeber zum Fliegen bei Wind.

Kompatibilität über fünf Modelle

Der Anbieter nennt die Mini 4K, Mini 2 SE, Mini 2, Mini SE und Mavic Mini als kompatibel. Diese fünf Modelle teilen sich die Grundform der Ausleger, die DJI seit der ersten Mavic Mini beibehalten hat. Wer von einer älteren Mini auf die Mini 4K umsteigt, nimmt den Schutz mit.

Nicht passend sind die Mini 3, die Mini 4 Pro und die Mini 5 Pro, deren Ausleger und Propeller anders gebaut sind. Für sie gibt es eigene Sets, etwa den STARTRC Propellerschutz für die Mini 4 Pro.

Alternativen im Vergleich

PropellerschutzPassend fürGewichtPreisBewertung
TOMAT 360°Mini 4K, Mini 2 SE, Mini 2, Mini SE, Mavic Mini22 g laut Anbieter19,99 €3,4 / 5
DJI Mini 2 360° (Original)Mini 4K, Mini 2 SE, Mini 2, Mini SErund 47 gim DJI Store zuletzt ausverkauftnicht bewertet
STARTRCMini 4 Proweist STARTRC nicht ausPreis bei Amazon3,2 / 5
STARTRCMini 5 Pro32 g laut STARTRC19,99 €3,6 / 5

Amazon-Preise: Stand 07.11.2026, 15:50 MEZ · Details

Für die Mini 4K ist das DJI-Original der naheliegende Maßstab, es wiegt aber mehr als doppelt so viel und war im DJI Store zuletzt nicht lieferbar. Die STARTRC-Sets passen mechanisch nicht an die Mini 4K, sie zeigen das Preisniveau für Propellerschutz in der Mini-Klasse.

Fazit

Der TOMAT 360°-Propellerschutz macht die DJI Mini 4K innenraumtauglich. Geschlossene Ringe aus ABS, 22 g und die Kompatibilität mit fünf Mini-Modellen sind ein vernünftiges Paket, und das Gewicht liegt deutlich unter dem des DJI-Originals.

Die 3,4 von 5 kosten die Folgen des Gewichts: Draußen verlässt die Mini 4K mit Schutz die Klasse C0, die Flugzeit sinkt, und der Wind greift stärker an. Dazu kommt ein Flugzeit-Versprechen des Anbieters, das die Physik nicht hergibt.

Passend ist er, wenn du die Mini 4K in der Wohnung, in einer Halle oder zum Üben in geschlossenen Räumen fliegen willst.

Eher nicht passend ist er, wenn du draußen im Wohngebiet oder im Park fliegst. Dort nimmt dir der Schutz die Vorteile der Klasse C0, und du fliegst ohne ihn besser.

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Häufige Fragen

Wiegt die DJI Mini 4K mit Propellerschutz über 250 Gramm?

Ja. Die Mini 4K wiegt laut DJI startfertig 246 g, der TOMAT-Schutz laut Anbieter 22 g. Zusammen sind das rund 268 g. Mit dem originalen DJI-Schutz, der rund 47 g wiegt, wären es sogar rund 293 g. Jeder bekannte 360°-Schutz für die Mini 4K bringt sie über die 250-Gramm-Grenze.

Welche Regeln gelten für die Mini 4K mit Propellerschutz?

Draußen verliert sie mit dem Schutz die Voraussetzung für die Klasse C0, die an eine Startmasse unter 250 g gebunden ist. Sie gilt dann als Drohne ab 250 g ohne gültiges Klassenlabel und darf nur in der Unterkategorie A3 fliegen: 150 m Abstand zu Wohn-, Gewerbe-, Industrie- und Erholungsgebieten und der kleine Drohnenführerschein A1/A3. Ohne Schutz gelten wieder die C0-Regeln.

Darf ich die Mini 4K mit Propellerschutz in der Wohnung fliegen?

Ja. In geschlossenen Räumen greift das Luftrecht nicht, weil dort kein Luftraum im rechtlichen Sinn beginnt. Das Gewicht spielt drinnen also keine Rolle. Genau dort ist der Schutz auch am sinnvollsten, weil Wände, Möbel und Türrahmen dicht beieinanderliegen.

Wie viel Flugzeit kostet der Propellerschutz an der Mini 4K?

Einen Wert nennt der Anbieter nicht. Für den originalen DJI-Schutz mit rund 47 g gibt DJI 18 statt 31 Minuten an. Die Faustrechnung für den TOMAT-Schutz: 9 Prozent mehr Masse verlangen im Schwebeflug rund 14 Prozent mehr Leistung, das allein macht aus 31 rund 27 Minuten. Dazu kommt der Luftwiderstand der Ringe im Vorwärtsflug, realistisch bleibt also deutlich weniger.

Passt der Propellerschutz auch an die Mini 2 SE?

Ja. Der Anbieter nennt die Mini 4K, die Mini 2 SE, die Mini 2, die Mini SE und die Mavic Mini als kompatibel. Diese Modelle teilen sich die Bauform der Ausleger. An die Mini 3, die Mini 4 Pro und die Mini 5 Pro passt er nicht, deren Ausleger sind anders geformt.

Kann ich mit Propellerschutz bei Wind fliegen?

Davon ist abzuraten. Die Ringe vergrößern die Fläche, an der der Wind angreift, und die Mini 4K muss stärker gegensteuern. DJI rät beim eigenen Originalschutz ausdrücklich von windigen Bedingungen ab, ebenso von Flügen in 2.000 m Höhe und darüber. Der Schutz gehört in Innenräume und an windstille Tage.

Schützt der Propellerschutz die Kamera der Mini 4K?

Nein. Die Ringe umschließen die Propeller, die Kamera mit dem 3-Achsen-Gimbal sitzt vorn am Rumpf und bleibt frei. Bei einem Frontalaufprall trifft es weiterhin den Gimbal. Für den Transport schützt eine Gimbal-Abdeckung, im Flug hilft nur Abstand.

TOMAT-Schutz oder DJI-Original, was ist besser?

Das DJI-Original mit rund 47 g war im DJI Store zuletzt ausverkauft und ist bei Amazon nicht gelistet. Der TOMAT-Schutz ist mit 22 g weniger als halb so schwer und damit für Flugzeit und Windverhalten die günstigere Wahl. Beide bringen die Mini 4K über 250 g, am rechtlichen Ergebnis ändert die Wahl nichts.

Gibt es eine Mini-Drohne, bei der ein Propellerschutz unter 250 g bleibt?

Ja, die DJI Flip hat einen faltbaren Rundumschutz fest verbaut und bleibt damit bei 249 g in der Klasse C0. Auch die DJI Neo trägt einen Propellerschutz serienmäßig. Bei diesen Modellen ist der Schutz Teil der Konstruktion und in der Startmasse bereits enthalten.

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