Technische Daten
Fluggerät
| Startgewicht | 33,19 g ohne Akku |
|---|---|
| Rahmen | Cetus Pro Brushless Whoop Frame aus PA12 |
| Schutz | 360-Grad-Rotorschutz, Ducts rundum geschlossen |
| Motoren | 1102 mit 18.000 KV, bürstenlos |
| Propeller | 40 mm, drei Blätter, 1,5 mm Wellenbohrung |
| Antriebsklasse | 1S |
Elektronik
| Flugcontroller | Lite 1-2S Pro Brushless FC mit 12-A-Reglern |
|---|---|
| Empfängerprotokoll | FrSky D8 |
| Videosender | 25 mW |
| Kamera | C02 FPV Micro Camera |
| Kameraneigung | 30 Grad, fest eingestellt |
| Konfiguration | BETAFPV Configurator |
Flughilfen
| Höhenhaltung | Barometer und Laser |
|---|---|
| Positionshaltung | Optical Flow, wirksam zwischen 0,3 und 3 m Höhe |
| Schwebegenauigkeit | ±0,2 m horizontal, ±0,3 m vertikal (ohne Wind) |
| Flugmodi | N (Normal), S (Sport), M (Manuell), je drei Geschwindigkeiten |
| Selbstschutz | Notlandung bei Signalverlust und leerem Akku |
| Aufprallschutz | automatisches Abschalten der Motoren nach hartem Aufschlag |
| Schildkrötenmodus | vorhanden, dreht den Whoop nach einem Überschlag um |
Akku und Leistung
| Akku | BT2.0 450 mAh 1S 75C |
|---|---|
| Flugzeit | 4 bis 5 Minuten je Akku |
| Reichweite | ca. 80 m in freier, störungsarmer Umgebung |
| Ladegerät | BT2.0 Ladegerät mit Spannungsprüfer, USB-C |
| Empfohlener Zusatzakku | BT2.0 550 mAh 1S, dafür die Akkuplatte entfernen |
Der BetaFPV Cetus Pro ist der Whoop, mit dem viele FPV-Piloten anfangen. Er fliegt bürstenlos mit 1102-Motoren, hält über Barometer, Laser und optischen Bodensensor selbstständig die Höhe und stuft die Steuerung über drei Flugmodi vom Anfängerniveau bis zum vollen manuellen Betrieb ab. Bei Amazon wird der Quadcopter einzeln angeboten, BetaFPV führt daneben das Komplettpaket mit Fernsteuerung und Brille. Diese Rezension ordnet ihn anhand des BetaFPV-Datenblatts und der Händlerlistung ein.
Stärken und Schwächen
Das spricht dafür
- Die Höhenhaltung über Barometer und Laser nimmt Einsteigern die schwierigste Aufgabe ab: das Halten der Höhe mit dem linken Daumen
- Drei Flugmodi mit je drei Geschwindigkeiten erlauben einen echten Lernpfad bis zum vollen manuellen Betrieb
- Bürstenlose 1102-Motoren mit 18.000 KV liefern deutlich mehr Schub und Standzeit als die Bürstenmotoren einfacher Whoops
- Der geschlossene PA12-Rahmen übersteht Wandkontakte und schützt Möbel, Haustiere und Finger
- Notlandung und automatische Abschaltung nach Aufprall verhindern die typischen Anfängerschäden
- Der Schildkrötenmodus dreht den Whoop nach einem Überschlag aus der Ferne wieder um
Das spricht dagegen
- 4 bis 5 Minuten Flugzeit je Akku sind wenig, ohne mehrere Akkus endet eine Sitzung schnell
- Der Empfänger arbeitet mit FrSky D8, das schränkt die Auswahl passender Fernsteuerungen deutlich ein
- Bei Amazon kostet der Quadcopter allein 142,99 €, während BetaFPV ihn mit 129,99 US-Dollar listet
- Fernsteuerung und Brille fehlen im Amazon-Paket, für den Erstkauf fehlen damit die zwei teuersten Bausteine
- Die analoge C02-Kamera liefert ein Bild auf dem Niveau von 2021, HD-Systeme sind inzwischen Standard
- 25 mW Sendeleistung reichen für Wohnung und Halle, im Freien endet die Verbindung nach rund 80 m
Ein Whoop, der beim Lernen mitdenkt
FPV zu lernen scheitert selten am Willen und fast immer an den ersten drei Minuten. Ein klassischer Whoop fällt aus der Luft, sobald der linke Daumen zögert, weil im manuellen Modus jede Höhe von Hand gehalten wird.
Der Cetus Pro setzt genau dort an. Er kombiniert Barometer, Laser und einen optischen Bodensensor und hält damit die Höhe selbstständig. Der Pilot kümmert sich zunächst nur um Richtung und Tempo. Über drei Flugmodi lässt sich diese Hilfe schrittweise abschalten, bis am Ende der volle manuelle Betrieb steht.
Die drei Modi als Lernpfad
Der Aufbau ist der eigentliche Kern des Modells:
| Modus | Höhenhaltung | Neigungswinkel | Wofür |
|---|---|---|---|
| N (Normal) | aktiv | begrenzt | erste Flüge, Wohnung, Slalom um Stuhlbeine |
| S (Sport) | aus | größer | Tempo, Kurven, erste Höhenwechsel von Hand |
| M (Manuell) | aus | unbegrenzt | echtes Acro-Fliegen mit Rollen und Flips |
Jeder Modus lässt sich zusätzlich in drei Geschwindigkeitsstufen (SLOW, MID, FAST) fahren. Damit entstehen neun Abstufungen zwischen “schwebt fast von allein” und “reagiert wie ein Rennmodell”. Umgeschaltet wird über zwei Schalter der Fernsteuerung.
Praktisch ist dieser Aufbau deshalb so wirksam, weil der Übergang nach M der Punkt ist, an dem die meisten Einsteiger aufgeben. Wer vorher hundert Flüge in N und S gesammelt hat, kennt Raumgefühl und Kameraperspektive bereits.
Der Antrieb: bürstenlos statt Bürstenmotoren
Die günstigsten Trainings-Whoops arbeiten mit Bürstenmotoren. Die sind billig, verschleißen aber innerhalb weniger Stunden und liefern wenig Schub.
Der Cetus Pro fliegt mit 1102-Motoren und 18.000 KV an einem Lite-1-2S-Pro-Flugcontroller mit 12-A-Reglern. Daraus folgen drei Dinge: Er steigt kräftig genug, um sich aus einer Fehlhaltung zu retten. Die Motoren halten viele Betriebsstunden statt weniger. Und er trägt sein Gewicht auch dann, wenn ein Propeller angeschlagen ist.
40-mm-Dreiblatt-Propeller in geschlossenen Ducts liefern den nötigen Standschub. Das Startgewicht liegt bei 33,19 g ohne Akku, mit dem 450-mAh-Pack knapp darüber.
Selbstschutz: was passiert, wenn etwas schiefgeht
Zwei Funktionen sind für Einsteiger wichtiger als jede Leistungsangabe.
Erstens die Notlandung: Bei Signalverlust oder leerem Akku sinkt der Whoop kontrolliert, statt abzustürzen oder wegzufliegen. Zweitens die automatische Abschaltung nach hartem Aufprall. Ein blockierter Motor, der weiterdreht, brennt innerhalb von Sekunden durch. Der Cetus Pro entschärft sich stattdessen selbst.
Dazu kommt der Schildkrötenmodus. Nach einem Überschlag dreht die Elektronik zwei Motoren gegenläufig und stellt den Whoop wieder auf die Füße, ohne dass jemand hinlaufen muss.
Flugzeit und Reichweite realistisch
4 bis 5 Minuten nennt BetaFPV je 450-mAh-Akku. Im Sportmodus mit viel Vollgas bleiben eher 3,5 Minuten.
Das klingt kurz und ist in dieser Klasse normal. Ein 1S-Whoop trägt schlicht keinen größeren Akku, ohne träge zu werden. Der übliche Weg sind vier bis sechs Akkus und ein Mehrfachladegerät, damit eine Übungssitzung 25 Minuten statt fünf dauert. BetaFPV empfiehlt für mehr Flugzeit den BT2.0-Akku mit 550 mAh, dafür muss die Akkuplatte entfernt werden.
Die Reichweite gibt der Hersteller mit rund 80 m an, begrenzt durch den 25-mW-Videosender. In der Wohnung ist das unkritisch, im Freien bestimmt es das Revier. Zum Umgang mit den kleinen Zellen lohnt der Ratgeber zum LiPo-Akku richtig laden.
Der Haken: FrSky D8 und der Lieferumfang
Zwei Punkte gehören zur ehrlichen Einordnung.
Erstens das Funkprotokoll. Der Cetus Pro nutzt FrSky D8, ein älteres Verfahren. Passend sind die LiteRadio 2 SE aus dem Komplettpaket und andere D8-fähige Sender. Moderne Fernsteuerungen wie die RadioMaster Pocket arbeiten mit ExpressLRS und lassen sich ohne Empfängertausch nicht verbinden. Wer den Sender später weiternutzen will, sollte das einplanen.
Zweitens der Lieferumfang bei Amazon. Dort steht der Quadcopter mit Akku und Ladegerät, ohne Fernsteuerung und Brille, bei 142,99 €. BetaFPV listet dasselbe Teil mit 129,99 US-Dollar und das komplette Kit inklusive Sender und VR02-Brille mit 189,99 US-Dollar. Für den Erstkauf ohne vorhandene Ausrüstung ist das Kit die sinnvollere Variante, für alle mit passendem D8-Sender genügt der Quadcopter.
Alternativen im Vergleich
| Modell | Gewicht | Antrieb | Flugzeit | Video | Preis |
|---|---|---|---|---|---|
| BetaFPV Cetus Pro | 33,19 g | 1S, 1102 18.000 KV | 4 bis 5 min | analog, 25 mW | ca. 143 € |
| BetaFPV Meteor75 Pro | 27,5 g | 1S, 1102 22.000 KV | 4 bis 5 min | analog, ELRS | ca. 115 € |
| BetaFPV Aquila16 | 72,5 g | 1S, 1102 18.000 KV | 8 min | analog, Komplettkit | ca. 282 € |
| BetaFPV Air65 II | ca. 20 g | 1S, 0802 | 4 min | analog | ca. 130 € |
Das Aquila16 ist der direkte Gegenspieler beim Einstieg: Es kommt als Komplettpaket mit Sender und Brille, fliegt acht Minuten und bringt dieselben Assistenzfunktionen mit. Der Meteor75 Pro ist der Schritt danach, ohne Hilfen, dafür leichter, schneller und mit ELRS.
Für wen sich der Cetus Pro lohnt
Er passt, wenn du FPV lernen willst und einen Whoop suchst, der Fehler verzeiht. Höhenhaltung, drei Lernstufen, Selbstschutz und ein Rahmen, der Wandkontakte übersteht, ergeben genau das Trainingsgerät, das die ersten Wochen tragen soll. Wie der Einstieg abläuft, steht im Ratgeber zum FPV-Drohne fliegen.
Weniger passend ist er, wenn du bereits ELRS-Ausrüstung besitzt oder Aufnahmen machen willst. Im ersten Fall blockiert das D8-Protokoll, im zweiten die analoge Kamera ohne Aufzeichnung. Und unabhängig vom Modell bleibt der FPV-Simulator die günstigste Art, die ersten Flugstunden zu sammeln.
Fazit
Der BetaFPV Cetus Pro ist ein Lerngerät mit Flugeigenschaften, die weit über einem Spielzeug liegen. Höhenhaltung per Laser und Barometer, drei Flugmodi mit je drei Geschwindigkeiten, bürstenlose 1102-Motoren und ein PA12-Rahmen mit Rundumschutz ergeben einen Whoop, der Anfängerfehler übersteht und trotzdem bis in den manuellen Modus mitwächst.
Mit 4,0 von 5 bleibt er eine der besten Einstiegsoptionen, mit Abzügen für das ältere D8-Protokoll, die kurze Flugzeit und den Amazon-Aufschlag. Wer schon einen passenden Sender hat, kauft den Cetus Pro* einzeln. Wer bei null anfängt, fährt mit einem Komplettpaket wie dem Aquila16* besser.
Häufige Fragen
Ist im Amazon-Angebot des Cetus Pro alles enthalten, was zum Fliegen nötig ist?
Nein. Die Händlerlistung nennt den Quadcopter, Akku, BT2.0-Ladegerät mit Spannungsprüfer, Propellerwerkzeug und Anleitung. Fernsteuerung und Videobrille fehlen. BetaFPV bietet daneben das Cetus Pro FPV Kit an, in dem die LiteRadio 2 SE und die VR02-Brille enthalten sind. Wer noch keine Ausrüstung hat, braucht das Komplettpaket oder passende Einzelteile.
Welche Fernsteuerung passt zum BetaFPV Cetus Pro?
Der Empfänger arbeitet mit dem Protokoll FrSky D8. Passend sind die LiteRadio 2 SE aus dem Komplettpaket und andere Sender, die D8 unterstützen. Fernsteuerungen mit ExpressLRS funktionieren ohne Umbau des Empfängers nicht. Wer später auf ELRS wechseln will, findet in der Cetus-Reihe entsprechende Modelle.
Wie lange fliegt der Cetus Pro?
BetaFPV gibt 4 bis 5 Minuten je 450-mAh-Akku an. Das ist für einen 1S-Whoop dieser Größe normal. Bei zügiger Flugweise im Sportmodus bleiben eher 3,5 Minuten. Üblich sind vier bis sechs Akkus, damit eine Übungssitzung nicht nach fünf Minuten endet. Ein 550-mAh-Akku verlängert die Zeit etwas, dafür muss die Akkuplatte entfernt werden.
Was bedeuten die Flugmodi N, S und M?
N steht für Normal mit aktiver Höhenhaltung und begrenzten Neigungswinkeln, hier fliegt der Whoop fast von selbst. S steht für Sport mit größeren Winkeln und ohne Höhenhaltung, die Drohne kippt weiter und beschleunigt stärker. M ist der manuelle Modus, in dem die Elektronik nicht mehr korrigiert, das ist echtes FPV-Fliegen mit voller Kontrolle und voller Verantwortung.
Braucht man für den Cetus Pro einen Drohnenführerschein?
Nein. Mit rund 33 g ohne Akku bleibt er weit unter der 250-Gramm-Grenze, damit entfällt der Kompetenznachweis in A1 und A3. Registrieren musst du dich beim Luftfahrt-Bundesamt trotzdem, weil eine Kamera mitfliegt, und eine Haftpflichtversicherung ist Pflicht. Beim Flug mit Brille braucht es zusätzlich eine zweite Person, die die Drohne im Blick behält.
Kann man den Cetus Pro draußen fliegen?
Bei Windstille ja, mit Einschränkungen. Ein 33-Gramm-Whoop wird schon von leichter Brise versetzt, ab etwa 10 km/h Wind wird der Rückweg zur Übung. Der 25-mW-Videosender begrenzt die Reichweite zusätzlich auf rund 80 m. Sein eigentliches Revier sind Wohnung, Garage, Halle und windgeschützte Hinterhöfe.
Was ist der Schildkrötenmodus?
Nach einem Überschlag liegt der Whoop auf dem Rücken und kommt nicht mehr hoch. Der Schildkrötenmodus dreht zwei Motoren gegenläufig, sodass er sich selbst umdreht. Das erspart den Gang durch den Raum nach jedem Absturz. Steckt allerdings etwas im Propeller fest, hilft nur das sofortige Abschalten.
Cetus Pro oder Meteor75 Pro?
Der Cetus Pro ist der Trainer: Höhenhaltung, drei Modi, Selbstschutz und ein Preis, der einen Totalschaden verkraftbar macht. Der Meteor75 Pro ist der leichtere und schnellere Whoop ohne Assistenzsysteme, dafür mit besserer Kamera und ELRS. Der übliche Weg führt vom Cetus Pro über den Simulator zum Meteor75 Pro.
Wie gut ist die Kamera des Cetus Pro?
Die C02 ist eine analoge FPV-Kamera, deren Bild über einen 25-mW-Sender an die Brille geht. Für die Steuerung reicht das aus, für Aufnahmen taugt es kaum: Es gibt keine Aufzeichnung an Bord, und Aufnahmen entstehen nur über die Brille per DVR in geringer Qualität. Wer filmen will, greift zu einem Whoop mit HD-Videosystem.
Lohnt sich der Cetus Pro als erstes FPV-Modell?
Ja, wenn du ihn zusammen mit Fernsteuerung und Brille kaufst. Die Kombination aus Höhenhaltung, drei Lernstufen und robustem Rahmen macht ihn zu einem der geduldigsten Einstiegsmodelle. Parallel dazu bleibt der FPV-Simulator die günstigste Übungsform, weil dort jeder Absturz nichts kostet.