Technische Daten
Lieferumfang und Dämpfung
| ND8 | 3 Blendenstufen |
|---|---|
| ND16 | 4 Blendenstufen |
| ND32 | 5 Blendenstufen |
| Polfilter | im Set nicht enthalten |
| Anzahl Filter | 3 |
| Magnetring | enthalten, mit selbstklebender Rückseite |
Aufbau und Material
| Glas | hochwertiges optisches Glas laut Hersteller |
|---|---|
| Gewicht je Filter | 1,1 g |
| Montage | magnetisch auf aufgeklebtem Ring, werkzeuglos |
| Modellbezeichnung | Standard Day Kit, Teilenummer 598624031 |
| Herstellergarantie | 2 Jahre |
| Verpackungsmaß | ca. 7,7 × 7,7 × 2,5 cm |
| Markteinführung | Dezember 2025 |
Passende Kamera
| Modell | DJI Neo |
|---|---|
| Bildsensor | 1/2-Zoll-CMOS mit 12 MP |
| Blende | f/2,8, fest eingestellt |
| Bildwinkel | 117,6°, entspricht 13 mm Kleinbild |
| Verschlusszeit Video | 1/8000 bis 1/30 s |
| Verschlusszeit Foto | 1/8000 bis 1/10 s |
| Stabilisierung | eine mechanische Neigeachse plus elektronische Bildstabilisierung |
| Startgewicht der Drohne | 135 g |
Das Freewell Standard Day Kit für die DJI Neo enthält drei Graufilter von ND8 bis ND32. Zwei Dinge unterscheiden es von Filtersets anderer Drohnen: Die Reihe beginnt niedriger, weil die Neo mit f/2,8 deutlich weniger Licht einfängt als eine Mini-Drohne mit f/1,7. Und die Filter halten magnetisch auf einem Ring, der einmal auf die Kameraeinheit geklebt wird, statt geklemmt zu werden. Mit 1,1 g je Filter ist das Set das leichteste, das für eine DJI-Drohne angeboten wird. Grundlage dieser Einordnung sind die Herstellerangaben von Freewell, das DJI-Datenblatt der Neo und die Belichtungsrechnung für die feste Blende f/2,8.
Stärken und Schwächen
Das spricht dafür
- 1,1 g je Filter sind bei 135 g Startmasse praktisch nicht messbar, die Neo behält ihr Flugverhalten unverändert
- Die Abstufung ND8 bis ND32 passt genau zur lichtschwächeren Blende f/2,8 und deckt bewölktes bis klar sonniges Wetter ab
- Der Magnetwechsel geht schneller als jede Klemmmontage, gerade an einer Drohne, die von der Handfläche startet
- Ohne Klemmmechanik kommt keine seitliche Kraft auf die einzige mechanische Kameraachse der Neo
- Zwei Jahre Herstellergarantie sind bei Filterzubehör keine Selbstverständlichkeit
Das spricht dagegen
- Der Magnetring wird aufgeklebt und ist damit eine dauerhafte Veränderung an der Kameraeinheit
- ND64 fehlt, für pralle Sonne bei 4K mit 30 Bildern pro Sekunde reicht ND32 rund eine Blendenstufe zu wenig
- Ein magnetisch gehaltener Filter sitzt weniger fest als ein geklemmter, beim Transport in der Tasche kann er sich lösen
- Ein Polfilter fehlt, obwohl der weite Bildwinkel der Neo häufig Wasserflächen und Himmel gleichzeitig zeigt
- Freewell nennt keine Angabe zur Farbneutralität, bei drei Filtern desselben Sets ist ein einheitlicher Farbton wichtig
Warum drei Filter für die Neo mehr abdecken als für eine Mini
Ein Dreierset wirkt knapp, wenn man Sets mit acht Filtern kennt. Bei der DJI Neo ist es ausreichender, als die Zahl vermuten lässt, und der Grund steht im Datenblatt: f/2,8.
Diese Blende ist deutlich lichtschwächer als die f/1,7 einer Mini 4 Pro oder die f/1,8 einer Mini 5 Pro. Der Unterschied beträgt rund 1,4 Blendenstufen. Weniger einfallendes Licht bedeutet weniger Licht, das weggefiltert werden muss.
Praktisch heißt das: Wo eine Mini bei klarem Himmel ND128 braucht, reicht der Neo ND32. Die drei Stufen ND8, ND16 und ND32 decken damit dasselbe Wetterspektrum ab wie fünf Stufen an einer lichtstarken Mini-Drohne.
Die Rechnung: welcher Filter wann greift
Als Ziel gilt die 180-Grad-Regel. Die Verschlusszeit entspricht dem Doppelten der Bildrate, bei 4K mit 30 Bildern pro Sekunde also 1/60 s. Die folgende Tabelle rechnet für ISO 100 und f/2,8.
| Lichtsituation | Zeit ohne Filter | Nötige Abschwächung | Aus diesem Set |
|---|---|---|---|
| Bedeckt, diffuses Licht | ca. 1/260 s | rund 2,1 Stufen | ND8 (leicht zu stark) |
| Bewölkt, helle Wolkendecke | ca. 1/520 s | rund 3,1 Stufen | ND8 |
| Sonne mit Wolken | ca. 1/1050 s | rund 4,1 Stufen | ND16 |
| Klarer Himmel | ca. 1/2100 s | rund 5,1 Stufen | ND32 |
| Praller Sonnenschein | ca. 1/4200 s | rund 6,1 Stufen | fehlt (ND64 wäre richtig) |
Vier von fünf Zeilen trifft das Set punktgenau. Nur die letzte bleibt offen: Bei wolkenlosem Himmel im Hochsommer fehlt ND64. Dort verkürzt du entweder die Verschlusszeit auf 1/120 s oder nimmst leichte Überbelichtung in Kauf.
Eine Besonderheit der Neo hilft bei der oberen Grenze: Ihr Verschluss geht im Video bis 1/8000 s, und die längste Videozeit liegt bei 1/30 s. Der Regelbereich ist damit weit genug, dass eine halbe Stufe Abweichung immer korrigierbar bleibt.
Der Magnetring: der eigentliche Unterschied
Fast alle Drohnenfilter klemmen. Zwei kleine Federzungen greifen um die Kameraeinheit und halten den Rahmen. Freewell geht hier einen anderen Weg: Ein Magnetring wird einmalig auf das Kameraobjektiv geklebt, danach halten die Filter magnetisch.
Der Vorteil liegt auf der Hand. Beim Wechseln wirkt keine Kraft mehr auf die Kameraeinheit. Bei der Neo zählt das mehr als bei anderen Drohnen, weil sie nur eine mechanische Achse hat, die Neigung. Roll- und Gierbewegungen rechnet die Software heraus. Ein Klemmfilter, den man mit Nachdruck aufschiebt, drückt genau auf dieses eine Lager.
Dazu kommt das Tempo. Die Neo wird nicht wie eine Kameradrohne aufgebaut und ausgerichtet, sie startet von der Handfläche für eine 30-Sekunden-Sequenz. Ein Filterwechsel, der zwei Sekunden dauert, passt zu dieser Nutzung.
Der Preis dafür ist eine dauerhafte Veränderung an der Drohne. Der Klebering bleibt, wo er ist. Freewell nennt kein Verfahren, ihn rückstandsfrei zu entfernen. Wer die Neo später weiterverkaufen will, sollte das einkalkulieren.
Der zweite Punkt ist die Haltekraft. Ein Magnet hält gegen Fahrtwind zuverlässig, gegen einen seitlichen Stoß in der Transporttasche weniger gut. Der Filter gehört deshalb vor jedem Start in dieselbe Sichtkontrolle wie die Propeller, für die es einen eigenen Ratgeber zu Drohnenpropellern gibt.
1,1 Gramm: warum die Zahl hier zählt
Freewell nennt 1,1 g je Filter. Bei den meisten Drohnenfiltern fehlt diese Angabe, hier steht sie im Datenblatt und ist ein echtes Argument.
Die Neo wiegt startfertig 135 g. Ein Filter entspricht damit 0,8 Prozent der Startmasse. Zum Vergleich: Bei einer Mini 5 Pro mit 249,9 g wäre derselbe Filter zwar relativ noch unbedeutender, dort geht es aber um den Abstand zur 250-Gramm-Grenze. Bei der Neo ist beides entspannt.
Wichtiger ist die Masse an der Kameraachse. Jedes Gramm vor dem Drehpunkt erhöht das Trägheitsmoment, das der Neigemotor beschleunigen und abbremsen muss. Bei 1,1 g bleibt dieser Effekt weit unterhalb dessen, was sich in der Regelung bemerkbar macht.
Was der weite Bildwinkel für Filter bedeutet
Die Neo filmt mit 117,6 Grad Bildwinkel, das entspricht 13 mm Kleinbild. Das ist deutlich weiter als die 24 mm einer Mini-Drohne und hat zwei Folgen für Filter.
Streulicht wird zum Thema. Bei diesem Bildwinkel steht die Sonne häufig knapp außerhalb des Bildes oder sogar darin. Jede zusätzliche Glasfläche vor dem Objektiv kann Reflexionen erzeugen. Freewell nennt hochwertiges optisches Glas, konkrete Vergütungswerte gibt der Hersteller für dieses Set nicht an. Das bleibt eine Zusage ohne Messwert.
Ein Polfilter wäre besonders wertvoll. Weite Bildwinkel zeigen fast immer Himmel und Bodenfläche gleichzeitig. Genau dort spielt ein Polfilter seine Stärke aus, indem er Spiegelungen auf Wasser und nassem Asphalt entfernt und den Himmel sättigt. Dass er in diesem Set fehlt, ist die spürbarste Lücke.
Allerdings gibt es dafür einen technischen Grund. Die Wirkung eines Polfilters hängt vom Winkel zur Sonne ab, und bei 117,6 Grad Bildwinkel ändert sich dieser Winkel über die Bildbreite erheblich. Ein polarisierter Himmel kann dabei ungleichmäßig abdunkeln. Was ND-Filter grundsätzlich leisten, erklärt der Ratgeber zu ND-Filtern für Drohnen.
Alternativen im Vergleich
| Set | Filter | Bereich | Preis | Bewertung |
|---|---|---|---|---|
| Freewell Magnetfilter (Neo) | 3 | ND8 bis ND32 | 19,99 € | 3,9 / 5 |
| K&F Concept Sechserset (Flip) | 6 | ND8 bis ND64, CPL, UV | 40,99 € | 3,9 / 5 |
| K&F Concept Achterset (Mini 4 Pro) | 8 | ND8 bis ND256, CPL, UV | 46,99 € | 4,3 / 5 |
Je Filter gerechnet ist dieses Set das teuerste der drei: 6,66 € gegenüber 6,83 € beim Flip-Set und 5,87 € beim Achterset. Der Aufpreis bezahlt das Magnetsystem und das geringe Gewicht, zwei Eigenschaften, die genau bei der Neo etwas wert sind.
Fazit
Das Freewell Standard Day Kit ist genau auf die DJI Neo zugeschnitten. Die drei Stufen passen zur lichtschwachen Blende, 1,1 g belasten die einzige mechanische Kameraachse nicht, und der Magnetwechsel entspricht der Art, wie diese Drohne benutzt wird.
Für dich passend, wenn du die Neo regelmäßig für gefilmte Sequenzen einsetzt und Wert auf schnelle Filterwechsel legst. In vier von fünf Lichtsituationen triffst du mit diesem Set die filmübliche Verschlusszeit ohne Nachrechnen.
Eher nicht passend, wenn du keine dauerhafte Klebestelle an der Kamera willst oder überwiegend im Hochsommer bei wolkenlosem Himmel fliegst. Im ersten Fall ist ein Klemmsystem die bessere Wahl, im zweiten fehlt dir ND64 am oberen Ende.
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Welcher ND-Filter passt für die DJI Neo bei Sonnenschein?
Bei 4K mit 30 Bildern pro Sekunde und klarem Himmel liegt der Bedarf bei rund 5,1 Blendenstufen, dafür ist ND32 die richtige Wahl. Bei prallem Sonnenschein steigt der Bedarf auf rund 6,1 Stufen, dort fehlt dem Set eine Stufe. Bei bewölktem Wetter reicht ND8.
Warum braucht die Neo schwächere Filter als eine DJI Mini?
Weil ihre Blende mit f/2,8 deutlich weniger Licht durchlässt als die f/1,7 einer Mini 4 Pro. Der Unterschied beträgt rund 1,4 Blendenstufen. Bei gleicher Lichtsituation und gleicher Bildrate braucht die Neo deshalb anderthalb Stufen weniger Graufilter, und ND8 bis ND32 deckt bereits einen großen Teil des Wetters ab.
Wie wird der Magnetring befestigt?
Der Ring hat eine selbstklebende Rückseite. Du ziehst die Schutzfolie ab, richtest ihn am Kameraobjektiv aus und drückst ihn fest an. Danach bleibt der Ring dort, und die Filter werden magnetisch gewechselt. Die Ausrichtung beim ersten Aufkleben ist entscheidend, weil ein schief sitzender Ring später den Filter im Bildfeld verschiebt.
Lässt sich der Magnetring wieder entfernen?
Freewell macht dazu keine Angabe. Selbstklebende Ringe lassen sich mechanisch abziehen, es bleiben aber in der Regel Kleberreste auf der Kameraeinheit. Wer die Drohne später verkaufen will oder Garantiefragen im Blick hat, sollte das vor dem ersten Aufkleben abwägen.
Kann sich ein Magnetfilter im Flug lösen?
Der Magnet hält den Filter gegen Fahrtwind und Beschleunigung. Kritischer als der Flug ist der Transport: In einer Tasche kann ein seitlicher Stoß den Filter abstreifen. Vor dem Start gehört der Sitz des Filters deshalb in dieselbe Routine wie die Propellerkontrolle.
Beeinflussen 1,1 g die Kameraachse der Neo?
Kaum. Die Neo stabilisiert nur die Neigeachse mechanisch, Roll- und Gierbewegungen rechnet die Software heraus. 1,1 g sind gegenüber der Masse der Kameraeinheit gering, und weil der Filter magnetisch sitzt, wirkt keine seitliche Klemmkraft auf das Lager.
Braucht die Neo überhaupt ND-Filter?
Für gefilmte Bewegungsunschärfe ja. Die Blende steht fest bei f/2,8, und die Kamera kann bei hellem Licht nur die Verschlusszeit verkürzen. Bei 1/2000 s friert jede Bewegung ein, das Video wirkt hart. Mit ND16 landest du an einem normalen Sommertag wieder bei filmüblichen 1/60 s.
Was fehlt dem Set gegenüber größeren Filtersets?
Zwei Dinge. ND64 am oberen Ende für pralle Sonne bei 30 Bildern pro Sekunde, und ein Polfilter. Gerade der Polfilter wäre bei der Neo interessant, weil ihr 117,6-Grad-Bildwinkel fast immer Himmel und Bodenfläche gleichzeitig zeigt.
Passt das Set auch auf die DJI Neo 2?
Nein, Freewell führt für die Neo 2 eine eigene Filterreihe. Die beiden Modelle unterscheiden sich in der Kameraeinheit, und ein Magnetring passt nur zu dem Durchmesser, für den er gefertigt wurde. Beim Kauf lohnt der Blick auf die genaue Modellangabe.