Technische Daten
Eingang
| USB-C | 5 bis 20 V, max. 3 A, bis 60 W |
|---|---|
| Empfohlenes Netzteil | USB Power Delivery mit 65 W oder mehr |
Laden
| Akkuschächte | 2 |
|---|---|
| Ladeart | nacheinander, Akku mit dem höchsten Ladestand zuerst |
| Ausgang am Akkuschacht | 17 V, max. 3,5 A |
| Ein Akku | ca. 45 min laut Anbieter |
| Zwei Akkus | ca. 90 min laut Anbieter |
Modi und Energieabgabe
| Modi | voller Lademodus, Lagermodus, Entlademodus |
|---|---|
| Lagermodus | Akkus unter 60 % werden auf 60 % geladen, darüber passiert nichts |
| Powerbank-Ausgang | USB-A, 5 V, max. 2 A (10 W) |
| Energieübertragung zwischen Akkus | nicht genannt |
Gehäuse
| Maße | ca. 105 × 37 × 97 mm laut Amazon-Detailangaben |
|---|---|
| Gewicht | weist der Anbieter nicht aus |
| Farbe | Grau |
| Anzeige | LED laut Produkttitel, Details nennt der Anbieter nicht |
Kompatibilität und Lieferumfang
| Passende Akkus | DJI Avata 2 (BWX520-2150-14.76) |
|---|---|
| Lieferumfang | Ladestation, USB-A-auf-USB-C-Kabel, USB-C-auf-USB-C-Kabel |
| Netzteil | nicht enthalten |
Vergleichswert DJI-Original
| Modell | DJI Avata 2 Zweiwege-Ladestation (CHX520-80) |
|---|---|
| Akkuschächte und Ladeart | 3, nacheinander, höchster Ladestand zuerst |
| Ein Akku mit DJI 65W | ca. 45 min |
| Gewicht und Maße | ca. 114 g, 141,8 × 37,1 × 100,2 mm |
| Preis im DJI Store | 59 € |
Die Zweiwege-Ladestation von LYONGTECH lädt bis zu zwei Akkus der DJI Avata 2 nacheinander und kommt dabei auf dieselben 45 Minuten je Akku wie das DJI-Original. Dazu bietet sie einen Lagermodus, der leere Akkus auf 60 % bringt, und einen USB-A-Ausgang als Powerbank. Gegenüber der DJI-Zweiwege-Ladestation fehlen ein dritter Schacht und die Übertragung von Restladung zwischen Akkus. Grundlage dieser Einordnung sind die Angaben des Anbieters in der Amazon-Listung, die Bedienungsanleitung der DJI-Zweiwege-Ladestation, das Datenblatt des Avata-2-Akkus und der deutsche DJI Store.
Stärken und Schwächen
Das spricht dafür
- Rund 45 Minuten je Akku, laut Anbieter so schnell wie das DJI-Original und doppelt so schnell wie das Laden in der Drohne
- Der Lagermodus bringt leere Akkus nach dem Flugtag auf 60 %, eine Funktion, die der DJI-Station fehlt
- Zwei Kabel liegen bei, USB-A auf USB-C und USB-C auf USB-C
- Bei Amazon lieferbar, während die DJI-Station der Avata 2 dort derzeit nur über Drittanbieter auftaucht
- Günstiger als die DJI-Station mit 59 € im DJI Store
Das spricht dagegen
- Nur zwei Schächte: Wer drei Akkus fliegt, muss umstecken oder einen Akku in der Drohne laden
- Lädt nacheinander, zwei leere Akkus brauchen rund 90 Minuten
- Keine Übertragung von Restladung zwischen Akkus, die DJI-Station beherrscht das
- Der USB-A-Ausgang liefert nur 10 W, für Goggles-Akku oder Tablet ist das langsam
- Gewicht und LED-Bedeutung fehlen, und die Listung widerspricht sich beim mitgelieferten USB-A-Kabel
Ein Ladegerät für Besitzer mit zwei Akkus
Die DJI Avata 2 fliegt mit einem Akku rund 23 Minuten. Wer FPV ernsthaft betreibt, will mehr Zeit in der Luft und kauft Akkus nach. Die Frage nach dem passenden Ladegerät stellt sich dann sofort, denn in der Drohne lädt ein Akku fast eineinhalb Stunden.
DJI hat dafür die Zweiwege-Ladestation mit drei Schächten im Programm. Sie liegt aber nur den Paketen mit drei Akkus bei, und bei Amazon taucht sie derzeit nur über Drittanbieter auf. Die Station von LYONGTECH zielt genau auf die Lücke dazwischen: zwei Schächte, dasselbe Ladetempo, ein zusätzlicher Lagermodus.
Drei Ladewege der Avata 2 im Vergleich
Der Akku der Avata 2 speichert 31,7 Wh bei 14,76 V. Wie schnell er voll ist, hängt allein am Ladeweg:
| Ladeweg | Max. Ladeleistung | 0 bis 100 % | Akkus |
|---|---|---|---|
| In der Drohne (USB-C) | 30 W | ca. 88 min | einer |
| DJI-Zweiwege-Ladestation | 60 W | ca. 45 min | bis zu drei, nacheinander |
| LYONGTECH-Station | 60 W | ca. 45 min laut Anbieter | bis zu zwei, nacheinander |
Die LYONGTECH-Station nimmt über USB-C 5 bis 20 V bei bis zu 3 A auf und gibt an den Akkuschacht 17 V bei bis zu 3,5 A ab. Das sind knapp 60 W und damit dieselbe Ladeleistung, die DJI für die eigene Station nennt. Die gleichen 45 Minuten sind darum plausibel. Wie lange die Akkus in der Luft halten und wie sie altern, ordnet die Rezension des Avata-2-Akkus ein.
Zwei Schächte, nacheinander geladen
Die Station lädt die beiden Akkus nacheinander und beginnt mit dem, der den höchsten Ladestand hat. Zwei leere Akkus brauchen so rund 90 Minuten. Gleichzeitig laden kann sie nicht, das kann allerdings auch die DJI-Station nicht.
Zwei Schächte passen zu einem typischen Weg in die Avata 2: Die Einsteigerpakete enthalten einen Akku, nach den ersten Flugtagen kommt ein zweiter dazu. Wer später einen dritten Akku besitzt, lädt ihn in der Drohne oder steckt nach dem ersten Durchgang um. Für drei Akkus und mehr ist die DJI-Station mit drei Schächten die rundere Lösung.
Der Lagermodus: 60 Prozent auf Knopfdruck
Die Besonderheit dieser Station ist ein Lagermodus. Er lädt Akkus mit weniger als 60 % auf 60 % und lässt Akkus darüber in Ruhe. Nach einem Flugtag mit leeren Akkus lassen sie sich so auf ein lagerfreundliches Niveau bringen, ohne sie voll zu laden.
Das ergänzt die Logik des DJI-Akkus gut. Ein voller Avata-2-Akku entlädt sich laut DJI ohne Nutzung von selbst: nach drei Tagen auf rund 96 %, nach neun Tagen auf rund 60 %. Von oben kümmert sich also der Akku, von unten die Station. Lithium-Akkus altern bei mittlerem Ladestand am langsamsten, darum lohnt sich die Funktion für alle, die nicht jedes Wochenende fliegen.
Powerbank über USB-A
Im Entlademodus gibt die Station Energie der eingelegten Akkus über einen USB-A-Ausgang ab, mit 5 V bei bis zu 2 A, also 10 W. Ein Smartphone lädt damit gemächlich, eine Fernsteuerung ebenfalls. Für den Akku der Goggles oder ein Tablet sind 10 W langsam.
Die DJI-Station liefert über ihren USB-C-Ausgang ebenfalls 5 V bei 2 A, beim Powerbank-Tempo liegen beide gleichauf. Ein voller Avata-2-Akku mit 31,7 Wh reicht rechnerisch für ein bis zwei Smartphone-Ladungen. Am Flugtag gilt wie immer: Jede Wattstunde fürs Handy fehlt später in der Luft.
Netzteil und Kabel
Ein Netzteil liegt nicht bei, dafür zwei Kabel: USB-A auf USB-C und USB-C auf USB-C. Für das angegebene Tempo braucht die Station ein Netzteil mit USB Power Delivery und mindestens 65 W, etwa das 65W tragbare Ladegerät von DJI. Mehr als 60 W nimmt sie nicht auf, ein 100-W-Netzteil bringt beim Laden also keinen Vorteil. Worauf es bei Netzteilen und Ladegeräten für Drohnenakkus grundsätzlich ankommt, erklärt der Ratgeber zum Drohnen-Akku-Ladegerät.
In der Listung steckt ein Widerspruch: Im Abschnitt zur Powerbank heißt es, ein USB-A-Ladekabel sei nicht enthalten, im Lieferumfang taucht es dann doch auf. Wer das USB-A-Kabel sicher braucht, prüft den Inhalt nach dem Auspacken.
Was die DJI-Station zusätzlich kann
Die DJI-Zweiwege-Ladestation (Modell CHX520-80) bietet zwei Dinge, die bei LYONGTECH fehlen. Sie hat einen dritten Schacht, und sie beherrscht die Stromakkumulation: Auf Knopfdruck überträgt sie die Restladung mehrerer Akkus mit bis zu 65 W auf den vollsten. Aus zwei halbleeren Akkus wird so am Feld ein Akku für einen weiteren Flug, ganz ohne Steckdose.
Dazu kommen dokumentierte Werte: DJI nennt 114 g Gewicht, die Maße von 141,8 × 37,1 × 100,2 mm und eine Status-LED mit festgelegter Bedeutung. Im DJI Store kostet die Station 59 €. Bei LYONGTECH fehlen Gewicht und die Bedeutung der LED-Anzeige.
Was der Anbieter offenlässt
Neben dem Gewicht nennt die Listung weder eine Modellnummer noch eine Betriebstemperatur oder Schutzfunktionen gegen Überhitzung. Zur Ladezeit an Netzteilen unter 65 W gibt es ebenfalls keine Angabe. Für den Betrieb ist das verschmerzbar, weil der DJI-Akku ein eigenes Batteriemanagement mit Schutzfunktionen mitbringt. Den Abstand zum Original bei der Dokumentation erklärt es trotzdem.
Alternativen im Vergleich
| Station | Akkus | Ladeart | Extras | Preis | Bewertung |
|---|---|---|---|---|---|
| LYONGTECH für Avata 2 | 2 | nacheinander | Lagermodus 60 %, USB-A 10 W | 39 € | 3,4 / 5 |
| DJI Avata 2 Zweiwege-Ladestation | 3 | nacheinander | Stromakkumulation, USB-C 10 W | 59 € im DJI Store | nicht bewertet |
| DJI Neo 2 Zweiwege-Ladestation | 3 | gleichzeitig | USB-C 10 W | 27,99 € | 3,6 / 5 |
| DJI Flip Parallel-Ladestation | 2 | gleichzeitig | Powerbank bis 30 W | 42,68 € | 3,8 / 5 |
Amazon-Preise: Stand 07.11.2026, 15:50 MEZ · Details
Für die Avata 2 selbst bleibt die Wahl zwischen LYONGTECH und dem DJI-Original. Die Stationen von Neo 2 und Flip passen mechanisch nicht, sie zeigen aber, dass DJI bei kleineren Akkus inzwischen auch gleichzeitig lädt.
Für wen sich die Station lohnt
Passend ist sie, wenn du die Avata 2 mit ein oder zwei Akkus gekauft hast und einen Akku nachrüstest. Dann deckt sie beide Akkus ab, lädt so schnell wie das Original und bringt mit dem Lagermodus eine Funktion mit, die der DJI-Station fehlt.
Eher nicht passend ist sie, wenn du drei oder mehr Akkus fliegst oder eine Combo mit drei Akkus besitzt. Im ersten Fall fehlt ein Schacht, im zweiten liegt die DJI-Station bereits im Karton.
Fazit
Die LYONGTECH-Zweiwege-Ladestation ist ein brauchbares Ladegerät für die DJI Avata 2: 45 Minuten je Akku, ein praktischer Lagermodus und zwei Kabel im Lieferumfang. Sie füllt die Lücke, die das bei Amazon fehlende DJI-Original hinterlässt.
Die 3,4 von 5 kosten der fehlende dritte Schacht, die fehlende Übertragung von Restladung und eine Listung mit Lücken bei Gewicht und Anzeige. Für Piloten mit zwei Akkus ist die LYONGTECH-Ladestation bei Amazon* trotzdem eine runde Sache, ein Netzteil mit 65 W gehört gleich mit auf die Liste.
Häufige Fragen
Welches Ladegerät brauche ich für die DJI Avata 2?
Für einen Akku reicht ein USB-PD-Netzteil mit mindestens 30 W am USB-C-Anschluss der ausgeschalteten Drohne, das dauert rund 88 Minuten. Schneller geht es in einer Ladestation: Die DJI-Zweiwege-Ladestation und die LYONGTECH-Station laden einen Akku an einem USB-PD-Netzteil ab 65 W in rund 45 Minuten. DJI empfiehlt dafür das eigene 65W tragbare Ladegerät.
Wie lange lädt ein Avata-2-Akku in der LYONGTECH-Station?
Laut Anbieter rund 45 Minuten an einem Netzteil mit USB Power Delivery und mindestens 65 W, zwei Akkus brauchen zusammen rund 90 Minuten. Mit einem schwächeren Netzteil dauert es länger, eine Zeit dafür nennt der Anbieter nicht. Die Station nimmt höchstens 60 W auf, ein 100-W-Netzteil beschleunigt das Laden deshalb nicht.
Lädt die LYONGTECH-Station beide Akkus gleichzeitig?
Nein. Sie lädt nacheinander und beginnt mit dem Akku, der den höchsten Ladestand hat. So ist der erste Akku möglichst schnell wieder startklar. Die DJI-Zweiwege-Ladestation arbeitet nach demselben Prinzip.
Was macht der Lagermodus der Ladestation?
Er lädt Akkus mit weniger als 60 % auf 60 % und lässt Akkus darüber unberührt. Eingelagerte Akkus sollten laut Anbieter bei rund 60 % liegen. Volle Akkus entlädt der Modus nicht, das erledigt der Avata-2-Akku selbst: Laut DJI sinkt ein voller Akku ohne Nutzung nach neun Tagen von allein auf rund 60 %.
Kann ich mit der Station mein Smartphone laden?
Ja, über den USB-A-Ausgang mit 5 V und bis zu 2 A, also 10 W. Ein Avata-2-Akku speichert 31,7 Wh, damit lässt sich ein Smartphone gut einmal nachladen. Für den Akku der Goggles oder ein Tablet sind 10 W langsam, die DJI-Station liefert über USB-C ebenfalls nur 5 V bei 2 A.
Was unterscheidet die LYONGTECH-Station von der DJI-Zweiwege-Ladestation?
Die DJI-Station hat drei Schächte und kann Restladung mehrerer Akkus in einem bündeln. Die LYONGTECH-Station hat zwei Schächte und dafür einen Lagermodus mit 60 %. Beim Ladetempo liegen beide gleichauf mit rund 45 Minuten je Akku. Die DJI-Station kostet im DJI Store 59 €, bei Amazon taucht sie derzeit nur über Drittanbieter auf.
Ist die DJI-Ladestation bei der Avata 2 dabei?
In den Paketen mit drei Akkus ja: Die Fly Smart Combo und die Fly More Combo mit drei Akkus enthalten die DJI-Zweiwege-Ladestation. In den Varianten mit einem Akku fehlt sie. Genau für diese Käufer, die einen zweiten Akku nachkaufen, ist eine Station mit zwei Schächten passend.
Passt die Station auch für die Avata 360 oder die erste Avata?
Laut Anbieter ist die Station speziell für die DJI Avata 2 gebaut, also für deren Akku BWX520-2150-14.76. Die Avata 360 und die erste Avata nutzen andere Akkus. Für die Avata 360 gibt es bei DJI und bei LYONGTECH eigene Ladestationen.
Wie lange lädt die Avata 2 direkt in der Drohne?
Laut DJI rund 88 Minuten für eine volle Ladung und rund 60 Minuten von 10 auf 90 %. Die Drohne muss dafür ausgeschaltet sein, DJI empfiehlt ein USB-PD-Netzteil mit mindestens 30 W. In der Station mit bis zu 60 W halbiert sich die Zeit.
Liegt der LYONGTECH-Station ein Netzteil bei?
Nein. Im Lieferumfang stecken die Station, ein Kabel von USB-A auf USB-C und eines von USB-C auf USB-C. Das Netzteil kommt separat dazu, es sollte USB Power Delivery mit mindestens 65 W liefern. An einem USB-A-Ladegerät lädt die Station nur langsam.