Technische Daten
Filter
| Bauart | variabler Graufilter (VND) aus zwei Polarisationsschichten |
|---|---|
| Dämpfung | ND2 bis ND32 |
| Blendenstufen | 1 bis 5 |
| Einstellung | Drehring; der Titel nennt fünf Stufen, die Beschreibung stufenlos |
| Lieferumfang | 1 Filter |
| Herstellerbezeichnung | VND |
| Garantie | 2 Jahre Herstellergarantie laut Listung |
| Gewicht | nennt Potensic nicht |
| Glas und Beschichtung | nennt Potensic nicht |
| Befestigung | beschreibt Potensic nicht |
| Filtergewinde laut Detailtabelle | 64 mm, passt nicht zur Größe des Kamerakopfs und ist darum nicht belastbar |
Passende Drohne
| Modell | Potensic ATOM 2 mit Blende f/1,8 |
|---|---|
| Einschränkung laut Potensic | nur die bei Amazon gekaufte Version |
| Sensor | 1/2 Zoll, CMOS von Sony |
| Objektiv | 26 mm Kleinbild-Äquivalent, 79,4° Bildwinkel, Blende f/1,8 fest |
| Video | 4K und 2,7K mit 24 bis 30 Bildern/s, 1080p bis 60 Bilder/s |
| ISO im Video | 100 bis 6.400 laut Händlerdatenblatt |
| Kürzeste Verschlusszeit | 1/6.400 s laut Händlerdatenblatt |
| Startgewicht | unter 249 g |
Rechenwerte bei ISO 100
| Zielzeit bei 30 Bildern/s | 1/60 s |
|---|---|
| Bedarf bei klarem Himmel | rund 6,4 Blendenstufen |
| Lücke zum ND32 | rund 1,4 Stufen, Verschluss bei etwa 1/160 s |
| Bedarf in praller Sonne | rund 7,4 Blendenstufen |
Der ND-Filter von Potensic ist ein variabler Graufilter für die ATOM 2. Zwei Polarisationsschichten liegen übereinander, und je nach Stellung des Drehrings dämpfen sie das Licht um eine bis fünf Blendenstufen, von ND2 bis ND32. Die ATOM 2 filmt mit fester Blende f/1,8 und braucht bei Sonne deshalb Dämpfung, damit Bewegungen im Video natürlich wirken. Diese Rezension rechnet für die Bildraten der ATOM 2 nach, wie weit der Bereich reicht. Grundlage sind die Herstellerangaben von Potensic in der Amazon-Listung samt Detailtabelle, die Kameradaten der ATOM 2 aus Händlerdatenblättern und die Belichtungsrechnung für f/1,8.
Stärken und Schwächen
Das spricht dafür
- Ein Filter deckt fünf Dämpfungsstufen ab, im Gelände muss nichts gewechselt werden
- Laut Beschreibung stufenlos drehbar, damit trifft der Ring auch Zwischenwerte wie die 3,4 Stufen bei bedecktem Himmel
- Bei 1080p mit 60 Bildern pro Sekunde reicht der Bereich bis zum klaren Himmel bis auf 0,4 Stufen
- Original-Zubehör von Potensic mit zwei Jahren Herstellergarantie
Das spricht dagegen
- Bei 4K mit 30 Bildern pro Sekunde fehlen bei klarem Himmel rund 1,4 und in praller Sonne rund 2,4 Stufen
- Passt laut Potensic nur zur ATOM 2 mit f/1,8 aus dem Amazon-Verkauf, welche Version abweicht, erklärt die Listung nicht
- Gewicht, Glassorte und Befestigung fehlen, Titel und Beschreibung widersprechen sich bei der Einstellung
- Verstellt wird nur am Boden, ändert sich das Licht im Flug, hilft nur eine Landung
- Die Polarisationsschichten können Spiegelungen und das Blau des Himmels je nach Flugrichtung leicht verändern
Ein Drehring für fünf Filterstufen
Die Potensic ATOM 2 filmt mit einem 1/2-Zoll-Sensor von Sony hinter einem Objektiv mit fester Blende f/1,8. Die lichtstarke Blende hilft in der Dämmerung. Bei Sonne kann die Kamera die Lichtmenge dagegen nur noch über eine sehr kurze Verschlusszeit begrenzen.
Potensic bietet dafür einen eigenen variablen ND-Filter an. Er besteht aus zwei Polarisationsschichten, die gegeneinander verdreht werden. Je weiter der Drehring läuft, desto weniger Licht kommt durch, von ND2 mit einer Blendenstufe bis ND32 mit fünf. Ein einziger Filter deckt damit die Stufen ab, für die man sonst ein Set aus fünf festen Filtern bräuchte.
Im Karton liegt laut Listung genau ein Filter. Ein festes ND-Set für die ATOM 2 führt Potensic nicht, das Set mit ND8 bis ND64 gibt es nur für die ATOM 3.
Warum die ATOM 2 bei Sonne einen Filter braucht
Ein Video wirkt flüssig, wenn die Verschlusszeit etwa dem Kehrwert der doppelten Bildrate entspricht, bei 30 Bildern pro Sekunde also 1/60 s. Bei dieser Zeit verwischt jede Bewegung im Einzelbild ein wenig, und genau das nimmt das Auge als natürlich wahr. Kürzere Zeiten frieren jedes Bild ein, Schwenks und schnelle Motive wirken dann ruckelig.
Mit f/1,8 und ISO 100 kommt die ATOM 2 schon bei bedecktem Himmel auf rund 1/600 s. In praller Sonne wären rechnerisch rund 1/10.000 s nötig. Laut Händlerdatenblättern endet der Verschluss der ATOM 2 aber bei 1/6.400 s. Ohne Filter wird das Bild in praller Sonne also leicht überbelichtet, selbst bei der kürzesten Zeit. Für Videos bei Sonne gehört ein Graufilter bei dieser Drohne darum zur Grundausstattung.
Die Rechnung für 4K mit 30 Bildern pro Sekunde
Die Tabelle rechnet für ISO 100 und die Zielzeit 1/60 s. Wie Graufilter und Belichtung zusammenhängen, erklärt der Ratgeber zum ND-Filter für Drohnen.
| Lichtsituation | Bedarf bei f/1,8 | Einstellung | Verschlusszeit |
|---|---|---|---|
| Bedeckt, diffuses Licht | rund 3,4 Stufen | zwischen ND8 und ND16 | 1/60 s |
| Helle Wolkendecke | rund 4,4 Stufen | zwischen ND16 und ND32 | 1/60 s |
| Sonne mit Wolken | rund 5,4 Stufen | ND32 | etwa 1/80 s |
| Klarer Himmel | rund 6,4 Stufen | ND32 | etwa 1/160 s |
| Praller Sonnenschein | rund 7,4 Stufen | ND32 | etwa 1/320 s |
Bis zur hellen Wolkendecke trifft der Filter den Bedarf, sofern sich der Ring wie beschrieben stufenlos drehen lässt. Bei Sonne mit Wolken fehlen 0,4 Stufen, eine Verschlusszeit von 1/80 s statt 1/60 s fällt im fertigen Video nicht auf. Bei klarem Himmel sind es 1,4 Stufen, schnelle Schwenks verlieren dann einen Teil ihrer Bewegungsunschärfe. In praller Sonne fehlen 2,4 Stufen, und 1/320 s liegt deutlich unter der Zielzeit.
Bei 24 Bildern pro Sekunde mit der Zielzeit 1/50 s steigt der Bedarf um rund eine Viertelstufe. An der Einordnung ändert das nichts.
Mit 60 Bildern pro Sekunde passt der Bereich besser
Mit jeder Verdopplung der Bildrate halbiert sich die Zielzeit, der Bedarf sinkt um eine Stufe. 60 Bilder pro Sekunde bietet die ATOM 2 laut Händlerdatenblättern in 1080p, die Zielzeit liegt dann bei 1/120 s.
| Lichtsituation | Bedarf bei 60 Bildern/s | Einstellung | Verschlusszeit |
|---|---|---|---|
| Bedeckt, diffuses Licht | rund 2,4 Stufen | zwischen ND4 und ND8 | 1/120 s |
| Helle Wolkendecke | rund 3,4 Stufen | zwischen ND8 und ND16 | 1/120 s |
| Sonne mit Wolken | rund 4,4 Stufen | zwischen ND16 und ND32 | 1/120 s |
| Klarer Himmel | rund 5,4 Stufen | ND32 | etwa 1/160 s |
| Praller Sonnenschein | rund 6,4 Stufen | ND32 | etwa 1/320 s |
Hier reicht der Filter bis zur Sonne mit Wolken genau und bei klarem Himmel bis auf 0,4 Stufen. Wer an sonnigen Tagen viel filmt und mit 1080p auskommt, nutzt den Bereich mit 60 Bildern pro Sekunde am besten aus. In 4K bleibt für klare Sonnentage eine Lücke, die nur ein stärkerer Filter schließen würde.
Zwei Polarisationsschichten und ihre Nebenwirkungen
Ein variabler Graufilter dämpft das Licht über zwei Polfilter, die gegeneinander verdreht werden. Daraus ergeben sich zwei Eigenheiten, die feste Graufilter nicht haben.
Die erste betrifft den Bildwinkel. Je weiter die beiden Schichten gegeneinander gedreht sind, desto stärker hängt ihre Wirkung vom Einfallswinkel des Lichts ab. An Weitwinkelobjektiven kann ein variabler Filter bei hoher Dämpfung deshalb ungleichmäßig abdunkeln, im Extremfall zeigt sich ein dunkles Kreuz im Bild. Hersteller begrenzen den Drehbereich aus diesem Grund meist. Die ATOM 2 filmt mit 79,4° Bildwinkel recht weit. Ob der Filter bis ND32 gleichmäßig bleibt, gibt Potensic nicht an. Am ehesten fiele es bei voller Dämpfung vor einem gleichmäßig blauen Himmel auf.
Die zweite ist die Polarisation selbst. Die äußere Schicht wirkt wie ein Polfilter. Spiegelungen auf Wasser und Glas sowie das Blau des Himmels können sich deshalb mit der Ringstellung und mit der Flugrichtung relativ zur Sonne leicht verändern. Dreht die ATOM 2 während einer Aufnahme, kann der Himmel über die Szene hinweg etwas heller oder dunkler werden. Bei langsamen Schwenks über Wasser fällt das am ehesten auf.
Eingestellt wird vor dem Start
Den Drehring bewegst du von Hand, also nur am Boden. Für einen Flug legst du dich damit auf eine Stärke fest. Vor dem Start schätzt du das Licht ein, stellst den Ring ein und startest. Wer Verschlusszeit und ISO von Hand festlegt, kontrolliert im Livebild, ob die Belichtung passt, und korrigiert den Ring bei Bedarf noch vor dem Abheben.
Zwischenwerte wie die 3,4 Stufen bei bedecktem Himmel lassen sich laut Beschreibung direkt einstellen. Ein festes Set läge an dieser Stelle eine knappe halbe Stufe daneben. Zieht im Flug eine Wolke auf, gleicht die Kamera über ISO oder Verschlusszeit aus, für eine neue Ringstellung musst du landen.
Aufsetzen solltest du den Filter bei ausgeschalteter Drohne. Läuft die ATOM 2 bereits, halten die Gimbalmotoren die Kamera in Position, und jedes Drücken am Kamerakopf arbeitet gegen sie.
Die Einschränkung auf f/1,8
Potensic schreibt in die Listung, dass der Filter nur für die bei Amazon gekaufte ATOM 2 mit Blende f/1,8 geeignet ist. Welche Ausführung davon abweicht und woran sie sich erkennen lässt, sagt die Listung nicht. Die bei Amazon verkaufte ATOM 2 nennt in ihrer Beschreibung die Blende f/1,8, bei einem Kauf dort passt der Filter also.
Wer die ATOM 2 anderswo gekauft hat, prüft vor der Bestellung die Blendenangabe auf dem Karton oder im Datenblatt. Dieselbe Einschränkung steht beim CPL-Filter von Potensic.
Was Potensic offenlässt
Gewicht. Potensic nennt für den Filter kein Gewicht und für die ATOM 2 nur „unter 249 g”. Ein variabler Filter besteht aus zwei Schichten und einem Drehring und wiegt in der Regel mehr als ein einfacher Aufsteckfilter. Ob die ATOM 2 mit Filter unter 250 g bleibt, zeigt nur die Waage. Was bei einer Überschreitung gilt, steht im Ratgeber zu den Regeln für C0-Drohnen.
Einstellung. Der Titel spricht von fünf Stufen, die Beschreibung von einem stufenlos drehbaren Ring und von „5 Modulen in einer einzigen Linse”. Ob der Ring an den fünf Werten einrastet oder frei läuft, bleibt damit offen. Läuft er in festen Stufen, liegt der Filter bei bedecktem Himmel und heller Wolkendecke eine knappe halbe Stufe neben dem Bedarf.
Glas und Befestigung. Glassorte, Beschichtung und die Art, wie der Filter am Kamerakopf hält, beschreibt Potensic nicht. Die Detailtabelle nennt ein Filtergewinde von 64 mm, das zum kleinen Kamerakopf einer 249-g-Drohne nicht passt. Belastbar ist diese Angabe deshalb nicht.
Alternativen im Vergleich
| Filter | Bauart | Wirkung | Passform laut Listung | Preis | Bewertung |
|---|---|---|---|---|---|
| Potensic ND-Filter | variabler Graufilter | ND2 bis ND32 | ATOM 2 mit f/1,8 | 39,99 € | 3,2 / 5 |
| Potensic CPL-Filter | drehbarer Polfilter | dämpft Spiegelungen | ATOM 2 mit f/1,8 | 29,99 € | nicht rezensiert |
| VND/CPL-Kombifilter eines Drittanbieters | variabler Graufilter mit Polfilter | ND2 bis ND32 | ATOM 2 | 49,27 € | nicht rezensiert |
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Der CPL-Filter von Potensic* ergänzt den ND-Filter für Aufnahmen über Wasser und Glas. Er dämpft Spiegelungen und sättigt den Himmel, die Verschlusszeit verlängert er nur um das, was ein Polfilter ohnehin schluckt. Der Kombifilter eines Drittanbieters* verspricht denselben Bereich von ND2 bis ND32 und zusätzlich einen zirkularen Polfilter in einem Glas. Marke, Gewicht und Glas nennt die Listung nicht.
Fazit
Der variable ND-Filter von Potensic ist für die ATOM 2 die einfachste Lösung gegen zu kurze Verschlusszeiten. Ein Ring ersetzt fünf feste Filter, und von bedecktem Himmel bis zur hellen Wolkendecke trifft er den Bedarf für 4K mit 30 Bildern pro Sekunde. Bei Sonne reicht der Bereich nicht ganz, in 4K bleibt bei klarem Himmel eine Lücke von rund 1,4 Stufen.
Die 3,2 von 5 kosten die fehlende Dämpfung für klare Sonnentage, die dünnen und teils widersprüchlichen Angaben und die Einschränkung auf eine bestimmte Version der ATOM 2.
Passend ist der Filter, wenn du die ATOM 2 bei Amazon gekauft hast und viel bei wechselndem oder bedecktem Wetter filmst oder 1080p mit 60 Bildern pro Sekunde nutzt.
Eher nicht passend ist er, wenn du vor allem an klaren Sommertagen in 4K filmst. Dann fehlen dem Filter Stufen, und einen stärkeren Filter für die ATOM 2 führt Potensic nicht.
Potensic ND-Filter für die ATOM 2 bei Amazon ansehen*Häufige Fragen
Welcher ND-Filter passt auf die Potensic ATOM 2?
Potensic selbst bietet für die ATOM 2 diesen variablen ND-Filter mit ND2 bis ND32 an, dazu einen separaten Polfilter (CPL). Beide sind laut Hersteller nur für die ATOM 2 mit Blende f/1,8 aus dem Amazon-Verkauf gedacht. Ein festes ND-Filterset führt Potensic für die ATOM 2 nicht, das Set mit ND8 bis ND64 gehört zur ATOM 3. Daneben gibt es Kombifilter von Drittanbietern.
Welche ND-Stufe brauche ich mit der ATOM 2 bei Sonne?
Für 4K mit 30 Bildern pro Sekunde und 1/60 s braucht die ATOM 2 bei ISO 100 und Sonne mit Wolken rund 5,4 Stufen, bei klarem Himmel rund 6,4 und in praller Sonne rund 7,4. Der Potensic-Filter schafft höchstens 5 Stufen (ND32). Bei Sonne stellst du ihn deshalb ganz auf ND32, die Verschlusszeit liegt dann bei klarem Himmel bei etwa 1/160 s und in praller Sonne bei etwa 1/320 s.
Was bedeutet ND2 bis ND32?
Die Zahl gibt an, um welchen Faktor der Filter das Licht verringert. ND2 halbiert es, das entspricht einer Blendenstufe. ND4 sind zwei Stufen, ND8 drei, ND16 vier und ND32 fünf. Der Potensic-Filter deckt diesen ganzen Bereich mit einem Drehring ab, fünf einzelne Filter sind damit überflüssig.
Passt der Filter auf jede ATOM 2?
Laut Potensic nur auf die ATOM 2 mit Blende f/1,8, die bei Amazon gekauft wurde. Welche Ausführung davon abweicht, erklärt die Listung nicht. Die bei Amazon verkaufte ATOM 2 nennt in ihrer Beschreibung die Blende f/1,8. Wer seine Drohne bei einem anderen Händler gekauft hat, prüft vor dem Kauf die Blendenangabe auf dem Karton oder im Datenblatt.
Passt der ND-Filter auch auf die ATOM oder die ATOM 3?
Potensic nennt ausschließlich die ATOM 2. Die erste ATOM filmt mit einem anderen Objektiv und Blende f/2,2, die ATOM 3 mit einem 1/1,3-Zoll-Sensor und Blende f/2,8. Für die ATOM 3 führt Potensic ein eigenes Set aus ND8, ND16, ND32 und ND64, das laut Hersteller nur zur ATOM-3-Serie passt.
Bleibt die ATOM 2 mit ND-Filter unter 250 g?
Aus den Herstellerangaben lässt sich das nicht sicher ablesen. Potensic nennt für die ATOM 2 ein Startgewicht unter 249 g ohne genauen Wert und für den Filter gar kein Gewicht. Ein variabler Filter besteht aus zwei Schichten und einem Drehring und wiegt in der Regel mehr als ein einfacher Aufsteckfilter. Wer sicher in der Klasse C0 bleiben will, legt die startbereite Drohne mit Filter auf eine Küchenwaage.
Kann ich den Filter während des Flugs verstellen?
Nein, der Drehring sitzt am Kamerakopf und wird von Hand bewegt. Die Stärke wählst du vor dem Start nach dem Licht am Startplatz. Zieht im Flug eine Wolke auf, gleicht die Kamera über ISO oder Verschlusszeit aus. Für eine neue Ringstellung musst du landen.
Brauche ich zusätzlich den CPL-Filter von Potensic?
Nur wenn du gezielt Spiegelungen auf Wasser oder Glas dämpfen willst. Den CPL-Filter drehst du dafür, bis die Spiegelung schwächer wird. Ein Polfilter schluckt dabei typischerweise eine bis anderthalb Blendenstufen. Der variable ND-Filter wirkt nebenbei ebenfalls polarisierend, seine Stellung bestimmt aber die gewünschte Helligkeit, die Wirkung auf Spiegelungen ergibt sich zufällig mit.
Warum passt der Filter bei 60 Bildern pro Sekunde besser?
Bei 60 Bildern pro Sekunde liegt die Zielzeit bei 1/120 s, die ATOM 2 braucht dafür eine Stufe weniger Dämpfung. Bei klarem Himmel sind es dann rund 5,4 Stufen, der ND32 liegt nur 0,4 Stufen darunter und die Verschlusszeit bei etwa 1/160 s. 60 Bilder pro Sekunde bietet die ATOM 2 laut Händlerdatenblättern allerdings nur in 1080p.
Wofür braucht die ATOM 2 überhaupt einen ND-Filter?
Ihre Blende steht fest bei f/1,8. In praller Sonne wäre bei ISO 100 rechnerisch eine Verschlusszeit von rund 1/10.000 s nötig, die ATOM 2 erreicht laut Händlerdatenblatt höchstens 1/6.400 s. Ohne Filter wird das Bild dann leicht überbelichtet, und jedes Einzelbild friert die Bewegung ein, Schwenks wirken abgehackt. Für Fotos ist ein Filter nur bei gewollt längeren Belichtungszeiten nötig.