RadioMaster RadioMaster RP4TD-M

Preisentwicklung

Amazon
30 €31 €32 €32 €02.09.2607.09.2612.09.2618.09.26

Tiefstpreis im Zeitraum: 31,34 € (02.09.2026)

ELRS-Empfänger · RadioMaster

RadioMaster RP4TD-M (ELRS-Empfänger)

  • True Diversity mit zwei getrennten SX1281-Funkchips und zwei Antennen
  • 1 Gramm ohne Antennen, 3,3 Gramm im flugfertigen Zustand
  • Paketrate bis 500 Hz, im Gemini-Modus bis F1000
  • TCXO an Bord, das hält die Frequenz auch bei Temperaturschwankungen stabil
  • ExpressLRS V3.4.3 vorinstalliert, Updates laufen über WLAN

Preise: Stand 18.09.2026, Amazon 08:21 Uhr, inkl. MwSt., ohne Gewähr

Affiliate-Links sind mit einem Sternchen (*) gekennzeichnet. Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen.

Rezension der drohnen-guru.de-Redaktion · Veröffentlicht am 10. August 2026

Was du zum Fliegen brauchst

Die rechtliche Einstufung nach EU-Drohnenverordnung, bezogen auf den privaten Flug in Deutschland.

Frequenz 2,4 GHz, in Deutschland zulassungsfrei nutzbar Details im Ratgeber
Drohnenklasse Eigenbau ohne C-Kennzeichnung, es zählt das Startgewicht Details im Ratgeber
Registrierung Pflicht, sobald eine Kamera an Bord ist Details im Ratgeber
Haftpflicht Pflicht in Deutschland für jeden Drohnenflug Details im Ratgeber

Technische Daten

Elektronik

Mikrocontroller ESP32
Funkchips zwei SX1281, getrennte Empfangsketten
Empfangsprinzip True Diversity mit Gemini-Technik
Oszillator TCXO, temperaturkompensiert
Firmware ExpressLRS V3.4.3 vorinstalliert
Updates über WLAN

Funk

Frequenzband 2,4 GHz
Max. Paketrate 500 Hz, im Gemini-Modus F1000
Telemetrie-Sendeleistung max. 2 × 10 Milliwatt
Antennen zwei T-Antennen, RadioMaster nennt 65 mm, die Amazon-Listung 79 mm
Kompatibilität alle ExpressLRS-Sender auf 2,4 GHz

Anschluss und Maße

Protokoll CRSF
Betriebsspannung 5,0 V Gleichspannung
Abmessungen 18,1 × 16,0 mm
Gewicht ohne Antennen 1,00 g
Gewicht mit Antennen 3,30 g

Lieferumfang

Enthalten Empfänger, CRSF-Kabel, drei Schrumpfschläuche, zwei T-Antennen, Anleitung
Nicht enthalten Lötzubehör, Klebeband zur Antennenbefestigung

Der RadioMaster RP4TD-M ist die verkleinerte Variante des RP4TD und einer der leichtesten Empfänger mit echtem Diversity-Empfang. Statt nur zwischen zwei Antennen umzuschalten, betreibt er zwei vollständige Funkketten mit je einem SX1281-Chip und wertet beide Signale parallel aus. Das bringt genau dort Reserve, wo einfache Empfänger aussteigen: hinter Hindernissen, in ungünstigen Fluglagen und bei starken Störungen im 2,4-GHz-Band. Mit 1 Gramm ohne Antennen bleibt er trotzdem leicht genug für kleine Whoops. Grundlage dieser Einordnung sind die RadioMaster-Angaben, die Amazon-Listung und der Vergleich mit einfachen Einzelempfängern.

Stärken und Schwächen

Das spricht dafür

  • Zwei vollständige Empfangsketten statt einer bringen echte Reserve, wenn eine Antenne durch den Rahmen oder den Akku abgeschattet wird
  • 1 Gramm ohne Antennen macht den Empfänger auch für kleine Whoops tragbar, wo sonst nur Einzelempfänger passen
  • Der TCXO hält die Frequenz bei Temperaturschwankungen stabil, das verhindert Verbindungsabbrüche nach dem Aufwärmen im Flug
  • Bis zu 500 Hz Paketrate ergeben eine sehr direkte Steuerung, das kommt Racing und Freestyle zugute
  • ELRS V3.4.3 ist ab Werk installiert, ein Update vor dem ersten Flug ist meist unnötig
  • 31,34 € für einen Diversity-Empfänger sind ein fairer Kurs, Einzelempfänger liegen nur wenige Euro darunter

Das spricht dagegen

  • Zwei starre T-Antennen brauchen im Aufbau Platz und wollen sinnvoll ausgerichtet werden, sonst verpufft der Diversity-Vorteil
  • RadioMaster nennt 65 mm Antennenlänge, die Amazon-Listung 79 mm, die Angaben widersprechen sich
  • Der Empfänger braucht Lötarbeit oder ein passendes Steckerkabel, plug and play ist er nicht
  • Sender und Empfänger müssen dieselbe ELRS-Hauptversion nutzen, sonst schlägt die Bindung fehl

Bewertung im Detail

Empfangsleistung 5,0
Gewicht und Baugröße 4,5
Einbau und Handhabung 3,5
Preis-Leistung 4,5

Gesamtwertung: 4,4 / 5

Das Bauteil, das über den Absturz entscheidet

An einer FPV-Drohne gibt es ein Bauteil, dessen Ausfall unmittelbar zum Verlust führt: den Empfänger. Bricht die Verbindung ab, geht die Drohne in Failsafe und fällt. Alles andere lässt sich notfalls kompensieren, ein fehlendes Steuersignal nicht.

Der RP4TD-M setzt genau an dieser Stelle an. Er ist die Mini-Ausführung eines Empfängers mit True Diversity, und dieser Begriff beschreibt eine bauliche Entscheidung, die Geld kostet und Sicherheit bringt.

True Diversity gegen einfachen Antennenwechsel

Der Unterschied ist grundlegend und wird oft verwischt, weil beide Bauformen von “Diversity” sprechen.

Ein einfacher Empfänger mit zwei Antennen hat einen Funkchip und einen Umschalter davor. Er misst abwechselnd, welche Antenne das bessere Signal liefert, und schaltet dorthin. Das dauert, und in der Umschaltzeit gehen Pakete verloren.

Der RP4TD-M hat zwei komplette Funkketten mit je einem SX1281-Chip. Beide empfangen gleichzeitig und unabhängig voneinander, die Auswertung nimmt das jeweils bessere Ergebnis. Es gibt keine Umschaltpause, weil nichts umgeschaltet wird.

Wann macht das den Unterschied? Immer dann, wenn eine Antenne abgeschattet wird:

Ein Gramm: warum das viel ist

Der Empfänger wiegt 1,00 g ohne Antennen und 3,30 g flugfertig. Diese Zahl entscheidet darüber, welche Drohnen infrage kommen.

Bei einem 5-Zoll-Freestyle-Aufbau mit 600 Gramm spielen drei Gramm keine Rolle. Bei einem Whoop mit 20 Gramm Startgewicht sind sie ein Sechstel des Gesamtgewichts, und dort schlägt jedes Gramm direkt auf die Flugzeit durch.

Genau das ist die Leistung dieser Mini-Variante: Diversity-Empfang in einer Gewichtsklasse, in der sonst nur einfache Einzelempfänger passen. Der größere Bruder RP4TD bietet dieselbe Technik mit mehr Anschlussmöglichkeiten, wiegt dafür mehr.

TCXO: das Detail für Kälte und Distanz

Auf der Platine sitzt ein temperaturkompensierter Quarzoszillator. Er liefert die Referenzfrequenz, auf der die Funkstrecke arbeitet.

Ein gewöhnlicher Quarz driftet mit der Temperatur. Erwärmt sich die Elektronik im Flug, verschiebt sich die Frequenz leicht, und bei niedrigen Paketraten mit schmalen Kanälen kann die Verbindung dann abreißen. Umgekehrt zeigt sich derselbe Effekt bei Kälte: Der erste Flug nach dem Auspacken bei Frost läuft, der dritte bricht ab, weil sich die Bauteile inzwischen erwärmt haben.

Der TCXO gleicht diese Drift aus. Für Flüge im Winter und für Langstreckenaufbauten mit niedrigen Paketraten gehört er deshalb zur Grundvoraussetzung für verlässlichen Empfang.

Paketrate: der Kompromiss zwischen Direktheit und Reichweite

Der Empfänger verarbeitet bis zu 500 Hz, im Gemini-Modus F1000. Diese Zahlen sind ein Regler, kein Qualitätsmerkmal.

PaketrateWirkungPasst zu
50–100 Hzmaximale ReichweiteLangstrecke, Flächenmodelle
150–250 HzausgewogenFreestyle, Cinematic
500 Hzsehr direkte SteuerungRacing, enge Kurse
F1000 (Gemini)doppelte Übertragungmaximale Zuverlässigkeit

Der Zusammenhang dahinter: Bei niedriger Rate steckt mehr Energie in jedem einzelnen Paket, das erhöht die Reichweite. Bei hoher Rate kommen mehr Aktualisierungen pro Sekunde an, das macht die Steuerung direkter. Der Gemini-Modus geht einen dritten Weg und sendet dasselbe Paket über beide Funkketten, was die Ausfallsicherheit erhöht statt der Reichweite.

Einbau: wo die meisten Fehler passieren

Der Empfänger kommt mit CRSF-Kabel, zwei Antennen und drei Schrumpfschläuchen. Zwei Punkte entscheiden über das Ergebnis.

Erstens die Antennenausrichtung. Beide T-Antennen gehören im Winkel von etwa 90 Grad zueinander verlegt. Der Grund ist die Polarisation: Zwei parallel liegende Antennen empfangen dieselbe Ebene und fallen bei ungünstiger Fluglage gemeinsam aus. Im rechten Winkel deckt immer mindestens eine gut ab. Beide parallel zu verlegen ist der häufigste Einbaufehler und hebt den Vorteil des Diversity-Empfängers weitgehend auf.

Zweitens die Antennenlänge. RadioMaster nennt für den RP4TD-M 65-mm-T-Antennen, die Amazon-Listung spricht von 79 mm. Die Angaben widersprechen sich, und weil die Länge über die Abstimmung entscheidet, sollten die beiliegenden Antennen verwendet und nicht gekürzt werden.

Verbunden wird über CRSF mit 5 Volt Versorgungsspannung, üblicherweise am UART-Anschluss der Flugsteuerung. Ohne Lötkolben oder passenden Steckverbinder geht es nicht, plug and play ist der Empfänger nicht. Wie ein Aufbau insgesamt entsteht, steht im Ratgeber Drohne selber bauen.

Firmware und Bindung

ExpressLRS V3.4.3 ist vorinstalliert. Das ist praktisch, weil die häufigste Fehlerquelle bei ELRS eine Versionsdifferenz zwischen Sender und Empfänger ist: Weichen die Hauptversionen ab, kommt keine Verbindung zustande.

Updates laufen über WLAN. Der Empfänger öffnet einen eigenen Zugangspunkt, du verbindest dich per Smartphone und lädst die Firmware über eine Weboberfläche hoch. Ein Kabel oder Lötarbeit ist dafür nicht nötig, was bei einem verbauten Empfänger tief im Rahmen ein handfester Vorteil ist.

Die Bindung läuft am elegantesten über eine Bindephrase: Sender und Empfänger tragen denselben Text, und beim Einschalten finden sie sich automatisch. Das erspart den klassischen Bindemodus mit mehrfachem Ein- und Ausschalten.

Für wen sich der RP4TD-M lohnt

Er passt zu allen, die einen leichten Aufbau planen und Wert auf verlässlichen Empfang legen: Whoops ab etwa 65 mm, 2,5-Zoll-Cinewhoops und leichte 5-Zoll-Freestyler. Für Reparaturen und Neuaufbauten ist er die naheliegende Wahl, weil der Aufpreis gegenüber einem Einzelempfänger gering ausfällt.

Weniger passend ist er für sehr enge Whoop-Rahmen, in denen zwei starre Antennen kaum sinnvoll zu verlegen sind, und für alle, die einen fertig gebundenen Empfänger ohne Lötarbeit suchen.

Fazit

Der RadioMaster RP4TD-M bringt echten Diversity-Empfang in eine Gewichtsklasse, in der er bisher fehlte. Zwei SX1281-Chips, 1 Gramm ohne Antennen, ein TCXO und 500 Hz Paketrate ergeben einen Empfänger, der Reserve genau dort schafft, wo Einzelempfänger aussteigen.

Mit 4,4 von 5 kosten der Platzbedarf der beiden Antennen und die widersprüchlichen Längenangaben Punkte. Für 31,34 € ist der RP4TD-M* trotzdem eine der sinnvollsten Investitionen an einer FPV-Drohne, weil er genau das Bauteil absichert, dessen Ausfall den Totalverlust bedeutet.

Häufige Fragen

Was bedeutet True Diversity beim RP4TD-M?

Der Empfänger hat zwei vollständige Funkketten mit je einem eigenen SX1281-Chip und einer eigenen Antenne. Beide empfangen gleichzeitig und unabhängig, die Auswertung nimmt das jeweils bessere Signal. Einfache Diversity-Empfänger schalten dagegen nur zwischen zwei Antennen an einem Chip um, was langsamer ist und kurze Aussetzer nicht abfängt.

Passt der RP4TD-M auf einen Tiny Whoop?

Mit 1 Gramm ohne Antennen und 3,3 Gramm flugfertig ist er leicht genug für Whoops ab etwa 65 mm Radstand. Die Herausforderung ist der Platz: Zwei starre T-Antennen wollen im Winkel zueinander verlegt werden, und in einem engen Whoop-Rahmen ist das Fummelarbeit. Bei sehr kleinen Aufbauten ist ein einfacher Empfänger oft die praktischere Wahl.

Wie richte ich die beiden Antennen aus?

Im Winkel von etwa 90 Grad zueinander, damit sie unterschiedliche Polarisationsebenen abdecken. Steht die Drohne senkrecht in einer Kurve, empfängt dann immer mindestens eine Antenne gut. Beide Antennen parallel zu verlegen hebt den Diversity-Vorteil weitgehend auf, das ist der häufigste Einbaufehler.

Was macht der TCXO im Empfänger?

Ein temperaturkompensierter Quarzoszillator hält die Referenzfrequenz stabil, auch wenn sich das Bauteil erwärmt. Ohne TCXO driftet die Frequenz mit der Temperatur, und bei niedrigen Paketraten kann die Verbindung dann abreißen, sobald die Elektronik im Flug warm wird. Für Langstrecken und für Flüge bei Kälte ist der TCXO deshalb ein wichtiges Merkmal.

Welche Paketrate soll ich einstellen?

Für Freestyle und Racing sind 250 bis 500 Hz üblich, sie ergeben eine sehr direkte Steuerung. Für Reichweite senkst du die Rate, weil jedes Paket dann mehr Energie pro Bit trägt: 50 oder 100 Hz reichen deutlich weiter. Der Gemini-Modus mit F1000 sendet dasselbe Paket über beide Funkketten und erhöht damit die Zuverlässigkeit statt der Reichweite.

Mit welchen Sendern funktioniert der RP4TD-M?

Mit allen ExpressLRS-Sendern und -Modulen auf 2,4 GHz, etwa der RadioMaster Pocket, der T8L, der TX16S oder dem BetaFPV LiteRadio 4. Wichtig ist, dass Sender und Empfänger dieselbe ELRS-Hauptversion nutzen. Der Empfänger kommt mit V3.4.3, ältere Sender müssen gegebenenfalls aktualisiert werden.

Wie binde ich den Empfänger an den Sender?

Über die Bindephrase in der ExpressLRS-Konfiguration oder über den klassischen Bindemodus. Bei der Bindephrase tragen Sender und Empfänger denselben Text, dann verbinden sie sich automatisch beim Einschalten. Ohne Phrase versetzt du den Empfänger durch mehrfaches schnelles Ein- und Ausschalten in den Bindemodus und startest die Bindung am Sender.

Wie aktualisiere ich die Firmware?

Über WLAN. Der Empfänger öffnet nach Aufruf des WiFi-Modus einen eigenen Zugangspunkt, mit dem du dich per Smartphone oder Laptop verbindest. Über die Weboberfläche lädst du die neue Firmware hoch, die du vorher mit dem ExpressLRS-Konfigurator erzeugt hast. Ein Kabel oder Lötarbeit ist dafür nicht nötig.

Was ist der Unterschied zum größeren RP4TD?

Der RP4TD-M ist die Mini-Version derselben Technik: dieselben zwei SX1281-Chips, dasselbe Diversity-Prinzip, nur auf kleinerer Platine mit 18,1 × 16,0 mm und geringerem Gewicht. Der größere RP4TD bietet mehr Anschlussmöglichkeiten und ist einfacher zu verlöten, wiegt dafür mehr. Für Whoops und leichte Freestyle-Aufbauten ist die Mini-Variante die richtige Wahl.

Braucht ein Anfänger einen Diversity-Empfänger?

Zwingend nicht, ein einfacher Empfänger fliegt genauso. Der Unterschied zeigt sich in Grenzsituationen: hinter einer Hauswand, in steilen Fluglagen oder bei starker Störung im 2,4-GHz-Band. Weil der Aufpreis gegenüber einem Einzelempfänger gering ausfällt, ist der Diversity-Empfänger trotzdem eine sinnvolle Grundausstattung.

Passende Ratgeber zum Thema